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Vorrichtung zur Herstellung von Schnürriemennadeln aus Zelluloid Durch
das Hauptpatent 553 224, welches eine Vorrichtung zur Herstellung von Schnürriememladeln
aus Zelluloid betrifft, sind unter anderem Abziehvorrichtungen mit Fingern beschützt,
welche sich beim Drehen vori Unterlagern an jeder Seite von feststehenden Riemenauflagern
vorbeibewegen und dadurch ein Herausziehen der fertigen Riemen aus dem von der Anschlagstelle
sich wegbewegenden Unterlager bewirken. Die Riemenauflager bilden also beim Abziehen
der Riemen ein `Viderlager für letztere und sind in einer .olchen Höhe zu demjenigen
Unterlager, welches gerade: dem Anschlagstempel gegenübersteht, angeordnet, daß
die Oberkante der Riemenauflager und die Unterkante des Unterlagers in einer gemeinsamen
Ebene liegen. Diese besondere Stellung der erwiihnten Teile wird beim Einlegen der
Schnürriemen ausgenutzt. Die Bedienungsperson legt den einzulegenden Riemen nur
straff über die Riemenauflager und schiebt ihn dann in das Unterlager hinein.
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Die Riemenauflager nach dem Hauptpatent dienen also nicht nur zum
Abziehen, sondern auch zum Einlegen der Schnürriemen.
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Die Erfindung betrifft eine weitere Aus-J., estaltung des erwähnten
Erfindungsge(lankens und benutzt die Riemenauflager zur Bildung von Zangen, die
das Einlegen der Schnürriemen in das Unterlager bewirken.
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An sich sind zangenartige Glieder bei Maschinen zum Anschlagen von
Schnürriemennadeln bekannt. Diese zangenartigen Glieder dienen zum Zubringen der
Schnürriemen und sind bei den bekannten 12aschinen an Kettengliedern angeordnet.
Sie öffnen sich deshalb auch nur beim Überlaufen der Ketten über Rollen oder Räder.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Zangen an einem
den Anschlagstempel (Oberstempel) tragenden hin und her gehenden Schlitten angeordnet
sind und der eine Zangenteil fest mit dem Schlitten verbunden, der andere Zangenteil
dagegen vierschwenkbar an dem festen Zangenteil angelenkt ist und einen unter Federwirkung
stehenden Arm aufweist, der bei der Schlittenbewegung gegen einen ortsfesten Anschlag
stößt und die Zange unter Überwindung der Federspannung öffnet.
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Eine derartige Ausgestaltung der "Zangen ist deswegen besonders vorteilhaft,
weil sich die Schnürriemen in die geöffneten Zangen besonders bequetn von Hand einlegen
lassen und die Zangen dann selbsttätig (las Einbringen
der Schnürriemen
in die Unterlager und das Entfernen der Schnürriemen aus den Unterlagern bewirken.
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Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.,
und es stellt dar Fig. i eine Seitenansicht der Anschlagteile für die Schnürriemen
mit einer Zange gemäß (ler Erfindung, Fig.2 eine Aufsicht auf den Gegenstand der
Fig. i.
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In der Zeichnung bedeuten a einen Teil eines Förderrades, ä einen
Arm an demselben, in dem ein Unterlager b befestigt ist. In dem Unterlager b ist
der Schlitz c ersichtlich, in welchem das Anschlagen des Riemens erfolgt: d ist
ein den anschlagenden Oberstempel (Oberlager) d' tragendes Zwischenstück. Dieses
Zwischenstück d ist auf dem in Pfeilrichtung e und e' hin und her
;ebenden Schlitten f befestigt. Der Schlitten f wird durch einen Hebel
g vor und zurück bewegt; 1c ist ein Teil des feststehenden Maschinenkörpers im Schnitt.
Es sind ferner Zangen i, bestehend aus den Teilen i', i.", vorgesehen. Die
unteren Zangenbacken i' sind an dem hin und her gehenden Zwischenstück d befestigt,
und in einem Punkt l der unteren Backen i' sind die oberen Backen
i" verschwenkbar angebracht. Ein Schenkel der oberen Backen i" ist nach unten verlängert
und diese Verlängerung in der Darstellung beispielsweise im Winkel gebogen. An (lern
äußersten Ende der Sehenkel greifen die Zugfedern 1? an. die bestrebt sind,
die Zangen zu schließen.
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Die Wirkungsweise ist nun folgende: In der rechten Totpunktlage des
Schiebers f sind die Zangen geöffnet, da schon vor Beendigung des Hubes die nach
unten verl:ingerten Schienkel der Backenhälften i" an der Kante in- des Körpers
h anstoßen. Zwischen die eöffneten Backen wird der Riemen eingelegt.' Beim Vorwärtsgehen
des Schlittens f von rechts nach links hört die durch die Kante in. auf die Backenhälften
ausgeübte '\@'irkung auf, und die Zangen schließen sich unter der Wirkung der Federn
k. Dadurch wird der Riemen mitgenommen, und zwar bis an den Grund der Nut c, an
welcher Stelle er mit Zelluloid umschlagen wird. Bewegt sich nun der Schlitten
f mit dem Zwischenstück d
und dem Anschlagstempel d' wieder in Pfeilrichtung
e' zurück, so halten die Zangen i', i"
zunächst noch den beim Anschlagvorgang
zerteilten Schnürriemen fest Und lassen ihn fallen, sobald die nach unten verlängerten
Schenkel der oberen Backen i" an der Kante in des Körpers li, anstoßen und dadurch
das Öffnen der Zangen eintritt.
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Mit dem Einlegen des nächsten Schnürriemens zwischen die Backen beginnt
sich das Spiel zu wiederholen.
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Der Vorteil der neuen Vorrichtung gegenüber der Vorrichtung des Hauptpatentes
liegt darin, daß der Schnürriemen schon in die Zangen gelegt werden kann, noch während
das Förderrad a. in Pfeilrichtung geschaltet wird und andererseits die fertigen
Riemen aus dem Unterlager herausgezogen sind, bevor das Förderrad seine Schaltbewegung
fortsetzt. Dadurch ist es möglich, die Schaltgeschwindigkeit des Förderrades zu
erhöhen und die Leistung der Maschine zu steigern.