DE577320C - Verfahren zum Reinigen von Urteerbenzinen mittels verduennter Schwefelsaeure - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Urteerbenzinen mittels verduennter Schwefelsaeure

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DE577320C
DE577320C DEG82506D DEG0082506D DE577320C DE 577320 C DE577320 C DE 577320C DE G82506 D DEG82506 D DE G82506D DE G0082506 D DEG0082506 D DE G0082506D DE 577320 C DE577320 C DE 577320C
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  • Verfahren zum Reinigen von Urteerbenzinen mittels verdünnter Schwefelsäure Die Benzine des Steinkohlenurteers,besonders aber die aus dem Schwelgas nach bekannten Methoden erhältlichen Gasbenzine, würden sich infolge ihres hohen Heizwertes als Motorbetriebsstoff eignen, wenn einer derartigen Verwendung nicht höchst nachteilige Eigenschaften entgegenstünden. Diese bestehen darin, daß die in dem Betriebsstoff anwesenden, an sich wertvollen ungesättigten Kohlen"vasserstoffe bei der Raffination nach bisher bekannten Verfahrensweisen in wertlose und störende Produkte (Harze) umgewandelt werden.
  • Es wurde nun versucht, durch geeignete Wahl des Raffinationsmittels und unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßregeln die Reinigung und Oberführung des Urteerbenzins in hochwertige Produkte dadurch zu bewirken, daß man den rohen Betriebsstoff mit verdünnter, einen Gehalt von höchstens 86 H2 S O,,1 besitzender Schwefelsäure behandelte, worauf man die Waschsäure abschied und den nicht angegriffenen Rest des Waschguts erneut mit Säure stärkerer, jedoch gleichfalls 86 % H2 S 04 nicht überschreitender Konzentration behandelte. Hierauf wurde die Waschsäure abgetrennt, das Waschgut vorteilhaft mit Wasser gewaschen und mit Sodalösung oder Natronlauge neutralisiert und schließlich destilliert.
  • Es hat sich aber gezeigt, daß das Waschgut regelmäßig nur durch wiederholte Behandlung mit Waschsäure steigender Konzentration hinreichend gereinigt und beständig gemacht werden kann, während es sich nach bloß einmaliger Waschung alsbald verfärbte, woraus auf Polymerisation bzw. Entstehung von Harzbildnern und Harzen im lagernden Betriebsstoff zu schließen ist. Die mehrfache Waschung ist aber mit entsprechend höheren Waschverlusten verbunden.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß durch einfache Raffination des Betriebsstoffes mit verdünnter Schwefelsäure und anschließende Alkalibehandlung des Waschguts in der Wärme unmittelbar ein motorisch einwandfreier und lagerbeständiger Betriebsstoff erhalten wird. Es wird also der mit verdünnter, einen Gehalt von 86% H2 S O¢ oder weniger besitzender Schwefelsäure behandelte Betriebsstoff derart aufgearbeitet, daß er nach Abtrennung der Waschsäure und Nachwaschen mit wenig Wasser zur Entfernung etwaiger Säurereste mit Sodalösung oder besser Natronlauge bei erhöhter Temperatur, ja sogar unter Durchkochen bearbeitet wird. Hierbei werden die im Waschgut in geringer Menge vorhandenen und bei der vorangegangenen Wäsche mit verdünnter Säure, insbesondere aus den ungesättigten Kohlenwasserstoffen, wie Olefinen und Diolefinen, entstandenen Sulfosäuren zersetzt, die bei Behandlung mit Alkali bei Raumtemperatur bestehen bleiben und bei weiterer Lagerung zu starker Verfärbung des Waschguts, also Harzbildungen u. dgl., führen würden. Darüber hinaus gelingt es, mit den möglichen geringsten Waschverlusten zu arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Urteerbenzinen mittels verdünnter Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß eine Waschsäure mit einem Gehalt von höchstens 86 % H2 S O4 zur Behandlung des Waschguts verwendet, hierauf abgetrennt und das Waschgut sodann nach erfolgter Nachwäsche mit Wasser einer Alkalibehandlung bei erhöhter Temperatur unterworfen und schließlich destilliert wird.
DEG82506D 1925-09-12 1925-09-12 Verfahren zum Reinigen von Urteerbenzinen mittels verduennter Schwefelsaeure Expired DE577320C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746134C (de) * 1934-06-05 1944-06-08 Max Schloetter Dr Ing Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glaenzender Zinn-Niederschlaege

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