DE576207C - Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Stroeme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stoesst - Google Patents

Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Stroeme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stoesst

Info

Publication number
DE576207C
DE576207C DE1930576207D DE576207DD DE576207C DE 576207 C DE576207 C DE 576207C DE 1930576207 D DE1930576207 D DE 1930576207D DE 576207D D DE576207D D DE 576207DD DE 576207 C DE576207 C DE 576207C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrometer
thread
contact
relay
designed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930576207D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PYCHLAU KG DR
Original Assignee
PYCHLAU KG DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PYCHLAU KG DR filed Critical PYCHLAU KG DR
Application granted granted Critical
Publication of DE576207C publication Critical patent/DE576207C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T1/00Measuring X-radiation, gamma radiation, corpuscular radiation, or cosmic radiation
    • G01T1/16Measuring radiation intensity
    • G01T1/185Measuring radiation intensity with ionisation chamber arrangements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Ströme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stößt Es ist bekannt; schwache elektrische Ströme, z. B. Ionisationsströme, wie solche in Gasstrecken unter dem Einfluß ionisierender Strahlen, z. B. Röntgenstrahlen, hervorgerufen werden, in der Weise zu messen, daß man ein isoliertes System sich auf- oder entladen läßt und die Anzahl der Auf- bzw. Entladungen in der Zeiteinheit beobachtet.
  • Es sind bereits Vorrichtungen bekannt (Hammerdosimeter nach Patent 366 858), bei denen der bewegliche Teil eines Elektrometersystems, z. B. ein elastischer Draht oder ein Blättchen, der als Kontakt ausgebildet ist, beim Erreichen einer bestimmten Spannung entweder den Stromkreis eines elektromagnetischen Relais schließt oder ein weiteres elektrostatisches Relais steuert, das die Meßeinrichtung, z. B. ein Zählwerk o. dgl., bedient.
  • Bei Verwendung eines Kontaktelektrometers ist man gezwungen, ein verhältnismäßig grobes Gerät zu benutzen, dessen Kontakte ohne Schaden einen verhältnismäßig starken Strom aushalten können und auch den auftretenden Funken ertragen. Da die elektrometrischen Kräfte, die hierbei zur Verfügung stehen, sehr gering sind, so sind die rückführenden Kräfte entsprechend klein. Die Verschweißung, die beim Schließen des Kontaktes auftritt, ist dann bereits so erheblich, daß das bewegliche Elektrometerblättchen nicht von .selbst wieder in die Ruhelage zurückkehrt. Es ist viehmehr erforderlich, das Blättchen durch eine nach jeder Kontaktgebung in Tätigkeit tretende Abstoßvorrichtung von dem Gegenkontakt abzureißen und in die Ruhelage zurückzuführen. Das verhältnismäßig grobe Relais besitzt eine entsprechende Trägheit. Eine weitere Verzögerung tritt nach jedem Kontakt durch die erforderliche mechanische Abstoßung ein. Es ist daher nicht möglich, die Kontaktzahlen stark zu steigern, und der Empfindlichkeit des Gerätes sind verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt.
  • Es steht nun eine zweite Gruppe von Elektrometern zur Verfügung, die höchst empfindlich und völlig trägheitslos gestaltet werden können, das sind die Fadenelektrometer. Sie können für alle Grade der Empfindlichkeit von Bruchteilen eines Volt bis zu mehreren zooo Volt pro Skalenteil hergestellt werden. Allerdings erfordert die hohe Empfindlichkeit des Fadens Maßnahmen, die verhindern, daß im Faden selbst ein Stromübergang stattfindet, da die geringste Verschweißung den Faden zerstören würde. Es ist also nicht möglich, den anspringenden Faden unmittelbar als Kontaktglied zu benutzen. Hier setzt nun die Erfindung ein, die durch die Kombination eines Elektrometers mit einer Elektronenröhre die Vorteile beider Systeme miteinander vereinigt, ohne daß hieraus irgendwelche Nachteile entstehen.
  • Die Erfindung besteht in einer Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Ströme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei, Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stößt. Erfindungsgemäß dient als Elektrometer ein Einfadenelektrometer, dessen Faden derart bemessen ist, daß er unter der Einwirkung einer elastischen Direktionskraft Schwingungen von mindestens einer der technischen Wechselstromfrequenz entsprechenden Frequenz.ausführen kann und daß durch das Anstoßen des Elektrometerfadens an den Kontakt der mit dem Kontakt verbundene Gitterkreis einer Dreielektrodenröhre, in deren Anodenkreis ein Anzeigeinstrument liegt, beeinflußt wird.
  • Man hat bei ähnlichen Meßgeräten - bereits vorgeschlagen, als Relais Elektronenröhren zu verwenden, 'da diese bekanntlich völlig trägheitslos arbeiten. Die bisher bekanntgewordenen Schaltungen haben aber den erheblichen Nachteil, daß das Gitter der Elektronenröhren unmittelbar mit dem Stift der Ionisationskammer verbunden ist. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das Gitter der Röhre hoch zu isolieren, was nicht ohne weiteres möglich ist. Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung ist, daß durch das unstetige Verhalten der Röhre das ATeßergebnis ungenau wird. Sämtliche Daten der Röhre gehen in die Messung ein. Bei der Anordnung nach der Erfindung ist die Isolation des Gitters der Röhre ohne jeden Einfluß auf das Meßergebnis, da während einer Messung das Elektrometersystem und die Röhre keine Verbindung miteinander haben. Während also bei den bekannten Einrichtungen dieser Art die Elektronenröhre einen Teil des Meßsystems bildet und daher mit ihrer Konstanten das Meßergebnis beeinflußt, ist die Röhre bei der vorliegenden Erfindung nur als trägheitsloses Relais zur Weitergabe eines Impulses verwendet.
  • Durch die gemäß der Erfindung sichergestellte trägheitslose Weitergabe der einzelnen Impulse des Elektrometerfadens läßt sich nun auch die Zahl der Impulse so weit steigern, daß sie sich mit Frequenzmeßverfahren messen läßt. Dadurch wird es möglich, die durch das Kontaktelektrometer hervorgerufenen Stromstöße einem Frequenzmeßgerät zuzuführen, so daß man an dessen Skala die Intensität des zu messenden schwachen elektrischen Stromes unmittelbar ablesen kann. Die Skala dieses Frequenzmessers kann dann unter Berücksichtigung der Konstanten des Elektrometers unmittelbar in Einheiten des zu messenden Stromes oder in Einheiten der Strahlung, die diesen schwachen Strom hervorgerufen hat, geeicht werden. Im Falle von Röntgenstrahlen würde man das Frequenzmeßgerät also zweckmäßig in internationalen Röntgeneinheiten pro Sekunde eichen.
  • Sollte die Frequenz in besonderen Fällen noch zu niedrig sein, so könnte man sie durch die bekannten Frequenzvervielfachungsverfahren auf das gewünschte Maß steigern, Um bei sehr schwachen elektrischen Strömen eine hinreichende Anzahl von Kontaktgebungen des Elektrometers pro Sekunde zu erreichen, muß das Elektrometer naturgemäß sehr empfindlich sein. Zur Steigerung der Empfindlichkeit sind erfindpngsgemäß noch besondere Hilfselektroden im Elektrometer - angeordnet, die, ohne die sichere Funktion des Kontakt elektrometers zu beeinträchtigen, eine wesentlich größere Empfindlichkeit desselben herbeiführen.
  • Gegenüber denjenigen Vorrichtungen, bei denen der schwache elektrische Strom eine Potentialdifferenz eines mit dem Gitter einer Elektronenröhre unmittelbar verbundenen Teiles bewirkt, hat die Vorrichtung gemäß der Erfindung sehr weitgehende Vorteile. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird das Gitter negativ aufgeladen-und sperrt alsdann den Durchgang des Anodenstromes. Diese negative Spannung des Gitters wird dann zum Verschwinden gebracht, und in dem Augenblick, wo diese negative Spannung bis auf einen bestimmten Betrag abgesunken ist, setzt der Anodenstrom ein. Der Augenblick des Einsetzens des Anodenstromes hängt von dem Knick in der' Anodenstrom-Gitterspannungsb'urve der Röhre ab. Die Lage dieses Knickes in der Kurve wird sehr stark durch die jeweilige Höhe der Anoden- und Heizspannung beeinflußt.
  • Demgegenüber kann bei der Vorrichtung nach der Erfindung die Röhre auf dem geraden Teil ihrer Charakteristik arbeiten; denn durch das Anspringen -des Blektrometerfadens wird ein Absinken und Wiederansteigen der- Spannung am Gitter der Elektronenröhre. hervorgerufen, d. h. die Röhre arbeitet im vorliegenden Falle genau wie jede andere Versiärkerröhre. Befindet sich also der Arbeitspunkt der Röhre einigermaßen in der Mitte der Charakteristik, so bleiben selbst noo°/oige Schwankungen der Anoden- und Heizspannung völlig bedeutungslos für das Meßergebnis.
  • Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung beschrieben.
  • Fig. i bis 3 zeigen Schaltbilder solcher Ausführungsformen.
  • In Fig. i ist i eine Spannungsquelle von z. B. noo Volt, deren negativer Pol mit der Innenwand einer fingerhutförmigen, aus strahlungsdurchlässigem Material hergestellten Kammer verbunden ist. Diese Kammer 33 ist durch ein Isolationsstück z verschlossen, durch das der Stift 3 hindurchgeht, der mit einem Elektrometerfaden q. leitend verbunden ist. Dieser Elektrometerfaden q. ist an seinem unteren Ende durch eine Quarzschleife 5 gespannt. In der Mitte des Fadens q. ist in geringem Abstand von diesem eine Schneide 6 angeordnet, die mit dem Gitter -7 einer Elektronenröhre 8 verbunden ist. Das Gitter dieser Elektronenröhre ist ferner über einen Widerstand g geerdet und mit dem negativen Pol der Batterie ii verbunden, die die Kathode io heizt. Die Anode 12 ist über die Primärwicklung eines Transformators 16 mit dem einen Pol der Anodenbatterie 15 verbunden, deren anderer Pol mit der Kathode der Röhre verbunden ist.
  • Falls nun z. B. Röntgenstrahlen auf die Kammer 33 fallen, so durchdringen sie diese und ionisieren die in ihr eingeschlossene Luft. Infolgedessen wird die negative Ladung von der Innenwand der Kammer auf den Stift 3 hinübergetragen, so daß sich dieser und der Elektrometerfaden 4 allmählich auflädt. Da die Schneide 6 geerdet ist, so tritt zwischen ihr und dem Faden eine Anziehungskraft auf, die zunimmt, je höher die Spannung des Fadens 4 wird. Bei einer ganz bestimmten Spannung, die von den elastischen Eigenschaften des Fadens und namentlich der Quarzschleife 5 abhängt, überwiegt die elektrische Anziehung zwischen 4 und 6 die Richtungskraft der Quarzschleife, und der Faden 4 springt gegen die Schneide 6. In diesem -Augenblick gibt er seine negative Ladung an die Schneide 6 und damit das Gitter 7 der Elektronenröhre ab. Das Gitter wird also zunächst negativ; im nächsten Augenblick fließt aber diese Spannung über den Widerstand g zur Erde ab. Dementsprechend erfolgt also eine Anodenstromschwankung, die sich durch den Transformator 16, 17 auf die Apparate 13 und 14 überträgt und diese betätigt. Durch das Anspringen an die Schneide 6 hat aber der Faden seine ganze Ladung abgegeben und muß daher sofort wieder in seine Ruhelage zurückkehren. Da die Rufladung in der Kammer 33 kontinuierlich fortgeht, so wird sich nach kurzer Zeit das Spiel wiederholen.
  • Es ist nun möglich, durch geeignete Wahl der elastischen Eigenschaften des Elektrometersystems, der Kapazität desselben und des Abstandes zwischen Faden 4 und Schneide 6 zu erreichen, daß dieses Anspringen des Fadens z. B. 8- bis 3omal in der Sekunde erfolgt. Das ist eine Frequenz, wie sie technischen Wechselströmen entspricht. Es ist daher auch ohne weiteres möglich, als Instrument 13 einen der gebräuchlichen technischen Frequenzmesser zu verwenden.
  • Fig. 2 zeigt eine Abänderung der Schaltung. Der Unterschied zwischen den beiden Schaltungen besteht darin, daß die Schneide 6 hier nicht unmittelbar mit dem Gitter 7 der Röhre verbunden ist, sondern unter Zwischenschaltung eines Kondensators 21. Ferner ist die Batterie i jetzt nicht mit der Xammerinnenwand, sondern mit der Schneide 6 verbunden, und zwar ist ihr positiver Pol über einen Widerstand 22'mit der Schneide 6 verbunden. Die Innenwand der Kammer 33 ist dabei geerdet. Das Gitter 7 der Elektronenröhre 8 ist ebenfalls über einen Widerstand g geerdet und mit der Kathode verbunden. Im übrigen ist in den Anodenkreis der Röhre wieder ein Transformator 16, 17 und in dessen Sekundärwicklung wieder Zähler und Anzeigeinstrumente 13, 14 eingeschaltet.
  • Die Schneide 6 befindet sich also auf dem Potential der Batterie i, z. B. von ioo Volt. Wenn der Elektrometerfaden 4 zunächst keine Ladung hat, so wird er von der Schneide angezogen und lädt sich bei Berührung mit dieser positiv auf. Sobald er sich aufgeladen hat, ,wird er von der Schneide abgestoßen und kehrt daher in seine durch die elastischen Eigenschaften der Quarzschleife 5 bedingte Ruhelage zurück.
  • Wird nun die Kammer 33 wieder von Röntgenstrahlen getroffen, so fließt die auf dem Stift 3 befindliche Ladung allmählich ab. Mit der Erniedrigung der Spannung am Stift 3 sinkt auch die Spannung des Fadens 4, und damit tritt wieder eine Anziehungskraft zwischen dem Faden 4 und der Schneide 6 auf. In einem bestimmten Augenblick ist diese Anziehungskraft dann so groß geworden, daß der Faden 4 gegen die Schneide 6 anspringt. Hierbei ergänzt der Faden wieder seine Spannung auf die normale Höhe und kehrt in seine Ruhelage zurück. Da in die Verbindung von der Batterie i `zur Schneide 6 aber der hohe Widerstand 22 eingeschaltet ist,' so sinkt im Augenblick des Anspringens des Fadens die Spannung der Schneide 6 um einen geringen Betrag. Gleich darauf wird durch das Nachströmen der Elektrizität von der Batterie durch den Widerstand die Spannung wieder auf ihren ursprünglichen Betrag gebracht. Es entsteht also ein kurzes Absinken und Wiederansteigen der Spannung auf der einen Belegung des Kondensators 21. Diese Spannungsschwankung pflanzt sich durch den Kondensator ungehindert auf das Gitter der Elektronenröhre 7 fort, die eine entsprechende Schwankung des Anodenstromes zur Folge hat. Diese Schwankung des Anodenstromes wird nun dazu benutzt, die Anzeigeinstrumente 13 und 14 zu steuern. Falls sie dazu nicht ausreicht, wird sie zunächst mit einer oder mehreren weiteren Verstärkerstufen bis auf die gewünschte Größe verstärkt. Da diese Weiterverstärkung allgemein bekannt ist, ist sie in der Zeichnung nicht dargestellt. Auch bei dieser Schaltung ist es ohne weiteres möglich, die Zahl der Kontaktgebungen des Fadens 4 und der Schneide-6 so weit zu steigern, daß sie mit den üblichen Frequenzmeßverfahren meßbar wird.
  • Fig. 3 zeigt wieder eine Fingerhutkammer in Verbindung mit einem Fadenelektrometer. Dieses Fadenelektrometer besteht z. B. aus einem am Punkt 48 eingespannten elastischen Draht, dessen anderes Ende frei ist. (Es läßt sich natürlich auch die Anordnung des Elektrometerfadens gemäß Fig. i und 2 verwenden.) In der Mitte dieses Drahtes befinden sich zwei Platten 49, 5o, die auf entgegengesetztes Potential aufgeladen werden können. In der Nähe des freien Endes des Fadens befindet sich ein Kontakt 51. Die Platte 5o habe nun z. B. eine Spannung von - Zoo Volt, die Platte 49 eine solche von -i- 400 Volt. Der Kontakt 51 steht nun über einen Widerstand 22 wieder mit dem positiven Pol einer Batterie i in Verbindung. Die gesamte weitere Schaltung mit Kondensator 21 zum Gitter 7 einer Elektronenröhre entspricht genau derjenigen der Fig.2. Auch die Arbeitsweise ist ganz ähnlich, nur daß hier durch die beiden Platten 49, 5o die Gleichgewichtslage des Fadens 44 sehr viel labiler ist als in dem ersten Falle, so daß bereits eine geringere Spannungsdifferenz ihn aus seiner Ruhelage und zum Anspringen an den Kontakt 51 bringt. Der Faden habe zunächst kein Potential. Dann wird die Anziehung gegen die Platte 49 überwiegen, und der Faden wird mit seinem unteren Ende gegen den Kontakt 51 schlagen. Dadurch wird er auf die Spannung ioo Volt aufgeladen, und sobald er nun durch seine Elastizität zurückschwingt, kommt er in die Mitte zwischen beide Platten 49 und 50 zu stehen und befindet sich dann dort im elektrischen Gleichgewicht, weil die Spannungsdifferenz zwischen dem Faden einerseits und der li linken sowie rechten Platte andererseits genau die gleiche, nämlich 300 Volt, ist. Damit der Faden beim Abspringen vom Kontakt 51 nicht zu weit gegen die Platte 50 hin schwingen kann, ist noch am Punkt 48 eine kleine Beruhigungsfeder 52 angebracht.
  • Sobald sich nun durch Abfließen der Elektrizität vom Stift 3 zur geerdeten Kammerwand 33 die Spannung des Fadens 44 vermindert, wird auch das elektrische Gleichgewicht gestört, und die Anziehung von der Platte 49 wird größer als die Anziehung der Platte 5o. Infolgedessen springt der Faden 44 gegen den Kontakt 51. Die weiteren Folgen dieses Anspringens an den Kontakt 51 sind bereits im Anschluß an Fig. 2 ausführlich geschildert worden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Ströme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stößt, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrometer ein Einfadenelektrometer dient, dessen Faden derart bemessen ist, daß er unter der Einwirkung einer elastischen Direktionskraft Schwingungen von mindestens einer der technischen Wechselstromfrequenz entsprechenden Frequenz ausführen kann und daß durch das Anstoßen des Elektrometerfadens an den Kontakt der mit dem Kontakt verbundene Gitterkreis einer Dreielektrodenröhre, in deren Anodenkreis ein Anzeigeinstrument liegt, beeinfiußt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit des als Relais ausgebildeten Elektrometers so bemessen ist, daß bei der zu messenden Dosis die Anzahl der in der Zeiteinheit stattfindenden Auf- bzw. Entladungen im Meß-Bereich der gebräuchlichen Frequenzmeßgeräteliegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Elektrometerfadens auf verschiedene Spannungen aufgeladene Hilfselektroden angeordnet sind.
DE1930576207D 1930-09-21 1930-09-21 Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Stroeme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stoesst Expired DE576207C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE576207T 1930-09-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE576207C true DE576207C (de) 1933-05-08

Family

ID=6569905

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930576207D Expired DE576207C (de) 1930-09-21 1930-09-21 Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Stroeme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stoesst

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE576207C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969251C (de) * 1948-07-14 1950-10-26 Landis & Gyr Ag Einrichtung zur selbsttaetigen Warnung vor uebernormaler radioaktiver Strahlung
DE1013787B (de) * 1952-01-07 1957-08-14 Philips Nv Vorrichtung zum Messen sehr schwacher Stroeme
DE1238111B (de) * 1962-08-08 1967-04-06 Commissariat Energie Atomique Elektrometer zum Messen der in einer Ionisationskammer frei werdenden Ladungen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969251C (de) * 1948-07-14 1950-10-26 Landis & Gyr Ag Einrichtung zur selbsttaetigen Warnung vor uebernormaler radioaktiver Strahlung
DE1013787B (de) * 1952-01-07 1957-08-14 Philips Nv Vorrichtung zum Messen sehr schwacher Stroeme
DE1238111B (de) * 1962-08-08 1967-04-06 Commissariat Energie Atomique Elektrometer zum Messen der in einer Ionisationskammer frei werdenden Ladungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE576207C (de) Vorrichtung zur Messung schwacher elektrischer Stroeme vermittels eines als Relais ausgebildeten Elektrometers, dessen beweglicher Teil bei Erreichung einer bestimmten Spannung gegen einen Kontakt stoesst
DE3003909C2 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Messung von a- und ß-Teilchen und Detektoreinrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2543863A1 (de) Einrichtung zur lichtmessung durch photonenzaehlung
DE683329C (de) Dosismesser fuer Roentgenstrahlen
CH419361A (de) Gerät zur Anzeige gefährlicher Radioaktivität der Luft
DE366858C (de) Einrichtung zur Messung der Dosis von Strahlen (Roentgen-, Radium-, Lichtstrahlen usw.)
AT89854B (de) Einrichtung zur Messung und Dosierung kleiner Elektrizitätsmengen und Ströme.
DE2405567B2 (de) Anordnung zur messung der in einem bestimmten zeitraum an einer stelle auftretenden bestrahlungsenergie
DE924577C (de) Anordnung mit statischem Elektronenvervielfacher
DE491010C (de) Einrichtung zur Messung sehr hoher Widerstaende
DE825378C (de) Anordnung zur Messung der Dauer kurzzeitiger Impulse
DE930767C (de) Geraet zum Nachweis ionisierender Strahlung mit einem Parallelplatten-Funkenzaehler
DE609297C (de) Anordnung zur Betaetigung elektrischer Relais durch schwache, in kontinuierlicher Richtung fliessende Stroeme, die zwecks Steuerung des das Relais betaetigenden Anodenstromes einer Verstaerkerroehre auf deren Gitter wirken, insbesondere fuer Zwecke der photoelektrischen Signalisierung, Registrierung, Steuerung, Alarmgebung u. dgl.
DE559270C (de) Messanordnung zur Bestimmung von Spannungen
DE976337C (de) Anordnung zum impulsgesteuerten Betaetigen je eines von mehreren Relais
DE890139C (de) Abfuehleinrichtung fuer durch Lochkarten gesteuerte Maschinen
DE707205C (de) Anordnung zur Einzelanzeige oder Einzelregistrierung von kurzzeitigen elektrischen UEberspannungsvorgaengen
AT312085B (de) Ansprechzähler für Überspannungsableiter
DE613481C (de) Einrichtung zur Bestimmung der Intensitaet von Roentgen- und anderen ionisierenden Strahlen mittels Ionisationskammer und Elektrometerrelais
DE761258C (de) Anordnung zur Ausloesung von Relaiswirkungen durch kleine elektrische Stroeme
DE1183446B (de) Verfahren zur Kontrolle toleranzbehafteter Zeitvorgaenge, insbesondere zur Schrittgeschwindigkeitskontrolle von Motor-Waehlern in Fernsprechanlagen
AT202647B (de)
AT207936B (de) Kompensationsverstärker mit Steuergalvanometer
AT154224B (de) Einrichtung zum Betriebe von Röntgenröhren.
CH302293A (de) Uberspannungsableiterfunkenstrecke mit Vorionisierung.