-
Laschenstoßverbindung für kopffreie unterschnittene Eisenbahnschienen
Die Erfindung betrifft einen Laschenstoß für sogenannte kopffreie Eisenbahnschienenwege,
der infolge der eigenartigen Bauart und Anordnung der Lasche eine sichere, stärkere
Schiznenstoßverbindung gewährleistet als die bisherigen Stoßverbindwngen mittels
Laschen.
-
Bekanntlich hat der Kopf der Schiene für kopffreie Eisenbahnstrecken
die Form einer ,umgekehrten Pyramide, die an der übergangsstelle zum Steg gleichsam
abgestumpft ist. Der Schienenkopf ist so gewissermaßen scharf unterschnitten und
läßt hier seitlich einen Raum frei, in den der Spurkranz der Wagenräder nicht eintreten
kann.
-
Die bisherigen Laschen für kopffreie Eisenbahnschienenwege reichen
mit ihren Kopfflächen immer nur bis an die Wurzel des Schienenkopfes (Pyramidenstumpfes),
damit oberhalb der Lasche Freiraum für die Spurkränze der Wagenräder verbleibe.
-
Den Oberbautechnikern ist es bekannt, daß jede auch nur geringe Vergrößerung
der Lasche in der Höhenrichtung deren wirksame physikalische Eigenschaften, namentlich
das Trägheitsmoment, günstig beeinflußt. Demgemäß sollen durch die vorliegende Erfindung
die Stärke der Laschen und im allgemeinen die physikalischen Eigenschaften der ganzen
Stoßverbindung durch Vergrößerung der Höhe der Lasche in der Weise erhöht werden,
daß gleichwohl ein tiefer Freiraum oberhalb der Lasche für den Spurkranz des Wagenrades
bestehen bleibt. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kopf der Lasche nach oben hin
erhöht oder mit einem Fortsatz versehen wird, der in den Unterschneidungsraum des
Schienenkopfes greift.
-
Dazu kommt, ` daß die neue Lasche eine größere Verbolzungsfläche besitzt
als bekannte Laschen, vornehmlich oberhalb der Bolzenlöcher, wodurch mehr freier
Raum unterhalb des Laschenkopfes für die Bolzenmuttern und Muttersicherungen sowie
für die Schraubenschlüssel beim Anziehen der Muttern geschaffen wird, da bei größerer
Höhe der Lasche auch deren Kopf eine höhere Lage erhalten kann.
-
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführqngsbeispielen
veranschaulicht.
-
Abb. i ist ein Querschnitt der kopffreien (Halb-) Schiene mit Verlaschung
nach vorliegender Erfindung.
-
Abb.2 bis 8 sind ähnliche Schnitte mit der Verlaschung in anderen
Ausführungsformen.
-
In allen Abbildungen ist die Schiene mit R und die Lasche mit B bezeichnet.
-
Der Kopf i o der Schiene hat im Quer= schnitt di:e Form einer- umgekehrten
Pyramide, die an der Übergangsstelle zum Steg i i !eine Ausbuchtung 12 aufweist,
in die der
Kopf 14 der Lasche mit einem seitlichen Fortsatz 13 -eingelagert
werden kann. Es ist also der Schienenkopf seitlich nach unten zu abgeschrägt oder
unterschnitten, und vor der Schrägfläche 15 liegt ein Freiraum 16
oberhalb der Ausbuchtung 12, in den der Spurkranz des Wagenrades von oben nicht
eintreten kann. Dementsprechend ist der Kopf der Lasche mit einer Erhöhung oder
einem Fortsatz 17 versehen, der von unten in den Raum 16 vorspringt. So bat
hier im Gegensatz zu bekannten Laschen, deren obereKopffläche gewöhnlich innerhalb
oder unterhalb der waagerechten Ebene des oberen Teils der Ausbuchtung 12 liegt,
wie dies in punktierter Linie in Abb. 5 veranschaulicht ist, die Lasche eine größere
Höhe, daher auch entsprechend günstigere physikalische Eigenschaften, namentlich
hinsichtlich des Trägheitsmoments, sowie größere Stärke und Festigkeit gegenüber
schwerster Belastung durch das Gewicht des rollenden Materials, ohne da.ß dabei
der Freiraum 16 für den Spurkranz der Räder verkleinert wird.
-
Infolge der Vergrößerung der Höhenbemessung der Lasche durch den Fortsatz
17 kann auch der Laschenkopf entsprechend höher gehalten werden, so daß eine
größere Verbolzungsfläche 18 oberhalb .der Bolzenlöcher 19
gewonnen
wird und die Muttern unter bequemerer Handhabung der Schlüssel leichter festgeschraubt
werden können.
-
In der Ausführungsform nach Abb. i ist die Außenfläche der Lasche
durchweg eben, während in den Ausführungsformen nach Abb. 2 bis 5 der Laschenkopf
über die Außenfläche bei 2o vorspringt, was bei der größeren Stärke und Festigkeit
der Lasche infolge ihrer größeren Höhe zustatten kommt.
-
In der Ausführungsform nach Abb. 4 liegt die obere ebene Laschenkopffläche
außerhalb der durch die Seitenfläche des Schienenkopfes gehenden senkrechten Ebene
und etwas höher als der Rand der Ausbuchtung 12 der Schiene, d. h. ungefähr in der
waagerechten Ebene, in der die untere Kante des Kopfes einer Normalschiene von gleichem
Gewicht wie die Schiene R liegen würde und die durch eine punktierte Linie angedeutet
ist, so daß über dem Laschenkopf :ein gleicher Freiraum für den Spurkranz vorgesehen
ist wie bei den bisherigen bekannten Laschen für Stoßverbindung von Normalschienen.
Dieser Freiraum ist zugleich offenbar mit Vorteil kleiner als bei dem bisherigen
kopffreien Laschenverband, bei dem die oberen Laschenkopfflächen in der oberen Randebene
oder der waagerechten Ebene des oberen Teils der Ausbuchtung liegen, da er eine
größere Höhe der Lasche mit ihren wesentlichen Vorzügen zur Voraussetzung hat. Tatsächlich
kann man den über die senkrechte seitliche Endebene des Schienenkopfes vorstehenden
Laschenkopfteil noch weiter erhöhen, als in der Abb. 4 dargestellt, und doch hinreichenden
Freiraum für den Spurkranz des Wagenrades dabei vorsehen; wie dies die Abb. i, 2,
3 und 5 erkennen lassen, wobei die punktierte Linie 22 andeuten soll, daß man, um
weiteren Raum für die Spurkränze zu schaffen, nötigenfalls auch die Erhöhung des
Laschenkopfes bis zu dieser Linie fortnehmen kann.
-
In der Ausführungsform nach Abb. 5 greift der Laschenkopf an die Schrägfläche
15 des Schienenkopfes glatt an, anstatt nur gegen die Ausbuchtungsfläche
12 wie in den anderen Ausführungsformen anzuliegen. Zu dem Zwecke kann die Schienenkopffläche
15 abgerundet sein, so daß ein dichter, sicherer, lasttragender Stützverband hier
gesichert wird. Bisher hat man immer den Laschenkopf bei Verlaschungen dieser Art
in die Ausbuchtungen 12 des Schienenkopfes eingebettet, was aber keineswegs von
wesentlicher Bedeutung ist, da eine mit ihrem Kopf nach vorliegender Erfindung bis
in den Unterschneidungsraum 16 reichende Lasche in beliebiger Weise an die Ausbuchtungsfläche
12 oder darüber und darunter irgendwo innerhalb der durch die Linien a-a und b-b
(Abb. i) angedeuteten Zone angreifen kann.
-
In der Ausführungsform nach Abb. 6 ist die Unterschneidungsfläche
i 5a des Schienenkopfes konkav gestaltet, wodurch der Unterschneidungsraum i 6a
noch weiter vergrößert wird, so daß auch der Vorsprung oder Fortsatz 17a des Laschenkopfes
größer gehalten und eine größere Kontaktfläche zwischen Laschenkopf und Schienenkopf
erhalten werden kann. In der Abb. 7 liegt die Lasche vollkommen innerhalb der durch
die Seitenfläche des Schienenkopfes gehenden senkrechten Ebene. Natürlich kann sie
jeden beliebigen geeigneten Querschnitt haben, gleichviel wie die besondere Anlaschung
an die Schienenenden erfolgt.
-
Wie die Ausführungsform nach Abb. 5 zeigt, läßt sich die Lasche auch
isoliert anbolzen. Zu dem Zwecke wird ein Isolierstreifen 23 zwischen die Köpfe
der Schiene und der Lasche eingelegt, der bis in den Raum 16 reicht, und ein gleiches
Isoliermittel 24 wird zwischen die Füße der Schiene und der Lasche eingebettet.