DE57537C - Maschine zum Zusammenkleben der Pappschachtel-Ecken mittels darüber gelegter Streifen - Google Patents

Maschine zum Zusammenkleben der Pappschachtel-Ecken mittels darüber gelegter Streifen

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DE57537C
DE57537C DENDAT57537D DE57537DA DE57537C DE 57537 C DE57537 C DE 57537C DE NDAT57537 D DENDAT57537 D DE NDAT57537D DE 57537D A DE57537D A DE 57537DA DE 57537 C DE57537 C DE 57537C
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Germany
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DENDAT57537D
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English (en)
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GEBRÜDER FRIEDRICHS in Köln a.Rh., Quatermarkt 5
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    • B31B50/722Uniting opposed surfaces or edges; Taping by applying and securing strips or sheets on already formed boxes
    • B31B50/724Applying tapes on the corners of set-up boxes, e.g. involving setting-up

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  • Making Paper Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Die in Folgendem beschriebene und auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulichte Maschine hat den Zweck, das Zusammenkleben der Ecken von Pappschachteln durch Leinwandstreifen zu erzielen. Der Gewebestreifen ist bereits vor der Anwendung in der Maschine mit Klebstoff versehen und wird in derselben auf trockenem Wege ein Aufkleben des Streifens durch Druck und Wärme herbeigeführt.
Das allgemeine Verfahren ist in kurzem folgendes: Der Pappkasteh wird, nachdem er, wie Fig. 6 veranschaulicht, zugeschnitten und an den waagrechten Kanten geritzt oder genuthet, in die Maschine eingelegt, hierauf werden die entstandenen Ränder χ χ durch Klappen umgebogen und gegen eiserne Hohlwinkel a angelegt. Diese sind erwärmt, so dafs an den Ecken die Pappe selbst ebenfalls eine entsprechende Erwärmung erfährt. Nunmehr wird durch eine einstellbare Führung der Leinwandstreifen in geeigneter Länge vor die Ecken der umgeklappten Ränder der Pappschachtel gebracht und an allen vier Ecken durch entsprechende Stempel cc gegen die Pappkanten an den heifsen Hohlwinkeln angeprefst, nachdem vorher ein mit den Prefsstempeln c c verbundenes Messer i die Streifen in der richtigen Länge abgeschnitten hat. Da nun einerseits auf den Leinwandstreifen die Wärme der Hohlwinkel durch die Pappe hindurch wirkt, andererseits die Prefsstempel mit kräftigem Druck die Streifen gegen die Ecken andrücken und winklig biegen, so wird der auf dem Leinwandstreifen befindliche Klebstoff flüssig und der Streifen haftet infolge dessen, nachdem der durch Prefsstempel ausgeübte Druck kurze Zeit gewirkt hat, fest auf den Kanten der gegen einander gebogenen Pappränder. Die Prefsstempel cc- werden nunmehr wieder zurückgezogen, die bearbeitete Schachtel entfernt und ein neues zugeschnittenes und geritztes oder genuthetes Pappstück eingelegt.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Oberansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine dar, während Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe einen senkrechten Schnitt durch einen Theil der Maschine veranschaulicht. Fig. 4 zeigt,die allgemeine Anordnung der zur Hervorbringung des Stempeldrucks dienenden Vorrichtung in kleinem Mafsstabe, Fig. 5 den Vordertheil des Prefsstempels nebst dem anhängenden Theile in etwa natürlicher Gröfse und Fig. 6 eine zugeschnittene und eine fertige Pappschachtel.
Auf dem Gestell A sind Führungen B B angeordnet, in welchen die Schlitten C C in der Länge des Tisches A hin- und hergleiten. Auf diesen Schlitten C C sind vermittelst der Winkeleisen DD die Platten EE in der Weise befestigt, dafs zwischen letzteren und den Schlitten C C ein Zwischenraum entsteht. Diese Platten EE lassen sich durch Drehen der Schraubenspindeln FF, welche theilweise in den zu Schraubenmuttern ausgebildeten Schlitten C C ruhen und an ihren beiden Hälften mit entgegengesetztem Gewinde versehen sind, gegen und von einander bewegen. Die Enden der Schraubenspindeln FF liegen drehbar in den vier Lagern G des Tisches A. Die Platten E sind nun in der Richtung der nach der Aufsenseite zu gelegenen Gehrungslinien mit vier Führungen if versehen, so dafs diese Führungen, an den beiden äufseren Ecken der Platte beginnend, in der Mitte der gegenüberliegenden
Seite zusammenstofsen. In diesen Führungen H lassen sich nun die zur Ausführung der einzelnen Bewegungen dienenden Theile, welche überall in einen festen Zusammenhang gebracht sind, verschieben und je nach der Gröfse der zu bearbeitenden Schachteln feststellen. In jeder Führung H befindet sich nun folgende einfache Vorrichtung, die in Fig. ι dreimal im waagrechten Schnitt und einmal in der Oberansicht dargestellt ist. Zwischen den Schienen k k gleitet eine längliche Platte Z, auf welcher an dem nach der Mitte der Maschine zu gerichteten Ende der Hohlwinkel α befestigt ist, während andererseits mit dieser Platte / der zur Führung des Prefsstempels dienende Klotz m in starrer Verbindung steht. Der Winkel α besteht am besten aus Messing, damit der bei der Erwärmung und der Verdunstung des in der Pappe enthaltenen Wassers unvermeidliche Rost keine schädigende Wirkung ausüben kann. Am eigentlichen Winkel des Hohlkörpers (Fig. 3) ist eine lothrechte durchlöcherte Wand a1 angeordnet, um dem durch den Schlauch 0 eintretenden Brenngas das Einströmen in den Hohlwinkel zu gestatten. Das Brenngas tritt nicht unmittelbar an diese Platte a1 heran, sondern geht zunächst durch einen abgeschlossenen Raum a2, damit vor dem Eintritt des Brenngases in den eigentlichen Hohlwinkel ein inniges Vermischen von Gas und Luft vor sich geht und das Gas nach erfolgtem Durchströmen durch die Wand α1 sich sofort entzündet. Liegt keine Pappe auf den Hohlwinkeln, ist also die obere Fläche derselben unbedeckt, so entweicht das verbrannte Gas durch die am oberen Ende des Hohlwinkels befindlichen Oeffhungen α4. Im anderen Falle hingegen, wenn ein Bearbeitungsstück eingelegt ist, sind diese Oeffnungen α4 verdeckt, und die Verbrennungsgase nehmen ihren Ausweg durch die am Boden des Hohlwinkels befindliche Oeffnung a5. Letztere steht mit einem in der Mittelachse der Führung H in die Platte E eingelassenen Kanal a6 in Verbindung, welch letzterer die Verbrennungsgase nach unten hin ableitet. Auf diese Weise ist eine vollständige, auf jeden Theil sich erstreckende gleichmäfsige Erwärmung der Hohlwinkel erzielt, da der heifse Gasstrom abwechselnd nach oben und unten gerichtet ist. Ferner ist dadurch der die Maschine bedienende Arbeiter der Belästigung durch die entweichenden Verbrennungsgase entzogen. Die Schläuche 0 stehen mit der Gasleitung in Verbindung und reichen, durch halbkreisförmige Ausschnitte der, Platte E herabhängend, zunächst so weit unter die Maschine herab, dafs sie beim Arbeiten der letzteren in keiner Weise hinderlich werden, und werden erst dann so weit umgebogen, um an einer gemeinschaftlichen Gasquelle Anschlufs zu finden. Die Schläuche müssen übrigens von hinreichender Länge und nachgiebig sein, um bei jeder Stellung der Winkel a von letzteren bis zur Gasquelle zu reichen, ohne durch zu straffes Anspannen den beweglichen Theilen der Maschine Widerstand entgegenzusetzen.
Der Stempel c ist an seinem dem Winkel a zugekehrten Ende rechtwinklig ausgearbeitet, so dafs er einen zwischen α und seinem vorderen Ende befindlichen Leinwandstreifen beim Vorrücken gegen den Hohlwinkel oder vielmehr gegen die Kanten der umgelegten Pappschachtel gleichmäfsig anpressen kann. Der Stempel lagert in dem zur Führung dienenden kräftigen Klotz m auf der Platte /. Am hinteren, dem Winkel α abgekehrten Ende des Stempels ist excentrisch in Vorsprüngen m' m' des Klotzes m ein Walzenhebel d gelagert, welcher durch seine Drehung ein Vorschieben des Stempels c veranlafst. Vor dem Klotz m befindet sich ein anderer, den Vordertheil des Stempels c umgebender Klotz n, welcher in-, dessen nicht starr mit der Platte / verbunden ist, sondern auf einer Erhöhung n1 der letzteren gleitet. Dieser Klotz η hat an seinem vorderen Ende zwei herorragende Kanten mit Furchen n3 n3 an ihrer Innenseite zur Führung des Leinwandstreifens. Es wird nämlich der Leinwandstreifen durch die auf diesem Gleitklotz η angeordnete Führung in die an der Oberkante des Klotzes eingelassene Oeffnung w4 geleitet und dann durch die Furchen ns n3 nach unten hin durchgeschoben, bis die für die vorliegende Pappschachtel erforderliche Länge sich vor dem Stempel c befindet, worauf letzterer vorrückt und das an der Oberkante desselben befindliche, ebenfalls winklig geformte Messer i den Streifen abschneidet. Der Gleitklotz η ist mit dem Stempel c derart verbunden, dafs er beim Vorrücken des letzteren. ebenfalls mit vorgeschoben wird, aber vor letzterem an dem Hohlwinkel α anlangt, sich federnd an dasselbe anlegt, während der Stempel selbst noch im Vorrücken begriffen ist, und dann mit letzterem wieder zurückgeht. Dies ist dadurch erreicht, dafs zu beiden Seiten des Stempels im Innern des Gleitklotzes Nuthen eingelassen sind, in welchen gegen Federnf1/1 stofsende Vorsprünge v1 des Stempels c sich hin- und herbewegen können. Die Rückbewegung des Stempels c selbst erfolgt durch die Wirkung der Federn/2/2.
Die zugeschnittene und geritzte oder genuthete Pappe ■ wird, wie dies in Fig. 1 die punktirten Linien andeuten, über die vier Hohleisen α gelegt und werden die überstehenden Pappränder durch eine noch zu beschreibende Vorrichtung nach unten umgelegt, so dafs die zusammenzuklebenden Kanten an der Scheitellinie der Hohlkörper α zusammenstofsen. Hierauf geht der Stempele und mit
ihm der Gleitklotz η vor. In den Furchen n3n3 dieses Gleitklotzes befindet sich bereits der Leinwandstreifen, welcher in entsprechender Länge durch diese Furchen herabgeschoben wurde. Der Gleitklotz η stöfst dann an den Winkel a, der Leinwandstreifen biegt sich etwas um, gleichzeitig rückt aber der Stempel c, während der Gleitklotz η sich federnd an Winkel α anlegt, vollständig gegen die Scheitellinie des letzteren vor, drückt den Leinwandstreifen aus den Furchen heraus und preist denselben auf die Kanten der Pappschachtel. Das am oberen Ende des Stempels befindliche Messer i schneidet den Streifen genau an der oberen Ecke der Schachtel ab. Da der Hohlwinkel α durch das in demselben entzündete Gas eine hohe Temperatur angenommen hat, so wird sich die übergelegte Pappe stark erwärmen und somit auch der mit trockenem Klebstoff versehene Leinwandstreifen eine entsprechende Erhitzung erfahren. Durch die gleichzeitige Einwirkung der Wärme und des von dem Stempel ausgeübten Druckes wird nun der Klebstoff zunächst flüssig und dann fest auf der Pappe haften, ohne dafs ein Hervorquellen des Klebstoffes eintreten kann. Dieser Vorgang ist an allen vier Ecken derselbe.
Da auf der Maschine Schachteln verschiedener Gröfse zu bearbeiten sein sollen, so müssen dementsprechend die Hohleisen α α α α einander genähert und von einander entfernt werden können. Dies geschieht durch Verschieben der Platten / innerhalb der Führung H. Durch Anziehen der Schrauben y werden die Platten in ihrer jeweiligen Stellung festgehalten. Sollen die Schachteln eine längliche Form erhalten , so werden zu diesem Zwecke die Platten E E durch Drehen der Schraubenspindeln FF von einander entfernt; im umgekehrten Falle werden diese Platten durch Drehen der Schraubenspindeln in anderer Richtung einander genähert.
Beim Niederdrücken des Trittbrettes verursachen die mit demselben in Verbindung stehenden Zugsfangen ZZ eine Drehung des Zahnsectors S, dessen Zähne mit einem Zahnrädchen Z1 in Eingriff stehen (Fig. 2). Dieses Rädchen ist durch eine lösbare Kupplung mit der mittleren Schraubenspindel F1 verbunden, so dafs bei Drehung des Zahnsectors S auch die Spindel F1 in Drehung versetzt wird. Auf dieser Spindel F1 sitzen die Muttern F2F2, welche sich nicht drehen können und deshalb bei einer Drehung der Spindel FJ, welche an ihren beiden Hälften mit entgegengesetzt gerichteten Gewinden versehen ist, sich gegen oder von einander bewegen müssen. An diesen Muttern F2 sind seitlich Zapfen f3f3 angebracht, welche in das gabelförmige Ende der in der Richtung der Führung H sich erstreckenden Zugstangen j? eingreifen. Diese Zugstangen pp ρ ρ veranlassen durch ihre Hin - und Herbewegung die Drehung der- Walzenhebel d und Stempel c. Die excentrische Achse der Walzenhebel d reicht durch einen innerhalb der Führung H in die Platte E eingelassenen Schlitz J herab und ist an ihrem unteren Ende mit einem geschlitzten Hebel q versehen. In dem Schlitze dieses Hebels q gleitet ein Stift r, welcher durch Hülse s mit der Zugstange ρ in Verbindung steht. Durch Anziehen der Flügelschraube t kann diese Hülse s und somit auch der Gleitstift r an einer beliebigen Stelle der Zugstange festgestellt werden. Bewegen sich die Zugstangen nach innen, so werden die Walzenhebel d ein Verschieben der Stempel c bewirken. Bei der Rückwärtsbewegung der Stangen p, welche durch die Federn u' unterstützt wird, drehen sich die Walzenhebel d zurück und gestatten den Federn f2, die Stempel c wieder zurückzuziehen. Beim Herabziehen der Zugstangen Z bewegen sich die Muttern F2 F2 und somit auch die Zugstangen ρ nach innen; beim Aufwärtsgang der Zugstangen Z, welcher durch die kräftige Spiralfeder F3 hervorgebracht wird, bewegen sich die Muttern F2 F2 und somit auch die Zugstangen pppp zurück. Damit sich die Muttern F2 F2 ebenfalls nach den verschiedenen Stellungen der Platten E verstellen lassen, ist folgende Aordnung getroffen. An dem einen Ende der Schraubenspindeln FF sitzen die Zahnräder Z2 Z2, in welche die Zähne eines mit der Schraubenspindel F1 lösbar verbundenen Zahnrades Z3 eingreifen. Die Kupplungen von Z& und Z1 sind derart vereinigt , dafs die eine gelöst ist, während die andere mit der Spindel F1 in Verbindung steht. Das gegenseitige Verstellen der Platten EE geschieht durch das Zahnrad Z& mittelst des Knopfes A1, wobei Z3 mit der Schraubenspindel F1 verkuppelt sein mufs. Es drehen sich dann sämmfliche drei Schraubenspindeln F F F1, so dafs also sich nicht nur die Platten EE, sondern auch genau entsprechend die Muttern F2F2 verstellen. Soll dann die Maschine in Thäligkeit treten, so wird die Kupplung bei Z^ gelöst und das Zahnrädchen Z1 mit der Schraubenspindel F1 in Verbindung gebracht. Dreht sich dann der Zahnsector S, so bewegen sich lediglich die Muttern F2 F2 hin und her, während die Platten E an ihrem Platze bleiben.
Der Leinwandstreifen kommt von einer RoIIe1/6, welche zwischen zwei auf dem Gleitklotz η festen Ständern S1S1 drehbar ist, und wird dann zwischen zwei Rollen fi und fs geführt. Die zwischen diesen Rollen vorhandene Reibung befördert den Streifen durch den Schlitz η 4 hindurch in die Furchen n3ns. Die eine Rolle/5 ist mit einem kleinen Zahnrädchen Z^ versehen, welches beim Vorrücken des Gleitklotzes η sich auf einer mit
dem festen Klotz η verstellbar verbundenen Zahnstange Z5 abrollt und somit eine Drehung der Rolle/5 veranlafst, welch letztere wiederum eine Drehung der anderen Führungsrolle /4 hervorruft, da diese beiden mit in einander greifenden Verzahnungen versehen sind. Die Folge ist, dafs so lange der Leinwandstreifen vorgeschoben wird, als sich das kleine Zahnra'dchen auf der Zahnstange abrollt. Durch verschiedene Einstellung der Zahnstange vermittelst der Stellschraube s3 läfst -sich die Länge des vorgeschobenen Streifens je nach Bedarf verändern.
Da das Pappblatt im flachen Zustand eingelegt wird (punktirte Linien in Fig. ι), so sind Vorrichtungen erforderlich, welche das Umbiegen der Ränder, wie dies die punktirten Linien in Fig. 2 andeuten, besorgen. Zu diesem Zwecke sind auf jedem der vier Klötze m je zwei Greifer g g vorgesehen, welche vor Beginn der Bearbeitung durch die Federn g1 zurückgehalten, nachdem der Stempel e vorzurücken beginnt, durch den mit diesem Stempel verbundenen Stift g2 umgelegt werden, um die Ränder des Pappblattes nach unten umzuschlagen. Es stofsen dann die zusammenzuklebenden Kanten der Pappränder vor der Scheitellinie des Hohlwinkels nahe zusammen und der Stempel c kann den vorgerückten Leinwandstreifen' auf die Kanten aufpressen. So lange der Stempel c vorrückt, hält der Stift g·2 die Greifer gg umgelegt. Ist der Stempel c aber wieder ungefähr in seine Anfangsstellung zurückgelangt, so giebt der Stift g2 die Greifer g g frei und letztere schnellen infolge der Wirkung der Federn g1 g1 wieder in ihre Ruhestellung zurück. Der Anschlag g3 verhindert ein zu weites Zurückschnellen der Greifer g g.
Die verschiedenen Theile der Maschine wirken also nach einander wie folgt. Sind die Platten I durch Schieben derselben innerhalb der Führungen H oder Verstellung der Platten EE vermittelst Drehens an dem Knopf Αλ der Gröfse der zu bearbeitenden Pappschachtel entsprechend eingestellt und die Schrauben J-" festgezogen, so wird das zugeschnittene und geritzte oder genuthete Pappblatt derart auf die Hohlwinkel α gelegt, dafs die Ecken e1, Fig. ι, sich genau über den oberen Enden der Scheitellinien der Hohleisen befinden. Dann wird die Kupplung bei. Zz aus- und die Kupplung bei Z1 eingerückt. Tritt dann der Arbeiter auf den Fufstritt, so macht der Zahnsector iS eine Schwingung, welche durch Uebersetzung des Zahnrades Z1 eine Drehung der Schraubenspindel F1 und ein Verschieben, der Muttern F'2 F- hervorruft. Es werden dementsprechend sämmtliche vier Zugstangen ρ angezogen und die vier Walzenhebel d um ihre excentrischen Achsen'gedreht. Die Stempeice beginnen vorzurücken und die an denselben festen Stifte g'2 legen die Greifer g um, so dafs die Pappränder nach unten umgebogen werden. Mit den Stempeln c rücken auch die Gleitklötze η vor, und die Zuführungsrollen /4 und /5 schieben ein entsprechendes Stück Leinwandstreifen zwischen die Furchen nz κ3, da das Zahnrädchen Z4 infolge Abrollens auf der Zahnstange Z5 eine gegen einander gerichtete Drehung der Zuführungsrollen/4 und/5 veranlafst. Hierauf stöfst der Gleitklotz η gegen die umgelegten Ränder der Pappschachtel an und legt sich federnd gegen dieselben, während der Stempel c noch im Vorrücken begriffen ist; schliefslich schneidet das Messer i den Leinwandstreifen bei e1 e1 ab und der Stempel c prefst letzteren fest gegen die zusammenzuklebenden Kanten an. Der Arbeiter giebt dann den Fufstritt frei und die Federn F3 u1 und /2 ziehen sämmtliche Theile in ihre ursprüngliche Stellung zurück. Die bearbeitete Schachtel wird schliefslich herausgehoben und an deren Stelle ein anderes Pappblatt gebracht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei einer Maschine zum Zusammenkleben der Pappschachtelecken mittelst darüber gelegter Streifen, welche durch geheizte Stempel und Gegenstempel von entsprechender Form angedrückt werden, die Anordnung eines den Prefsstempel umgebenden Gleitklotzes, der mit zur Einführung des Verbindungsstreifens dienenden Furchen versehen ist, und eines mit dem Prefsstempel starr verbundenen Messers, welches gleichzeitig zum Abschneiden des Verbindungsstreifens über der einen Schachtelecke und zum Anpressen des Streifenendes an dieser Ecke dient.
2. Bei derunter 1. gekennzeichneten Maschine die das Umbiegen der Schachtelränder automatisch bewirkenden Greifer, welche beim Vorrücken des Prefsstempels umgelegt werden und beim Rückgange des letzteren zurückschnellen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT57537D Maschine zum Zusammenkleben der Pappschachtel-Ecken mittels darüber gelegter Streifen Expired DE57537C (de)

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