DE57474C - Zweikammerluftdruckbremse mit Hülfskolben - Google Patents

Zweikammerluftdruckbremse mit Hülfskolben

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DE57474C
DE57474C DENDAT57474D DE57474DA DE57474C DE 57474 C DE57474 C DE 57474C DE NDAT57474 D DENDAT57474 D DE NDAT57474D DE 57474D A DE57474D A DE 57474DA DE 57474 C DE57474 C DE 57474C
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DE
Germany
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piston
brake
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air pressure
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57474D
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English (en)
Original Assignee
R. IMMISCH in Berlin S. O., Neanderstrafse 2
Publication of DE57474C publication Critical patent/DE57474C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators
    • B60T17/10Two or more cylinders acting on the same brake with means for rendering them effective selectively or successively, the number of effective cylinders being variable

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20 :VEisenbahnbetrieb. -
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. October i8go ab.
Die vorliegende Konstruktion erstrebt folgende drei Zwecke an:
1. Es soll die im sogenannten todten Raum der Zweikammerbremse befindliche Prefsluft für das Anziehen der Bremse besser nutzbar gemacht werden.
2. Die Arbeit zur Ueberwindung des Leerganges des Bremsgestänges, welche erforderlich ist, um die Bremsklötze aus der Ruhelage bis an die Räder heranzuziehen, soll von einem kleinen Kolben verrichtet werden. Das alsdann erforderliche Anpressen der Bremsklötze an die Räder mit grofsem Druck wird dann wie bisher durch den Hauptkolben des Bremsapparates bewirkt.
3. Die Schnelligkeit der Wirkung soll durch die Anwendung eines kleinen Hülfskolbens, zu dessen Ingangsetzung das Auslassen einer nur geringen Luftmenge erforderlich ist, wesentlich erhöht werden, wozu ein in unmittelbarer Nähe angeordnetes Auslafsventil mitwirkt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist K2 der Hülfskolben, welcher an den Hauptkolben K1 des Bremscylinders angeschlossen ist; derselbe spielt in einem cylindrischen Ansatz B des (Zylinderdeckel. M ist ein Steuerkolben, welcher mit einem Schieber 5 oder einem Ventil verbunden ist. Während der Kolben K2 den zum Raum B führenden Kanal L1 schliefst, legt M mit S eine zur Atmosphäre führende Oeffnung O frei, sobald ein Ueberdruck vom todten Raum T des Bremscylinders auf den Kolben M wirkt, während die Oeffnung O unter dem Einflufs einer Feder F geschlossen wird, sobald gleicher Druck auf beiden Seiten des Kolbens M oder Ueberdruck nach dem todten Raum hin herrscht.
Um den Uebertritt der Luft vom todten Raum T nach dem Arbeitsraum A zu erleichtern, kann eine Anzahl breiter Nuthen oder eine Erweiterung des Brdmscylinders angeordnet werden, in einer Länge, welche dem Wege entspricht, den der Kolben zurücklegen _ mufs, um den Leergang des Bremsgestänges zu überwinden.
Beim Füllen des Bremscylinders mit Prefsluft tritt dieselbe bei E, wo sich der Anschlufs an die Rohrleitung befindet, ein, drückt unter den Kolben M und schliefst dadurch die Oeffnung O um so sicherer zu. Alsdann tritt die Luft durch die Oeffnungen L1 und L2 in den cylindrischen Ansatz B des Deckels, und von da, die Manschette des Hülfskolbens K2 oder ein etwa angeordnetes Rückschlagventil zurückdrückend, in den todten Raum T und von hier ebenso in den Arbeitsraum A ein.
Soll nun gebremst werden und es wird zu diesem Zwecke eine Druckverminderung in der Rohrleitung erzeugt, so entsteht zunächst auch eine Druckverminderung in dem Raum C. Der Kolben M drückt daher den, Schieber zurück, legt die Oeffnung Q frei, und es strömt nun die Luft sowohl aus der Rohrleitung als auch aus dem kleinen Raum B aus. Durch diese Druckverminderung wird der Hülfskolben und damit der Hauptkolben K1 in Bewegung gesetzt, wobei die im todten Raum T befindliche Luft genöthigt wird, nach dem Arbeitsraum A überzuströmen.
Wenn sich die Kolben K1 K2 so weit vorwärts bewegt, haben, als erforderlich ist, um
die Bremsklötze gerade zum Anliegen an die Räder zu bringen, dann ist der Hilfskolben K2 so weit vorwärts gegangen, dafs die OeffnungZ,1 von der Manschette des Kolbens freigelegt ist, welche Stellung durch punktirte Zeichnung verdeutlicht ist. Es strömt nunmehr auch die Luft aus dem ■■ todten Raum T so lange aus, bis infolge eintretenden Druckausgleichs das Schieberventil wieder in seine Anfangslage zurückgekehrt ist.
Die weitere Wirkung des Bremscylinders ist nun genau so wie bisher, ohne die vorliegende Construction.
Durch Auslassen von Prefsluft aus der Hauptrohrleitung wird sofort eine gröfsere Kraft, durch Einlassen von Prefsluft eine ermäfsigte Kraft von dem Kolben auf das Bremsgestänge ausgeübt, die Regulirbarkeit der Bremse wird also vollständig aufrecht erhalten.
Wird nämlich in diesem Zustande weiter Luft ausgelassen, so strömt dieselbe durch die Oeffnung L1 aus dem todten Raum T und durch L2 aus B ab; es öffnet gleichzeitig der Schieber S den Ausweg O und beschleunigt die Entleerung. Sobald jedoch die Luftausströmung der Hauptrohrleitung unterbrochen wird und gleicher Druck auf beiden Seiten des Kolbens M eintritt, schliefst sich der Schieber alsbald:
Beim Lösen der Bremse tritt die Prefsluft durch L1 und L2 ein und schiebt die Kolben in die Anfangsstellung zurück.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Zweikammerluftdruckbremse, deren Kolben K1 mit einem kleinen Hülfskolben K2 verbunden ist, welcher in dem mit den Löchern L1 und L2 versehenen Hülfscylinder JB sich bewegt, zu dem Zweck, das Anlegen der Bremsklötze mit geringer Kraft und geringem Luftverbrauch zu bewirken und dabei ein Ueberströmen der Luft aus dem Raum T nach dem Behälter A zu veranlassen, dann aber nach erfolgtem Anlegen der ■ Bremsklötze die Bremskraft allmälig zu steigern.
2. Bei der durch Patent-Anspruch i. gekennzeichneten Luftdruckbremse das Hülfsauslafsventil M S, welches von der zwischen den beiden Kolben K1 und K2 eingeschlossenen Prefsluft während der Bewegung des Bremskolbens aus der Ruhelage bis zur Herstellung der Verbindung des todten Raumes mit der Rohrleitung offen gehalten wird, zu dem Zweck, eine vollständige Entleerung des Hülfscylinders B und damit eine schnelle und kräftige Wirkung des Hülfskolbens zu erzielen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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