DE57019C - Sireckwerk mit kurzer Streckweite - Google Patents

Sireckwerk mit kurzer Streckweite

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DE57019C
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Germany
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cotton
combing
carding
drafting
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher ist es bei der Verarbeitung der Baumwolle immer nöthig gewesen, wenn man sie kämmte, ein genügendes Krempeln diesem Kämmen vorausgehen zu lassen. Das Schlagen der Baumwolle, welches den ersten Vorgang bei der Verarbeitung zum Spinnen bildet, liefert selbst bei sehr sorgfältiger Arbeit die Faser immer nur grob zertheilt und keineswegs in gleichmäfsig geordneter Lage, vielmehr nur in Flocken, die nach allen Richtungen hin durch einander liegen, so dafs eine geeignete Einwirkung durch die Kämmmaschine nicht" erfolgen kann. Es hat sich deshalb immer noch ein Krempeln nöthig gemacht, um. die Fasern zu . theilen und in geordnete Lage, namentlich annähernd in Längsrichtung des Bandes, zu bringen.
Das so vom vorhergehenden Krempeln unterstützte Kämmen ist stets ein kostspieliges Arbeitsverfahren,· weil dasselbe aufser einigen Hülfsmaschinen zwei Gruppen von Maschinen, die Krempeln und die Kämmmaschinen, erfordert, welche beide Arten sehr complicirt und empfindlich sind und das Product mit wesentlichem Aufwände belasten. Aus diesem Grunde greift man zum Kämmverfahren nur im Falle absoluter Nothwendigkeit, wenn es sich um Erzeugung tadellosen Garnes, ohne Rücksicht auf die Erzeugungskosten, handelt. Erfinder glaubt nun, dafs das Krempeln, welches das Kämmen vorbereitet, auch nicht so unumgänglich nöthig sei, wie man bisher angenommen hat, und sich deshalb gedacht, die rohe oder die aus der Schlagmaschine herauskommende Baumwolle unmittelbar zwischen Streckorganen zu behandeln, die den drei folgenden Bedingungen entsprechen:
1. Combination von Organen für grofse Arbeitsbreite, um in einem Arbeitsverfahren auf die grofsen, von den gewöhnlichen Schlagmaschinen gelieferten Watten einzuwirken.
2. Grofse Annäherung des Punktes, an welchem das Material von der Speisewalze gehalten wird, zu demjenigen Punkt, an welchem es von dem Streckcylinder erfafsl wird,, um in erfolgreicher Weise auf die zusammengedrängten Faserbüschel und auf fast quer in der Watte liegende Fasergruppen einzuwirken.
3. Druck der Speise walze, welcher sich nicht, wie in den bisherigen Streckmaschinen, auf eine bestimmte Linie beschränkt, sondern auf eine genügend grofse Fläche erstreckt und den der Länge nach liegenden Fasergruppen gestattet, in der Fasermasse zu gleiten, wenn der Streckcylinder sie zieht.
Unter diesen drei Bedingungen beabsichtigt Erfinder, das Strecken mit Rohbaumwolle oder mit Watten in wirksamer Weise zur Ausführung zu bringen und die noch in Unordnung befindlichen Büschel zu trennen,. indem er ihre Faser auszieht, gerade richtet und ausdehnt, ohne dafs dieselben vorher der Krempeloperation.unterworfen worden sind, so dafs man auf diese Weise direct die Fasermasse in den Zustand überführt, in welchem sie dann mit Vortheil der Kämmoperation unterworfen werden kann.
Die zu diesem Zwecke angeordnete Maschine ist in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellt.
Fig. 2 und 3 zeigen die Zugorgane allein in einem gröfseren Mafsstabe.
Fig. 4 zeigt das Streckorgan von der Vorderseite.
5ΊΟ19
A ist eine Wickelwalze, welche den Wickel oder die Watte von der Schlagmaschine auf den Tisch t abgiebt. Diese Partie kann durch eine endlose Kette ersetzt werden, um das Material auszubreiten, wenn dasselbe von langer und feiner Beschaffenheit ist, das die Schlagwirkung nicht verträgt. Sodann folgt eine gufseiserne Traverse K, die trogartig gestaltet ist, um zwei Walzen aufzunehmen, von denen die eine, B (facultativ), zum Zusammendrücken des Materials bestimmt ist, die andere, C, die eigentliche Speisewalze bildet, und hinter welcher die Trogform in einen zugespitzen Schnabel ausmündet, wie ein zur Speisung einer Krempelmaschine dienendes Organ. Die beiden Walzen B und C können den Druck gemeinschaftlich von einer oberen Walze G von gröfserem Durchmesser erhalten. . Anstatt die Walze C glatt oder cannelirt zu machen, wie sie in Fig. ι angedeutet ist und in den Krempelmaschinen zur Anwendung kommt, empfiehlt es sich, sie nach Fig. 2 zu gestalten, woselbst sie. aus einer Achse c besteht, auf der Messingringe neben einander aufgeschoben werden, die mit Nadeln besetzt sind. Diese Ringe, die in entsprechender Anzahl zwischen einem Ansatz und einer Mutter zusammengeschraubt werden und so mit der Achse einen Körper bilden, bilden eine Stachelwalze von genügender Stichlänge, deren kurze, feste und genügend aus einander stehende Nadeln durch einen gelinden, auf die Oberfläche der Ringe ausgeübten Druck und leichtes Eindringen der Nadeln der Walze ein geeignetes Arbeiten gestatten.
In Fig. i, 2, 3 und 4 ist ersichtlich, dafs die untere Streckwalze D, welche dem Trogschnabel zunächst steht, von gröfserem Durchmesser und cannelirt ist..
Im übrigen unterliegt die untere Streckwalze D dem Druck eines Ledertuches 5 anstatt demjenigen einer Druckwalze, welches Tuch um kleine, hohle Walzen ρ herumgeht, die in kleinen, an den Trägern χ sitzenden Oesen u sich drehen; die Träger sind an der gufseisernen Traverse^ befestigt; diese Traverse übt durch ihr Gewicht und durch Einwirkung der durch Handrad 3 einstellbaren Federn den Druck auf das Tuch s aus. Die Traverse y trägt aufserdem eine Spannrolle / zum Spannen des Tuches. Durch diese Anordnung kann man die Fasern in einer sehr kurzen Entfernung vom dem Punkt ausziehen, an welchem das Material die speisende oder Stachelwalze c verläfst.
Im Verhältnifs zu der beträchtlichen Umlaufsgeschwindigkeit der Streckwalze zu derjenigen der Speisewalze wird durch das austretende Material thatsächlich ein Flor gebildet, der sich in dem Trichter H zu einem dicken Band durch die Einwirkung der Abnehmewalzen II1 vereinigt, denen ein Frottirwerk FF1 folgen kann, worauf das Band in einen gewöhnlichen Drehtopf oder auf einen Wickelapparat gelangt.
Dieses Band kann direct der Dublirmaschine oder allen anderen gewöhnlichen Maschinen zugehen, die das Material in diejenige Form bringen, in der es der Kämmmaschine zugeführt werden soll. Vermöge der grofsen Nähe, unter welcher sich das oben beschriebene Zugverfahren vollzieht, können der in diesem Apparat hervorgebrachten Geradrichtung sich nur sehr wenige Theilchen entziehen, die selbstverständlich in Baumwolle aller Provenienz vorkommen und durch abgestorbene oder sehr kurze unreife Fasern gebildet werden. Die Ausscheidung solcher Theilchen beim Kämmen vollzieht sich sehr leicht und vermehrt den Abfall beim Kämmen nicht, weil das Material, aus dem diese Theilchen zusammengesetzt sind, nur aus kurzen Spitzen besteht, die unter allen Umständen ausgeschieden werden müssen. Die gekämmte Baumwolle selbst wird viel leichter in vollkommener Reinheit erzeugt und ist weniger angegriffen, als durch die gewöhnliche Methode. Es ist lediglich der Abgang beim Kämmverfahren weniger gut zertheilt; da aber derselbe zu seiner weiteren Nutzbarmachung jedenfalls einem Krempelverfahren unterliegen mufs, so kommt es nicht so sehr darauf an.
Erfinder stellt auf die beschriebene Weise eine sehr einfache Maschine von kleinen Dimensionen . her, die eine tägliche Production von 200 bis 300 kg liefern soll.
Diese Maschine soll für das endgültige Kämmen fünf bis sechs Krempelmaschinen ersetzen, welche einen zehnmal gröfserem Ankaufspreis und Betriebsaufwand erfordern. Aufserdem soll diese Maschine noch von Nutzen sein, wenn man schwer zu behandelnde und sehr empfindliche Fasern oder Baumwollsorten krempeln will, da man durch Anwendung der Maschine das Material der Krempelmaschine ebenso gerade gerichtet zuführen kann, als wenn man es der Feinkrempelmaschine zuführte oder es dem zweiten Durchpassiren unterwürfe. Die auf diese Weise vorbereiteten Fasern werden nicht dem Zerreifsen ausgesetzt sein, wie dies gewöhnlich der Fall ist, wenn bei ihrem Austreten aus dem Zuführungsschnabel in der Krempelmaschine das Material unter einem schärfen Winkel durch die Vorkratze erfafst wird, welche alle in der gewöhnlichen Schlagmaschinenwatte enthaltenen, lockenartig gestalteten Theile durch Zerreifsen beschädigt.
Die directe Ueberführung einer Schlagmaschinenwatte durch Strecken in einen Flor und ein Band mit parallel liegenden Fasern ist ein bisher niemals vorgesehenes, noch versuchtes Arbeitsverfahren. Durch Herstellung

Claims (1)

  1. SlO
    einer Maschine, welche dies Arbeitsverfahren mit Baumwolle ausführt, hat Erfinder für diese Industrie eine neue Maschine geschaffen, welche man beispielsweise Verfeinerungsstreckwerk (Etirage degrossisseur) nennen kann. Aufserdem ist durch Anwendung dieses Verfahrens und dieser Maschine an Stelle des Krempeins und darauf folgenden Kämmens für die Baumwollenspinnerei eine neue Behandlungsmethode geschaffen worden, welche sich> durch die Aufeinanderfolge der Hauptoperationen: Schlagen, Strecken, Kämmen kennzeichnet. Maschine und Verfahren können auch für andere Gespinnstfaser als Baumwolle zur Anwendung kommen.
    Paten τ-Anspruch:
    Ein Streckwerk für die Watten der Schlagmaschinen, bei welchem die Streckweite vom Cylinderdurchmesser dadurch unabhängig gemacht wird, dafs der hintere Obercylinder in einer Mulde und der untere Vordercylinder gegen ein auf zwei Leitrollen geführtes, einen Theil desselben umspannendes spannbares Laufleder arbeitet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57019D Sireckwerk mit kurzer Streckweite Expired - Lifetime DE57019C (de)

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