DE668792C - Deckelkarde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle - Google Patents

Deckelkarde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle

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DE668792C
DE668792C DESCH109858D DESC109858D DE668792C DE 668792 C DE668792 C DE 668792C DE SCH109858 D DESCH109858 D DE SCH109858D DE SC109858 D DESC109858 D DE SC109858D DE 668792 C DE668792 C DE 668792C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/12Details
    • D01G15/14Constructional features of carding elements, e.g. for facilitating attachment of card clothing
    • D01G15/20Feed rollers; Takers-in

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Deckelkarde für langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle Die Erfindung bezieht sich auf eine Deckelkarde für langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle.
  • Bisher wurden zur Verarbeitung langstapeliger Fasern im allgemeinen Walzenkarden verwendet. Es ist aber auch schon bekanntgeworden,. bei der Herstellung von Kammgarnen ,aus Schafwolle o. dgl. Wanderdeckelkarden zu benutzen. Mit .der wachsenden Bedeutung der Zellwolle stellte sich nun das Bedürfnis. ,ein, in der Baumwollspinnerei Zellwollen, die :eine .größere Länge :als Baumwolle aufweisen, auf Dieckelkarden zu verarbeiten, um ein gut gestrichenes Vlies herstellen zu können.
  • Der Deckelkarde wird das. Fasergut bekanntlich in Form von Wickeln vorgelegt. Die darauffolgende Muldenplatte hält zusammen mit der Speisewalze das Fasergut während des Kämmens durch den Vorreißer fest. Diabei :stützt ,die dem Vorreißer zugekehrte Schulter der Muldenplatte den entstehenden Faserbart ab, ,dessen untere Spitze. nunmehr durch den Vorreißer bearbeitet wird. Auf diese Weise wird vermieden, daß die zähne in die Schleifen und quer liegenden. Fasern der Wickelwatte einhaken und diese zerreißen. Je länger der Stapel ist, desto weiter weg von der Klemmstelle muß aus diesem Grunde ldie KämmuIpig erfolgen. In diesem Zusammenhang mu:ß noch besonders auf den Umstand hingewiesen werden., daß lange Fasern, besonders unter den Baumwollarten, in der Regel auch feiner sind und Zellwolle, die mit Rücksicht auf die Vorteile :eines langen Stapels. möglichst lange ;geschnitten wird, meistens ,eine kleinere Reißkraft Tals natürliche Fasern aufweist. Unter diesen Bedingungen reißt der Vorreißer aber häufig ,ganze Büschel von quer liegenden Fasern., die mit dem Faserbart nach unten gedrückt und von der Speisewalze nicht mehr gehalten sind, aus dem Bart. Dieses Büschel kann bei der Deckelkarde, welche vor dem Tambour lediglich -einen Vorreißer besitzt, der Tambour mit den Deckeln nur schwer entwirren, da die notwendige Vorauflösung fehlt. Sie setzen sich darum vorzugsweise in den Beschlägen des Tambours und der Deckel fest und verursachen dort eine unregelmäßige Füllung der Bes-chljä;ge. Ferner werden Fasern, die stark von der Laufrichtung auf dem Tambour .abweichen, also nicht senkrecht zu den Deckeln verlaufen und die über mehrere; Dekkel hin-wegreichen, leicht zerreißen. Als Folge davon entstehen im Vlies Wolken -und Löcher.
  • Um diesem übelstand abzuhelfen, hat man schon über dem Vorreiß@er in Verbindung mit dem Tambour einige Arbeiter- und Wenderwalzenpaare angebracht, welche die mangelnde Vorauflösung nachholen und das vorzeitige und übermiäßige Volls-etzen des Tambours verhindern und zugleich die Fasern vor der Berührung mit den Deckeln mehr parallel legen .sollen. Dadurch wird aber die Anzahl der Deckel vermindert, was mit Rücksicht auf den späteren Arbeitsgang Nachteile mit, sich bringt. Außerdem verursacht. diese Lösung eine bedeutende Verteuerung der Karde- lind tler- 2,anze Betrieb an der
    Karde wird weniger übersichtlich.
    Es wurde auch schon vorgeschlagen,
    Deckelkarden zwischen Vorreißer und T
    bour eine Übertragungswalze einzuschal'
    und über ctem VorreWer Arbeiter uncl VVenK der .anzuordnen, um die Parallellage der Fasern .vor Übergang an den Tambour zu verbessern. Der beabsichtigte Zweck wurde jedoch nicht vollkommen erreicht, weil die Kämmwirkung vom Vorreißer in Verbindung mit Arbeitern und Wendern zu klein; ist.
  • Bei ,anderen Karden, hauptsächlich bei Walzenkarden, wurde ,auch versucht, durch Anordnung von Kämmw,alzen zwischen; den großen Walzen der Vorauflösung die Parallellage zu verbessern. Ferner ist :es bei Walzenkarden auch bereits bekannt, über dem Vorreißer mit diesem und untereinander in Eingriff stehende Kämmwalzen vorzusehen zum Zwecke, an dieser Stelle eine möglichst gründliche Vorauflösung des Fasergutes zu erzielen.
  • Alle diese Maßnahmen genügen aber, einzeln verwendet, nicht, langstapeliges Fasergut genügend für die Kardierung ,auf der Deckelkarde vorzubereiten. -Gegenüber dem Bekannten unterscheidet sich nun die Deckelkarde für langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle, nach der Erfindung dadurch, :daß über dem Vorreißer mit diesem und untereinander in Eingriff stehende Kämmwalzen angeordnet sind, zwischen den Vorreißer und den Tambour eine Übertragungswalze geschaltet ist und eine mit dem Vorreißer und der übertragu:n.gswalze zusammen wirkende Kämmwalze hinter der Abnahmestelle vorgesehen ist sowie eine mit der Übertragungswalze und dem Tambour in Eingriff stehende Kammwalze hinter der Abgabestelle angeordnet ist.
  • Durch die Kombination dieser Einrichtungen wird eine gründliche Voraufläsung des langs.tapeligen Fasergutes erreicht, so daß der Tambour und die Deckel das Fasergut ohne Schwierigkeit vollends auflösen und die Fasern parallel legen können. Die Faserflocken: erhalten die erste Käxnmu.ng durch den Vorreiter. Die Kammwalzen über dem Vorreißer setzen dann das Öffnen und Parallellegen der Fasern schonend, aber an vielen Stellen nacheinander auf dem VOYreiZer fort, wobei sie sich gegenseitig reinigen und Ü:e Fasern also nicht aufwickeln. Die Fasern kommen somit bereits gurrt geordnet auf die Übertragungswalze. Die darauffolgenden restlichen zwei Kammwalzen wirken ebenfalls im Sinne einer Vergleichmäßigung des Belages auf der Übertragungswalze, ohne irgendwie Fasern gewaltsam zurückzuhalten. Somit gelangen die Fasern parallel geordnet auf den Beschlag des Tambours. Noch restliche, etwa quer liegende Fasern bringt die 'tzte Kämmwalze wieder auf die übertra-_"swalze zurück. Die Deckel können jetzt Fiel umfassenderer Weise die endgültige #ämmung vornehmen, ohne daß größere Fasermengen in die Beschläge der Deckel und des Tambours eintreten, sich festsetzen und beim Übergreifen von mehr als zwei Deckelbreiten zerreißen. Damit bleibt die Arbeitsfähigkeit der Deckelkarde ohne viel Ausstoßen erhalten und die Bildung eines vollständig gleichmäßigen Vlieses erreicht.
  • Bei der Deckelkarde nach der Erfindung ist sodann der Speisetisch schwenkbar gelagert und liegt mit seiner Mulde mit regelbarem Druck an der ersten Kämmwalze an. Infolgedessen hilft die erste Kämmwalze -an der Speisestelle mit, die Faserflocken zu entwirren, da sie quer liegende Büschel, welche von der Muldenplatte nicht mehr gehalten werden, zurückhält. Damit wird die Voraufläsung viel schonender eingeleitet und besteht keine Gefahr, daß der Vorreißer an beiden Enden gekämmte Fasern zerreißt oder in großem Umfange Faserbüschel abzieht.
  • Bemerkt sei noch, daß bei Karden federnd ausgebildete, im Druck gegen die Speisewalze einstellbare Muldenplatten bekannt sind. Diese müssen aber immer einen gewissen verhältnismäßig großen Druck ausüben, dä.-mit :die Fasern nicht zu leicht durchschlüpfen, da die Speisewalze nicht mitkämmt. Infolgedessen laufen hier lange Fasern Gefahr, sobald diese in Schleifen austreten, vom Vorreißer zerrissen zu werden.
  • Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Der Vorreißer i, der, wie üblich, mit einem Sägezahnbeschlag versehen ist, arbeitet mit drei Kammwalzen z zusammen, welche gleichfalls Sägezahnbeschläge tragen. Darauf folgen zwei Kammwalzen 3, die mit :einem Häkchenbeschlag versehen sind. Den gleichen Beschlag tragen die Übertragungswalze 4 und die Kammwalzen 5 und 6, von denen die erstere oben zwischen Tambour io und übertragungswalze 4, die letztere unten zwischen Übertragungswalze 4 und Vorreißer i liegt. Der Speisetisch bzw. die Muldenplatte 7 ist neben der :den Wickel g abrollenden Walze 8 bei io schwenkbar gelagert. Von unten her stützt :ein Doppelhebel i i mit einem darauf verschiebbaren Gewicht 1z die Muldenplatte 7 ab. Ein gelochtes Blech 15 deckt den Vorreißer und die Kammwalze 6 nach unten ab, während unter der Übertragungswalze 4 ein Rost 13 angeordnet ist.
  • Während des Betriebes rollt sich der Wikke 19 in üblicher Weise unter der Wirkung der Walze 8 ab, und die Watte wird zwischen der ersten Kämmw @alz.e 2 und der Muldenplatte 7 je nach der Stellung des Ge#'h'''*iies 12 auf .dem Doppelhebel i i mehr odetr#teniger geklemmt.
  • Der Vorreiß,er i arbeitet mit ;großer Umfan,gs.geschwindi,gkeit und nimmt die einzelnen Fasern und Flocken; vorn der Muldenplatte ,ab, während die Zähne der sich langsam drehenden ersten Kämmw,alze 2 die Flokken zurückhalten und damit ebenfalls, mithelfen, zu kämmen. Der gleiche Vorgang wiederholt sich in Verbindung mit den übrigen Kämmwalzen 2 und 3, worauf auf dem Vorreißer ein Belag von mehr oder weniger parallel gerichteten Fasern entsteht. Diesen nimmt die mit noch größerer Umfan,gsgeschwindi,gkeit umlaufende übertragungswalze q. ab, wobei natürlich infolge der verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten der übertragungswalze q. und des Vorreißers i eine weitere Kämmung entsteht. Die Walze 6 hält quer liegende Fasern auf dem Belag der Walze q. auf und gibt sie wieder ,an den Vorreißer i ab. Die Umlaufgeschwindigkeit des Tambours 16 ist noch größer als diejenige der Übertragungswalze q., so daß die Fasern auf denselben übergehen. Die Kämrnwalze 5 arbeitet in gleichem Sinne wie,die Kämmwalze 6 und legt quer liegende Fasern wieder auf die Übertragungswalze ¢ zurück. Sämtliche Kämmwalzen 2 und i stehen mit dem Vorreißer und untereinander in Eingriff und die letzte Kämmwalze 3 außerdem noch mit der Übertragungswalze q.. Infolgedessen halten alle Walzen sich gegenseitig rein, und sämtliche Fasern kehren immer wieder auf die Beschläge des Vorreißers i und die übertragungswalze q. zurück. Vorhandene Unreinigkeiten und Staub entweichen durch das,- ;gelochte Blech 15 und den Rost i3. Dieser letztere wirkt unter gleichen Bedingungen wie ein Vorreißerrost, nur nimmt die Kämmwalze 6 die Stelle der Muldenplatte ein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCI3E: i. Deckelkarde für langs:apeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle, gekennzeichnet durch über dem Vorreißer (i) angeordnete, mit diesem und untereinander in Eingriff stehende Kämmwalzen (2, 3), eine zwischen den Vorreißer und den Tambour (16) geschaltete Übertragungswalze (q.) und eine mit dem Vorreißer und der Übertragungswalze hinter der Abnahmestelle zusammen wirkende Kämm; walze (6) sowie eine mit der übertragungswalze und dem Tambour hinter der Abgabestelle in Eingriff stehende Kämmwalze (5).
  2. 2. Deckelkarde nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisetisch (7) schwenkbar gelagert und mit seiner Mulde mit regelbarem Druck an der ersten Kämmwalze (2) anliegt.
DESCH109858D 1936-05-02 1936-05-03 Deckelkarde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle Expired DE668792C (de)

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DE668792C true DE668792C (de) 1938-12-13

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ID=25944375

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DESCH109858D Expired DE668792C (de) 1936-05-02 1936-05-03 Deckelkarde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle

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DE (1) DE668792C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160764B (de) * 1958-12-31 1964-01-02 Fleissner G M B H Vorrichtung zum OEffnen von Fasergut
EP0149434A3 (en) * 1983-12-21 1985-08-14 Marcello Giuliani Rotating cleaner for cotton and wool card in general

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160764B (de) * 1958-12-31 1964-01-02 Fleissner G M B H Vorrichtung zum OEffnen von Fasergut
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