DE618080C - Verfahren zur Herstellung eines verzugsfaehigen Faserbandes aus wirren Kunstseide- oder anderen Fadenabfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines verzugsfaehigen Faserbandes aus wirren Kunstseide- oder anderen Fadenabfaellen

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DE618080C
DE618080C DEK132103D DEK0132103D DE618080C DE 618080 C DE618080 C DE 618080C DE K132103 D DEK132103 D DE K132103D DE K0132103 D DEK0132103 D DE K0132103D DE 618080 C DE618080 C DE 618080C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G1/00Severing continuous filaments or long fibres, e.g. stapling
    • D01G1/06Converting tows to slivers or yarns, e.g. in direct spinning
    • D01G1/10Converting tows to slivers or yarns, e.g. in direct spinning by cutting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines verzugsfähigen Faserbandes aus wirren Kunstseide-oder anderen Fadenabfällen Die Erfindung bezweckt, die Herstellung eines verzugsfähigen Faserbandes aus wirren Kunstseide- oder anderen Fadenabfällen für die Verarbeitung in der Baumwollstreckwerkspinnerei in wirtschaftlicher Weise zu ermöglichen.
  • Bisher war es nicht möglich, in wirtschaftlicher Weise Fasern ungefähr gleicher Länge aus wirren Textilgutabfällen, insbesondere Kunstseidenabfällen, zu erzeugen. Die Schwierigkeit lag in erster Linie daran, daß die Abfälle meistens außerordentlich stark verwirrt zueinander lagen sowie Knoten und Zusammenballungen aufwiesen, die einerAuflösung die größten Schwierigkeiten entgegensetzten.
  • Man hat bis jetzt Kunstseidenabfälle auf Reißmaschinen, Fadenöffnern o. dgl. aufgelöst und nach dem Streichgarnverfahren zu Garn versponnen. Auf diese Weise lassen sich aber nur verhältnismäßig rauhe und grobe Garne herstellen. Es sind deshalb die Abfälle auf Doppelöffnern oder Droussetten aufgelöst worden, und die von diesen gelieferten Faserbänder wurden nach dem Kammgarnverfahren, bei dem es auf eine annähernd gleiche Länge der Fasern nicht ankommt, weiterverarbeitet. Dieses Verfahren bedingt aber hohe Kosten und ist deshalb für die Verarbeitung von Abfällen zu Garnen nicht wirtschaftlich.
  • Es ist ferner auch bereits bekannt, wirre Kunstseidenabfälle auf dem Fadenöffner o. dgl. aufzuarbeiten oder vorzulösen, auf einer Kammgarnkrempel in Bandform zu bringen, die Bänder dann mehrere Nadelstabstrecken zwecks Parallellegung der Fasern durchlaufen zu lassen, dann auf Kammstühlen zu kämmen und endlich den so gewonnenen Kammzug auf Schneidemaschinen auf bestimmte Länge zu stapeln, damit das Schnittgut in üblicher Weise in der Baumwollstreckw erkspinnerei verarbeitet werden kann.
  • Dieses Verfahren konnte aber nicht zu befriedigenden, den Anforderungen der Baumwollstreckwerkspinnerei _entsprechenden Ergebnissen führen, weil .
  • z. lange, verwirrte Kunstseidenabfälle, in erhöhtem Maße solcher feiner Einzeltiter, bei sofortigem Öffnen zur Noppenbildung neigen, die Glas Verspinnen beeinträchtigt, z. die vielen vorbereitenden Maschinenpassagen und insbesondere das Kämmen die Verspinnung in diesem Verfahren verteuern, beim Kämmen ein erheblicher Teil des Spinngutes ausgeschieden wird und daher erheblichen Verlust bedeutet, endlich 4. dieKunstseidenabfälle beimGarnettieren oder Droussieren auf ganz unbestimmbare und rein zufällige Stücklängen abgerissen werden, so daß bei der nachfolgenden Stapelung keine gleichmäßige Faserlänge erzielt wird, wodurch das Verspinnen im Baumwollstreckwerkverfahren erschwert wird.
  • Schließlich sind Fadenabfälle auch schot durch eine Nadelstabstrecke hindurchgezogen worden, um die Fäden zu zerreißen und parallel zu legen, alsdann wurde das gebildete Band in Stapel geschnitten, aus den Stapelstücken wieder ein, Band gebildet, das auf Nadelstabstrecken weiterverarbeitet wurde. Hierbei wurde aber keine -vollständihe Auflösung der Fäden angestrebt, vielmehr ist die Garndrehung nur teilweise beseitigt worden. Ein glattes gleichmäßiges Garn läßt sich auf diese Weise naturgemäß nicht erzielen.
  • Dem" Bekannten gegenüber unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, daß das Fadengut auf einer Streckmaschine durchgekämmt und in einen Fadenpelz übergeführt wird, der zum Gleichrichten .der Fäden und Aufziehen der Schleifen durch ein Hechelfeld o. dgl. gezogen und sodann in Stapel geschnitten wird, worauf die Stapelstücke mittels der Karde aufgelöst und in ein Faserband übergeführt werden.
  • Das vorliegende Verfahren geht also von dem Gesichtspunkt aus, daß die Reißkraft ungeöffneter Fäden oder starker Faserbüschel unvergleichbar größer als diejenige feinster Einzelfasern ist. Das Abfallgut wird infolgedessen im Gegensatz zum droussierten so lange in seiner Struktur und Einzelfaserlänge erhalten, bis die Fäden gleichgerichtet sind und in fortlaufender Bandform den Schneidwerkzeugen zugeführt werden können. Dann erst werden die Faden- und Faserbüschelabschnitte, deren Länge jetzt in der Hauptsache mit der gewünschten Stapellänge des Spinngutes übereinstimmt, in Einzelfasern aufgelöst, wobei im Gegensatz zu .den oben erwähnten Verfahren ein wesentliches Zerreißen der Fasern oder eine .erhebliche Faserkürzung nicht mehr erfolgt, da die vorher gleichmäßig gestapeltenFadenabschnitte beim Droussieren oder Krempeln den Feinauflösungswerkzeugen kaum mehr Widerstand bieten. " Die Erfindung sei nun an Hand beiliegender Zeichnung näher erläutert.
  • Die Abfälle a, die z. B. aus Kopsresten, aus verwirrten Strähnen; Gewebeenden o. dgl. bestehen können, werden zunächst auf einer Fadenstreckmaschine, einer sog.Pelzmaschine, wie sie beispielsweise bei der Putzwollherstellung verwendet wird, roh aüfgekämint und die Fäden in eine Pelzform mit schon einigermaßen längs gerichteter Lage gebracht. Diese Fadenpelze b weisen aber nicht nur noch zahlreiche ungelöste Fadenknäuel, Knoten u. dgl. auf, sondern es bilden sich darin an allen Stellen, an denen sich die Fäden um die Stifte der Fadenstreckmaschinentrömmel geschlungen haben, beim Abziehen der Pelze Schleifen c, die dachziegelartig in den ausgekämmten Fadenreihen verteilt liegen (der besseren übersicht halber sind nur ganz wenige dieser Schleifen in der Skizze dargestellt). Würden nun diese Fadenpelze einer S.chneidmaschine zugeführt werden, die bei bestimmtem, gleichbleibendem Vorschub den Fadenpelz bei S1, S=, SI, S4, S5 quer durchschneidet, so würden die Fadenschleifen an willkürlichen und stets wechselnden Stellen durchschnitten werden, und @es würden sich zahlreiche Schnittfäden ergeben, deren Länge sowohl erheblich über als auch unter der gewünschten Faserlänge liegt. Es käme hinzu, daß quer zur Längsrichtung des Pelzes liegende Fäden den prozentualen Anteil an viel zu langen Fasern im Schneidgut noch `wesentlich erhöhen würden.
  • Der aus der Fadenstreckmaschine abgezogene Fadenpelz wird daher zwecks Auskämmung der noch ungelösten Fadenknäuel und insbesondere zwecks Entfernung der erwähnten Schleifen sowie noch besserer Parallelisierung der Fäden durch ein Hechelfeld o. dgl. gezogen.
  • Das kann beispielsweise in einem entsprechend kräftig ausgebildeten wandernden Hechelfelde e mit Nadelstäben f in der Weise erfolgen, daß die Abzugswalzen z hinter dem Hechelfeld gegenüber den wandernden Nadelstäben eine Voreilung erhalten. Der Fadenpelz wird in das Hechelfeld so eingeschlagen, daß die Enden der im Pelz vorhandenen Schleifen in Richtung auf die Abzugswalzen zeigen. Wird das am längsten hervorragende Ende einer Fadenschleife dann von den Abzugswalzen erfaßt, so müssen letztere den Faden um die Nadeln herum aufziehen und in dieLängsrichtung legen, so daß dieSchleife entfernt wird.
  • Hinter d°n Abzugswalzen einer solchen Hechelmaschine, deren Ausbildungsform eine beliebige sein kann, wird dann entweder ein Faser- bzw. Fadenband g gebildet und zwecks späterer Vorlage an die Schneidemaschine in entsprechend geeignete Behälter o. dgl. abgeführt, oder aber es wird zw=eckmäßig, damit die nunmehr erzielte Strecklänge der Fäden bzw. Fasern keine Einbuße erleidet, sofort hinter den Abzugswalzen der selbsttätig arbeitenden einstellbaren Schneidvorrichtung S6-Sl° zugeführt, welche das Band in einzelne Stücke von gewünschter und stets gleichbleibender Länge zerteilt.
  • Der größte Teil .der im Schnittgut la vorhandenen Fadenstücke entspricht nach den voraufgegangenen Arbeitsgängen bereits in seiner Länge dem gewünschten Stapel, und es ist daher ganz besondere Sorgfalt darauf zu verwenden, daß bei der nachfolgenden Auflösung der Fäden in Einzelfasern diese nicht zerrissenwerden, andernfalls das Spinngut verdorben sein würde.
  • Ein Teil der im Schneidgut vorhandener. Fasern bzw. Fäden besitzt allerdings infolge Querlage oder mangelnder Parallelisierung in den vorangegangenen Arbeitsgängen noch eine die gewünschte, unter Umständen um das Mehrfache übersteigende Faserlänge. Diese äußerst langen Fasern, welche das Verspinnen im Baümwollstreckwerkverfahren noch stark beeinträchtigen können, sind noch zu beseitigen, und zwar erfolgt dies auf die weiter unten beschriebene Weise.
  • Das so behandelte Schneidgutiwird, zweckmäßig erst nachdem es gegebenenfalls zur Verbesserung der Spinnfähigkeit chemisch behandelt worden ist, durch schonendes Kardieren dann in Einzelfasern aufgelöst und nach Art von Kammzügen in Bandform, etwa auf Kreuzwickel, gebracht.
  • Die Weiterverarbeitung der Kammzugbänder erfolgt auf Streckwerken, deren Walzen Z1, Z2, Z3 stark belastet werden, so daß die obenerwähnten, im Schneidgut noch vorhandenen äußerst langen Fasern durch Zerreißung zwischen je zwei Klemmstellen der sich folgenden und an Umfangsgeschwindigkeit zunehmenden Walzengruppen nach und nach abgerissen werden und sich daher der Länge der vorgestapelten Fasern angleichen. Die Walzenabstände der Streckwerke sind dabei so eingestellt, daß lediglich die langen Fasern an zwei Klemmstellen erfaßt werden, während alle richtig gestapelten Fasern und der kleine Prozentsatz an zu kurzen Fasern schwimmend durch die Strecke gehen.
  • Gleichzeitig mit dieser Nachstapelung äußerst langer Fasern wird der für die spätere Verspinnung der Faserbänder ohnehin erforderliche Streck- und Dubhervorgang durchgeführt. Das Endergebnis der in der vorbeschriebenen Weise erfindungsgemäß durchgeführten Faserherstellung aus wirren Kunstseiden-und ähnlichen Abfällen besteht in einem Faserband l von solcher Faserlängen- und Bandgleichmäßigkeit, daß die Verspinnung desselben im Baumwollstreckwerkverfahren ohne weiteres sofort am Grobflyer möglich ist.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren kann nicht allein bei Kunstseidenabfällen, sondern auch bei Abfällen aus anderen Garnen angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRÜcHR: z. Verfahren zur Herstellung eines verzugsfähigen Faserbandes aus wirren Kunstseide- oder anderen Fadenabfällen für die Verarbeitung in der Baumwollstreckwerkspinnerei, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadengut auf einer Streckmaschine durchgekämmt und in einen Fadenpelz übergeführt wird, der zum Gleichrichten der Fäden und Aufziehen der Schleifen durch ein Hechelfeld o. dgl. gezogen und sodann in Stapel geschnitten wird, worauf die Stapelstücke mittels der Karde aufgelöst und in ein. Faserband übergeführt werden. z. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Kardenband unter Dubli:erung auf einem Streckwerk verzogen wird, dessen Verzugswalzen so eingestellt und belastet sind, daß über die Sohnittlänge hinausgehende Fasern zerrissen werden.
DEK132103D 1933-11-10 1933-11-10 Verfahren zur Herstellung eines verzugsfaehigen Faserbandes aus wirren Kunstseide- oder anderen Fadenabfaellen Expired DE618080C (de)

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DE (1) DE618080C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1170289B (de) * 1959-06-12 1964-05-14 Joseph Marie Julien Sauvage Strecke fuer Faserbaender

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1170289B (de) * 1959-06-12 1964-05-14 Joseph Marie Julien Sauvage Strecke fuer Faserbaender

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