DE566068C - Hydrostatische Kupplung - Google Patents
Hydrostatische KupplungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
- B64D35/00—Transmitting power from power plants to propellers or rotors; Arrangements of transmissions
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß auch in Flugmotorenwellen Drehschwingungen auftreten können,
die sich bei diesen Motoren besonders unangenehm auswirken, weil die Kurbelwellen
aus Gründen der Gewichtsersparnis sehr knapp bemessen und daher bereits durch die
Kolbenkräfte hoch beansprucht sind.
Es ist ferner bekannt, daß Drehschwingungen in Wellenleitungen dadurch herabgemin-
JQ dert (abgedämpft) werden können, daß man
in der Nähe des Knotenpunktes der Schwingungen eine hydrostatische Kupplung einschaltet,
die aus den Elementen von Verdrängerpumpen gebildet wird, bei welchen die Druckräume der Pumpen mit federbelasteten
Sicherheitsventilen versehen sind; solche Kupplungen werden dann bei auftretenden
Schwingungen ein wenig rutschen und dadurch die Entwicklung von stärkeren Dreh-
ao schwingungen verhindern. Durch das Rutschen entsteht natürlich ein Energieverlust,
welcher eine entsprechende Erwärmung der verwendeten Flüssigkeit (z. B. Schmieröl)
bewirkt; werden für die Durchbildung der Kupplung die Elemente von Zahnradpumpen
verwendet, so wird ein geringes Rutschen auch außerhalb von Schwingungsbereichen,
stattfinden, weil solche Pumpen nicht vollständig dicht hergestellt werden können. Um
die durch das Rutschen der Kupplung entstehende und auf das Öl übertragene Wärme
abzuführen, ist es nötig, einen künstlichen ölkreislauf durch eine besondere Pumpe zu
erzeugen und in diesen Kreislauf einen Ölkühler einzuschalten.
Erfindungsgemäß wird nun eine große Vereinfachung dadurch erzielt, daß man die
hydrostatische Kupplung vor die Luftschraube legt; die ganze Kupplung wird dann durch den vom Propeller erzeugten starken
Luftstrom von selbst gekühlt, so daß der besondere ölkreislauf mit Pumpe und Kühler
nicht mehr erforderlich ist. Die Anordnung kann dabei so getroffen werden, daß die Nabe
der Luftschraube selbst einen Teil der Kupplung bildet.
Die Lage der Kupplung unmittelbar am Propeller ist bei den meisten Flugmotorenanlagen
schwingungstechnisch richtig, weil sich bei diesen Anlagen infolge des Verhältnisses
der- Massen des Kurbelgetriebes gegenüber der Masse der Luftschraube der Knotenpunkt
der Schwingungen unmittelbar in der Nähe der Luftschraube befindet.
Die beiden Figuren zeigen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und
zwar
Fig. ι einen Längsschnitt nach Linie A, B, C der Fig. 2 und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Kupplung.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sitzt auf der Kurbelwelle 10 des Motors ein Zahnrad n, welches
mjt in einem Gehäuse 13 und zugehörigem Deckel 14 gelagerten Ritzeln 12 kämmt,
so daß in an sich bekannter Weise eine Anzahl
konzentrisch um das große Zahnrad 11 angeordneter Zahnradpumpen entsteht. Der Deckel
14 bildet gleichzeitig die Propellernabe 15, 16,
welche auf der Kurbelwelle 10 drehbar sitzt S und in der üblichen Weise den Propeller 17
trägt. Wird ein Drehmoment in der Richtung des Pfeiles ge^mäß Fig. 2 eingeleitet und
würde eine Drehbewegung des Zahnrades 11 gegenüber den Ritzeln 12 eintreten, so würde,
wenn die Zahnlücken und Kanäle mit Flüssigkeit gefüllt sind, diese Flüssigkeit durch- die
Kanäle 18 angesaugt und durch die Kanäle 19 hinausgedrückt werden; die Flüssigkeit wird
dabei aus der Bohrung der Kurbelwelle 10 entnommen und gelangt durch öffnungen 20
der Welle und Bohrungen 21' des großen Zahnrades 11 in die Kammern 18. Die Druckkanäle
19 münden alle in einen gemeinsamen Sammelraum 22, welcher durch ein feder-
ao belastetes Ventil 23 abgeschlossen ist. Eine Drehbewegung der Welle 10 gegenüber dem
Gehäuse 13, 14 bzw. dem Propeller 17 "'kann
nur eintreten, wenn der Flüssigkeitsdruck im Sammelraum 22 groß genug ist, um das
Ventil 23 zu öffnen; solange dieser Druck nicht erreicht wird, müssen sich die Elemente 12,
13, 14, 15, 17 mit der gleichen Drehzahl wie
die Welle 10 und das große Zahnrad 11 drehen, als ob eine starre oder annähernd
starre Kupplung vorläge. Die Federbelastung des Ventils 23 muß nun so bemessen werden,
daß die unter normalen Betriebsverhältnissen, also ohne Berücksichtigung von Drehschwingungen
auftretende höchste Drehkraft übertragen werden kann, ohne daß das Ventil 23 anspricht. In kritischen Gebieten treten erheblich
größere Spitzen im Drehkraftdiagramm auf, die ihren Höchstwert im Knotenpunkt der Schwingungen haben. Hierbei
würde dann durch öffnen des Ventils 23 ein geringes Schlüpfen der Kupplung eintreten
und dadurch, wie bekannt, eine Entwicklung der Schwingungen vermieden. Bei auftretendem
Rutschen entsteht natürlich ein Arbeitsverlust, welcher in Form von Wärme auf den
ölkreislauf übertragen wird. Um die durch den Propellerstrom erzeugte Kühlwirkung
besser zu gestalten, kann das Gehäuse 13 mit Kühlrippen 24 versehen werden.
Claims (3)
1. Hydrostatische Kupplung, welche aus den Elementen von Verdrängerpumpen
gebildet wird, in Verbindung mit Motoren, welche Luftschrauben antreiben, dadurch
gekennzeichnet, daß die hydrostatische Kupplung vor der Luftschraube angeordnet ist.
2. Hydrostatische Kupplung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Teil der Kupplung zugleich die Nabe der Luftschraube bildet.
3.' Hydrostatische Kupplung nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnseite der Kupplung mit Kühlrippen versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE566068T | 1930-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE566068C true DE566068C (de) | 1932-12-09 |
Family
ID=6567471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930566068D Expired DE566068C (de) | 1930-11-26 | 1930-11-26 | Hydrostatische Kupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE566068C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE880103C (de) * | 1940-02-06 | 1953-06-18 | Daimler Benz Ag | Antrieb fuer gegenlaeufige Luftschrauben |
-
1930
- 1930-11-26 DE DE1930566068D patent/DE566068C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE880103C (de) * | 1940-02-06 | 1953-06-18 | Daimler Benz Ag | Antrieb fuer gegenlaeufige Luftschrauben |
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