AT118916B - Antrieb des Anlaßluftverdichters für Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Antrieb des Anlaßluftverdichters für Brennkraftmaschinen.

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AT118916B
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Carl Alexander Fieber Ing
Grazer Waggon Und Maschinen Fa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Antrieb des Anlassluftverdichters für Brennkraftmaschinen. 



   Die Erfindung betrifft einen Antrieb des Anlassluftverdichters von Brennkraftmaschinen; insbesondere kompressorlosen Dieselmotoren mit direkter Einspritzung (Einspritzung ohne Mithilfe von Druckluft), die mit einem Verdichter zusammengebaut sind, der die zum Anwerfen der Maschine dienende Druckluft liefert. 



     Bisher musste   bei solchen Maschinen entweder der direkt gekuppelte Verdichter ständig, wenn auch meist leer arbeitend, mitlaufen oder es waren im Betrieb ein- und ausschaltbare Übertragungsorgane zwischen Maschine und Verdichter vorgesehen. Erstere Anordnung erfordert ständig   Leerlufenergie     und ist daher unwirtschaftlich letztere Anordnungen werden durch die Möglichkeit des Wiedminsohaltens   im Betrieb umständlicher und teurer ; die Anlassluft wird ja im normalen   Motorbetrieb'nicht benötet   und ein Nachfüllen des Anlassluftbehälters wird sicher erst wieder nach der nächsten Inbetriebnahme des Motors erforderlich. 



   Gemäss der Erfindung erhält nun der   Anlassluftverdichter   seinen Antrieb   übssr   ein Zahnrädergetriebe, von welchem ein Rad während des Laufes der Maschine ausrückbar,   jedoch'nur   bei   Stillstand   der Maschine einrückbar angeordnet ist. Diese Konstruktion ermöglicht die Anordnung einer einfachen Sperrvorrichtung, die das Ausrücken des Getriebes nur dann gestattet,   wenn, der ATTlassut'venichter   leer arbeitet und ein auch unbeabsichtigtes Wiedereinrücken bei Betrieb und damit Getriebebeschädigungen verhindert. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 in schematischer Weise, zum Teil im Schnitt, eine Ausführungsform des Verdichterantriebes nach der Erfindung. Die Fig. 2 und 3 zeigen die das Ausrücken   bzwr   Wieder-   einrücken   des Getriebes hindernden Sperrvorrichtungen bei eingerücktem und   ausgerüektem   Getriebe im Schnitt nach der Linie   I#I   in Fig. 1. 



   Das Getriebe kann auch mit Drehzahlübersetzung (ins Schnelle) ausgeführt',   werden' ; dies erlaubt   eine kleinere, billigere Verdichterbauart, schwächere Zahnräder und gibt   überdies   die Möglichkeit, im kleinen Verdichter auch mit Handbetrieb die nötige Anlassluft zu erzeugen. 
 EMI1.1 
 



   Der Antrieb des Verdichters erfolgt von der   Motorwelle f   aus über ein Zahnradgetriebe d, e vermittels des Kurbeltriebes i eines der beiden Triebräder. Bei der dargestellten Ausführung kann das auf der Motorwelle sitzende Zahnrad d durch axiale Verschiebung ausser Eingriff mit dem andern Getrieberad gebracht werden. Die Ausrückung des Zahnrades d wird durch einen Handhebel hl herbeigeführt, der mit dem Muffenhebel h bei z drehbar gelagert ist. Der Muffenhebel h greift an der mit dem Zahnrad   d   verbundenen Muffe g an. In der Zeiohnung ist die Lage der Teile bei   ausgerücktem   Vorgelege in vollausgezogenen Linien und bei eingerücktem Vorgelege in strichpunktierten Linien veranschaulicht.

   Die Welle k des getriebenen Zahnrades e trägt einen Vierkant   I,   auf welchem nach Abnahme des Verschalungsdeckels   m   eine Handkurbel aufgesteckt werden kann, um gegebenenfalls auch den Verdichter von Hand aus antreiben zu können. 



   Zur Verriegelung der Ausrückvorrichtung im eingerückten Zustande des Vorgeleges dient die in Fig. 2 bei ausgerücktem Vorgelege und in Fig. 3 bei   eingerücktem   Vorgelege dargestellte Sperrvorrichtung. Dieselbe besteht aus einem Blockzylinder A, in welchem ein ventilartig ausgebildeter Kolben   n1   spielt, der eine Ventilstange   ol   trägt. Diese Ventilstange   01   greift bei eingerücktem Zahnrade (Fig. 3) 

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 mit ihrem freien Ende in eine Öffnung am freien Ende des über seinen Drehpunkt fortgesetzten und als Sperrhebel p ausgebildeten Muffenhebels ein.

   Da der Blockzylinder A mit der Druckleitung 1 in ständiger offener Verbindung ist, so kann sich der Ventilkolben   n, solange   in der Leitung 1 Überdruck herrscht, nicht aus seiner Verriegelungsstellung, in welcher er auf dem Ventilsitz aufruht, herabbewegen. Soll daher die Ausrückung des Vorgeleges erfolgen, so muss zuerst die Luftflasche vom Verdichter abgeschaltet und die   Druckleitung. ! durch Öffnen   des Ventils q entspannt werden. Es kann sich sodann der Kolben   n1   unter Einwirkung der Feder    herabbewegen,   so dass der Muffenhebel   h   entriegelt wird. 



   Um eine   Wiedèreinrückung   des ausgerückten Vorgeleges während des Betriebes zu verhindern, ist eine besondere Sperrvorrichtung vorgesehen, welche aus dem Blockzylinder B besteht, in welchem ein ventilartig ausgebildeter Kolben n2 spielt, dessen Stange   02   ebenso wie die Stange   01   des Kolbens   n1 in   die Ausnehmung am freien Ende des Sperrhebels p bei eingerücktem Vorgelege eintritt. Der Zylinder B ist durch die Leitung 2 mit   de1'Sehmierpumpe t   der Maschine   n in   Verbindung.

   Solange daher die Maschine in Betrieb ist herrscht in der Leitung 2 und im Zylinder B der durch die Schmierpumpe erzeugte Druck, so dass der Kolben   n2 und   die Stange   02 sich nicht   herabbewegen können und daher ein Wiedereinrücken des Vorgeleges nicht möglich ist. 



   Bei Stillstand der Maschine drückt die Feder   r2   den Kolben n2 herab, wodurch die Entriegelung des Muffenhebels   A herbeigeführt wird und nunmehr   das Vorgelege eingerückt werden kann. Wird während des Ganges der Maschine das Getriebe ausgerückt, so gelangt die Ausnehmung im Sperrhebel p über die Stange   dz   welche unter der Einwirkung des Druckes in der Leitung 2 bzw. im Zylinder B in diese Ausnehmung einschnappt. 



   An Stelle der beschriebenen Sperrvorrichtung könnte auch irgendeine Sperrvorrichtung anderer Konstruktion treten. So könnte die Wiedereinrückung des ausgerückten Vorgeleges während des Betriebes auch durch ein Hebelwerk verhindert werden, welches unter dem Einfluss der beim Gange der Maschine auftretenden Fliehkraft in die Verriegelungsstellung gebracht wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antrieb des Anlassluftverdichters für Brennkraftmaschine, insbesondere mit luftloser Einspritzung des Brennstoffes, die mit einem Verdichter zusammengebaut ist, der die zum Anwerfen der Maschine dienende Druckluft liefert, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter seinen Antrieb über ein Zahnrädergetriebe erhält, von welchem ein Rad während des Laufes der Maschine ausrückbar, jedoch nur bei Stillstand der Maschine einrückbar angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sperrvorrichtung das Ausrücken des Getriebes nur dann gestattet, wenn der Anlassluftverdichte1'leer arbeitet.
    3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sperrvorrichtung, die die Wiedereinrückung des Antriebes des Anlassluftverdichters nur bei Stillstand der Maschine gestattet, bei Ausrückung selbsttätig in Wirksamkeit tritt.
    4. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das Ausrücken hindernde Sperrvorrichtung durch den Luftdruck in der Verdichtuugsleitung zum Anlassgefäss betätigt wird.
    5. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verhinderung der Wiedereinrückung des Getriebes während des Ganges der Maschine dienende Sperrvorrichtung durch den Öldruck der Schmierölpumpe der Maschine betätigt wird.
    6. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verhinderung der Wiedereinrückung des Getriebes während des Ganges der Maschine dienende Sperrvorrichtung durch Fliehkraftwirkung zur Betätigung gebracht wird.
    7. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlassluftverdichter mit einer Einrichtung zum Handantrieb bei ausgerücktem Getriebe versehen ist.
AT118916D 1928-08-08 1928-08-08 Antrieb des Anlaßluftverdichters für Brennkraftmaschinen. AT118916B (de)

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