DE565997C - Verfahren zum Wiedergewinnen von Film aus gefaerbten Cellulose-Nitrat-Filmabfaellen - Google Patents

Verfahren zum Wiedergewinnen von Film aus gefaerbten Cellulose-Nitrat-Filmabfaellen

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DE565997C
DE565997C DEK120489D DEK0120489D DE565997C DE 565997 C DE565997 C DE 565997C DE K120489 D DEK120489 D DE K120489D DE K0120489 D DEK0120489 D DE K0120489D DE 565997 C DE565997 C DE 565997C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Wiedergewinnung von Film aus gefärbten Filmabfällen, die hauptsächlich aus einem Cellulosederivat bestehen, und betrifft S insbesondere ein Verfahren zur Wiedergewinnung von Film aus Abfällen von Cellulose-Xitrat-Filmen.
Für viele photographische Zwecke werden Filme mit einem Farbstoff gefärbt, der auf
ίο den Filmträger einwirkt. Für gewöhnlich wird die Farbe auf der der lichtempfindlichen Silber - Halogen - Schicht gegenüberliegenden Seite des Films aufgetragen. Im allgemeinen dringt diese Farbe nur um einen Bruchteil eines hundertstel Millimeters in den Film ein. Es sind bereits viele Verfahren angewendet worden, um diese Farbe von dem Film zu entfernen, um den Film für verschiedene Zwecke, beispielsweise zur Herstellung von neuen Filmen, Lacken, Gewebeüberzügen usw., wiederzugewinnen. In der gewöhnlichen Praxis wird die Silber-Halogen-Emulsion von dem Film dadurch entfernt, daß der Film mit heißem Wasser behandelt wird, worauf die Farbe aus dem Film ausgebleicht und/oder ausgelaugt wird.
Das Auslaugen mit Alkohol ist in gewissen Phasen der Filmwiedergewinnung mit Erfolg angewendet worden, und zuweilen ist der Filmabfall nach der Entfernung der Emulsion jedoch vor dem Auslaugen gebleicht worden. Der Zweck der Erfindung ist nun, ein einfacheres und wirksameres Verfahren zum Entfernen der Farbe von Filmabfällen o. dgl. zu schaffen, durch welches verschiedene Phasen des Verfahrens ausgeschaltet, die Kosten verringert und Ungewißheiten älterer Verfahren beseitigt werden. Weiter bezweckt die Erfindung, die Farbe durch eine Hydrolyse der Nitrocellulose an der Filmoberfläche von dem Film zu entfernen.
Es hat sich herausgestellt, daß gefärbter Cellulose-Nitrat-Film in sehr einfacher Weise wiedergewonnen werden kann, nachdem zuvor die Silber-Halogen-Emulsion von dem Cellulose-Nitrat-Film durch Behandlung mit heißem Wasser entfernt wurde, dadurch, daß der Filmabfall der Einwirkung einer alkoholischen Lösung eines Alkalis ausgesetzt wird. Eine solche Behandlung ist weder als ein Auslauge- noch als ein Bleichverfahren zu bezeichnen, sondern ist ein einstufiges Verfahren, durch welches die Oberfläche des Cellulose-Nitrat-Films hydrolysiert und tatsächlich von dem Film entfernt wird. Durch richtige Wahl der Länge der Behandlungsdauer oder der Konzentration der Behandlungslösung wird der geringste Betrag an Flächenstärke hydrolysiert, so daß gerade derjenige Teil der Fläche entfernt wird, in welchen die Filmfarbe eingedrungen ist. Die Menge des Alkalis in der alkoholischen Lösung kann so begrenzt werden, daß das Alkali in etwas höherem Maße vorhanden ist, als für die Hydrolysierung des Films bis auf diejenige Tiefe erforderlich ist, bis auf welche die Farbe eingedrungen ist.
Beispielsweise können 50 kg gefärbten CeI-
lulose-Nitrat-Filmabfalls, von welchem die Silber-Halogen-Emulsion entfernt worden ist, der Wirkung von etwa Sol einer Lösung aus Natriumhydroxyd in denaturiertem Äthylalkohol ausgesetzt werden, wobei das Natriumhydroxyd in Mengen vorhanden ist, die zwischen etwa fünf Hundertstel und fünf Zehntel eines Prozentes nach Gewicht oder gewünschtenfalls gar mehr liegen. Die Lösung wird ίο gründlich umgerührt. Diese Behandlung wird bei etwa 50° C durchgeführt und die Dauer der Behandlung beträgt etwa 2 bis 30 Minuten, je nach der Farbe des Abfalles und der Tiefe, bis auf welche die Farbe in den Film • 5 eingedrungen ist. Die Behandlung darf nur bis zu demjenigen Punkt fortgesetzt werden, an welchem die Farbe entfernt ist, worauf die alkoholische Lösung schnell von dem Filmabfall abgezogen werden muß. an Dieser Behandlung folgen ein Waschen mit warmem Alkohol und schließlich mit Wasser, um alle Spuren der Behandlungslösung und des hydrolysierten Teiles des Films zu entfernen. Anstatt gewöhnlichen im Handel übliehen Alkohols als Lösungsmittel für die kaustische Soda zu verwenden, können Mischungen aus diesem Alkohol in Wasser benutzt werden, und zwar kann Wasser bis zu etwa 40 Of0 des Gewichtes der gesamten Lösungsmischung zugesetzt werden. Weiter kann, anstatt das Natriumhydroxyd unmittelbar in dem Alkohol zu lösen, es zuweilen zweckmäßig sein, das Natriumhydroxyd zunächst in Wasser zu einer konzentrierten Lösung aufzulösen und alsdann genügend dieser konzentrierten Lösung dem Alkohol oder der Mischung aus Wasser und Alkohol zuzusetzen, um die gewünschte Stärke des Natriumhydroxyds zu erzielen. Anstatt die alkoholische Lösung der kaustischen Soda durch den Zusatz der kaustischen Soda zu Alkohol herzustellen, kann die kaustische Soda in der Lösung dadurch erzeugt werden, daß dem Alkohol unter gründlichem Umrühren langsam ein« geringe Menge eines Stoffes zugesetzt wird, welcher mit dem in dem Alkohol vorhandenen Wasser kaustisches Alkali in Lösung bildet. So kann z. B. irgendeine der Verbindungen Ammoniak, Natrium oder Kaliumcarbonat, dreibasisches Natriumphosphat oder Natriumperoxyd mit mehr oder weniger Erfolg benutzt werden. Infolge des geringen in dem Alkohol vorhandenen Betrages an Wasser reagieren diese Stoffe unter Bildung des entsprechenden kaustischen Alkalis, welches mit dem Alkohol eine Lösung eingeht und den gleichen Zweck erfüllt, wie wenn die kaustische Soda selbst dem Alkohol zugesetzt würde. Selbstverständlich werden die Filmabfälle für gewöhnlich nicht in Alkohol eingetaucht, bevor die das Alkali erzeugenden Stoffe dem Alkohol zugesetzt worden sind. Die anderen für die Durchführung des Verfahrens erforderlichen Bedingungen sind ähnlich den oben in Verbindung mit der Verwendung von Alkohol beschriebenen, welchem kaustische Soda zugesetzt worden ist.
Die Erfindung soll selbstverständlich nicht :,auf die besonderen angegebenen Beispiele beschränkt werden, da verschiedene Alkohole Verwendung finden können, solange der Alkohol nicht ein Lösungsmittel des Films selbst ist und die ihm zugesetzte kaustische Soda löst. Auch können andere kaustische Stoffe, beispielsweise Kaliumhydroxyd usw., Verwendung finden, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.
Es ist an sich bekannt, Filmabfälle zur Wiedergewinnung des Celluloids mit Alkalien zu behandeln, jedoch reicht dieses bekannte Verfahren zur Entfärbung des Celluloids nicht aus. Demgegenüber wird es mit dem Verfahren nach der Erfindung ermöglicht, Filmabfälle aller Art einwandfrei für die Wiedergewinnung des Celluloids zu behändem.

Claims (4)

P A T E N T ANS PR IK-HE:
1. Verfahren zum Wiedergewinnen von Film aus gefärbten Cellulose-Nitrat-Filmabfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Emulsion befreiten Filmabfälle durch eine alkoholische Alkalilösung von beträchtlich weniger als 1 o/o Alkali des Gewichtes des Gutes für eine von der Beschaffenheit des Abfallgutes abhängende begrenzte Zeitdauer nur oberflächlich hydrolysiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch too gekennzeichnet, daß die Hydrolysierung bis auf eine Tiefe durchgeführt wird, die etwa gleich derjenigen ist, bis auf welche die Farbe in den Film eingedrungen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkohol Verwendung findet, der kein Lösungsmittel für das Behandlungsgut darstellt.
4. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer aikoholischen Lösung, der ein mit ihr sofort kaustisches Alkali bildender Stoff zugesetzt ist.
S- Verfahren nach Anspruch 1 bis 4* dadurch gekennzeichnet, daß der hydrolysierte Teil des Films entfernt wird.
DEK120489D 1930-05-24 1931-05-19 Verfahren zum Wiedergewinnen von Film aus gefaerbten Cellulose-Nitrat-Filmabfaellen Expired DE565997C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US45545230 US1921960A (en) 1930-05-24 1930-05-24 Process for reclaiming film scrap with an alcoholic alkali solution

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE565997C true DE565997C (de) 1932-12-07

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ID=23808868

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK120489D Expired DE565997C (de) 1930-05-24 1931-05-19 Verfahren zum Wiedergewinnen von Film aus gefaerbten Cellulose-Nitrat-Filmabfaellen

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GB (1) GB357943A (de)

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GB357943A (en) 1931-10-01
US1921960A (en) 1933-08-08

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