DE694142C - tten sowie Talloelprodukten - Google Patents

tten sowie Talloelprodukten

Info

Publication number
DE694142C
DE694142C DE1938P0078109 DEP0078109D DE694142C DE 694142 C DE694142 C DE 694142C DE 1938P0078109 DE1938P0078109 DE 1938P0078109 DE P0078109 D DEP0078109 D DE P0078109D DE 694142 C DE694142 C DE 694142C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
soaps
fatty acids
fats
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938P0078109
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Plauson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1938P0078109 priority Critical patent/DE694142C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE694142C publication Critical patent/DE694142C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/02Boiling soap; Refining
    • C11D13/06Bleaching of soap or soap solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Vorliegende Erfindung erlaubt, bei normaler Temperatur Seifen, Fettsäuren, Fette sowie Tallölprodukte zu bleichen.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß, wenn zu Seifen während der Kaltverseifung eine Hydrosulfitalkalimetallverbindungoder zu Fetten oder Fettsäurieneine FoTmaldehydhydrosulfitnetallv'erbindung zugesetzt wird, dann eine gute Bleichurig der Stoffe auch ohne Wärmeeinwirkung erzielt wird, wenn die Bleichung unter weiterem Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd bei Anwesienheit von Wasser vorgenommen wird.
  • Es wurde festgestellt, daß durch Anwendung eines einzelnen dieser -obigen Bleichmttel, auch wenn die ;gleichen Mengen angewendet werden, eine Bleichung gleicher Mengen Seifen, Fettsäuren usw. nicht in gleicher Zeit o und in gleicher Stärke hervorgerufen wird.
  • Es ist wohl bekannt, Wasserstoffsuperoxyd wie auch Hydrosulfitmetallverbindungen für sich allein als Bleichmittel zu verwenden, jedoch kann bei .einzelnem-Zusatz der Mengen, wie säe laut vorliegender Erfindung genIeänsam angewendet werden, und bei no#rm,aler, Temperatur keine merkliche Bleichungobiger Stoffe erzielt werden. Wendet man diese Bleichmittel ;getrennt für sich bei gewöhnlicher Temperatur ,an, so. muß man erheblich größere Mengen und diese viele Stunden auf die zu bleichenden Stoffe einwirken lassen oder diese auf höhere Temperatur erhitzen, .ehe man überhaupt eine merkliche Bleichwirkung feststellen kann. Die nacheinander erfolgende Anwendung mehrerer verschiedener Bleichmittel, wie Oxydationsmittel (Wasserstoffsuperoxyd) und Hydrosulfit, isst gleichfalls, bereits bekannt.
  • Wendet min jedoch die genannten Bleichmittel gleichzeitig und bei Anwesenheit von Wasser ,an, so. geht bei ,gutem Einkneten der Bleichmittel die Bleichung von Seifen in 3 bis 5 Minuten vor sich. Bei flüssigen Fettsäuren oder Fetten ist @es - vorteilhaft, den Bleichprozeß in Kolloidmühlen oder ähnlich .wirkenden Elektroschnellrührern vorzunehmen, weil dadurch die Bleichüngsdauer stark verkürzt werden kann.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert: Beispiel I In ,einer Kölloidmühle werden q.2 kg Tallöi mit 6 i. kg Wasser unter Zusatz von o,2 kg Ätzalkali in eine kolloide Dispersion übergeführt. Die Dispersion wird in eine Knetmaschine geleitet und mit i7kg 5oo/orger Kalilauge unter beständigem Umrühren verseift. Danach gibt man zu den auf diese Weisse erhaltenen etwa i2okg Tallölschmierseife Zoo bis 250 g Hydrosulfitnatrium, knetet etwa r Minute ein und setzt dann sofort 1,2 kg 3obis. q.o%iges Wasserstoffperoxyd (H202) zu. Schon während des Einknetens beginnt der Bleichprozeß, und in 2 bis 5 Minuten ist die Hauptbleichung vor sieh gega%en: Hydrosulfitnatrium oder auch Wasserstoffperoxyd für sich allein bewirken auch bei längerem Einkneten keine merkliche Bleichumg, während bei ihrer Zusammenanwendung in. obigen Verhältnissen die bleichende Wirkung auffallend schnell und schon bei normaler Temperatur -eintritt.
  • In ähnlicher Weise wie Tallölschmierseife lassen sich huch N,atronseifen und flüssige Seifen bleichen. je nach der Färbung der Fettsäuren kann die Zusatzmenge der Bleichmittel verändert werden, so daß man z. B. bei dunklen Fettsäuren etwa 30o bis 400 9 Hydrosulfitnatrium und 1,5 bis 2kg Wasserstoffperoxyd zufügt. Der Prozeß der Bleichung geht glatt bei Zimmertemperatur vor sich.
  • Selbstverständlich läßt sich dieses Verfahren auch ,anschließend an Kochprozesse anwenden, indem man die obengenannten Bleichmittel in den angegebenen Verhältnissen erst nach Beendigung des Kochprozesses und Abkühlen vor dem Abfüllen der Seife homogen einrührt. Beispiel 2 In i oo kg nach bekannten Verfahren vorgereinigter, aber noch dunkler Fettsäure (z. B. flüssiger Oleinsäure) werden 300 g formaldehydhydrosulfitsaures Zink einsgerührt und dann i;5 kg 3o- bis q.oö/oiges Wasserstoffsuperoxyd unter Umrühren zugeführt, wonach man 5 bis 20 kg mit 2 bis 5 % Schwefelsäure angesäuertes Wasser weiter zusetzt und die Masse dann in Kolloidmühlen oder ähnlich wirkenden Homogenisiereinrichtungen oder Elektroschnellrührern 5 bis 15 Minuten verarbeitet. In dieser Zeit geht die Bleichung schon vor sich. Wenn man die Masse danach ruhen läßt, bilden sich zwei Schichten, so daß Fettsäure und Wasser voneinander getrennt werden können.
  • . Sind in der Fettsäure noch irgendwelche Eimeißsubstanzenenthalten, welche ein Emulgieen verursachen, so fügt man, um den Eriiubionszustand schneller zu beseitigen; zu der gebleichten Lösung unter langsamem Umrühren so lange weiter Schwefelsäure von 6o°Be zu (nicht über 2 bis 3 % auf die Fettsäure berechnet), bis eine volle Trennung zwischen Fettsäure und Wasser erzielt wird. Danach werden Säure wie Bleichsalze nach bekannten Methoden reit Wasser ausgewaschen und die erhaltene Fettsäure weiterverarbeitet.
  • In gleicher Weise können andere Fettsäuren oder deren Mischungen -wie auch Fette und Öle gebleicht werden. Bei sehr dunklen ölen werden die Bleich mitfielzusätze in gleichen Mengenverhältnissen zueinander entsprechend erhöht. Selbstverständlich müssen feste Fettsäuren durch Erwärmung erst in flüssigen Zustand übergeführt werden.
  • Es war nicht bekannt,. daß die gleichzeitige; Anwendung zweier Bleichmittel in bestimmten Verhältnissen ohne Wärmeeinwirkung üenne schnellere Bleiche hervorruft, da einzelne dieser Stoffe bei normaler Temperatur erst bei Zusatzgroßer Mengen eine äußerst langsame Bleichwirkung zulassen. Bei Herstellung von kaltgerührten Schmierseifen aus Fettsäure und/oder Tallöl ist die Wirkung der einzelnen Bleichmittel bei normaler Temperatur kaum merkbar. .
  • Nach vorliegender Erfindung geht die Bleichung von Seifen schon in 3 bis 5 Minuten vor sich und die, von Fetten und Fettsäuren bei Anwendung von Kolloidmühlen oder ähnlich wirkenden Apparaturen in 5 bis. 30 Minuten je nach Art der Färbung der zu bleichenden Fette oder Fettsäuren.
  • In gleicher Weise wie Fette, öle, Seifen., Tallölprodukte kann man ,auch nach bek;am;nten Verfahren vorgereinigte SuIfitcellulOSieablauge in 15- bis 25 %iger Konzentration in Wasser bleichen, indem man 0,2 bis o,8 % Natriumhydrosulfit und gleichzeitig 1,2 . bis 3 0/0 Wasserstoffsuperoxyd zugibt und umrührt. Die dunkelschwarze Lauge wird durch diese Behandlung hellrötlich und verändert bei Anwesenheit von o, i bis i % Beines sulfurierten Wachsalkoholes auch bei längerem Lagern ihre Farbe nicht. Ein besonderer Wasserzusatz wie bei Fetten und. ölen ist bei Sulfitablauge nichterforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zum Bleichen von Seifen, Fettsäuren, Tallölprodukten, Fetten und vorgereinigten Sul@fitcellulosseäblaugen bei normaler Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß diese gleichzeitig mit Hydrosulfitalkalimetallverbindungen oder Formaldehydhydrosulfitmetallverbindungen einerseits und Wasserstoffperoxyden andererseits im Verhältnis von etwa 1:3 bis 1:6 in einer Gesamtmenge von o,5 bis q. % des zu bleichenden Stoffes bei gleichzeitiger Anwesenheit von ro bis 6o % Wasser und gegebenenfalls o, i bis 2% Schwefelsäure (für Fettsäuren- und ölbleichung) in Rührwerken, Knetmaschinen, Kolloidmühlenoder ähnlich wirkenden Vorrichtungen behandelt werden.
DE1938P0078109 1938-10-26 1938-10-26 tten sowie Talloelprodukten Expired DE694142C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938P0078109 DE694142C (de) 1938-10-26 1938-10-26 tten sowie Talloelprodukten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938P0078109 DE694142C (de) 1938-10-26 1938-10-26 tten sowie Talloelprodukten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE694142C true DE694142C (de) 1940-07-26

Family

ID=7393313

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938P0078109 Expired DE694142C (de) 1938-10-26 1938-10-26 tten sowie Talloelprodukten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE694142C (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE840689C (de) * 1942-07-24 1952-06-05 Basf Ag Verfahren zur Herstellung organischer Schwefelverbindungen
DE843256C (de) * 1949-11-22 1952-07-07 Willy Dr Weiss Verfahren zur Herstellung von Alkylarylsulfonsaeureabkoemmlingen
DE943105C (de) * 1943-01-11 1956-05-09 Electro Chimie Metal Verfahren zum Bleichen von anderen organischen Materialien als Celluose
US3510468A (en) * 1969-02-19 1970-05-05 Westvaco Corp Recovery of fatty and rosin acids
WO1990003216A1 (de) * 1988-09-30 1990-04-05 Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien Verfahren zum lösen hochschmelzender erzeugnisse in tiefsiedenden flüssigkeiten als lösungsmittel, insbesondere mit simultaner bleiche
EP2749614A1 (de) * 2012-12-25 2014-07-02 Arizona Chemical Company, LLC Verfahren zur Reinigung von Harz

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE840689C (de) * 1942-07-24 1952-06-05 Basf Ag Verfahren zur Herstellung organischer Schwefelverbindungen
DE943105C (de) * 1943-01-11 1956-05-09 Electro Chimie Metal Verfahren zum Bleichen von anderen organischen Materialien als Celluose
DE843256C (de) * 1949-11-22 1952-07-07 Willy Dr Weiss Verfahren zur Herstellung von Alkylarylsulfonsaeureabkoemmlingen
US3510468A (en) * 1969-02-19 1970-05-05 Westvaco Corp Recovery of fatty and rosin acids
WO1990003216A1 (de) * 1988-09-30 1990-04-05 Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien Verfahren zum lösen hochschmelzender erzeugnisse in tiefsiedenden flüssigkeiten als lösungsmittel, insbesondere mit simultaner bleiche
EP0365831A1 (de) * 1988-09-30 1990-05-02 Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien Verfahren zum Lösen hochschmelzender Erzeugnisse in tiefsiedenden Flüssigkeiten als Lösungsmittel, insbesondere mit simultaner Bleiche
EP2749614A1 (de) * 2012-12-25 2014-07-02 Arizona Chemical Company, LLC Verfahren zur Reinigung von Harz
WO2014102168A1 (en) * 2012-12-25 2014-07-03 Arizona Chemical Company, Llc Method for purification of rosin
US9828526B2 (en) 2012-12-25 2017-11-28 Kraton Chemical, Llc Method for purification of rosin

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE943105C (de) Verfahren zum Bleichen von anderen organischen Materialien als Celluose
DE659277C (de) Dispergier-, Netz-, Reinigungs- und Durchdringungsmittel
DE694142C (de) tten sowie Talloelprodukten
DE2922880C2 (de)
DE1806760A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Seife
DE472047C (de) Verfahren zur Herstellung transparenter Flocken oder Baender aus Mischungen von Seifen mit aktiven Sauerstoff abgebenden Verbindungen
DE3246796A1 (de) Rissfreies seifenstueck
DE874188C (de) Verfahren zum Raffinieren von Fettsaeureglyceriden
DE976932C (de) Verfahren zur Raffination von fetten OElen und Fetten
DE595126C (de) Verfahren zum mehrstufigen Bleichen von OElen, Fetten, Wachsen u. dgl.
AT156369B (de) Verfahren zur Herstellung von farb- und geruchlosen Schmier- oder Kaliseifen.
DE668889C (de) Verfahren zur Herstellung von bestaendigen, waessrigen Emulsionen
DE247637C (de)
DE455520C (de) Verfahren zur Herstellung kolloider Loesungen
DE837917C (de) Wasch-, Reinigungs- oder Einweichmittel
DE2713704A1 (de) Fluessiges waschmittel und verfahren zu seiner herstellung
AT110851B (de) Verfahren zur Herstellung eines Wasch- und Emulgierungsmittels.
DE939589C (de) Emulgiermittel fuer Mineraloele
DE843132C (de) Verfahren zum Bleichen von Wachs- und OElestern
DE940727C (de) Waschmittel fuer Textilien
DE693241C (de) Verfahren zur Herstellung kaltgeruehrter Seifen
DE708125C (de) Gewinnung von Seifen
DE704880C (de) Verfahren zur Herstellung von gebleichten gruenen Seifen, Schmierseifen oder Kaliseifen
DE916525C (de) Schmaelz- und Aviviermittel
AT93924B (de) Verfahren zum Waschen von Pflanzenfasern.