DE564159C - Elektrische Totalisatoreinrichtung - Google Patents

Elektrische Totalisatoreinrichtung

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DE564159C
DE564159C DE1930564159D DE564159DD DE564159C DE 564159 C DE564159 C DE 564159C DE 1930564159 D DE1930564159 D DE 1930564159D DE 564159D D DE564159D D DE 564159DD DE 564159 C DE564159 C DE 564159C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 15. NOVEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 43 a GRUPPE
Elektrische Totalisatoreinrichtung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. März 1930 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Totalisatoreinrichtung für Rennbahnen mit elektrischer Übertragung der Wettsätze und Wettangaben von mehreren Kartenausgabemaschinen an eine zentrale Addiervorrichtung unter Anwendung umlaufender Sammelwähler. Bei den bekannten Totalisatoranlagen war für jeden Wettbewerber eine besondere Leitung zwischen der Wettsendemaschine und dem zentralen Addierwerk vorgesehen. Um bei weit voneinander entfernten Sendestellen die durch die Zahl der Leitungen verursachten Anlage- und Betriebskosten zu verringern, wird erfindungsgemäß durch Anschluß von Potential in verschiedenen Kombinationen an eine Gruppe von Leitungen mittels hierdurch gesteuerter Relais die elektrische Verbindung zwischen dem der gedrückten Wettbewerbertaste zugeordneten Kontakt des Sammelwählers und der Kartenausgabemaschine hergestellt.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes reicht für 80 Wettbewerber aus. Durch die Anwendung der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung
genügen hierbei sieben Leitungen zum Übertragen der Wettimpulse von der Wettsendestelle nach der zentralen Addiervorrichtung.
Zuerst soll die Gesamtanlage des Systems unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben werden. Diese veranschaulicht eine Ausgabemaschine SM für 2-Mk.-Zettel sowie eine Ausgabemaschine PM für 20-Mk.-Zettel. Die Anzahl, in der diese Maschinen angeordnet sind, muß natürlich dem Bedarf entsprechen, mit dem man je nach der Größe der Rennbahn zu rechnen hat. Auch lassen sich Maschinen zur Ausgabe von io-Mk.-Zetteln in geeigneter Zahl vorsehen oder auch 2000-Mk.-Zettel-Maschinen, falls hierfür ein Bedarf sein sollte. Bei der dargestellten, nachstehend im einzelnen beschriebenen Ausführungsform wird jedoch angenommen, daß nur Maschinen für 2-Mk.-Zettel und 20-Mk.-Zettel vorhanden sind. Alle Maschinen sind für eine Höchstzahl von 80 Pferden sowie für Gewinn- und Platzwetten eingerichtet, wobei für beide Arten von Wetten völlig getrennte Addiereinrichtungen verwendet werden. Fig. 2 zeigt ferner die Gewinn- und Platzanzeigevorrichtung für ein einziges Pferd sowie die Gewinn- und Platzsummenanzeigevorrichtung. Wenn beispielsweise jemand bei dem Beamten der 2-Mk.-Billett-Ausgabemaschine SM Mk. 2.— auf das Pferd Nr. 1 setzen will, und zwar auf Gewinn, so verstellt der Beamte die Gewinntaste sowie die betreffende Pferdetaste der Billettausgabemaschine. Hierdurch wird ein in der Maschine SM befindlicher umlaufender Wähler ausgelöst, so daß er die der niedergedrückten Taste entsprechende Stellung einnimmt. Sodann wird ein Schlüsselzeichen über die zur Addieranlage g0
laufenden Leitungen gesandt, um die Entzifferungsrelaisgruppe DCR gemäß dem Schlüssel für das Pferd Nr. ι zu erregen. Ist dies geschehen, was in der Regel nur den Bruchteil einer Sekunde in Anspruch nimmt, leuchtet in der Billettausgabemaschine SM eine dem Pferd Nr. ι zugeordnete Lampe auf. Der Beamte drückt dann die 2-Mk.-Taste, um die Maschine zur Aufnahme eines von der Addiereinrichtung herkommenden Zeichens in Betriebsbereitschaft zu setzen, das die Zettelausgabe in Gang setzt. Die Maschine ist mit neun Werttasten versehen für 2, 4, 6, 8, io, 12, 14, 16 und 18 Mk., und nach dem Drücken irgendeiner dieser Tasten wird die entsprechende Anzahl von Zetteln gleichen Betrages ausgegeben, sobald die Pferdetaste und die Gewinn- oder Platztaste einmal betätigt sind. Durch diese Anordnung wird der Vorgang beschleunigt, da sich die Notwendigkeit erübrigt, die Pferde-, Gewinn- oder Platztaste für jeden auszugebenden Zettel aufs neue zu drücken. Was nun die Entzifferungsrelaisgruppe betrifft, so erfolgt deren Erregung in verschiedenen Kombinationen, wodurch bestimmte Kontakte der Bank des Sammelwählers SS ausgewählt werden. Ein solcher Sammelwähler ist jeder Zettelausgabemaschine zugeordnet und bleibt während der ganzen Wettperiode in dauerndem Betrieb. Läuft der linke Wählerarm des der Maschine SM zugeordneten Wählers auf den Bankkontakt auf, der durch die Relaisgruppe DCR ausgewählt ist, so wird ein' Stromkreis über den rechten Wählerarm und die Leitung 187 geschlossen, um ein Relais A zu erregen, durch welches der die 2-Mk.-Zettel zählende Wähler SCS schrittweise angetrieben wird. Dieser ist der Gewinnaddiermaschine für das Pferd Nr. 1 zugeordnet, die die- auf dem Betragsbrett bekanntzumachenden Angaben steuert. Gleichzeitig wird durch die Entzifferungsrelaisgruppe DCR ein Kontakt in den Bänken eines anderen Sammelwählers TS ausgewählt, der dem Gesamtgewinnanzeiger zugeordnet ist. Dieser bleibt ebenfalls während der ganzen Wettperiode in dauerndem Betrieb. Daher wird über die Leitung 191 ein Zeichen gesendet, um das Relais B zu erregen, das den Antriebsmagnet des 2-Mk.-Zettel-Wählers des Gesamtanzeigers in Betrieb setzt, welcher dasselbe Zeichen von der Maschine SM stets empfängt, gleichgültig, auf welches der betreffenden Pferde gewettet wurde. Ist das der Pferdeaddiermaschine übermittelte Zeichen ordnungsgemäß registriert, so wird über eine besondere Leitung der Zettelausgabemaschine SM ein Zeichen zurückgemeldet, um hierdurch die Ausgabevorrichtung der Maschine anzulassen. Ferner wird die Ausgabe weiterer Zettel verhindert, wenn der Gesamtgewinnanzeiger nicht richtig registriert hat. Falls die 4-Mk.-Werttaste gedrückt wird, werden die Tasten nach der Ausgabe des ersten Zettels nicht freigegeben, sondern es wird ein weiterer Betrag von 2 Mk. selbsttätig der Summiereinrichtung in ähnlicher Weise übermittelt, wie es bereits beschrieben wurde, und es wird dann ein zweiter 2-Mk.-Zettel ausgegeben. Erst dann werden die Tasten und der Ausgabemechanismus in die Normallage zurückgeführt, so daß die Maschine zur Ausgabe weiterer Zettel für das gleiche Pferd oder für andere Pferde bereit ist.
Der von der Zettelausgabemaschine ausgegebene Zettel wird in passender Weise mit bestimmten Einzelangaben bedruckt, deren Inhalt der Beamte nicht zu bestimmen braucht, wie beispielsweise Datum, Bezeichnung der Rennbahn, Nummer der Maschine, Wert des Wettbetrages und womöglich ein Schlüsselzeichen oder Schlüsselwort, um betrügerischen Mißbrauch zu verhindern. Unter der Überwachung des Beamten steht der Abdruck der Angabe der Pferdenummer und der Typen »Gewinn« oder »Platz«, die durch Einstellung einer schwingenden unter der Steuerung der Gewinn- und Platztasten stehenden Klinke bestimmt werden.
Wäre bei der Wette auf Platz statt auf Gewinn gesetzt worden, so hätte man die Platztaste und nicht die Gewinntaste gedrückt. Hierdurch wäre dann das Schaltrelais C des Addierwerkes erregt worden, wodurch alle von der Zettelausgabemaschine abgehenden Schlüssel- go leitungen zu einer anderen Entzifferungsrelaisgruppe DCR' durchgeschaltet. würden. Hierdurch würde eine geeignete Auswahl unter den Bankkontakten eines besonderen Sammelwählers PSS erfolgen, der dann das Zeichen über die Leitung 188 einem anderen, dem Pferd Nr. 1 zugeordneten Anzeiger weitergeben würde, an dem alle Platzwetten angezeigt werden. In entsprechender Weise erfolgt eine Auswahl unter den Kontakten der Bank des Platzsammelwäh- xoo lers TPSS für die Summe der RM 2.—Zettel, der dann seinerseits ein ähnliches Zeichen an den dargestellten Anzeiger für die Summe der auf Platz gesetzten Beträge weitergeben würde.
Es sei nun angenommen, daß bei dem Beamten der Ausgabemaschine für RM 20.-— Zettel RM 20.— auf Gewinn des Pferdes Nr. gesetzt werden. Der Beamte drückt dann die Gewinntaste und die betreffende Pferdetaste
seiner Maschine sowie die RM 20. Werttaste,
worauf ein entsprechendes Schlüsselzeichen über die Steuerleitungen einer Entzifferungsrelaisgruppe des der betreffenden Maschine zugeordneten Summierwählers übermittelt wird. Der Sammelwähler SPS, der sich während der ganzen Wettperiode in dauerndem Betrieb befindet, läuft dann zur gegebenen Zeit auf den ausgewählten Kontakt seiner Bank auf und erregt das Relais D, das den Zähler PCS zum Zählen der RM 20.—Zettel steuert, der der Gewinnaddiermaschine für das Pferd Nr. 1 zugeordnet ist. Die Arme dieses Wählers werden einen Schritt
vorgeschaltet, um die RM 20. Wette zu registrieren und die Wiedergabe der betreffenden Zahl auf dem Anzeiger zu bewirken. Gleichzeitigwird in der Bank des Sammelwählers TPSS für die Summe der RM 20.—Zettel, der dem Summenanzeiger der Gewinnwetten zugeordnet ist, in entsprechender Weise ein Kontakt ausgewählt, um bei diesem Anzeiger den für die Summierung der RM 20. Zettel vorgesehenen
Wähler um einen Schritt vorzuschalten. Ist die Wette ordnungsgemäi3 registriert, so wird der Zettelausgabemaschine PM ein Zeichen zugeleitet, damit die Zettelausgabevorrichtung in Gang kommt. In ähnlicher Weise, wie es bei der Maschine zur Ausgabe von RM 2.—Zetteln geschehen würde, wenn auf Platz gesetzt wäre, würde dann die Platztaste statt der Gewinntaste gedrückt werden, wodurch das Schaltrelais E erregt würde, um das Schlüsselzeichen einer Entzifferungsrelaisgruppe zu übermitteln, die dem
Anzeiger für die auf Platz gesetzten RM 20.
Beträge zugeordnet ist.
Wenn der Wähler SCS zum Zählen der RM 2.—-Zettel bei irgendeinem Anzeiger zehn Schritte ausgeführt und dadurch zehn getrennte RM 2.——Wetten registriert hat, so wird ein Stromkreis für das Relais D geschlossen, das den Antriebsmagnet des zugeordneten Wählers PCS zum Addieren der RM 20.—Beträge steuert. Hierdurch wird zur Summe ein Betrag von RM 20.— addiert. Die während dieser
Periode dem Wähler zum Addieren der RM 20.
Beträge für gewöhnlich von den RM 20.
Zettel-Ausgabemaschinen direkt übermittelten Zeichen werden vorübergehend aufgehalten, so daß nicht etwa die beiden von verschiedenen Quellen herkommenden Zeichen zusammenfallen und bei der Registrierung Störungen hervorrufen.
Fig. 2 sowie die vorstehende Beschreibung behandeln lediglich den Betrieb der Ausgabemaschinen für RM 2. und RM 20.—-Zettel.
Gelangen jedoch Maschinen zur Ausgabe von RM200.—--und 2000. Zetteln zur Aufstellung,
so entspricht deren Betrieb im wesentlichen dem vorstehend Beschriebenen, nur werden die von den Ausgabemaschinen dieser höheren Werte herrührenden Registrierungen unmittelbar den Addierwählern der betreffenden Ordnung zugeleitet. Hierbei wird wiederum während der Übermittlung einer Summe von zehn RM 20.-—
Beträgen zum Addierwähler für die RM 200.
Zettel die unmittelbare Betätigung dieses Wählers von den Ausgabemaschinen für RM 200.—·- Zettel unterbrochen, um ein Zusammenfallen der unmittelbaren und mittelbaren Zeichen zu verhindern.
Die Gesamtanlage der Anordnung nach der Erfindung ist im vorstehenden angegeben. Nunmehr werden die Einzelheiten an Hand der Fig. 3 bis 13 erläutert werden, die in der aus Fig. ι ersichtlichen Weise aneinanderzulegen sind. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen die Schaltungsanordnung einer Ausgabemaschine für RM 2.
Zettel und das Umschaltrelais COR, das beim Niederdrücken einer Pferdetaste der Gruppe 41 bis 80 erregt wird.
Fig. 6 veranschaulicht das Relais PB, das beim Drücken der Platztaste PK erregt wird, um die Steuerleitungen zum Platztotalisator durchzuschalten, und die Entzifferungsrelaisgruppe für Gewinnwetten der betreffenden Maschine. Fig. 7 zeigt den zugehörigen Sammelwähler 5S und den dem Pferd Nr. 40 zugeordneten RM 2. Addierwähler SCS. Fig. 11 stellt
den Anzeiger dar, der den auf das Pferd Nr. 40 gesetzten Markbetrag angibt. Fig. 8 veranschaulicht den Übertragungswähler STS, der
jeweils zehn RM 2. Registrierungen auf den
in Fig. 9 gezeigten RM 20.—Addierwähler PCS überträgt. In entsprechender Weise werden je
zehn RM 20. Registrierungen auf den aus
Fig. 9 ebenfalls ersichtlichen Addierwähler TPC für die RM 200.-—Beträge übertragen. Dieses wiederholt sich bei den Addierwählern für die RM 2000.—Beträge (Wähler HPC, Fig. 10) und
die RM 20000. Beträge. Fig. 12 läßt den
RM 2. Sammelwähler TS der Gesamtsummiermaschine und Fig. 13 den zugehörigen Markaddierwähler TSC und den RM 2.— bis RM 20. Übertragungswähler TST erkennen.
Der eine Pol der Betriebsbatterie wird der Einfachheit halber durch einen Pfeil veranschaulicht, der andere Pol hingegen als Erdung dargestellt. An dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, daß die Gesamtanlage mit einer Spannung von 50 Volt betrieben werden soll, wobei lediglich die Anzeigelampen ausgenommen sind, die an ein Lichtnetz von 230 Volt angeschlossen sind.
Sowohl die Sammelwähler als auch die Addierwähler sind als Drehschritthalter der bei selbsttätigen Telephonanlagen gebräuchlichen Bauart ausgebildet und werden durch Schaltklinke und Schaltrad elektromagnetisch angetrieben, und zwar vorzugsweise so, daß die Vorschaltung der Wählerarme beim Stromloswerden der Triebmagnete erfolgt. Bei ihrer üblichen Ausbildung weisen diese Wähler eine Kontaktbank oder mehrere Kontaktbänke auf, über die Bürsten oder Wählerarme in entsprechender Zahl mit einer Geschwindigkeit hinweggeführt werden, die sich bis auf 60 bis 70 Schaltschritte pro Sekunde belaufen kann. Derartige Wähler werden zweckmäßig mit zweiarmigen Wählerarmen und einer halbkreisförmigen Kontaktbank mit 25 Kontakten ausgerüstet. Jedoch läßt sich das Aufnahmevermögen des Wählers leicht bis auf 50 Kontakte durch eine Anordnung vergrößern., bei der einarmige Wählerarme verwendet und paarweise derart verbunden werden, daß die eine Kontaktbank jeweils Kontakt macht, während
der Arm der anderen Kontaktbank eine Leerstellung einnimmt.
Die Sammelwähler, die zu den Ausgabemaschinen für eine bestimmte Zettelsorte gehören, sind derart angeordnet, daß die Arme des einen Wählers niemals auf dieselben Bankkontakte eingestellt sind wie die Arme irgendeines anderen Wählers der Gruppe im gleichen Zeitpunkt. Erreicht wird dieses Ergebnis durch eine besondere Schaltung ihrer Arbeitsstromkreise. Der erste Wähler der Gruppe, der die anderen steuert, wird nämlich durch Stromstöße angetrieben, die von einer äußeren Quelle her unmittelbar dem Triebmagnet zugeleitet werden, während alle anderen Wähler örtliche Antriebsstromkreise aufweisen, die unter Überwachung ihrer Bankkontakte und Wählerarme stehen. So ist der Bankkontakt 1 des ersten Wählers mit dem Bankkontakt 2 des zweiten Wählers, mit dem Bankkontakt 3 des dritten Wählers und mit dem Bankkontakt 4 des vierten Wählers und so fort über die ganze Wählergruppe hin verbunden. Eine entsprechende Schaltung weisen auch die übrigen Kontakte auf. Überdies sind die Stromkreise so geschaltet, daß die verschiedenen Wähler alle auf Kontakte eingestellt sind, die an die Wähler der Steuerwählerarme unmittelbar in Vielfachschaltung angelegt sind. Da eine unmittelbare Vielfachschaltung für die Bänke vorgesehen ist, über die die Angaben gesammelt werden, sind die Wähler daher stets um einen Schritt außer Phase. Der Steuerschalter ist nicht dargestellt, jedoch gibt Fig. 7 eine typische Ausführung hierfür wieder, deren Wirkungsweise in der nachstehenden Beschreibung eingehend erläutert werden wird.
Es sei nun die Stromkreisschaltung erläutert, die beim Beginn des Wettvorganges vorgenommen wird. Der Beamte drückt die Summengewinntaste TWK (Fig. 7) und, falls das Wetten auf Platz zugelassen ist, die nicht dargestellte Platztaste. Ferner drückt er die Anlaßtaste, z. B. SK (Fig. 7) der den verschiedenen Pferden zugeordneten und deren Nummern entsprechenden Addiermaschinen. Beim Drücken der Summengewinntaste TWKvnia an einem Federpaket die zugehörige Kontrollampe TW sowie die an alle Anlaßtasten SK gemeinsam angeschlossene Leitung geerdet, während am anderen Federpaket an die Leitung 99 Erde eingeschaltet wird, um das Relais TB (Fig. 12) umzuschalten. Hierdurch wird der Sammelwähler TS der Gesamtsummiermaschine angelassen. Durch Drükken der Anlaßtaste SK wird durch das eine Federpaket der Stromkreis der zugehörigen Kontrollampe SL geschlossen, während am anderen Federpaket über die Leitung 158 das Relais MB (Fig. 7) geerdet wird. Dieses spricht an und öffnet an den Ankern mb^-mb"1 den Eigenstromkreis der in den Fig. 7, 9 und 10 dargestellten Addierwähler für die Beträge von RM 2.—, 20.—, 200.—, 2000.— und 20000.—. Ferner wird am Anker mb 7 noch ein Stromkreis für das Relais NC (Fig. 8) geschlossen, das daraufhin den Unterbrecher 301 an den ersten Sammel-
wähler der RM 2. Gruppe anschließt, so daß
alle Wähler der Gruppe angelassen werden. Außerdem wird am Anker mb3 ein Stromkreis für das Relais K mit einem Magnet STM in Reihe geschaltet, der in diesem Zeitpunkt nicht erregt ist. Indessen erregt das Relais if an seinem Anker &2 das Relais NB (Fig. 8) über die Leitung 161, woraufhin der Unterbrecher 303 an den ersten Wähler der RM 20.—-Gruppe angeschlossen wird, so daß alle Wähler dieser Gruppe angelassen werden. Es ergibt sich also, daß beim Drücken der Gesamtgewinntaste und aller Anlaßtasten, die zu den den verschiedenen Pferden zugeordneten Addiermaschinen gehören, die Addiereinrichtung in Gang gesetzt wird, um die gesetzten Beträge zu registrieren.
Es sei angenommen, daß der Beamte der Ausgabemaschine für die RM 2. Zettel eine Wette
über RM 8.— auf das Pferd Nr. 40, und zwar auf Gewinn, anzunehmen hat. Er drückt dann die dem Pferd Nr. 40 zugeordnete Taste 40 und die Gewinntaste WK (Fig. 3), worauf ein Stromkreis geschlossen wird, der von Erde über die Anker se2 und ic3, die Ader 3, die rechts liegenden Federn der Gewinntaste WK, die links liegenden Federn der Pferdetaste 40 und die Wicklung des Relais S zur Batterie verläuft. Parallel hierzu verläuft ein Stromkreis über die rechts liegenden Federn der Taste 40 und die Leitung 10 zum Bankkontakt 40 des in der Zettelausgabemaschine befindlichen Schlüsselzeichenwählers CS. Ein weiterer Stromkreis verläuft von Erde über die links liegenden Federn der Gewinntaste WK, die Wicklung des Magnets TCM zur Batterie, und zwar parallel zur Gewinnlampe WL. Daher leuchtet diese im Gesichtsfeld des Beamten und des Rennplatzbesuchers auf. Bei der Erregung des Magnets TCM wechselt in der Billettausgabemaschine eine schwingende Klinke die Drucktypen aus, so daß sie statt auf Platz auf Gewinn stehen. Wird das Relais 5 über den vorstehend angegebenen Stromkreis erregt, so erdet es an seinem Anker s2 die Leitung 15 und läßt damit den Motor M der Zettelausgabemaschine an. Am Anker s1 wird ferner Erde von den no Ruhekontakten der Taste CK, den Ankern tr1 und se1 und der Leitung 2 weitergeschaltet über den Anker z1 zum Relais TS. Am Anker s2 wird die gleiche Erdung auf den Tastensperrmagnet KLM übertragen, der daraufhin anipricht und sich über seinen Anker klm1, die Leitung 4, den Anker te2 und die Ruhekontakte der Taste CK über die Erde selbst sperrt. Durch Erregung des Magnets KLM werden alle Tasten verriegelt, so daß irgendeine niederge- iao drückte Taste nicht freigegeben und eine andere Taste nicht gedrückt werden kann. Das Re-
lais TS schließt bei seiner Erregung an seinem Anker ts1 Batterie an die Leitung 14 an, um die magnetische Kupplung MCA zu erregen, die das Triebrad DW anzieht und die Welle der S Typenscheibe TW sowie die Wählerarme W1 bis W16 des Schlüsselzeichenwählers CS in Umlauf versetzt. Die Arme laufen daher über ihre Bankkontakte, und zwar zweckmäßig mit der Geschwindigkeit von 60 Kontakten pro Sekünde.
Wenn der Wählerarm W9 auf den Bankkontakt 40 aufläuft, der durch Druck auf die Taste 40 geerdet wurde, wird ein Stromkreis vom Arm W9 über die Leitung 11 und den parallel
»5 zum Kondensator CC geschalteten Widerstand χ zur Wicklung des Relais Z (Fig. 3) geschlossen. Infolge der Wirkung des Kondensators spricht das Relais Z sehr schnell an und öffnet an seinem Anker z1 den Stromkreis des Relais TS, wodurch der Kupplungsstromkreis unterbrochen und ein Stromkreis geschlossen wird, der über die Leitung 13 verläuft und den Stoppmagnet SM des Typenrades erregt. Dieser Magnet zieht daraufhin den Stopparm SA an und drückt ihn an das Typenrad an, um dieses in der erreichten Stellung zu verriegeln. Das Relais Z schaltet weiterhin mit dem Anker z2 Erde über die Leitung 5, Wählerarm W16 des Schlüsselzeichenwählers CS, die Lampe 40L, die Leitung 28 und den an die Batterie angeschlossenen Anker cor10, so daß die Lampe zur Beleuchtung der Ziffer 40 aufleuchtet, die sowohl dem Beamten als auch dem die Wette abschließenden Rennplatzbesucher sichtbar ist. Daher wird nach dem Drükken der Pferdetaste und der Gewinntaste an der Zettelausgabemaschine durch ein sichtbares Zeichen angegeben, daß auf das Pferd Nr. 40 für Gewinn gesetzt worden ist. Überdies wird der zum Wählerarm TF16 gehörige Arbeitskontakt 40 an die den Wählerarmen W11, W19, W12, W11 und TF10 zugeordneten Kontakte 40 über eine die Bänke verbindende Leitung angeschlossen, und dieser Anschluß wird durch die Wählerarme über die Leitungen 21, 22, 23, 24 und 25 und die Ruhekontakte der Anker cor2"6, pb1^5 und $/·~β zu den Wicklungen der Speicherrelais AA, AB, AC, AD und AE der in Fig. 6 dargestellten Entzifferungsgruppe durchgeschaltet. Über ihre unteren in Reihe mit dem Relais BF geschalteten Wicklungen sprechen diese Relais an und schließen an den Ankern aa1, ab1, ac1, ad1 und ae1 Stromkreise für ihre oberen Haltewicklungen über die Leitung 93 zur Erde bei Anker«2 (Fig. 12). Das Relais BF spricht an und schaltet an seinem Anker bf1 über die Leitung 78 Erde zur oberen Wicklung des Relais Si? durch, woraufhin das Relais Si?, ein mit zwei Schaltschritten arbeitendes Relais, seinen leichten Anker sr1 anzieht und einen Stromkreis für seinen später erfolgenden zweiten Schaltschritt vorbereitet.
Das Aufleuchten der Lampe 401. gibt dem Beamten an der Zettelausgabemaschine und dem Rennplatzbesucher an, daß die Wette richtig registriert ist, und daß nunmehr die Werttaste niedergedrückt werden kann. Bei dem beschriebenen Beispiel wird die in Fig. 4 dargestellte RM 8. Taste niedergedrückt, worauf
der an der Seite liegende Federschalter X mechanisch geschlossen und Erde von der Leitung 4 (Fig. 3) über die Kontakte des Federschalters X und die Wicklung des Schlüsselverriegelungsmagnets VKM zur Batterie durchgeschaltet wird. Durch Erregung dieses Magnets werden alle Werttasten in einem Stromkreis verriegelt, der durch den Anker te2 oder die Taste CK gesteuert wird. Auf der linken Seite wird an den Kontaktfedern der RM 8.—Werttaste Erde zum Bankkontakt 5 des Wertwählers VSW durchgeschaltet, während an den rechts liegenden Kontaktfedern der Taste Erde von der Leitung 5 durchgeschaltet wird über die Leitung 32, die vom Nockenmagnetarm CMA gesteuerten Ruhekontaktfedern, die Leitung 31, den Anker te1 und die Wicklung des Relais SC zur Batterie. Das Relais SC spricht daraufhin an und schließt einen Sperrstromkreis für sich selbst am Anker se5. Außerdem wird die Erde am Anker se1 von den Leitungen 2 und 5 und am Anker se2 von der Gewinntaste und somit von der Pferdetaste 40 go abgeschaltet. Am Anker se3 wird ein Stromkreis für das Relais Ti? vorbereitet und am Anker se4 ein Stromkreis geschlossen, der zum Triebmagnet VDM des Wertschalters VSW führt, woraufhin der Magnet erregt wird, aber seine Wählerarme noch nicht vorschaltet. Nunmehr werden die Relais S und Z stromlos, aber das Relais SC und die Tastenverriegelungsmagnete KLM und VKM bleiben an der Taste CK verriegelt. too
Um die Beschreibung nicht unnötig verwickelt zu gestalten, soll die weitere Arbeitsweise der Zettelausgabemaschine zunächst nicht erläutert, sondern die Stromkreisschaltungen der Summieranlage dargelegt werden. Wie ersichtlich, umfaßt die in den Fig. 7 bis Ii veranschaulichte Anlage nur die Gewinnaddiermaschine für das Pferd Nr. 40. Es sind ähnliche Addiermaschinen für die anderen Pferde vorhanden, zu denen der Anschluß über die Wählerarme IF21 und W22 des Sammelwählers SS (Fig. 7) durchgeschaltet wird. Während die Bänke der Wählerarme W21 und W22 in Vielfachschaltung mit allen Sammelwählern der Gruppe verbunden sind, verläuft der Anschluß der Arme W23 und W2i natürlich nur bis zu der Entzifferungsrelaisgruppe, die der dargestellten Zettelausgabemascnine zugeordnet ist.
Es sei nun weiter beschrieben, wie sich die Registrierung einer sich auf RM 2.— belaufenden Gewinnwette auf das Pferd Nr. 40 abspielt. Da die Erde nun von dem Wählerarm W16 des
Schlüsselzeichenwählers CS (Fig. 5) und somit auch von den anderen Wählerarmen PF10, PF11, PF12, TF13 und PF14 abgeschaltet ist, werden die Stromkreise für die unteren Wicklungen der in Fig. 6 dargestellten Entzifferungsrelais getrennt, worauf das Relais BF ausgelöst wird und an seinem Anker bf1 die Erdung von der Leitung 78 abschaltet, die sich zur Verbindungsstelle der Wicklungen des Relais SR erstreckt. Daher wird dieses über beide Wicklungen in Reihenschaltung erregt und trennt dann an seinen Ankern sr2 bis sr7 und sr9 die Verbindungen der Zettelausgabemaschine mit der Entzifferungsrelaisgruppe, während ein Stromkreis geschlossen wird, der von Erde über die obere Wicklung des Relais C (Fig. 12), den Anker «4, die Leitung 75, den Anker sr8 (Fig. 6), die Anker «α2, ab2, die Leitung 94, die Anker ac2, ae2 und die Leitung 100 zum Bankkontakt 40 des Sammeiao Wählers SS verläuft, der zu dieser betreffenden Entzifferungsrelaisgruppe gehört. Der Wähler SS, der in Fig. 7 gezeigt ist, stellt einen der abhängigen Wähler dar und ist so angeordnet, daß die Zusammenwirkung des Relais G mit dem Magnet SDM den Wähler selbsttätig in Umlauf versetzt, bis seine Arme PF25 oder PF26 auf den durch den Steuerwähler der Gruppe geerdeten Bankkontakt auflaufen. Dann wird das Relais G kurzgeschlossen, so daß die Wählerarme stillgesetzt werden. Wenn der Steuerwähler einen Schritt vorrückt, rücken daher alle von ihm abhängigen Wähler ebenfalls vor, weil die betreffenden Relais G nicht mehr kurzgeschlossen sind. Da diejenigen Bänke, die den von den Armen PF25 und Wze bestrichenen Kontaktbänken entsprechen, in der zuvor erläuterten Weise miteinander verbunden sind, kann es nicht eintreten, daß die den Armen W21 und PF22 entsprechenden Wählerarme von je zwei Wählern gleichzeitig auf in Vielfachschaltung miteinander verbundene Bankkontakte auflaufen, obgleich die Wähler synchron betrieben werden. Dieser Umstand ermöglicht die nachstehend beschriebene Anordnung, mit deren Hilfe die
RM 2. Registrierungen aller Sammelwähler
der Gruppe zur Steuerung eines einzigen Schrittschaltrelais dienen, das zu der Addiermaschine des betreffenden Pferdes gehört.
Um nun wieder auf die Betriebsweise des Sammelwählers SS zurückzukommen, so bleibt das Relais G nicht länger kurzgeschlossen, wenn beim Anlassen des Sammelwählers die Erdung vom Bankkontakt 1 des Armes W26 abgeschaltet wird, und spricht daher an und schließt an seinem Anker g2 den Stromkreis für den Triebmagnet SDM. Dieser öffnet an den Federn sdm1 den Stromkreis des Relais G, das daher abfällt und den Stromkreis des Magnets unterbricht. Die Wählerarme werden daher um einen Schritt vorgeschaltet, und das Relais G ist dann wiederum kurzgeschlossen, bis der Steuerwähler von neuem vorrückt. In dieser Wreise werden die Wählerarme über die Bankkontakte in Umlauf versetzt. Wenn der Wählerarm W2S auf den Bankkontakt 40 aufläuft, so wird der zuvor verfolgte, von der Erde über die Wicklung des Relais C (Fig. 12) verlaufende Stromkreis über den Wählerarm PF23 (Fig. 7), die Leitung 305, den Anker g1, die Leitung 306, den Wählerarm PF21, den Bankkontakt 40, die Leitung 98 und den Anker mb2 zur Wicklung des Stromstoßrelais MA und der Batterie durchgeschaltet. Das Relais MA wird daraufhin erregt und schließt an seinem Anker ma1 den Erregungsstromkreis des Triebmagnets SCM des RM 2.
Addierwählers SCS. Das Relais C (Fig. 12) ist in Reihe mit dem Relais MA (Fig. 7) geschaltet und schließt an seinem Anker c2 den Stromkreis des Verzögerungsrelais B und verriegelt sich mittels des Ankers 2 und seiner unteren Wicklung. Während der Erregungsperiode des Relais B wird über den Anker δ3, die Leitung 198, den Anker ta2 und die untere Wicklung des Relais TA Erde zur Batterie durchgeschaltet, woraufhin das Relais TA, das in zwei Schaltschritten erregbar ist, seinen leichten Anker ta1 anzieht, um den Stromkreis für seine volle Erregung in einem späteren Zeitpunkt vorzubereiten. Überdies wird am Anker b1 ein Stromkreis für die untere Wicklung eines weiteren Verzögerungsrelais A geschlossen, das sich bei seiner Erregung über seine untere Wicklung, den Anker a3, die Leitung 73 und die Erdung beim Anker sr10 verriegelt. Das Relais B ermöglicht bei Einschaltung seines Ankers δ3 dem Relais TA (Fig. 12) die volle Erregung über beide Wicklungen in Reihenschaltung und über die Erde am Anker tb1 und die Leitung 200. Das Relais TB ist bei Beginn der Wettregistrierungen mittels der Summengewinntaste TWK ioo erregt worden. Das Relais TA bereitet bei seiner Erregung die Auswahl eines Kontaktes aus der Bank des RM 2.·—Summensammelwählers TS vor, dessen Wirkungsweise später beschrieben wird.
Um nun auf die Wirkungsweise des Sammelwählers SS zurückzukommen, so wird der Stromkreis des Relais G unterbrochen, wenn der Triebmagnet SDM seinen Anker sdm1 einschaltet, woraufhin das Relais G abfällt und am Anker g1 den Stromkreis für das Relais MA (Fig. 7) öffnet. Dieses Relais wurde, wie erwähnt, in Reihenschaltung mit dem Relais C (Fig. 12) erregt. Das Relais MA fällt daher ab und öffnet den Stromkreis des Triebmagnets SCM des RM 2.—-Addierwählers SCS der dem Pferd zugeordneten Addiermaschine, woraufhin die Wählerarme auf die zweite Kontaktgruppe der Bänke vorgerückt werden. In dieser Stellung wird die Erdung vom Bankkontakt 1 des Wählerarmes PF31 nicht mehr über die Leitung 141 durchgeschaltet, und daher fällt das Relais LA
(Fig. ii) ab, das zum Wähler SDS für die Anzeige der RM 2. Beträge gehört. Ferner wird
am Anker la2 Erdung, die vom Anker mb1 aus über die Leitung 140 durchgeschaltet ist, mittels der Schaltfedern sdsm1 an die Wicklung des Triebmagnets SDSM angelegt. Infolgedessen werden die Arme des Wählers SDS auf die Bankkontakte 2 vorgeschaltet, während das Relais LA von der Erdung über die Leitung 142 wiederum erregt wird. Daher wird der WTähler in dieser Lage stillgesetzt, bis das Relais MA den nächsten Stromstoß empfängt. Bei der Wiedererregung des Relais LA wird wiederum Erde an die Wählerarme TF121 bis PF125 und TF127 bis J-F131 angeschaltet, woraufhin über die zweiten Kontakte der betreffenden Bänke Stromkreise für die Lampen 3,7,11,15,19 und 23 geschlossen werden (Fig. 11), um den Rennplatzbesuchern bekanntzugeben, daß eine RM 2. Wette auf
das betreffende Pferd registriert worden ist. In ähnlicher Weise werden beim Fortgang des Wettens die Arme des Markanzeigewählers SDS
in Übereinstimmung mit den Armen des RM 2·
Addierwählers SCS vorgerückt, wodurch andere Kombinationen von Lampen nacheinander aufleuchten und die Zahl der RM 2. Wetten
angeben, die auf das betreffende Pferd gesetzt sind. Da die Einstellung des AnzeigewählersSDS durch die Erdung eines bestimmten Bankkontaktes und nicht durch seine Belieferung mit Stromstößen überwacht wird, ist es ersichtlich, daß, wenn aus irgendeinem Grunde die Stromzufuhr unterbrochen werden sollte, die Arbeitsweise dennoch ihren ordnungsgemäßen Fortgang nehmen würde sowie die Stromzufuhr wieder einsetzt, so daß eine Falschanzeige, etwa durch Verlust eines oder mehrerer Stromstöße, nicht vorkommen könnte. Auch kann der Anzeiger zufolge dieser Anordnung als eine selbständige, in sich geschlossene Einheit ausgebildet sein, die sich als Ganzes zum Zweck der Einstellung herausnehmen läßt, wobei die elektrischen Verbindungen über Federkontakte hergestellt werden. Man könnte das Anzeigegerät sogar während seines Betriebes vorübergehend herausnehmen, da es nach seinem Einbau nach erfolgter Einstellung sofort richtig die Zahl anzeigen würde, die bekanntzugeben ist.
Zweckmäßig sind die von den verschiedenen Addierwählern zu den zugehörigen Anzeigegeräten verlaufenden zehn Leitungen unmittelbar an Meldelampen angeschlossen, wie sie bei Telephonschränken üblich sind. Diese Meldelampen befinden sich an der Hinterseite der Anzeigegeräte und geben dem Beamten die angezeigte Ziffer an. Ähnliche Lampen lassen sich in der Zentrale anbringen, um den dort befindlichen Beamten über den Stand der Wetten zu unterrichten.
Der Einfachheit halber wurde von der Annahme ausgegangen, daß der Anzeiger einfach die Zahl der RM 2.—Wetten statt des tatsächlichen Markbetrages anzeigt, da dann alle Anzeiger die gleiche Schaltung erhalten können. Es dürfte aber ohne weiteres ersichtlich sein, daß sich ebensogut Einrichtungen zur Anzeige des tatsächlichen Markbetrages treffen ließen.
Fig. 14 veranschaulicht die Lampen, die zur Wiedergabe der verschiedenen Ziffern erleuchtet werden. Für jede Stelle ist ein Lampenfeld mit 24 Lampen vorgesehen, das sich aus vier senkrechten Reihen zu je sechs Lampen zusammensetzt, wie es Fig. 11 im einzelnen zeigt. Die Anordnung ist natürlich ganz willkürlich gewählt und läßt sich ohne weiteres durch Wechsel der Schaltung der Bankkontakte des Wählers SDS umändern. Die verwendeten Lampen entsprechen den auch sonst für elektrische Anzeiger üblichen, doch wird zur klareren Wiedergabe der Zahl jede Lampe vorzugsweise in ein zylindrisches Rohr gesteckt, das über das Ende der Lampe etwas hervorsteht und das innen mattschwarz ist, um eine Lichtreflektion zu verhindern. Es hat sich weiter als'zweckmäßig herausgestellt, die Fläche des Anzeigers mit einem Schirm aus feiner Drahtgaze abzudecken, um bei starkem Sonnenlicht die Lesbarkeit zu verbessern.
Wenn die Arme des Wählers 5CS auf den zehnten Bankkontakt auflaufen, wird die an den Arm W33 angeschlossene Erdung über die Leitung 151, den Anker ax2, die untere Wicklung des Zweischrittrelais AX und einen Widerstand zur Batterie durchgeschaltet, so daß das Relais seinen leichten Anker ax1 anzieht und den Stromkreis für seine volle Erregung vorbereitet. Gehen dann die Wählerarme von der zehnten Stellung aus auf die Registrierung einer weiteren
RM 2. Wette hin weiter vor, so wird das
Relais AX vollständig erregt, und zwar über den Stromkreis: Erde, Anker mb3, Leitung 152, Anker ax1, beide Wicklungen des Relais AX und Batterie. Das Relais AX schaltet daraufhin an seinem Anker ax2 die Leitung 151 an ein ähnliches Zweischrittrelais AY, um die nächste RM 20.-—Registrierung vom RM 2. Addierwähler aufzuspeichern und schaltet weiterhin am Anker ax3 die Erdung vom zweiten Bankkontakt der unteren Bank des Übertragungswählers STS ab. Wenn die beiden Relais AX und AY erregt sind, werden dementsprechend
zwei getrennte RM 20. Registrierungen auf
den Bänken des Markübertragungswählers STS eingestellt. Da der Arm Wis des Wählers STS in diesem Zeitpunkt auf den ersten Bankkontakt eingestellt ist, wird das Relais K in Reihenschaltung mit dem Triebmagnet STM in der zuvor erläuterten Weise erregt und schließt an seinem Anker k2 den Stromkreis für das Relais NB, das an seinem Anker nb1 Erdungs-Stromstöße mit einer Frequenz von beispielsweise 40 pro Sekunde dem Magnet des Steuer-
Sammelwählers der RM 20. Gruppe zuführt.
Die Sammelwähler der RM 20. Gruppe ähneln
dem Wähler SS, und ihre Kontaktbänke sind mit den Entzifferungsrelaisgruppen der Zettel-
ausgabemaschinen für die RM 20. Beträge
verbunden. Diese Wähler werden in ähnlicher Weise gesteuert wie die RM 2. Sammelwähler, so daß sie in Gleichlauf umlaufen, ohne jedoch im gleichen Augenblick auf den gleichen Kontakt eingestellt zu werden. Da die Arme
des RM 20. Sammelwählers ständig umlaufen,
werden die RM 20. Registrierungen von den
an die Entzifferungsrelaisgruppen angeschlossenen Kontakten aufgenommen und bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weitergeschaltet über die Leitung 400 (Fig. 7), (es sei angenommen, daß diese an den Bankkontakt 40 aller
RM 20. Sammelwähler angeschlossen ist), den
Anker ml·8, die Leitung 157, den Anker k3 (Fig. 8), die Leitung 162 und die Wicklung des Relais OA (Fig. 9) zur Batterie. Das Relais OA spricht daraufhin in Reihenschaltung mit einem dem Relais C entsprechenden Relais (Fig. 12) an und schließt am Anker oa1 den Stromkreis für den Triebmagnet PCM des RM 20. Addierwählers PCS (Fig. 9). Wenn die Arme des betreffenden RM 20.—Sammelwählers den Kontakt 40 verlassen, so wird das Relais OA ausgelöst, und dementsprechend werden die Arme des RM 20.—Addierwählers PCS auf die zweiten Bankkontakte vorgerückt. In dieser Stellung wird durch den Arm W51 über die an den zweiten Bankkontakt angeschlossene Leitung Erde zu einem ähnlichen Anzeigewähler durchgeschaltet, wie er in Fig. 11 dargestellt ist. Dieser bewirkt daraufhin die Schließung der Stromkreise für die zur Anzeige erforderlichen Lampen des RM 20.—Anzeigegeräts. Der im RM 20.—Addierwähler stehende Betrag wird somit in sichtbarer Weise angegeben.
Wie bereits erwähnt, sind Einrichtungen getroffen, um zu verhindern, daß die vom RM 2.— Übertragungswähler ausgehenden RM 20. Registrierungen denjenigen überlagert werden, die unmittelbar von den RM 20.—Sammelwählern herkommen. Zu diesem Zweck werden
die unmittelbaren RM 20. Registrierungen
in bestimmten Zeiträumen zurückgehalten,
damit die RM 20. Beträge der Zehnerüber-
tragung ordnungsgemäß dem RM 20. Addierwähler zugeführt werden können. Wenn die
Arme des Steuersammelwählers der RM 20.
Gruppe einen Umlauf vollendet haben, so wird von dem fünfzigsten Bankkontakt dieses Wählers Erde über die Leitung 160 und den Anker k1 zu der einen Klemme der Wicklung des Relais K durchgeschaltet. Gleichzeitig wird die Erdung über die den Bankkontakten gemeinsame Leitung und den ersten Bankkontakt und den Arm W43 des MarkübertragungswählersSTS, die Unterbrecherfedern stm1 und die Wicklung des Triebmagnets STM zur Batterie durchgeschaltet, wodurch das Relais K kurzgeschlossen und der Magnet STM erregt wird. Beim Abfallen des Magnets infolge der Öffnung seines Stromkreises werden die Arme TF41, W42 und T^F43 des Wählers STS auf die zweiten Bankkontakte vorgeschaltet. Am Anker k2 wird der Stromkreis des Relais NB (Fig. 8) unterbrochen, so daß dieses abfällt und den Impulsstromkreis
des Steuersammelwählers der RM 20. Gruppe
trennt, wodurch alle Wähler stillgesetzt werden. Beim Anker k3 wird ein Kontakt in dem Stromkreis geöffnet, über den die RM 20. Registrierungen unmittelbar dem RM 20.—Addierwähler zugeleitet werden. Es sei nun angenommen, daß nur das eine der Übertragerrelais AX in diesem Zeitpunkt erregt sei. Wenn dann der Arm W11 auf den zweiten Bankkontakt aufläuft, so wird von dem Anker ax3 über den zweiten Bankkontakt und den Arm W41 sowie die Wicklung des Relais PC Erde zur Batterie durchgeschaltet. Das Relais PC wird erregt und schließt mit seinem Ankerte2 einen Stromkreis für den Triebmagnet STM, während an seinem Anker pe3 Erde über die Leitung 162 zur Erregung des dem RM 20.—Addierwähler PCS zugeordneten Relais OA durchgeschaltet wird. Gleichzeitig wird am Ankerte1 mittels des Wählerarmes Wiz und des zweiten Bankkontaktes die 90 ' linke Klemme der unteren Wicklung des Relais AX geerdet. Das Relais AX ist nun kurzgeschlossen, so daß es abfällt und daher am Anker ax3 den Stromkreis des Relais PC trennt, das ebenfalls abfällt und seinerseits den Stromkreis des Magnets STM und des Relais OA des RM 20. Addierwählers unterbricht. Infolgedessen werden die Arme des Wählers STS auf die dritten Kontakte vorgerückt, während die
Arme des RM 20. Addierwählers einen weite-
ren Schritt vorgehen, um somit die vom Anzeigegerät angegebene Zahl um eins zu vermehren. Das Anzeigegerät wird hierbei über die Arme W51 und WB2 gesteuert. Da von der Annahme ausgegangen war, daß das zweite Übertragerrelais AY in diesem Zeitpunkt nicht erregt ist, so wird das Relais PC beim Auflaufen der Wählerarme auf die dritten Bankkontakte nicht erregt werden, so daß am Anker ays Erdung über den Bankkontakt, den Wähler- nc arm WiS und die Unterbrecherfedern stm1 zur Wicklung des Magnets STM durchgeschaltet wird, 'wodurch der Magnet wiederum erregt wird, um die Arme einen weiteren Schritt vorzuschalten. Langt der Wählerarm Wi3 in seiner vierten Stellung an, so wird durch den Magnet STM Batterie zur Wicklung des Relais K durchgeschaltet und bei der Leitung 152 an Erde angeschlossen. Das Relais K wird daher wieder erregt, so daß auch das Relais NB (Fig. 8) wiederum anspricht und den Schrittschaltstromkreis der RM 20. Sammelwähler schließt. Am
Anker &3 wird das Impulsrelais OA des RM. 20.
Addierwählers wiederum unmittelbar an den vierzigsten Bankkontakt des RM 20. Addierwählers angeschlossen. Diese Wähler gelangen nun in Umlauf, um weitere Registrierungen von den RM 20.—Entzifferungsrelaisgruppen aufzunehmen. Wenn die Wählerarme des steuernden Sammelwählers wiederum auf den Kontakt 50 auflaufen, so wird die Leitung 160 geerdet, so daß das Relais K abfällt und der Markübertragungswähler STS auf den RM 20. Addierwähler weitere Registrierungen übertragen kann, die sich inzwischen angesammelt haben können. Es ist darauf hinzuweisen, daß Stromkreise für das Relais NB in der dargestellten Weise in Parallelschaltung durch alle in Betrieb befindlichen Addiermaschinen geschlossen werden. Es " dürfte daher ohne weiteres verständlich sein, daß ein Zehnerübertragerwähler, ζ. B. der Wähler STS (Fig. 8), der keine aufgespeicherten Registrierungen zu übertragen hätte, seinen Arbeitsgang vollenden und die Sammelwähler wieder anlassen würde, bevor ein anderer Übertragerwähler, der der Zehnerübertragung wegen etwas langsamer läuft, seine Ausgangsstellung erreicht hätte. Hieraus würden sich aber irgendwelche Nachteile nicht ergeben. Denn die Schließung des unmittelbaren Stromstoßkreises hängt von der Erregung des zugehörigen RelaisK ab, und daher könnte kein Stromstoß auf die Addiermaschine übertragen werden, auch dann nicht, wenn sich die Sammelwähler in Umlauf befinden. Die Ausgabe eines Zettels würde daher bis zum nächsten Umlauf verzögert werden.
Die Anordnung ließe sich nach Wunsch auch so treffen, daß die Steuerung der Sammelwähler durch die ii-Relais in Reihenschaltung bewirkt würde, statt in Parallelschaltung, wie es dargestellt ist. Jedoch ist es nicht unbedingt erforderlich, daß der Umlauf der Sammelwähler überhaupt unterbrochen wird.
Wenn der Arm Wss des RM 20.—Addierwählers PCS zehn Schaltschritte ausgeführt hat, wird über den betreffenden Bankkontakt Erde zur Erregung des Relais P durchgeschaltet, das seinerseits einen Stromkreis für das Verzögerungsrelais Q schließt und beim weiteren Vorrücken des Armes W5a abfällt. Während der Verzögerungsperiode, nach der das Relais Q abfällt, wird Erde über die Anker p1, q1, die Leitung 404, die Wicklung des Stromstoßrelais NA des RM 200.—Addierwählers zur Batterie durchgeschaltet. Wie ersichtlich, wird hierdurch bewirkt, daß das Relais NA nach je zehn Schrit-
ten des RM 20. Addierwählers einen Stromstoß empfängt und daß am Anker na1 diese Stromstöße wiederholt und zum Triebmagnet TPM für die Schrittschaltung der Wählerarme TF61 bis Wes übertragen werden. Die Arme W61 und W62 steuern ein Anzeigegerät, das dem in Fig. 11 dargestellten entspricht, während die Arme W6S und W6i die Erregung des Relais PX nach je zehn Schaltschritten bewirken, um eine
RM 2000. Registrierung zum Magnet HPM
des RM 2000. Addierwählers zu übertragen.
In entsprechender Weise ist der RM 2000.
Addierwähler so angeordnet, daß er mit seinen Armen PF71 und TF72 ein Anzeigegerät steuert. Laufen seine Arme W3 und TF74 auf den zehnten Bankkontakt auf, wird das Relais PY erregt, um einen Stromstoß zum Magnet ThPM des RM 20000. Addierwählers ThPC zu übertragen. Es lassen sich natürlich weitere, in entsprechender Weise gesteuerte Wähler hinzufügen, falls die Anlagehierzu hinreichend groß ist.
Falls Bedarf für Zettelausgabemaschinen besteht, die Wertscheine über RM 200.— ausgeben, wird ein Übertragerwähler benötigt, der dem Wähler STS entspricht und zwischen dem RM 20.-—Addierwähler PCS und dem RM
200. Addierwähler TPC einzuschalten wäre.
Die Schaltung dieses Wählers erfolgt derart,
daß die die RM 200. Maschinen bedienenden
Sammelwähler vorübergehend stillgesetzt werden, um die Zehnerübertragung von den
RM 20. Addierwählern aus zu ermöglichten.
Entsprechendes gilt für etwa vorzusehende Zettelausgabemaschinen für Wertscheine über RM 2000.—.
Nunmehr sollen die Anordnungen beschrieben werden, die den Betrieb der Gesamtaddiermaschine bewirken. Wie leicht verständlich, braucht für diesen Zweck ein Unterschied zwischen den auf die verschiedenen Pferde gesetzten Beträgen nicht gemacht zu werden, sondern es kommt nur auf die Gesamtsumme der Beträge der ausgegebenen Wertscheine oder Zettel an.
Was beispielsweise den RM 2. Sammelwähler
TS der in Fig. 12 dargestellten Gesamtaddiermaschine anbetrifft, so war bereits ausgeführt worden, daß das Relais TA durch Erdung der Leitung 198 beim Relais C erregt und dann über den Anker ta1 an der vom Anker tbx geerdeten Leitung 200 verriegelt wird. Am Anker ta2 wird Erde über die Leitung 199 von dem betreffenden Kontakt der Bank des Wählerarmes W92 zu dem entsprechenden Kontakt in der Bank des Wählerarmes PF91 durchgeschaltet. Der Sammelwähler TS läuft dauernd über einen Stromkreis um, der von Erde beim Anker ίο1 aus über den Anker tb2, die Leitung 199, die Ruhekontakte von 25 Relais, entsprechend dem Relais TA, zu den Bankkontakten des Armes W9Z verläuft und sich außerdem über Ruhekontakte von 25 Relais, die dem Relais TJ entsprechen, zu der Bank des Wählerarmes TF96 erstreckt, so daß die gesamten fünfzig Kontakte der Bank geerdet sind, wenn keine Zettel ausgegeben werden. Diese Erdung erfolgt über den Arm W92, die Leitung 204, die Schalterfedern tsm1 und die Wicklung des an die Batterie angeschlossenen Triebmagnets TSM. Solange da-
IO
her der Arm W93 oder der Arm W96 auf geerdete Bankkontakte auflaufen, wird der Triebmagne TSM in einem Selbstunterbrecherstromkreis erregt, um die Arme in Umlauf zu halten. Da im S vorliegenden Fall das Relais TA erregt wird wenn der Arm PF92 auf den ersten Bankkontakt aufläuft, trifft dieser auf keine Erdung, jedoch wird Erde von der Leitung 199 und dem erregten Anker ta3 aus über den ersten Bankkontakt und den Arm PP91, die Leitung 205 und die Wicklung des Relais TD zur Batterie durchgeschaltet. Das Relais TD spricht an und schaltet an seinem Anker ta1 Erdung über die Leitung 207 und den Anker tf1 zur Wicklung des Relais TE des RM 2. Gesamtaddierwählers TSC zur Batterie durch. Am Anker td2 wird ein Sperrstromkreis für das Relais TD geschlossen, der von dem an den Arm PF93 angeschlossenen Relais TA überwacht wird. Am Anker td3 wird Erde über die Leitung 203, den Arm PF94 und den ersten Bankkontakt zur linken Klemme der unteren Wicklung des Relais TA durchgeschaltet. Das Relais TA wird daher kurzgeschlossen und ermöglicht bei seinem Abfallen dem Relais TD ebenfalls abzufallen, woraufhin der Wähler TS seinen Umlauf infolge der Selbstunterbrechung wieder beginnt, bis er eine weitere Registrierung aufnimmt. Das Relais TD öffnet beim Abfallen den Stromkreis des Relais TE (Fig. 13), das seinerseits den Stromkreis des Triebmagnets TSCM trennt und somit die Vorrückung der Wählerarme W'101 bis PF106 auf die nächsten Bankkontakte veranlaßt.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, überwachen die Wählerarme W105 und W10B das Anzeigegerät des Gesamtanzeigers, und zwar in einer Weise, die der mit Bezug auf Fig. 7 und 11 beschriebenen Wirkungsweise im großen und ganzen entspricht. Das Relais TA schaltet beim Abfallen die Erdung von der Leitung 74 ab, die zum Sperrstromkreis des Trennrelais SR verläuft, das zu der betreffenden RM 2. Entzifferungsrelaisgruppe gehört. Daher bleibt das Relais SR erregt, bis die Registrierung der Wette auf den Gesamtaddierwählern erfolgt ist. Die Ausgabe eines weiteren Zettels ist daher unmöglich. Wenn die RM 2.—Wetten ordnungsgemäß beim Gesamtaddierwähler für die Markbeträge TSC registriert sind, wird von dem Arm W101 Erde über die Leitung 405, den Anker bwz und die untere Wicklung des Zweischrittrelais BW zur Batterie über einen Widerstand durchgeschaltet. Das Relais BW zieht seinen leichten Anker bw1 in diesem Stromkreis an, und wenn der Arm W101 einen weiteren Schritt vorgeht, wird das Relais BW vollständig über Erde, Anker tf2, Leitung 117, Anker bw1, beide Wicklungen des Relais BW und Batterie in Reihenschaltung erregt. Wenn der Wählerarm TF101 des Wählers TSC weitere zehn Schaltschritte zurückgelegt hat, wird in entsprechender Weise wiederum die Leitung 405 geerdet, um das zweite Speicherrelais BX zu erregen, während die dritten und vierten Speicherrelais BY und BZ nacheinander erregt werden, sobald der 6g Wähler TSC weitere zehn Schritte zurückgelegt hat. Wenn vier RM 20.—Zehnerübertragungen eingestellt worden sind und das Relais BZ erregt wird, wird am Anker bzi Erde über die Leitung 406 zur Erregung des Relais TO durchgeschaltet, das darauf am Anker to1 Erdung von der gemeinsamen Leitung 199 abtrennt und dadurch die Sammeltätigkeit des Wählers TS unterbricht. Am Anker to2 wird Erde über die Leitung 407 und den Anker th1 zur rechten Klemme des Relais TH durchgeschaltet, das beim Drücken der Anlaßtaste TWK auf folgendem Wege erregt wurde: Erde, Anker tf2, Leitung 117, Wicklung des Relais TH, erster Bankkontakt des Wählerarmes IfF114 des Gesamtübertragerwählers TST für die Markbeträge, Unterbrecherfedern tstm1, Wicklung des Magnets TSTM und Batterie. Da nun an die nach der Batterie hin gelegene Seite der Wicklung des Relais TH Erde unmittelbar angelegt ist, wird dieses Relais kurzgeschlossen und fällt ab, während der Magnet TSTM ansprechen kann und die Arme PF111 bis W114£ auf die zweiten Bankkontakte vorschaltet. Nach Abfallen des Relais TH wird am Anker th2 der Stromstoß-
kreis für den RM 20. Sammelwähler (nicht
dargestellt) geöffnet, der zur Gesamtaddiermaschine gehört. Am Anker th3 wird ferner die Verbindung getrennt, über welche die Stromstöße unmittelbar zum Stromstoßrelais des RM 20.—Addierwählers der Gesamtaddiermaschine übermittelt werden. Es entsteht nun folgender Stromkreis: Von der Erdung beim Anker bw3 über den zweiten Bankkontakt und den Arm PF113 und die Wicklung des Relais TG zur Batterie. Dieses Relais wird erregt und schaltet an seinem Anker tg1 Erde über die Leitung 208 zum Stromstoßrelais des RM 20. Addierwählers durch, der dem Wähler PCS für die Pferdeaddiermaschine entspricht. Überdies wird am Anker tg2 der Arm PF111 geerdet, um das Relais BW zu überbrücken. Am Anker tg3 wird ein Stromkreis für den Triebmagnet TSTM geschlossen. Wenn das Relais BPF abfällt, öffnet s den Stromkreis des Relais TG, das daher eben- no falls abfällt und am Anker ig1 den Stromkreis des Stromstoßrelais des RM 20. Addierwählers trennt. Am Anker tg3 wird der Erregerstromkreis des Triebmagnets TSTM geöffnet. Daher
wird der RM 20. Addierwähler der Gesamt-
addiermaschine einen Schritt vorgerückt, um die betreffende Zahl auf dem RM 20. Anzeigegerät zu erleuchten. Beim Stromloswerden des Magnets TSTM werden die Arme des Wählers TST auf die dritten Bankkontakte vorgeschaltet. In dieser Lage wird das Relais TG wiederum erregt, und zwar von der Erde am Anker hx3
aus, und dadurch wird ein weiterer Stromstoß dem RM 20.—Addierwähler der Gesamtaddiermaschine übermittelt. In entsprechender Weise werden die Registriermarkierungen der Relais BY und BZ ebenfalls gesammelt und dem RM 20.—Addierwähler zugeführt. Ist dies erfolgt, so ruht der Arm Wxli auf dem sechsten Bankkontakt. In dieser Stellung wird wiederum durch den Magnet TSTM Batterie durchgeschaltet zur Wicklung des Relais TH, das daraufhin wieder erregt wird, um den RM 20. Sammelwähler anzulassen und den Stromstoßkreis für den RM 20.—Addierwähler zu schließen. Überdies hat der Abfall des Relais BZ das Stromloswerden des Relais TC zur Folge, so daß der Wähler TS seinen Umlauf fortsetzen kann.
Es kann nun aber vorkommen, daß bei Beendigung der Wettperiode drei der Speicherrelais erregt sein können. Deshalb wird die An-
ao Ordnung so getroffen, daß der Übertragerwähler TST eine besondere Bewegung ausführt, um diese Registrierungen zu sammeln und eine unrichtige Summierung zu verhindern. Die notwendigen Stromkreise für die Herbeiführung dieses Vorganges sind nicht dargestellt, jedoch bietet ihre Ausbildung keinerlei Schwierigkeiten, da es nur erforderlich ist, Vorsorge zu treffen, daß der Wähler TS T bei Freigabe der Taste TWT in die Arbeitsstellung gebracht wird.
Nunmehr sollen die weiteren Arbeitsgänge der Zettelausgabemaschine beschrieben werden, als deren Ergebnis die Ausgabe eines Wertscheines über RM 2.— in Verfolg der im vorstehenden beschriebenen Vorgänge erfolgt. Wie erinnerlich, wurde beim Auflaufen des Sammelwählers SS auf einen markierten Kontakt das Relais C in Reihenschaltung mit dem zum RM 2. Addierwähler der Pferdeaddiermaschine gehörigen Stromstoßrelais MA erregt. Daraufhin wird ein Stromkreis geschlossen, der von Erde über den Anker c1 (Fig. 12), die Leitung 72, den Anker pb8, die Leitung 54, den Anker cw9, die Leitung 20, den Anker cc3 und die Wicklung des Relais TR zur Batterie verläuft. Das Relais TR wird daraufhin erregt und öffnet am Anker tr1 den Stromkreis des Relais SC und schaltet Erdung von den Ruhekontaktfedern der Freigabetaste CK über die Leitung 17 zum Nockenmagnet CM (Fig. 4) durch. Dieser zieht daraufhin seinen Anker CMA an, um das zugehörige Federpaket umzuschalten. An einer Federkontaktgruppe wird der Motor M wieder eingeschaltet und an der anderen die Batterie an die Magnetkupplung MCB angeschlossen, die das Triebrad DW anzieht. Dieses führt die Drehung des Nockenmechanismus herbei, um den Abdruck und die Ausgabe eines Zettels zu bewirken. Der Nockenmagnet CM hebt den Anker CMA aus einer Nut der Nockendruckplatte TP heraus, und während
öo der dann folgenden Drehung dieser Platte läuft der Anker auf der Oberfläche auf und hält dadurch das zugehörige Federpaket unabhängig von der Erregung des Nockenmagnets eingeschaltet. Dieser wird stromlos, wenn das Relais TR infolge der Öffnung seines Stromkreises beim Stromloswerden des Relais SC abfällt. Der bedruckte Zettel wird daraufhin an den Rennplatzbesucher ausgegeben. Es könnte die Anordnung, falls gewünscht, auch ohne weiteres so getroffen werden, daß durch Unterbrechung des Ganges der Abschneidevorrichtung die vier vom Rennplatzbesucher geforderten Zettel in Gestalt eines zusammenhängenden Streifens ausgegeben werden.
Die Reihenfolge der im vorstehenden beschriebenen Vorgänge hat die Ausgabe eines bedruckten Zettels an den Rennplatzbesucher und die Registrierung des gesetzten Betrages in der betreffenden, dem Pferde zugeordneten Addiermaschine und in der Gesamtaddiermaschine zur Folge gehabt. Da der Triebmagnet des Betragwählers VSW beim Abfallen des Relais SC ebenfalls stromlos wird, werden die zugehörigen Wählerarme T^901 und TF902 auf die zweiten Bankkontakte vorgeschaltet. Weiterhin wird beim Abfallen des Relais SC wiederum Erdpotential vom Anker se2 über Anker te3, Leiter 3 und die eingeschalteten Federn der Gewinntaste zur Pferdetaste 40 durchgeschaltet. Von dort wird der Kreis zur Batterie über den vierzigsten go Bankkontakt des Schlüsselzeichenwählers CS, den Arm Wa und die Wicklung des Relais Z geschlossen. Das Relais Z wird daher wiederum erregt und schließt zusammen mit dem Relais S, das ebenfalls wiedererregt wird, den Stromkreis des Stoppmagnets SM für das Typenrad. Außerdem wird Erde von der Leitung 2 über den Anker z2, die Leitung 5, den Wahlerarm W16 und den Bankkontakt 40 zu der betreffenden, das Pferd kennzeichnenden Lampe durchgeschaltet. Sodann wird über die Bankkontakte und die Arme W1*, W1S, W™, W^ und W10 Erde zur Erregung der Relais AA, AB, AC, AD und AE der zugehörigen Entzifferungsrelaisgruppe durchgeschaltet, wodurch wiederum Stromkreise für die Markierung des betreffenden Kontaktes in der Bank des Sammelwählers vorbereitet werden.
Ist die Ausgabe des Zettels beendigt, so kehrt die Nockendruckplatte TP in ihre Ausgangsstellung zurück und gibt den Nockenmagnetanker CMA frei, so daß er die zugehörigen Kontaktfedern ebenfalls in die Ausgangsstellung zurückkehren läßt. Daraufhin werden die Stromkreise des Kupplungsmagnets MCB und n5 des Motors M getrennt, so daß die Druck- und Ausgabemechanismen stillgesetzt werden. Das Relais SC wird dann wiederum über das unterste Kontaktfederpaar erregt und bereitet einen Stromkreis für das Relais TR vor, das bei seiner Erregung mittels eines von der Gesamtaddiermaschine gelieferten Stromes die Ausgabe eines
weiteren Zettels gestattet. Das Relais SC bewirkt wiederum, wie vorher, die Trennung der Erdung von den Steuerleitungen, die zu den Entzifferungsrelaisgruppen führen, so daß das Relais BF abfällt und das Relais SR erregt wird. Da der Rennplatzbesucher, der den Betrag von RM 8.— setzen wollte, insgesamt vier Zettel zu erhalten hat, müssen sich die im vorstehenden beschriebenen Vorgänge viermal abspielen, bis die Zettelausgabemaschine zur Abgabe weiterer andersartiger Wertscheine oder Zettel bereitsteht. Sind die vier Zettel ausgegeben worden, so werden die Arme TF901 und Pf902 des Betragwählers VSW auf die fünften Bankkontakte vorgeschaltet und erden in dieser Stellung über die eingeschalteten Federkontakte der RM 8.—Wertbetragstaste das Relais TC. Dieses spricht an und trennt an seinem Anker te1 einen im Erregungsstromkreis des Relais SC liegenden Kontakt. Am Anker ic2· wird der Stromkreis des Tastenverriegelungsmagnets KLM und VKM geöffnet, um die Taste des Pferdes Nr. 40, die Gewinntaste WK und die Betragstaste für RM 8.— freizugeben. Am Anker tcs wird ein weiterer Kontakt geöffnet, der in dem geerdeten, zu den vorgeschalteten Kontakten der Gewinntaste WK führenden Stromkreis liegt.
Da die Betragstaste nun wieder in ihre gewohnliche Stellung übergegangen ist,-fällt das Relais TC ab und schließt am Anker te2 einen Stromkreis von Erde an den Federn der Freigabetaste über die Leitung 4 und die sich in ihrer Normalstellung befindenden Federn X um hierdurch den Wähler FSl-F in seine Ausgangslage zurückzuführen. Dies geschieht durch Selbstunterbrechung über die Bank des Armes Waoz. Wenn daher die Nockendruckplatte wiederum ihre Normalstellung nach der Ausgabe des letzten Zettels der zuletzt ausgegebenen Zettelgruppe erreicht, werden die zugehörigen Federn freigegeben; aber da die Betragstaste nicht mehr niedergedrückt ist, kann das Relais SC nicht wieder erregt werden. Die Zettelausgabemaschine ist daher wieder vollständig in ihren Ausgangszustand versetzt.
Nunmehr soll die Ausgabe mehrerer Prüfscheine für den Zweck beschrieben werden, die Arbeitsweise der Einrichtung zu prüfen, ohne die Einrichtungen in der Zentrale zu beeinflussen. Dies erfolgt durch Drücken der Gewinntaste WK oder der Platztaste PK, der Prüftaste TKund der einen oder der anderenBetragstaste. Wenn die Prüftaste TK gedrückt wird, sowirdErdung über die Anker sc2undfc3, dieLeitung 3, die eingeschalteten Federn der Gewinnoder Platztasten, die eingeschalteten Federn der Prüftaste TK und die Leitung 408 zum fünfzigsten Bankkontakt des Schlüsselzeichenwählers CS (Fig. 5) durchgeschaltet. Über andere eingeschaltete Federn der Prüftaste TK wird Erdung zur Wicklung des Anlaßrelais S durchgeschaltet. Dieses Relais spricht in der vorher beschriebenen Weise an und schließt am Ankers2 einen Stromkreis für den Verriegelungsmagneten KLM und am Anker s1 einen Stromkreis für das Relais TS, das erregt wird und seinerseits die Kupplung MCA einschaltet, und am Anker s3 den Stromkreis für den Motor M, der daraufhin die Typenradwelle und die Arme W1 bis W16 antreibt, bis der Arm W9 auf den Bankkontakt 50 aufläuft. In dieser Stellung wird Erde über den Arm W9 und die Leitung 11 zum Relais Z (Fig. 3) durchgeschaltet, das anspricht und am Anker z1 den Stromkreis von TS öffnet, um hierdurch die Kupplung MCA stromlos zu machen und den Stromkreis des Stoppmagnets SM für das Typenrad zu schließen. Auf diese Weise wird das Typenrad in der fünfzigsten Stellung verriegelt. Das Relais Z bereitet außerdem am Anker z3 einen Stromkreis für das Relais TR vor und schaltet am Anker z2· Erde von der Leitung 2 über den Anker z2, die Leitung 5, die Kontakte der eingeschalteten Betragstaste, die Leitung 32, die zur Nockendruckplatte gehörigen Ruhekontaktfedern, die Leitung 31 und den Anker te1 zur Wicklung des Relais SC durch. Das Relais SC spricht daraufhin an und verriegelt sich an seinem Anker sc5.über den Anker tr1 an der Freigabetaste und schließt ferner folgenden go Stromkreis: Erde, Ankern3, eingeschaltete Federn der Prüftaste TK, Leitung 409, Anker scs, Wicklung des Relais TR und Batterie. Das Relais TR wird daraufhin erregt und stellt einen Erregerstrornkreis für den Nockenmagneten CM her, um den Druckmechanismus in Gang zu setzen, der dann in der beschriebenen Weise den Zettel ausgibt. Da die Wählerarcne und das Typenrad in die fünfzigste Stellung des Schlüsselzeichenwählers vorgerückt sind, der nicht angeschlossen ist, werden keine Verbindungen mit der in Fig. 6 dargestellten Entzifferungsrelaisgruppe geschlossen. Die Anlage in der Zentrale bleibt daher unbeeinflußt. Das Typenrad wird zweckmäßig in der fünfzigsten Stellung mit dem Wort »Prüfzettel« statt mit der üblichen Pferdenummer versehen, so daß. die Ausgabe der Zettel unter Überwachung durch die Prüftaste deutlich gekennzeichnet wird und diese Zettel nicht etwa versehentlich für Wettzettel für bestimmte Pferde gehalten werden können. Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, dauert die Ausgabe von Prüfzetteln so lange an, bis die Arme des Betragswählers VSW auf denjenigen Kontakt auflaufen, der durch Drücken der Betragstaste markiert ist. Daraufhin erfolgt dann die Schließung eines Stromkreises für das Relais TC und die Trennung des Erregungsstromkreises des Relais SC am Anker te1. Außerdem werden die Stromkreise der Tastenverriegelungsmagnete KLM und VKM geöffnet.
Nunmehr soll der Freigabemechanismus beschrieben werden, mit dessen Hilfe der Beamte in der Zettelausgabemaschine eine bereits registrierte Wette rückgängig machen kann, solange die Betragstaste noch nicht gedrückt ist. Wenn die Freigabetaste CK, die in Fig. 3 dargestellt ist, unter diesen Bedingungen gedrückt wird, so wird an den linken Federkontakten. Erde von dem Tastenverriegelungsmagnet KLM abgeschaltet, während an seinen anderen Federkontakten die Erdung von den Gewinn- oder Platztasten und damit von den Pferdetasten und den Armen des Schlüsselzeichenwählers CS abgetrennt wird. Die Stromkreise der unteren Wicklungen der betreffenden Relais der Entzifferungsgruppe (Fig. 6) werden daher geöffnet. Weiterhin wird an den eingeschalteten Kontaktfedern der Freigabetaste Erde über die Leitung 16, den Anker cqr"'', die Leitung 52, die Anker pbe und sr7, die Wicklung 76 und die untere Wicklung des Relais A (Fig. 12) zur Batterie durchgeschaltet. Das Relais A wird daher erregt und öffnet am Anker a2· den Sperrstromkreis der Speicherrelais der Entzifferungsrelaisgruppe und am Anker a1 den Stromkreis des Relais SR. Auf diese Weise werden alle Relais und Tasten in ihre Normalstellung übergeführt und keiner der Bankkontakte der zugehörigen Sammelwähler durch Erdung markiert, da ja das Relais C am Anker a* getrennt hat.
Was nun die Registrierung der Wetten auf • die Pferde 41 bis 80 betrifft, so ist darauf hinzuweisen, daß die diesen Pferden zugeordneten Tasten mit zusätzlichen Arbeitskontakten versehen sind, mit deren Hilfe über eine Leitung 6 Umschaltrelais COR geerdet sind, die daher ansprechen und die von der Zettelausgabemaschine ausgehenden Schlüsselleitungen auf eine besondere Entzifferungsrelaisgruppe umschalten, der ein eigener Sammelwähler zugeordnet ist. Dieser leitet die Registrierungen in seiner Kontaktbank den Pferdeaddiermaschinen 41 bis 80 zu. Daher können durch diezusätzliche Leitung zwischen der Zettelausgabemaschine und der in der Zentrale gelegenen Addieranlage die erforderlichen Schaltvorgänge so vorgenommen werden, daß die Kapazität die doppelte Anzahl von Pferden umfaßt. Die Arbeitsweise bei der Ausgabe eines Zettels oder Wertscheines für die Wette auf »Platz« erfordert keine Beschreibung im einzelnen. Es ist nur zu bemerken, daß durch das Drücken der Platztaste PK statt der Gewinntaste WK die schwingende Klinke in ihrer Normalstellung verbleibt, die Platzlampe PL aufleuchtet und Erde über die Leitung 12, den Anker cor1 und Leitung 46 zum Relais PB durchgeschaltet wird. Dieses Relais schaltet beim Ansprechen an seinen Ankern pb1 bis pb8 die Betriebsleitungen zum Platztotalisator um, auf dem der gesetzte Betrag in derselben Weise registriert wird, wie es zuvor für den Gewinntotalisator beschrieben wurde.
Die verschiedenen Nullstellstromkreise, die vorgesehen sind, um die Wähler in ihre Ausgangsstellung zurückzuführen, wenn sie nicht mehr verriegelt sind, sollen nun beschrieben werden. 6s Will man die dem Pferd zugeordneten Addiermaschinen und die Gesamtaddiermaschine in die Ausgangsstellung zurückführen, so werden die niedergedrückten Tasten, z. B. die Taste SK, die Gesamtgewinntaste TWK (Fig. 7) und die Gesamtplatztaste (nicht dargestellt), freigegeben, woraufhin das Relais MB stromlos wird. Daraufhin werden an den Ankern mb3 bis mb7 die den verschiedenen Addierwählern der Pferdeaddiermaschine 40 zugeordneten Nullstellstromkreise geschlossen, und am Anker mb1 wird die Erdung von den Wählerarmen getrennt, die das Anzeigegerät des Markaddierwählers SCS überwachen. Am Anker wo2 wird der Stromkreis des Stromstoßrelais MA und am Anker mb7 einer der parallelen Stromkreise des gemeinsamen Relais NC (Fig. 8) geöffnet, das den Antrieb der RM 2. Sammelwähler steuert. Zu
erwähnen ist, daß ein dem Anker mb1 entsprechender Anker so angeordnet werden kann, daß die Arme der Addierwähler für die RM 20.—, RM 200.—, RM 2000.-— und RM 20000.-—Beträge von ihm geerdet werden, um jede Anzeige zu verhindern, während die Wählerarme zurückgestellt werden oder die ganze Anlage nicht in Betrieb ist. Weiterhin wird durch Freigabe der Taste TWK der Stromkreis des Relais TB (Fig. 12) geöffnet, das seinerseits das Abfallen des Relais TF (Fig. 13) bewirkt, wodurch am Anker tf1 der Stromkreis des Stromstoßrelais TE getrennt und am Anker tf2 ein Rückstellstromkreis für den Wähler TSC geschlossen wird. Die übrigen Addierwähler, die zur Gesamtaddiermaschine gehören, werden in entsprechender Weise in die Nullstellung übergeführt, wobei die hierzu dienenden Stromkreise durch weitere Anker des Relais TF geschlossen werden.

Claims (25)

Patentansprüche:
1. Elektrische Totalisatoreinrichtung für Rennbahnen mit elektrischer Übertragung der Wettsätze und Wettangaben von mehreren Kartenausgabemaschinen an eine zentrale Addiervorrichtung unter Anwendung umlaufender Sammelwähler, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anschluß von Potential in verschiedenen Kombinationen an eine Gruppe von Leitungen (21 bis 26) mittels hierdurch gesteuerter Relais (AA, AB, AC, AD, AE, AF) die elektrische Verbindung zwischen dem der gedrückten Wettbewerbertaste zugeordneten Kontakt des Sammelwählers (SS) und der Kartenausgabemaschine herstellbar ist.
2. Elektrischer Totalisator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ankerkontakte der Auswählrelais (AA bis AF) die Stromkreisverbindungen zu den Bankkontakten des Sammelwählers (SS) steuern.
3. Elektrischer Totalisator nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drücken der dem Wettbewerber (Pferd) zugeordneten Taste (40) einen Wähler (CS) in Gang setzt, dessen Drehung so lange andauert, bis der Wählerarm (PF9) auf einen Kontakt aufläuft, der durch Niederdrücken der Wettbewerbertaste (40) markiert ist, woraufhin über andere Arme (PF10 bis W15) des Wählers (CS) Stromkreise über die Leitungen (21 bis 26) in einer den jeweiligen Wettbewerber kennzeichnenden Kombination geschlossen werden.
4. Elektrischer Totalisator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterscheidung zwischen auf »Sieg« und »Platz« gesetzten Wettbeträgen Potential an eine Steuerleitung (12) angeschlossen wird, die zu einem Umschaltrelais (PB) in der Zentrale führt.
5. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Wettbeträge oder Wettangaben von der Kartenausgabemaschine auf unabhängigen Stromkreisen einerseits zu einer Addieranlage für die Summe der Wettsätze des jeweiligen Wettbewerbers und andererseits zu einer Addieranlage für die Gesamtsumme der Wettbeträge erfolgt, wobei beide Addieranlagen rückwirkend den Gang der Kartenausgabemaschine überwachen.
6. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 5, gekennzeichnet durch Drehwähler (TS und TPSS), deren Bankkontakte den verschiedenen Kartenausgabemaschinen zugeordnet sind und die zum Sammeln aller Wettsätze auf »Sieg« und »Platz« ohne Rücksicht auf den Wettbewerber dienen.
7. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kartendruck- und -ausgabevorgang durch einen Stromstoß eingeleitet wird, der von der zentralen Addiervorrichtung ausgeht, wenn über einen Wählerarm (PF24) und bestimmte Kontakte des der Kartenausgabemaschine zugeordneten Sammelwählers (SS) ein Stromkreis für ein Relais (C) geschlossen wird.
8. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kartenausgabevorgang durch Drükken einer Wertbetragstaste steuerbar ist, die niedergedrückt wird, nachdem die Tasten für die Wettart (Sieg oder Platz) und den Wettbewerber (Pferd) gedrückt sind.
9. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 8, gekennzeichnet durch ein Lampenfeld (1 bis 24), das in verschiedenen Kombinationen erleuchtet werden kann, die durch einen umlauf enden Sucherwähler (SDS) ausgewählt werden.
10. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein mit dem Arm (PF126) des Wählers (SDS) verbundenes Relais (LA), das den Stromkreis des Antriebsmagnets (SDSM) des Wählers (SDS) am Anker (la2) öffnet, wenn der Arm (W126) auf den markierten Leiter (141) aufläuft, und den Stromkreis der Anzeigelampen am Anker (la1) schließt.
11. Elektrischer Totalisator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Kartenausgabemaschinen für die doppelte Anzahl von Wettbewerbern mit' einer Zusatzleitung (6) ausgerüstet sind, die zur Steuerung eines Umschaltrelais (COR) dient.
12. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme der den verschiedenen Kartenausgabemaschinen zugeordneten Sammelwähler (SS) in Gleichlauf, aber mit einer bestimmten Phasenverschiebung umlaufen.
13. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei go Arme (Tf21, PF23) jedes Sammelwählers (SS) am Anker (g1) zusammengeschaltet sind und die Bankkontakte des einen Armes (W23) an die Leitungen (100) angeschlossen sind, welche die von der zugehörigen Kartenausgabemaschine übermittelten verschiedenen Angaben übertragen, während die Bankkontakte des anderen Armes (FF21) mit der entsprechenden Bank der den anderen Kartenausgabemaschinen zugeordneten Sammelwähler an die verschiedenen Addiermaschinen in Vielfachschaltung angeschlossen sind.
14. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Wähler (SS) von einer fremden Stromquelle angetrieben wird und die Schrittschaltung der anderen Wähler mittels eines Steuerarmes (PF25, PF26) überwacht, dessen Bank mit den anderen Bänken der Wählergruppe durch Schlüpfungsschaltung ver- n0 bunden ist.
15. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 14, gekennzeichnet durch ein Speicherrelais (AX, AY), das bei seiner Erregung in der Bank eines zu gewissen Zeit- ng punkten in Gang gesetzten Zehnerübertragungswählers (STS) einen Kontakt schließt, wodurch die Wettangaben zu der diesem Wähler zugeordneten Addieranlage (Wähler PCS) übertragen werden.
16. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu den Ausgabemaschinen für höherwertige Wettkarten (RM 20.-—) gehörigen Sammelwähler (SPS) in geeigneten Zeitabständen zum Stillstand gebracht werden (durch Öffnen des Ankers k2 oder th2) oder daß ihr Sammelkreis geöffnet wird (durch Öffnen des Ankers k3 oder th3), damit Angaben entsprechend der Ausgabe einer vorgegebenen Zahl (io) von Scheinen geringeren ίο Wertes (RM 2.—) ohne Störung zu der zugehörigen Totalisatoreinrichtung (WählerPCS) übertragen werden können.
17. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker (kz) und (A;3) des Relais (K) geöffnet werden, wenn das Relais (K) beim Auflaufen des Wählerarmes eines Sammelwählers (SPS) für höhere Werte auf einen bestimmten Kontakt seiner Kontaktbank kurzgeschlossen wird.
18. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufspeicherung einer vorgegebenen Anzahl von Anzeigen zur Zehnerübertragung ein Relais (TO) erregt wird, das die Stillsetzung der Sammelwähler niederen Wertes durch ein Relais (TH) die Stillsetzung der Sammelwähler höheren Wertes bewirkt.
19. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 15 und 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übertragungswähler (STS) beim Stillsetzen der Sammelwähler (SPS) angelassen wird und deren weitere Bewegung verhindert, bis er wieder seine Normalstellung erreicht.
20. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiterbewegung des Übertragungswählers (STS) aus einer bestimmten Stellung von dem Abfallen des dieser Stellung zugeordneten Speicherrelais (AX, AY) abhängt.
21. Elektrischer Totalisator nach den Ansprüchen ι bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß durch Drücken einer bestimmten Werttaste (RM 8.—Taste) aus einer Werttastengruppe ein Stromkreis für einen Sperrmagneten geschlossen wird, der die gedrückte Taste eingeschaltet hält und dadurch bewirkt, daß die Maschine fortlaufend Wertzettel ausgibt, bis eine durch die Ausgabe einer jeden Karte weitergeschaltete Zähleinrichtung in eine dem besonderen Wert der gedrückten Taste entsprechende Stellung gelangt, worauf der Stromkreis des Sperrmagnets geöffnet und die Kartenausgabe unterbrochen wird.
22. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählvorrichtung einen drehbaren Wähler (VSW) enthält, dessen Arm (TF901) bei jeder Ausgabe einer Karte um einen Schritt vorrückt, bis er den durch die gedrückte Betragstaste markierten Kontakt erreicht, durch den der Stromkreis eines Relais (TC) geschlossen wird, das den Tastensperrmagnet stromlos macht, worauf der Arm (TF901) in seine Normalstellung zurückkehrt.
23. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Freigabetaste (CK), mit Hilfe derer die Registrierung der Wette und die Ausgabe der Wettkarte zu verhindern ist, solange noch nicht die Betragstaste niedergedrückt ist.
24. - Elektrischer Totalisator nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Lampe (/\oL), deren Aufleuchten dem Beamten und dem wettenden Rennplatzbesucher die Nummer des Wettbewerbers und die Wrettart (Sieg oder Platz) vor Einleitung des Kartenausgabevorganges anzeigt.
25. Elektrischer Totalisator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Wählers (CS) ein Typenrad (TW) trägt, -dessen Angaben über die Wettbewerber auf die auszugebende Karte gedruckt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
DE1930564159D 1929-04-30 1930-03-18 Elektrische Totalisatoreinrichtung Expired DE564159C (de)

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