DE559363C - Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung nahtloser, biegsamer Schlaeuche aus Celluloseloesung - Google Patents

Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung nahtloser, biegsamer Schlaeuche aus Celluloseloesung

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DE559363C
DE559363C DEW78304D DEW0078304D DE559363C DE 559363 C DE559363 C DE 559363C DE W78304 D DEW78304 D DE W78304D DE W0078304 D DEW0078304 D DE W0078304D DE 559363 C DE559363 C DE 559363C
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RICHARD WEINGAND DIPL ING
Wolff and Co AG
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/25Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C48/88Thermal treatment of the stream of extruded material, e.g. cooling
    • B29C48/919Thermal treatment of the stream of extruded material, e.g. cooling using a bath, e.g. extruding into an open bath to coagulate or cool the material
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Description

  • Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung nahtloser, biegsamer Schläuche aus Celluloselösung Es ist bereits bekannt, aus Celluloselösungen nahtlose, biegsame Schläuche durch Austretenlassen der Lösung aus einer an deren Zuleitung angeschlossenen Ringdüse und durch Zuführen von Fällflüssigkeit zum Schlauchinneren mittels eines die Ringdüse. durchsetzenden Rohres sowie durch Behandlung des Schlauches in einem Fällbad und anschließenden Wasch- und Reinigungsbädern in kontinuierlichem Arbeitsgang zu erzeugen. Erfindungsgemäß wird bei einer derartigen Schlauchherstellungsvorrichtung unter der Ringdüse ein der zu erzielenden Schlauchform angepaßter Führungskörper für die aus der Düse austretende Celluloselösung angeordnet, und das Fällmittelzufuhrrohr mündet am oberen Ende des Führungskörpers aus und bewirkt eine Bespülung dieses Körpers innerhalb der Celluloselösungsschicht mit Fällflüssigkeit.
  • Dadurch wird mit einfachen Mitteln für die Celluloselösung nach dem Verlassen der Ringdüse die Schlauchform erreicht und gewahrt und eine Schrumpfung sowie ein Zusammenkleben des noch nicht genügend verfestigten Schlauches mit Sicherheit vermieden, ohne daß Druckluft in das Schlauchinnere eingeblasen werden braucht, wie dies für diesen Zweck schon vorgeschlagen worden ist. Die den Führungskörper dauernd auf seiner ganzen Länge und Fläche umspülende Fällmittelschicht bewirkt gleichzeitig ein Entlanggleiten des sich bildenden Schlauches an dem Führungskörper durch Gewichtswirkung allein ohne Zuhilfenahme eines äußeren, die Celluloselösung aus der Ringdüse herauspressenden Druckes.
  • Das Vorhandensein des die Erzielung einer gleichmäßigen Schlauchform gewährleistenden Führungskörpers gestattet, auch auf die Außenseite der Celluloselösungsschicht bereits kurz nach dem Austritt aus der Ringdüse eine Koagulierungswirkung auszuüben. Zu diesem Zweck kann der Führungskörper von einer von außen Fällflüssigkeit zuführenden weiteren Ringdüse unterhalb der ersteren Ringdüse mit Abstand umgeben sein. Die Menge der dem Führungskörper innerhalb des Schlauches zugeleiteten Fällflüssigkeit wird vorteilhafterweise so geregelt, daß sie durch oberflächliche Koagulierung der Innenseite des Schlauches auf der Länge des Führungskörpers verbraucht wird. Dadurch wird eine Ansammlung- eines Flüssigkeitsüberschusses innerhalb des Schlauches vermieden.
  • An Stelle der Ringdüse kann auch irgendeine andere formgebende Zuführungsvorrichtung verwendet werden. Beispielsweise kann die Zuführungsvorrichtung für die Ausgangslösung dadurch gegeben -sein, daß der Führungskörper am oberen Ende konisch ausgebildet ist und in ein zylindrisches Rohr hineinragt. Durch Änderung der Lagenbeziehung von Rohr- und Konuskörper z. B. durch mehr oder weniger weites Einschieben des Führungskörpers in das Rohr kann hierbei die Dicke des herzustellenden Schlauches auf einfache Weise verändert werden.
  • Die Zeichnung zeigt in Abb. z und 2 beispielsweise zwei Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
  • Gemäß Abb. i wird die Celiuloselösung einem Trichter i zugeführt, der in eine Ringdüse 2 übergeht, in deren unteren Rand ein z. B. zylindrischer Führungskörper 3 hineinragt. Die Ringdüse 2 ist von einem Rohr 4 durchsetzt, das zur Zuleitung von Fällflüssigkeit zu dem Führungskörper 3 dient und mit einem Regelventils versehen ist. Unterhalb des Führungskörpers 3 ist das Fällbad 6 angeordnet. Die aus der Ringdüse 2 austretende Celluloselösung fließt unter Wirkung ihres Eigengewichtes an dem Führungskörper 3 entlang, der unter der Celluloseschicht mit Fallflüssigkeit 8 aus dem Rohr 4 auf seiner ganzen Umfläche dauernd bespült wird, so daß eine Koagulierung der Celluloselösungsschicht von innen her sofort beim Austritt aus der Ringdüse erfolgt. Der nach unten gleitende Schlauch 7 löst sich vom unteren Ende des Führungskörpers 3 und sinkt in das Fallbad 6, wo die Koagulierungswirkung von außen einsetzt. Der verfestigte Schlauch 7 wird über Rollen g aus dem Fallbad 6 herausgeleitet und in kontinuierlichen Arbeitsgang in den üblichen Wasch-, Bleich-, Entschwefelungs-, Färb- und Geschmeidigkeitsbädern weiterbehandelt, woran sich eine Trocknung anschließt. Durch Einstellung des Regelventils 5 kann der Zufluß von Fallmitteln zum Führungskörper 3 so geregelt werden, daß die Fallflüssigkeit längs des Führungskörpers jeweils bei der Innenkoagulierung des Schlauches verbraucht wird.
  • Wie Abb. 2 zeigt, kann die Ringdüse durch ein zylindrisches Rohr 10 ersetzt werden, in welches das schwachkegelige obere Ende i i des Führungskörpers 3 hineinragt, so daß durch den Zwischenraum zwischen diesen beiden Teilen, der veränderbar sein kann, die Dicke und Form des sich bildenden Schlauches bestimmt ist. Zur Sicherung des Fällmittelzuflusses zum Führungskörper 3 kann das Rohr 4 am unteren Ende mit einer konischen Abdeckung 12 versehen sein. Abb. 2 läßt ferner erkennen, daß die Außenkoagulierung des Schlauches auch schon an dem Führungskörper 3 einsetzen kann, indem eine äußere Bespülung des Schlauches mit Fällrnitteln durch die gestrichelt angedeutete ringförmige Düse 14 erfolgt, die den Körper 13 mit Abstand umgibt. Der hergestellte Schlauch kann zu beliebigen Zwecken dienen und z. B. als künstlicher Darm verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung nahtloser biegsamer Schläuche aus Celluloselösung mit Hilfe einer an die Zuleitung der Lösung angeschlossenen Ringdüse, eines diese Düse durchsetzenden, zur Zuführung von Fallflüssigkeit dienenden Rohres und eines Fallbades, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Ringdüse (2) ein der zu erzielenden Schlauchform angepaßter Führungskörper (3) für die aus der Düse (2) austretende Celluloselösung angeordnet ist und das Fällmittelzufuhrrohr (4) am oberen Ende des Führungskörpers ausmündet und eine Bespülung dieses Körpers (3) innerhalb der Celluloselösungsschicht mit Fallflüssigkeit bewirkt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (3) von einer von außen Fallflüssigkeit zuführenden weiteren Ringdüse (14) unterhalb der ersteren Ringdüse (2) mit Abstand umgeben ist.
DEW78304D 1928-01-26 1928-01-26 Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung nahtloser, biegsamer Schlaeuche aus Celluloseloesung Expired DE559363C (de)

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DE (1) DE559363C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE852900C (de) * 1951-06-02 1952-10-20 Continental Gummi Werke Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlaeuchen aus Latex
DE1178974B (de) * 1958-06-11 1964-10-01 Schweizerische Viscose Kuenstliches bastartiges Material und Verfahren zu seiner Herstellung
US3160918A (en) * 1961-11-15 1964-12-15 berggren etal

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE852900C (de) * 1951-06-02 1952-10-20 Continental Gummi Werke Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlaeuchen aus Latex
DE1178974B (de) * 1958-06-11 1964-10-01 Schweizerische Viscose Kuenstliches bastartiges Material und Verfahren zu seiner Herstellung
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