AT108895B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Wursthäuten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Wursthäuten.

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AT108895B
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  Verfahren und   Yorrietuug   zur Herstellung von künstlichen Wursthäuten. 



   Bei bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von künstlichen Wursthäuteh von beliebigen Längen wird ein plastisches Material, wie Viskose, in Form eines saumlosen Schlauches durch eine ringförmige Düsenöffnung einer Presse hindurch nach abwärts in freie Luft ausgepresst und der
Sehlauch dabei gleichzeitig sowohl an der Aussenseite als auch an der Innenseite mit Hilfe   won bogen   oder gasförmigen Mitteln behandelt, welche ein Niederschlagen und Härten der Masse zur Folge haben. 



   Während des Auspressens wird auf die Innenseite des Schlauches,   etwa vermittels Pressluft,   ein Druck   ausgeübt, welcher   eine Dehnung des Schlauches in der Querrichtung hervorbringt, der in seiner   Venger   'richtung unverändert bzw. keiner Streckung unterworfen wird. 



   Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich dass erfindungsgemässe hauptsächlich   dadvch,   dass das Auspressen des Schlauches nach aufwärts unmittelbar in ein Behandlungsbad   erfolgt und'dass   im Innern des Schlauches eine dort befindliche oder dorthin eingeführte   Flüsssigke'it   in Gestalt einer
Flüssigkeitssäule gehalten wird, welche den Schlauch stützt. Hiedurch wird eine ausseror den lich gelsich- mässige und konstant wirkende Unterstützung des Schlauches und damit ein sehr gleichmässiges Produkt (gleiche Wandstärke) ohne jede Schwierigkeit erzielt, während eine Dehnung mit Hilfe   von Pressluft   eine sorgfältige Regelung und   Überwachung   des Druckes notwendig macht.

   Der Schlauch kann ferner durch das Behandlungsbad mit Hilfe einer Windtrommel mit einer grösseren Geschwindigkeit   hindurch-   
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 einer Wandstärke von nur annähernd   0#02   bis   0'07 mu   herzustellen. 



  Als Material für die Herstellung der erfindungsgemässen   Schläuche   für   Wursthüllon   dient Zellulose, welche unter   möglichst   geringer chemischer Behandlung zu einer zähflüssigen   bädsamen   Lösung ver- arbeitet wird. Z.

   B. werden 100 Teile schwach gebleichter und gereinigter Baumwolle mit 750 Teilen   ein       20% Natriumhydroxydlösung   bei 25  C während 20 Minuten behandelt, das Alkali   abgepresst unit   die erhaltene Alkalizellulose nach Zerreissen in Schnitzel etwa 5 Stunden lang bei   25   C   reifen gelassen, dann in einem Behälter mit Schwefelkohlenstoff während 18 Stunden rasten gelassen,   der überschassige  
Schwefelkohlenstoff entfernt und die   zurückgebliebene   Masse in Wasser gelöst und neuerlich reifen 
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 gepresst werden. 



   Das Verfahren der Verarbeitung der Viskoselösung zur Herstellung nahtloser   Schläuche   u. dgl. wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 



   In diesen zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform der   Auspressvorrichtung   nach der Erfindung für   kontinuierliche Herstellung dünnwandiger Schläuche   in einem schematischen zentralen   lotrechten Sebmtt,   
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 schaulicht eine etwas abgeänderte Ausführung der Vorrichtung zwecks Erzielung eines im Wesen konstanten und gleichmässigen Auspressdruckes. 



   Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Vorrichtung wird die Viskose durch eine ringförmige   ftnù1%   nach aufwärts durch ein chemisches   Bad'gepresst, welches   im Verein mit späteren   Bekandluzgee   die 
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   Vorratsbehälter 1 mit   Kolben 2 und Ventil   3,   das die Einsaugung von Luft zulässt, wenn der Kolben angehoben wird. Der Vorratsbehälter 1 steht mittels eines kurzen Rohres 4 mit dem Auspressraum 5 in Verbindung, an dessen Scheitel eine Düse 6 vorgesehen ist, die zusammen mit dem Kern 7 eine Ring- öffnung bildet, durch welche die Viskose ausgepresst wird. Der Boden des Auspressraumes besteht aus einer wegnehmbaren Kappe   8,   durch welche hindurch der Kern 7 geschraubt ist, so dass er in die Düse 6 hineinragt.

   Die genaue Zentrierung des Kernes wird durch Stellschrauben 9 aufrecht erhalten. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Scheitel des Kernes 7 in einer Ebene mit jenem der Düse 6 ; diese Einrichtung hat sich als zweckmässig erwiesen und ergibt ein glattes Auspressen der Viskose. Auf der Auspresskammer 5 sitzt unter Zwischenschaltung einer Dichtung 10 ein   Behälter   11, der zur'Aufnahme der Regenerierflüssigkeit dient, in welche der Viskoseschlauch ausgepresst wird. Der Kern 7 ist hohl und besitzt in seinem Inneren ein Abzugsrohr 13, das nach aufwärts zu bis nahe zur Oberkante des Behälters 11 reicht.

   Rings um das Abzugsrohr 13, welches sich innerhalb des eben in Bildung begriffenen Schlauches 12 befindet, kann die gleiche Flüssigkeit, die für das Regenerationsbad dient, nach aufwärts gedrückt werden, wodurch der Schlauch aufgeblasen erhalten und eine stetige Erneuerung der innen befindlichen Flüssigkeit als auch eine Regelung seines Niveaus erzielt wird. Der Abfluss der Flüssigkeit durch das Überfallrohr und ihr Niveau im Inneren des Schlauches kann durch Einstellen des Auslassventiles 14 geregelt werden. Der Behälter 11 besitzt ein   Einlassventil. M   zum Zutritt frischer Flüssigkeit und einen Überfall 16 fÜr den Abzug verbrauchter   Flüssigkeit.   



   Die Vorrichtung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt : Die Viskose wird in den Behälter 1 eingebracht und bei konstantem Druck durch die ringförmige Austrittsdüse in das Regenerierbad eingepresst. Die so ausgepresste Viskose wird nach aufwärts durch die Flüssigkeit im Bade gezogen, in welchem die Härtung beginnt. Dieses Ziehen erfolgt beispielsweise dadurch, dass der Schlauch über eine umlaufende (nicht dargestellte) Trommel gelegt wird, die oberhalb des Bades angeordnet und mechanisch mit einer Geschwindigkeit angetrieben ist, die der   Auspressgeschwindigkeit   angepasst ist. 



   Der Durchmesser des Schlauches hängt nicht nur von der   Grösse   der Ringöffnung, sondern hauptsächlich von der Menge an Flüssigkeit ab, die zum Ausweiten des Schlauches verwendet wird. Die Wandstärke hängt in erster Linie von der Zuggeschwindigkeit und von dem   Ausmasse   des Aufblasens im Verhältnis zur Auspressgeschwindigkeit ab. 



   Die Dicke der Wand des Schlauches hängt nicht von dem tatsächlichen Abstand zwischen Düse 6 und Kern 7 ab, sondern es kann ein Schlauch einer Wandstärke von bloss ungefähr 0-04   nun durch   Auspressen der Viskose aus einer Öffnung bis zu   1'5 Mtm   Breite und durch Aufwärtsziehen und Strecken des Schlauches hergestellt werden. Die Verwendung einer verhältnismässig breiten   Austrittsöffnung   hat den Vorteil, dass hiedurch praktisch Verstopfungen der Öffnung durch zufällig dahingelangende Teilchen verhindert werden.

   Das Ziehen des Schlauches in und durch das   Niedersc11lagsbad   hat zur Folge, dass die Niederschlagung stattfindet, während der Schlauch unter Zug steht, und dies ist sehr wesentlich für die Erzeugung von Schläuchen von sehr dünnen Wandungen und der richtigen Beschaffenheit. 



   Nachdem der Schlauch das Bad verlassen hat, in welches er eingepresst wurde, wird er zu anderen Bädern   entsprechenaer Zusammensetzung geführt.   wo seine weitere   chemische   Behandlung ausgeführt wird und ein Waschprozess seine Bereitung vollendet. Damit der Schlauch weich bleibt, wird er   schliesslich   in ein Bad von verdünntem Glyzerin, Äthylenglykol oder einem   anderen geeigneten erweichend wirkenden   Stoff mit hygroskopischen Eigenschaften getaucht. Er ist dann für das Füllen bereit. 



   Um Schwankungen im Durchmesser des Schlauches auf ein Minimum herabzudrücken, kann zweckmässig auf den Kern 7 der   Anspressdüse   ein Dorn aufgesetzt werden, durch den die Niederschlagslösung zugeführt wird (Fig. 2). Dieser Dorn ist auf einem etwas abgeänderten Kern   7 a. aufgesetzt,   der mit der Düse 6a eine Ringöffnung gleich jener nach Fig. 1 bildet. Das mittlere Abzugsrohr der Fig. 2 ist an seinem oberen Ende in den konischen Teil 16 eingeschraubt, der eine,   eine Verlängerung   des Abzugsrohres   1. 3a   bildende zentrale   Bohrung-Mb   besitzt. Der konische Teil 17 ist mit seinem unteren Ende in den Kern 7 a eingeschraubt und der oberste einer Anzahl zylindrischen Teile ist kappenartig, wie bei 18 veranschaulicht, ausgebildet.

   Der konische   Teil 17   ist mit Bohrungen versehen, so dass die Regenerierflüssigkeit über die Mantelfläche des Kegels verteilt wird, in Berührung mit der   Innenfläche   des Schlauches kommt und nach aufwärts zwischen Schlauch und den zylindrischen Teil 16 fliesst. Die erschöpfte im Inneren befindliche Flüssigkeit fliesst am oberen Ende der Kappe 18 über und wird durch das Abzugsrohr   13a in gleicher Weise   wie   friiher   abgeleitet. 



   Ein derartiger Dorn verhindert das Zusammenfallen des Schlauches in dem Falle, als in der   Schlauch-   wandung ein kleines Loch entstehen sollte und ist ferner zur Bildung eines Schlauches von   gleichmässigem   Durchmesser förderlich. 



   Da die Länge des saum-odeur nahtlosen Schlauches, der mit der eben beschriebenen Vorrichtung hergestellt werden kann, vom Fassungsvermögen des Vorratsbehälters 1 abhängt und da letzterer früher oder später wieder aufgefüllt werden muss, muss der Auspressvorgang unterbrochen werden. Um das Verfahren zu einem kontinuierlichen zu machen, können eine Anzahl von   Vorratsbehältern   vorgesehen werden, so dass, wenn einer derselben annähernd geleert ist, ein zweiter zur Lieferung herangezogen werden kann. 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4>
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressdüse mit zwei oder mehreren Pressen mit Vorratsbehältern für das zu verarbeitende Gut in Verbindung steht, welche wechselweise zu-bzw. abschaltbar sind, zum Zwecke, durch kontinuierliche Speisung der Auspress- EMI4.1 . Wursthaut aus Zellulosehydrat, gekennzeichnet durch eine Wandstärke von annähernd 0'02 bis 0#07 nm. EMI4.2
AT108895D 1923-04-07 1924-03-31 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Wursthäuten. AT108895B (de)

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