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Verfahren und Yorrietuug zur Herstellung von künstlichen Wursthäuten.
Bei bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von künstlichen Wursthäuteh von beliebigen Längen wird ein plastisches Material, wie Viskose, in Form eines saumlosen Schlauches durch eine ringförmige Düsenöffnung einer Presse hindurch nach abwärts in freie Luft ausgepresst und der
Sehlauch dabei gleichzeitig sowohl an der Aussenseite als auch an der Innenseite mit Hilfe won bogen oder gasförmigen Mitteln behandelt, welche ein Niederschlagen und Härten der Masse zur Folge haben.
Während des Auspressens wird auf die Innenseite des Schlauches, etwa vermittels Pressluft, ein Druck ausgeübt, welcher eine Dehnung des Schlauches in der Querrichtung hervorbringt, der in seiner Venger 'richtung unverändert bzw. keiner Streckung unterworfen wird.
Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich dass erfindungsgemässe hauptsächlich dadvch, dass das Auspressen des Schlauches nach aufwärts unmittelbar in ein Behandlungsbad erfolgt und'dass im Innern des Schlauches eine dort befindliche oder dorthin eingeführte Flüsssigke'it in Gestalt einer
Flüssigkeitssäule gehalten wird, welche den Schlauch stützt. Hiedurch wird eine ausseror den lich gelsich- mässige und konstant wirkende Unterstützung des Schlauches und damit ein sehr gleichmässiges Produkt (gleiche Wandstärke) ohne jede Schwierigkeit erzielt, während eine Dehnung mit Hilfe von Pressluft eine sorgfältige Regelung und Überwachung des Druckes notwendig macht.
Der Schlauch kann ferner durch das Behandlungsbad mit Hilfe einer Windtrommel mit einer grösseren Geschwindigkeit hindurch-
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einer Wandstärke von nur annähernd 0#02 bis 0'07 mu herzustellen.
Als Material für die Herstellung der erfindungsgemässen Schläuche für Wursthüllon dient Zellulose, welche unter möglichst geringer chemischer Behandlung zu einer zähflüssigen bädsamen Lösung ver- arbeitet wird. Z.
B. werden 100 Teile schwach gebleichter und gereinigter Baumwolle mit 750 Teilen ein 20% Natriumhydroxydlösung bei 25 C während 20 Minuten behandelt, das Alkali abgepresst unit die erhaltene Alkalizellulose nach Zerreissen in Schnitzel etwa 5 Stunden lang bei 25 C reifen gelassen, dann in einem Behälter mit Schwefelkohlenstoff während 18 Stunden rasten gelassen, der überschassige
Schwefelkohlenstoff entfernt und die zurückgebliebene Masse in Wasser gelöst und neuerlich reifen
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gepresst werden.
Das Verfahren der Verarbeitung der Viskoselösung zur Herstellung nahtloser Schläuche u. dgl. wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
In diesen zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform der Auspressvorrichtung nach der Erfindung für kontinuierliche Herstellung dünnwandiger Schläuche in einem schematischen zentralen lotrechten Sebmtt,
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schaulicht eine etwas abgeänderte Ausführung der Vorrichtung zwecks Erzielung eines im Wesen konstanten und gleichmässigen Auspressdruckes.
Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Vorrichtung wird die Viskose durch eine ringförmige ftnù1% nach aufwärts durch ein chemisches Bad'gepresst, welches im Verein mit späteren Bekandluzgee die
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Vorratsbehälter 1 mit Kolben 2 und Ventil 3, das die Einsaugung von Luft zulässt, wenn der Kolben angehoben wird. Der Vorratsbehälter 1 steht mittels eines kurzen Rohres 4 mit dem Auspressraum 5 in Verbindung, an dessen Scheitel eine Düse 6 vorgesehen ist, die zusammen mit dem Kern 7 eine Ring- öffnung bildet, durch welche die Viskose ausgepresst wird. Der Boden des Auspressraumes besteht aus einer wegnehmbaren Kappe 8, durch welche hindurch der Kern 7 geschraubt ist, so dass er in die Düse 6 hineinragt.
Die genaue Zentrierung des Kernes wird durch Stellschrauben 9 aufrecht erhalten. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Scheitel des Kernes 7 in einer Ebene mit jenem der Düse 6 ; diese Einrichtung hat sich als zweckmässig erwiesen und ergibt ein glattes Auspressen der Viskose. Auf der Auspresskammer 5 sitzt unter Zwischenschaltung einer Dichtung 10 ein Behälter 11, der zur'Aufnahme der Regenerierflüssigkeit dient, in welche der Viskoseschlauch ausgepresst wird. Der Kern 7 ist hohl und besitzt in seinem Inneren ein Abzugsrohr 13, das nach aufwärts zu bis nahe zur Oberkante des Behälters 11 reicht.
Rings um das Abzugsrohr 13, welches sich innerhalb des eben in Bildung begriffenen Schlauches 12 befindet, kann die gleiche Flüssigkeit, die für das Regenerationsbad dient, nach aufwärts gedrückt werden, wodurch der Schlauch aufgeblasen erhalten und eine stetige Erneuerung der innen befindlichen Flüssigkeit als auch eine Regelung seines Niveaus erzielt wird. Der Abfluss der Flüssigkeit durch das Überfallrohr und ihr Niveau im Inneren des Schlauches kann durch Einstellen des Auslassventiles 14 geregelt werden. Der Behälter 11 besitzt ein Einlassventil. M zum Zutritt frischer Flüssigkeit und einen Überfall 16 fÜr den Abzug verbrauchter Flüssigkeit.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt : Die Viskose wird in den Behälter 1 eingebracht und bei konstantem Druck durch die ringförmige Austrittsdüse in das Regenerierbad eingepresst. Die so ausgepresste Viskose wird nach aufwärts durch die Flüssigkeit im Bade gezogen, in welchem die Härtung beginnt. Dieses Ziehen erfolgt beispielsweise dadurch, dass der Schlauch über eine umlaufende (nicht dargestellte) Trommel gelegt wird, die oberhalb des Bades angeordnet und mechanisch mit einer Geschwindigkeit angetrieben ist, die der Auspressgeschwindigkeit angepasst ist.
Der Durchmesser des Schlauches hängt nicht nur von der Grösse der Ringöffnung, sondern hauptsächlich von der Menge an Flüssigkeit ab, die zum Ausweiten des Schlauches verwendet wird. Die Wandstärke hängt in erster Linie von der Zuggeschwindigkeit und von dem Ausmasse des Aufblasens im Verhältnis zur Auspressgeschwindigkeit ab.
Die Dicke der Wand des Schlauches hängt nicht von dem tatsächlichen Abstand zwischen Düse 6 und Kern 7 ab, sondern es kann ein Schlauch einer Wandstärke von bloss ungefähr 0-04 nun durch Auspressen der Viskose aus einer Öffnung bis zu 1'5 Mtm Breite und durch Aufwärtsziehen und Strecken des Schlauches hergestellt werden. Die Verwendung einer verhältnismässig breiten Austrittsöffnung hat den Vorteil, dass hiedurch praktisch Verstopfungen der Öffnung durch zufällig dahingelangende Teilchen verhindert werden.
Das Ziehen des Schlauches in und durch das Niedersc11lagsbad hat zur Folge, dass die Niederschlagung stattfindet, während der Schlauch unter Zug steht, und dies ist sehr wesentlich für die Erzeugung von Schläuchen von sehr dünnen Wandungen und der richtigen Beschaffenheit.
Nachdem der Schlauch das Bad verlassen hat, in welches er eingepresst wurde, wird er zu anderen Bädern entsprechenaer Zusammensetzung geführt. wo seine weitere chemische Behandlung ausgeführt wird und ein Waschprozess seine Bereitung vollendet. Damit der Schlauch weich bleibt, wird er schliesslich in ein Bad von verdünntem Glyzerin, Äthylenglykol oder einem anderen geeigneten erweichend wirkenden Stoff mit hygroskopischen Eigenschaften getaucht. Er ist dann für das Füllen bereit.
Um Schwankungen im Durchmesser des Schlauches auf ein Minimum herabzudrücken, kann zweckmässig auf den Kern 7 der Anspressdüse ein Dorn aufgesetzt werden, durch den die Niederschlagslösung zugeführt wird (Fig. 2). Dieser Dorn ist auf einem etwas abgeänderten Kern 7 a. aufgesetzt, der mit der Düse 6a eine Ringöffnung gleich jener nach Fig. 1 bildet. Das mittlere Abzugsrohr der Fig. 2 ist an seinem oberen Ende in den konischen Teil 16 eingeschraubt, der eine, eine Verlängerung des Abzugsrohres 1. 3a bildende zentrale Bohrung-Mb besitzt. Der konische Teil 17 ist mit seinem unteren Ende in den Kern 7 a eingeschraubt und der oberste einer Anzahl zylindrischen Teile ist kappenartig, wie bei 18 veranschaulicht, ausgebildet.
Der konische Teil 17 ist mit Bohrungen versehen, so dass die Regenerierflüssigkeit über die Mantelfläche des Kegels verteilt wird, in Berührung mit der Innenfläche des Schlauches kommt und nach aufwärts zwischen Schlauch und den zylindrischen Teil 16 fliesst. Die erschöpfte im Inneren befindliche Flüssigkeit fliesst am oberen Ende der Kappe 18 über und wird durch das Abzugsrohr 13a in gleicher Weise wie friiher abgeleitet.
Ein derartiger Dorn verhindert das Zusammenfallen des Schlauches in dem Falle, als in der Schlauch- wandung ein kleines Loch entstehen sollte und ist ferner zur Bildung eines Schlauches von gleichmässigem Durchmesser förderlich.
Da die Länge des saum-odeur nahtlosen Schlauches, der mit der eben beschriebenen Vorrichtung hergestellt werden kann, vom Fassungsvermögen des Vorratsbehälters 1 abhängt und da letzterer früher oder später wieder aufgefüllt werden muss, muss der Auspressvorgang unterbrochen werden. Um das Verfahren zu einem kontinuierlichen zu machen, können eine Anzahl von Vorratsbehältern vorgesehen werden, so dass, wenn einer derselben annähernd geleert ist, ein zweiter zur Lieferung herangezogen werden kann.
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