DE558679C - Kernformmaschine - Google Patents
KernformmaschineInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C13/00—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
- B22C13/12—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for cores
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Description
Kernformmaschinen zur Herstellung von Kernen unregelmäßiger Gestalt haben die verschiedensten Aufgaben zu erfüllen. Die stärksten
Kernausladungen müssen in die Nähe der Kernbüchsenöffnung gelegt werden, über welche die
Einführung der Kernmasse erfolgt; dagegen muß der Kern in der umgekehrten Lage der
weiteren Verwendung, insbesondere dem Transport in die Form, zugeführt werden, weil in dieser
Lage der Kern am wenigsten der Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt ist. Weiter muß
der Kernformer die Möglichkeit haben, die Kernbüchse ohne Gefahr der Beschädigung des
fertigen Kernes zerlegen zu können. Nach der Fertigung muß die Möglichkeit nach Untersuchungen
und Ausbesserung des Kernes bestehen, und schließlich soll der Kern ohne Beschädigungsgefahren
vom Formtisch entfernt und dem Transport zugeführt werden.
Zur Lösung dieser Aufgaben sind bereits Kernformmaschinen vorgeschlagen worden. Ein
Teil dieser Lösung eignet sich jedoch nur zur Herstellung prismatischer Kerne, während vorliegende
Erfindung die Lösung der oben gekennzeichneten Aufgaben bei der Herstellung von Kernen unregelmäßiger Formgebung erstrebt.
Die Kernformmaschinen dagegen, mit denen Kerne unregelmäßiger Formgebung hergestellt
werden können, haben den Nachteil, daß sie nach Art von Wendeformmaschinen hergestellt
sind, so daß außer dem Aufstampfboden die gesamten Vorrichtungen zur mechanischen Bewegung
der Kernbüchsenteile gegeneinander angehoben und gesenkt werden müssen. Hierdurch
ergibt sich der Fortfall der Möglichkeit einer Freilegung des fertigen Kernes zur Untersuchung
und gegebenenfalls Ausbesserung desselben, während es andererseits der Anordnung
umständlicher Gegengewichte, langsam arbeitender Schneckengetriebe o. dgl. bedarf, damit
die Kernformmaschine von einem einzigen Kernformer bedienbar bleibt.
Die gemäß vorliegender Erfindung vorgeschlagene Kernformmaschine mit gegenüber
einem feststehenden Aufstampfboden beweglich angeordneter, geteilter Kernbüchse löst sämtliche
bei der Herstellung von Kernen unregelmäßiger Gestalt auftretenden Aufgaben dadurch,
daß die Kernbüchse um eine parallel zum Aufstampfboden verlaufende sowie auch um eine senkrecht auf dem Aufstampfboden
stehende Achse drehbar und unabhängig von dem Aufstampfboden heb- und senkbar ist. Vorteilhaft
sind dabei die zum Bewegen der Kernbüchsenteile dienenden Vorrichtungen schlittenartig
über dem Aufstampfböden geführt. Der Kern ist weiter zweckmäßig durch eine unterhalb
des Aufstampfbodens liegende Hubvorrichtung gegen diesen Boden heb- und senkbar angeordnet. Weist die den Kern tragende
Fläche des heb- und senkbaren Formtischteiles in weiterer Durchführung der Erfindung einen
kleineren Durchmesser als die Bodenflache der geschlossenen Kernbüchse auf, so kann der
Kern von einer Fördervorrichtung gabelartig umfaßt und ohne Gefahr vor Beschädigungen
dem weiteren Transport zugeführt werden. Der heb- und senkbare Formtischteil wird vorteil-
haft in seiner untersten Lage von den anderen Stampfbodenteilen schließend umgeben, so daß
eine ununterbrochene glatte Aufstampffläche entsteht.
Die Zeichnung zeigt -eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens, und
zwar gibt
Abb. ι eine teilweise Seitenansicht und einen teilweisen Längsschnitt auf bzw. durch eine erfindungsgemäß
ausgebildete Kernformmaschine wieder.
Abb. 2 zeigt eine Aufsicht auf die Kernformmaschine und einen teilweisen, waagerechten
Längsschnitt durch die Antriebsteile. Abb. 3 gibt schließlich eine Aufsicht auf die
zum Abheben und Transport des Kernes dienende gabelförmige Vorrichtung wieder.
In allen Abbildungen bezeichnen 1 und 2 die beiden Hälften der zweiteiligen Kernbüchse. In
ao der Füllstellung sind die beiden Kernbüchsenteile durch geeignete Vorrichtungen 3, 4 zweck-"
mäßig so gegeneinander verriegelt, daß eine unbeabsichtigte Kernbüchsenöffnung unmöglich
gemacht ist. Erfindungsgemäß ist nun die Kernbüchse 1, 2 gegen die Formtischfläche 5,
die bei der Fertigung des Kernes das erforderliche untere Widerlager der Kernbüchsenbohrung
bildet, heb- und senkbar angeordnet, um eine Verdrehung der Kernbüchse derart zu
ermöglichen, daß bei der Herstellung des Kernes die stärkeren Ausladungen nach oben, zur Einfüllöffnung
der Kernmasse zu, liegen; außerdem kann die Kernbüchse in eine Lage verlegt werden,
in der diese Ausladungen nach unten, zur Formtischfläche 5 zu, liegen. Diese Lage des
Kernes ist erforderlich, um seinen Transport ohne die Gefahr von Beschädigungen zu ermöglichen.
Das Heben und Senken der Kernbüchse wird im Ausführungsbeispiel rein mechanisch,
lediglich unter Zwischenschaltung einer Übersetzung zur Verminderung der erforderlichen
Handkraft, durchgeführt. Zu diesem Zweck ist ein Handhebel 6 vorgesehen, der über Achse 7
zur Verdrehung des Ritzels 8 dient. Ritzel 8 greift in eine bei 9 zahnstangenartig verzahnte
Muffe 10 ein, deren obere Stirnfläche an einer in der Hubrichtung geführten Traverse 11 anliegt.
Druckflächen 12, die auf der oberen Seite der Traverse angeordnet sind, legen sich bei geschlossener
Kernbüchse gegen die unteren Stirnflächen 13 der längsverschieblich angeordneten
Tragsäulen 14 an. Büchsen 15, die mit den die Formtischfläche 5 bildenden Schlitten 16 fest
verbunden sind, dienen zur Führung der Tragsäulen 14. Die Tragsäulen tragen an ihren
oberen Enden Lageraugen 17, in denen die Zapfen 43 der Kernbüchsenteile 1 und 2 drehbar
aufgenommen sind. Die Schlitten 16, deren obere Begrenzungsfläche die Formtischfläche
bildet, bewegen sich gleitend auf Führungen 44 des Maschinenrahmens 18, der gleichzeitig auch
zur Führung der Muffe 10 dient. Wie Abb. 2 zeigt, fällt die Teilungsebene der Kernbüchsenhälften
ι und 2 mit der Teilungsebene der Schlitten 16 zusammen. Ihre Bewegung erhalten
die Schlitten 16 dadurch, daß deren Querrippen 19 steilgängige Muttergewinde tragen,
in denen entsprechend steilgängige Gewindeschnecken aufgenommen sind, und zwar besitzen die Gewindeschnecken 20 rechts- oder
linksgängiges Gewinde, wenn die Gewindeschnecken 21 links- oder rechtsgängiges Gewinde
aufweisen. Die Gewindeschnecken 20 und 21 sitzen auf Spindeln 22, die bei 23 und 24 im
Rahmen 18 fest gelagert sind; sie tragen an ihrem einen Ende Kegelzahnräder 25, über die
sie mit den Gegenkegelrädern 26 einer über Handrad 27 zu betätigenden Verstellwelle 28
kämmen. Je nach der Bewegung des Handrades 27 nähern oder entfernen sich die Kernbüchsenhälften
1, 2 einander bzw. voneinander in einer zur Formtischfläche parallelen Geraden.
Der Rahmen 18 trägt eine mit der senkrechten Mittelachse der Formmaschine konzentrische
Muffe 29, in der sich ein Dorn 30 längsverschieb- 8g lieh führt. Dieser Dorn liegt daher auch konzentrisch
zur Muffe 10 und weist wie diese bei 31 eine zahnstangenartige Verzahnung auf, in
die das Zahnsegment 32 eingreift. Das Zahnsegment 32 ist bei 33 im Rahmen 18 gelagert und
von einem Fußhebel 34 aus über den Lenker 35 beweglich. An seinem oberen Ende trägt der
Dorn 30 eine Büchse 36, welche die kreisförmige Tragfläche 37 für den Kern gegen den Dorn 30
drehbar lagert; ein Kugellager 38 zwischen Tragfläche 37 und Muffe 29 nimmt den Axialdruck
auf. Der Durchmesser der Tragfläche 37 ist dabei so bestimmt, daß er kleiner ist wie die
Bodenfläche des Kernes. Entsprechend der Formgebung der Tragflächen 37 bzw. der Muffe 29 sind die Schlitten 16 in der Teilungsebene
bei 39 halbkreisförmig ausgenommen, so daß sie das über Fußtritt 34 gegen die Formtischfläche
heb- und senkbar angeordnete Formtischstück 37 schließend umgeben, wenn die Kernbüchse in der Formstellung ist.
Die Wirkungsweise der so gekennzeichneten Einrichtung ist folgende. Wie bereits oben bemerkt,
verlegt der Kernformer die über die Vorrichtung 3, 4 zu einer geschlossenen Kernbüchse
vereinigten Kernbüchsenteile 1, 2 zunächst in die Lage, in der die stark ausladenden
Kernteile in der Nähe der Einfüllöffnung für die-Formmasse liegen. Hierauf wird die Kernmasse
eingeführt und der Kern fertig geformt. Nach der Formung des Kernes hebt der Kernformer
durch Bewegung des Handhebels 6 die Kernbüchse so weit an, daß sie um 180 ° verdreht
werden kann, so daß nunmehr die schwereren Kernteile nach unten zu, d. h. zur Formtischfläche
5 zu, liegen. Hierauf wird die Verriegelungsvorrichtung 3, 4 gelöst und durch Be-
wegung des Handrades 27 beide Kernbüchsenteile in einer zur Formtischfläche 5 parallelen
Geraden vom fertiggeformten Kern abgezogen, ohne daß irgendeine Möglichkeit zur Bewegung
der Kernbüchsenhälften quer zur Formtischfläche und damit zur Beschädigung des Kernes
entsteht. Hierauf hebt der Kernformer den Kern durch Bewegung des Fußtrittes 34 über
die Formtischfläche 5, so daß er ihn in Augen-ο höhe untersuchen und durch Verdrehung mittels
der drehbaren Tragfläche 37 auf allen Seiten ausbessern kann. Durch eine nicht gezeichnete
Sperrvorrichtung wird dabei die Hubvorrichtung 34, 35, 32, 30, 37 in der gehobenen Lage
erhalten, ohne daß es erforderlich ist, ständig auf den Fußhebel 34 zu treten. Nachdem der
Kern als vollkommen in Ordnung befunden worden ist, wird die in Abb. 3 gezeichnete
gabelförmige Vorrichtung in den Zwischenraum 42 zwischen den Schlitten 16 so eingeführt, daß
die Tragfläche 37 im Gabelzwischenraum liegt, während auf den Gabelzinken die die Tragfläche
37 überragende Bodenfläche des Kernes aufliegt. Es kann nun ohne weiteres der Kern
in einer zur Formtischfläche quer, vorzugsweise senkrecht liegenden Richtung abgehoben werden.
Die Gabel 40 trägt bei 41 Ausnehmungen, in welche nach der Verlegung in die Transportlage
eine Gegengabel eingeschoben werden kann, so daß schwere, bis zu mehreren 100 kg wiegende
Kerne durch mehrere Transportarbeiter oder durch kranartige Vorrichtungen ohne Mühe abgehoben
und zur Form transportiert werden können.
Im Wesen der gekennzeichneten Erfindung liegt es, daß statt der mechanischen auch pneumatische,
hydraulische oder elektrische Antriebsvorrichtungen vorgesehen sein können. So können beispielsweise die Schlitten 16 Zylinder
tragen, in denen sich Kolben mit Zahnstangen bewegen, welche in mit den Kernbüchsenhälften
verbundene Zahnsegmente eingreifen, so daß die Kernbüchse pneumatisch oder hydraulisch verdreht wird. Die gleichen Vorrichtungen
können zum Anheben der Kernbüchse, der Tragfläche und zur Bewegung der Kernbüchsenhälften in einer zur Formtischfläche
parallelen Geraden dienen. Es können weiter die Bedienungsorgane 6 und 34 in geeigneter
Weise miteinander gekoppelt werden, ohne daß sich durch diese in der mannigfachsten
Weise möglichen Abänderungen und Vereinfachungen das Wesen der Erfindung ändert.
Claims (5)
1. Kernformmaschine zum Herstellen von Kernen unregelmäßiger Gestalt mit gegenüber
einem feststehenden Aufstampfboden beweglich angeordneter, geteilter Kerrbüchse,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kernbüchse um eine parallel zum Aufstampfboden verlaufende sowie auch um eine senkrecht
auf dem Aufstampfboden stehende Achse drehbar und unabhängig von dem Aufstampfboden heb- und senkbar ist.
2. Kernformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Bewegen
der Kernbüchsenteile dienenden Vorrichtungen schlittenartig über dem Aufstampfboden
geführt sind.
3. Kernformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern durch
eine unterhalb des Aufstampfbodens liegende Hubvorrichtung gegen diesen Boden heb-
und senkbar ist.
4. Kernformmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kern
tragende Fläche des heb- und senkbaren Formtischteiles einen kleineren Durchmesser
als die Bodenfläche der geschlossenen Kernbüchse hat und von einer Fördervorrichtung
für den Kern gabelartig umfaßt werden kann.
5. Kernformmaschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
heb- und senkbare Formtischteil in seiner untersten Lage von den anderen Stampfbodenteilen
schließend umgeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE41538D DE558679C (de) | 1931-07-25 | 1931-07-25 | Kernformmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE41538D DE558679C (de) | 1931-07-25 | 1931-07-25 | Kernformmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558679C true DE558679C (de) | 1932-09-10 |
Family
ID=7079119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE41538D Expired DE558679C (de) | 1931-07-25 | 1931-07-25 | Kernformmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558679C (de) |
-
1931
- 1931-07-25 DE DEE41538D patent/DE558679C/de not_active Expired
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