DE557587C - Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. - Google Patents
Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K31/00—Actuating devices; Operating means; Releasing devices
- F16K31/02—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic
- F16K31/06—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a magnet, e.g. diaphragm valves, cutting off by means of a liquid
- F16K31/10—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a magnet, e.g. diaphragm valves, cutting off by means of a liquid with additional mechanism between armature and closure member
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25, AUGUST 1932
25, AUGUST 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KUSSE 47 giGRUPPE
Fritz Sedlmayer in München Elektrische Antriebsvorrichtung für Ventile, Schieber u. dgl.
Zusatz zum Patent 554
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1931 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 23. Oktober 1930.
Der Gegenstand der Erfindung stellt eine weitere Ausbildung des Patents 554 606 dar
unter gleichzeitiger Anwendung eines anderen Ausführungsbeispieles. Der Zweck der Erftndung
ist, bei möglichster Einfachheit größter Regulierbarkeit eine Antriebsvorrichtung
für Ventile, Schieber o. dgl. zu schaffen, welche sich jeder geforderten Regelarbeit noch besser
anpassen kann und die auch die Vierwendung von Meßgeräten mit Minimum- und Maximumkontakt
ermöglicht.
Wie in dem Hauptpatent wird auch hier die Antriebsvorrichtung durch ein Kontaktmeßgerät
t in Abhängigkeit von Temperatur oder Druck gesteuert. Ein Magnet m, der von
einem periodisch unterbrochenen Stromkreis durchflossen wird, öffnet ruckweise das Ventil/;
weiter entgegen einer dauernd wirkenden abgebremsten Federkraft 1, solange der Meßgerätkontakt
(hier der Minimumkontakt a) geschlossen ist. Der Magnetkern^ hakt sich
ebenfalls in das Gestänge lein, das im Ausführungsbeispiel
durch, ein Zahnrad ν dargestellt ist, an dessen Welle w ein Seil s sich, aufwindet,
welches das Ventilgestänge g anhebt, das von der Federkraft 1 dauernd niedergedrückt
wird. Der Magnetkern q wird bei Stromunterbrechung durch die Feder 3 in seine Ausgangsstellung
zurückgebracht.
Die Abbremsüng oder Hemmung der Federkraft
ι geschient durch einen Anker k, dessen
einer Fuß σ durch den Zug der Feder 2 derartig an die Zahnung des Zahnrades ν angedrückt
wird, daß zwar eine Drehung nach rechts im Sinne des Gestängehubes ungehindert
geschehen kann, die entgegengesetzte Drehung im Sinne der Gestängesenkung aber abgeriegelt ist. Nächst dem Änkerfußo befindet
sich ein Magnet n, der ebenfalls von einem periodisch unterbrochenen Stromkreis
durchflossen wird, sobald der Maximiumkontakt b geschlossen ist. Dreht nun infolge der
den Magnet λ durchfließenden Stromstöße dieser den Ankert nach links, die Feder 2 ihn
bei stromlosem Magnet nach rechts, so entsteht jene bekannte Anker bewegung, die das Zahn
rad nur Zahn um Zahn links drehend im Sinne der Gestängesenkung durchlaufen läßt.
Damit ist die Hemmung erreicht, die das Ventilgestänge g nur langsam der Schließstellung
des Ventils entgegenführen läßt.
Die beiden Magnete/« und ti arbeiten am
besten, wenn sie etwa jede Sekunde von einem Stromstoß von etwa 1/2 Sekunde Dauer durchflossen
werden. Diesie Unterbrecherarbeit wird am besten durch die bekannten Blinkrelais
erreicht, wie sie in y und ζ dargestellt sind und deren Arbeitsprinzip darauf beruht, daß
ihre hochohmigen Erregerspulen Immer im gleichen Augenblick stromlos werden, indem
der durch, ihre Erregung gekippte Quecksilberkontakt den Stromkreis kurzschließt. Die
Erregerspulen. 6 und 7 der beiden Relais werden durch den Stromschluß des Minimum-
bzw. Maximumkontaktes des Meßgerätes t erregt. Im Stromkreis des Meßgerätes wird
zweckmäßig vor seiner Gabelung noch ein langperiodischer Unterbrecher χ eingeschaltet,
dessen Unterbrecherzeiten in möglichst weiten Grenzen regulierbar sind 'und der durch seine
Unterbrechung ein zu schnelles Regeln und damit Überregeln verhindert. Er besteht z. B. in einem thermischen
Unterbrecher χ nach bekannter Art mit einer widerstandsdrahtumwickeltenBimetallzungee.
Die Regulierbarkeit wird 'erreicht durch die Verschaltung eines regulierbaren Widerstandes
L
Um die höchste gewünschte Öffnungsstellung
des Ventils regulieren zu können, ist noch ein Schalter« angeordnet. Sobald der Kopf
des Gestänges g mit seinem verstellbaren Taster c auf den Riegel/· des Schalters a aufstößt,
wird dieser Riegel ,angehoben, indem die Federn 4 und 5 zusammengedrückt werden.
Die Feder 5 drückt auf das gewölbte Metallblatt/, das nach bekannter Weise so gekrümmt
ist, daß es bei Erreichung eines gewissen Druckes plötzlich durchbiegt und "dadurch
den Kontakt d löst und damit den "Strom des Anhubmagneten 'unterbricht. Bei
geringer Senkung des Gestänges tritt der entgegengesetzte Vorgang ein, d. h. der Kontakte?
wird wieder geschlossen. Ein Momentschalter ist hier nötig, da bei allmählicher Lösung
des Kontaktes dieser infolge des Öffnungsfunkens des Magnetstromes bald zerstört
würde.
Die Vorrichtung arbeitet nun folgendermaßen: Das Kontaktmeßgerät sei z.B. 'ein
Quecksilberfederthermometer, mit Minimum- und Maximuinkontakt, eingebaut in einem
Trockenraum, in welchem die Temperatur auf einer gewissen Höhe gehalten werden soll.
Das Ventil sei in die Dampfzuleitung zur Heizanlage des Trockenraumes 'eingebaut.
Solange die gewünschte Temperatur herrscht, spielt der Meßgerätzeiger zwischen den beiden
Kontakten α und b. Beide Relais y und 2 und
beide Magnete m und η sind in Ruhe; der Anker k hält das Zahnrad ν und damit das Ventilgestänge
g entgegen der Federkraft 1 in seiner augenblicklichen Stellung fest.
Nimmt nun aber der Dampfdruck oder die Dampf temperatur ab oder der ■Wärmeverbrauch
zu, z. B. durch Einbringung neuen Trockengutes, wie es hier angenommen sein soll, so sinkt die Temperatur im Trockenraum.j
und der Zeiger des Meßgerätes erreicht den Minimumkontakt a. Ein Meßgerätstromkreis
wird geschlossen, der die Erregerspule 6 des Relais y erregt, und dieser schließt
den Stromkreis des Magneten m, allerdings infolge der Blinkrelaiswirkung nur inForm von
z. B. fünf Stromstößen, die den Magneten m fünfmal erregen, wodurch er das Zahnrad ν
um fünf Zähne rechtsdrehend antreibt und dadurch das Gestänge etwas anhebt und so
das Ventil etwas weiter öffnet. Zu fünf Stromstößen kam es nur, weil inzwischen der langperiodische Unterbrecher χ des Meßgerätsstromkreises den Strom unterbrach, z. B. auf
ι S Sekunden, wodurch während dieser Zeit alles in Ruhe verharrt. Dann schaltet der'
Unterbrecher χ wieder ein, der Magnet erhält neuerdings fünf Stromstöße. Dadurch erfolgt
weitere entsprechende Ventilöffnung, und der Unterbrecher χ schaltet wieder aus. Dieser Vorgang
wiederholt sich mehrmals, bis sich das Ventilgestänge so hoch gehoben hat, daß der
Taster c eben den Riegel/" berührt. In diesem
Augenblick schaltet der Unterbrecher χ wieder ein, aber der Magnetm macht jetzt z.B.
nur noch drei Takte, da der Riegel r den Kontakt^ ausschaltet. Ob nun weiterhin der
Unterbrecher χ einschaltet oder nicht, der Magnet/n bleibt jedenfalls in Ruhe infolge der
Stromunterbrechung bei ά. Das Ventil hat seine größte einregulierte Öffnungsstellung erreicht.
Nachdem das Trockengut etwas angewärmt ist, wird die Temperatur, besonders infolge
des nunmehr stark geöffneten Ventils, rasch ansteigen. Der Meßgerätzeiger verläßt den
Minimumkontakt α und erreicht allmählich den
Maximumkontakt b. Der andere Meßgerätstromkreis mit der Erregerspule 7 des Relais ζ
wird geschlossen, der Magnet η erhält durch das Relais ζ ebenfalls z. B. fünf Stromstöße,
der Anker k wird fünfmal angezogen und läßt hierbei fünf Zähne des Zahnrades ν linksdrehend
ablaufen, wobei das Gestänge sich infolge der Federkraft 1 senkt. Hierdurch senkt
sich auch der Taster c, und der Riegel r schaltet den Kontakt bei d wieder ein. Der Unterbrecher
χ hat inzwischen wieder auf 15 Sekunden unterbrochen. Er schließt dann den
Stromkreis wieder, und weitere fünf Zähne laufen ab, bis der Stromkreis wieder unterbrochen
wird. Bevor der Unterbrecher χ jedoch nach weiteren 15 Sekunden wieder einschalten
kann, hat infolge der erreichten Ventildrosselung der Meßgerätzeiger den Maxirnumkontakt b verlassen. Die Vorrichtung
bleibt nun so lange wieder in Ruhe, bis; infolge von irgendeiner neuerlichen Temperaturänderung
eine neue Kontaktnahme bei a oder b erfolgt.
Die hier dargestellte Vorrichtung hat folgende wichtige Vorteile: Durch die große
Regulierbarkeit der Unterbrecherzeiten des Unterbrechers χ kann man die Regulierungsschnelligkeit dem jeweils zu regulierenden.
Vorgang genau anpassen. Dadurch wird eine sehr gute Regelleistung erzielt. Die schnell
arbeitenden Blinkrelais gestatten trotz großer Gestängehubkraft die Verwendung verhältnismäßig
kleiner Magnete. Kein Teil der Vorrichtung bedarf irgendeiner Wartung.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι. Elektrische Antriebsvorrichtung für Ventile, Schieber u.dgl. nach Patent 554 606, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Abis bremsung der das Ventilgestänge zurückführenden Federkraft dienende Hemmwerk aus einem Anker besteht, der in dieselbe Zahnung eingreift, in die der Anhubmagnet sich einhakt, und der durch einen zweiten, ebenfalls von einem periodisch unterbrochenen Stromkreis durchflossenen Magneten und eine Gegenfeder derart hin und her bewegt wird, daß die Zahnung nur Zahn um Zahn zurücklaufen kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden Magnetstromkreise je ein kurzzeitig unterbrechendes Blinkrelais eingeschaltet ist, während in den gemeinsamen Teil des zugehörigen Meßgerätstromkreises ihrer Erregerspulen ein langzeitig periodisch wirkender Unterbrecher eingeschaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1930554606D DE554606C (de) | 1931-04-09 | 1930-10-23 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
| DES97861D DE557587C (de) | 1931-04-09 | 1931-04-09 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97861D DE557587C (de) | 1931-04-09 | 1931-04-09 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE557587C true DE557587C (de) | 1932-08-25 |
Family
ID=7521038
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1930554606D Expired DE554606C (de) | 1931-04-09 | 1930-10-23 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
| DES97861D Expired DE557587C (de) | 1931-04-09 | 1931-04-09 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
Family Applications Before (1)
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|---|---|---|---|
| DE1930554606D Expired DE554606C (de) | 1931-04-09 | 1930-10-23 | Elektrische Antriebsvorrichtung fuer Ventile, Schieber u. dgl. |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE554606C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1930
- 1930-10-23 DE DE1930554606D patent/DE554606C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-04-09 DE DES97861D patent/DE557587C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1094066B (de) * | 1958-10-04 | 1960-12-01 | Gustav Strunk G M B H Maschf | Druckmittelbetaetigter Stellmotor zum schrittweisen Bewegen von Absperr- und Drosselschiebern od. dgl. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE554606C (de) | 1932-07-11 |
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