DE555305C - Verfahren zur Herstellung von Weiss- und Buntreserven unter Anilinschwarz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Weiss- und Buntreserven unter Anilinschwarz

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DE555305C
DE555305C DEG78517D DEG0078517D DE555305C DE 555305 C DE555305 C DE 555305C DE G78517 D DEG78517 D DE G78517D DE G0078517 D DEG0078517 D DE G0078517D DE 555305 C DE555305 C DE 555305C
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aniline black
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GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Weiß- und Buntreserven unter Anilinschwarz Es ist bekannt, daß man im Zeugdruck die Anilinschwarzbildung durch Anwendung von alkalischen Mitteln örtlich verhindern kann. In gleicher Weise gelingt es durch Anwendung von reduzierend wirkenden Agentien in Gegenwart von Alkalien oder Alkalicarbonaten und geeigneten Farbstoffen, wie Küpenfarbstoffen, bunte Effekte auf anilinschwarzem Grunde zu erzeugen.
  • Bei der Anwendung der letztgekennzeichneten Buntreservemethode, insbesondere dann, wenn stark alkalische Substanzen, wie Ätzalkalien oder Alkalicarbonate, welche zur Fixierung der Küpenfarbstoffe unentbehrlich sind, zur Herstellung bunter Reserveeffekte verwendet werden, zeigen sich gewisse Schwierigkeiten, welche die Ausführung des Verfahrens für die Praxis erschweren. Es zeigt sich nämlich, daß die bunten Muster stets einen mehr oder weniger kräftig ausgebildeten weißen Rand zeigen, entstanden durch Ausfließen der hygroskopischen Alkalien oder Alkalicarbonate, über die Begrenzung der Muster hinaus.
  • Es hat sich nun gezeigt,. daß man diesen Übelstand durch Anwendung von stark basischen, schwer flüchtigen organischen Abkömmlingen des Ammoniaks, wie Piperazin, Diäthyläthylendiamin, Triäthanolamin usw., vollkommen beseitigen kann, wobei die Amine infolge ihres kräftigen basischen Charakters ganz oder teilweise die das Ausfließen bedingenden -Alkalien ersetzen können.
  • Durch die englischen Patentschriften 285 041 und 302 252 ist bereits bekannt geworden, daß man schwer flüchtige organische Basen, wie Äthanolamine, als Zusatz zu den Küpenfarbstoffpasten bzw. zu Druckpasten von Küpenfarbstoffen zugeben kann. Der Zweck dieses Zusatzes ist aber, lediglich eine bessere Verteilung und Ausgiebigkeit des Farbstoffes zu erzielen. Der beim vorliegenden Verfahren durch Zusatz von Äthanolaminen erreichte Fortschritt war aber auf Grund der Angaben in diesen Patentschriften nicht vorauszusehen.
  • Die Druckfarben sind sehr einfach zusammengesetzt; man mischt z. B. für Weißreserven einfach die Verdickung mit den in Betracht kommenden Aminen, druckt auf das in üblicher Weise in Anilinschwarzpräparation vorbereitete, trockene Gewebe, dämpft und erhält so weiße Muster auf schwarzem Grunde. Man arbeitet wie folgt: Beispiel i Das weiße Gewebe wird in üblicher Weise imprägniert mit einer Lösung von folgender Zusammensetzung: 4 800 g Natriumchlorat, i i 5oo g Ferrocyannatrium, 14 400 g Anilinchlorhydrat gelöst mit Zoo 1 Wasser.
  • Man bedruckt das nach der Imprägnierung getrocknete Gewebe mit
    400 g Britishgummi Pulv.,
    400 g Wasser,
    Zoo g Triäthanolamin,
    1000-93
    dämpft in üblicher Weise im Schnelldämpfer, oxydiert, wäscht, trocknet .und erhält so weiße Effekte auf schwarzem Gründ.
  • -- - Beis;p-iel 2 Das Gewebe, das wie in Beispiel I in Anilinschwarz vorbereitet wurde, wird bedruckt mit
    2309 Britishgummi Pulv.,
    2309 Wasser,
    9o g Cibablau 2 B D Teig (S c h u 1 t z,
    Farbstofftabellen, 6. Auflage,
    Nr. 88I),
    I8o g Tri'äthanolamin,
    459 Pottasche,
    225 g formaldehydsulfoxylsaures Na-
    trium,
    1 000 g.
    Man dämpft im Schnelldämpfer, oxydiert in üblicher Weise, wäscht, trocknet und erhält so blaue Effekte auf schwarzem Grund.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIi: Verfahren zur Herstellung von Weiß-und Buntreserven unter Anilinschwarz, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die mit einer Anilinschwarzlösung vorbehandelte Ware Reserven aufdruckt, die schwer flüchtige, stark basische organische Abkömmlinge des Ammoniaks entweder für sich allein oder in Verbindung mit geeigneten Küpenfarbstoffen und Alkalicarbonaten nebst den im letzteren Falle zur Fixierung des Küpenfarbstoffes erforderlichen. Reduktionsmitteln enthalten.
DEG78517D 1931-01-14 1931-01-16 Verfahren zur Herstellung von Weiss- und Buntreserven unter Anilinschwarz Expired DE555305C (de)

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