DE554495C - Hilfsgeraet fuer Formmaschinen - Google Patents
Hilfsgeraet fuer FormmaschinenInfo
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- DE554495C DE554495C DEG79307D DEG0079307D DE554495C DE 554495 C DE554495 C DE 554495C DE G79307 D DEG79307 D DE G79307D DE G0079307 D DEG0079307 D DE G0079307D DE 554495 C DE554495 C DE 554495C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/20—Stack moulds, i.e. arrangement of multiple moulds or flasks
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C11/00—Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
Description
Die in dem Hauptpatent beschriebene Abhebe-, Wende-, Zusammensetz- und Stapelvorrichtung
für Formmaschinen aller Art verlangt, daß die Formen zum einzelnen Gießen treppenförmig übereinandergestapelt werden.
Jede Form wird dabei um die Eingußbreite nach hinten versetzt, so daß jeder Einguß sich
frei zum Gießen darbietet. Hierdurch wird die Stapelhöhe beschränkt, der Platzbedarf
größer. Im Gegensatz hierzu wurde bislang beim Stapelguß verfahren, wo alle Formen im
gleichen Stapel zentrisch und senkrecht übereinandergestapelt wurden, und mittels eines
gemeinsamen, durch alle Formen hindurchgehenden Eingußtrichters vergossen. Infolge
des hohen Flüssigkeitsdruckes kann das Stapelgußverfahren nur für ganz dünnwandige
Teile verwendet werden, da bei stärkeren Abgüssen die untersten im Stapel
ao zu sehr treiben.
Nach der deutschen Patentschrift 494 843 ist das einzelne Gießen im Stapelguß dadurch
möglich geworden, daß die Formhälften um die Eingußbreite versetzt eingeformt werden.
Hiernach muß einzeln gegossen werden, wodurch wiederum das Gießen —ι die körperlich
am meisten beanspruchende und ermüdende Arbeit — erschwert und verzögert wird. Die
Formkästen müssen ferner um die doppelte Eingußbreite größer sein als das Gußstück
verlangt. Formfläche geht so verloren, beträchtliche Sandmengen, Form- und Ausleerarbeit
werden nutzlos vertan. Der Platzbedarf wird größer, die Stapelhöhe kann nur gering
sein, da bei höherem Stapel die Standsicherheit verlorengeht und auch ungleiche Gußstücke
anfallen. Je geringer aber die Anzahl der übereinandergestapelten Formen ist, desto größer ist der weitere Verlust an Formund
Ausleerarbeit, weil in jedem Stapel die unterste und oberste Formhälfte verlorengehen.
Auch werden neue Formmaschinen, Modellplatten und neue, der Bearbeitung wegen in der Anschaffung teure Formkästen
benötigt.
Vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand die Beseitigung all dieser Übelstände, indem
in Verbindung mit der Vorrichtung des Hauptpatentes die Formen mittels selbsttätig
wirkender Zentrier-, Hebe- und Wendevorrichtung in den Kastenführungen gegriffen,
verriegelt, gehoben, zur Zusammensetzstelle geschwenkt und senkrecht übereinandergestapelt
werden.
Das zentrische und senkrechte Übereinanderstapeln von Formen ist nach der Patentschrift
313854 bekannt. Danach muß der in einem Zentrierrahmen eingespannte Formkasten
nach dem Einformen samt Rahmen von Hand von der Maschine abgenommen und
554 4Ö5
freihändig auf die Vorrichtung aufgesetzt werden. In Verbindung mit dem Hauptpatent
verbleibt bei der vorgeschlagenen Vorrichtung gemäß der Erfindung dem Maschinenformer
nur noch die Führung, womit jede Lastarbeit für ihn entfällt und die beim freihändigen Zusammensetzen
sich ergebenden laufenden kleineren und größeren Störungen ausgeschaltet sind. Letztere sind meistens dadurch bedingt,
ίο daß, um Versatz der Gußstücke zu vermeiden,
eine gute Passung von Zulegestiften und Kastenführungen angestrebt wird, was das
freihändige Zusammensetzen außerordentlich erschwert. Durch die Elastizität der Zusammensetzorgane
gemäß der Erfindung einerseits und andererseits dadurch, daß die fertige
Form an immer der gleichen Stelle mechanisch abgenommen und an immer der gleichen
Stelle mechanisch zusammengesetzt wird, ist ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet,
so daß auch an Arbeitszeit gespart wird.
Um nun beim senkrechten Stapeln neben der Vereinfachung des Formens auch die
Gießarbeit zu erleichtern und zu beschleunigen, hat vorliegende Erfindung weiter zum
Gegenstand, die Formen, sei es nun eigentlicher Stapelguß oder auch aus Unter- und
Oberkasten bestehende Formen, beliebig einzeln, zu zweien oder mehrfach auf einmal zu
vergießen.
Die Abb. 1 und 2 zeigen die beispielsweise Ausführung einer selbsttätig wirkenden Zentrier-
und Hebevorrichtung, während Abb. 3 und 4 eine die gleiche Aufgabe erfüllende Zentrier-
und Hebevorrichtung in Verbindung mit einer Vorrichtung zum Wenden darstellen. Die
Abb. 5 zeigt ein Beispiel, wie die im senkrechten Stapel stehenden doppelseitigen Formen
zu zweien auf einmal zu vergießen sind, wobei Abb. 6 und 6a die wechselnde Trichterstellung
in einer beispielsweisen Ausführung wiedergeben. Abb. 7 stellt ein Beispiel dar,
wie vier senkrecht übereinandergestapelte Doppelformen aus je einem Unter- und je einem
Oberkasten mit zweimaligem Gießen je zwei Formen auf einmal gegossen werden. Abb. 8
und 8a zeigen die beispielsweise Anordnung der Eingußtrichter.
Die Zentrier- und Hebevorrichtung besteht zunächst aus einem Querhaupt 1, das mittels
Gelenk 2 mit dem Schwenkarm der Maschine gemäß Hauptpatent gelenkig verbunden ist.
Die Führungen 3 im Querhaupt lassen die Führungskloben 4 jeweils auf die verschiedenen
Entfernungen der Formkastenführungen einstellen, was durch die Deckschienen 5 und Griffe 6 erfolgt. Der eigentliche Zentrierbolzen
7 sitzt beweglich im Führungskloben 4. Seine Hubhöhe kann durch den Stellring 8 in
den erforderlichen Grenzen verstellt werden. Die Feder 9 dient als Puffer, der ein etwaiges
Festklemmen des Zentrierbolzens 7 in der Kastenführung verhindert. In dem als Rohr
ausgebildeten Zentrierbolzen 7 sitzt ein Anschlagzapfen 10 beweglich. Letzterer wird
durch die Druckfeder 11 unter Spannung gehalten, so daß der Riegel 12 mittels der Zugfeder
13 in die Aussparung des Zentrierbolzens gezogen wird.
Die Arbeitsweise ist folgende: In die von der Formmaschine abgehobene Form F gemäß
Abb. ι werden die Zentrierbolzen 7 durch die Kastenführungen eingeführt, bis der Anschlagzapfen
10, beim Anschlag auf die Modellplatte z. B. Widerstand findend, in die
Bohrung des Zentrierbolzens 7 mit seinem Schaft eindringt, dabei die Feder 11 spannt,
bis schließlich dieser Schaft des Anschlagzapfens 10 den Riegel 12 herausdrückt und
dadurch die Feder 13 spannt. Die Feder 9 drückt den im Führungskloben 4 beweglich
sitzenden Zentrierbolzen 7 nach unten, und der Riegel 12 legt sich beim Heben der Vorrichtung
gegen das Kastenauge unten an, wodurch der Kasten abgehoben wird. Alsdann wird er
mit dem Schwenkarm über den vorher abgesetzten Formkasten geschwenkt, und beim Absenken
der Form führen sich die Zentrierbolzen 7 in die Augen des vorher abgesetzten Kastens ein. Sowie der Kasten aufsitzt, wird
der Riegel frei, und die Feder 13, welche unter Spannung steht, zieht den Riegel 12 selbsttätig
in die Aussparung des Zentrierbolzens. Sie sind nunmehr frei und können durch Heben der Vorrichtung aus den Führungen
herausgezogen werden, während die Form zentriert auf der darunter befindlichen stehenbleibt.
Muß der Unterkasten gewendet werden, was bei größeren Formen zwei Mann erfordert,
so wird der zweite Schwenkarm gemäß .dem Hauptpatent beispielsweise nach den
Abb. 3 und 4 ausgebildet. Die demgemäß am Querhaupt sitzenden beiden Tragstangen 14
tragen in Lagern die Wendezapfen 15, die durch Selbstschnapper 18 um genau i8o°
dreh- und feststellbar sind. Durch die Bohrung dieser Wendezapfen 15 wird in diesem
Falle der lose Zentrierbolzen 7 eingeführt und mit dem Kasten f gemäß Abb. 3 durch den
Keil 17 und die Keilführung 16 gemäß Abb. 4 fest verbunden.
Die Arbeitsweise ist folgende: Der abgehobene Unterkasten f und das darüber gebrachte
Gestänge 14, 15 wird durch den losen Zentrierbolzen 7 in der Weise nach seiner
Einführung in das Kastenauge mit ihm verbunden, daß der Anschlagzapfen 10 den
Riegel 12 unter dem Kastemauge anlegt, worauf
durch Festziehen des Keils 17 eine starre Verbindung geschaffen wird. Beim Heben des
Ouerhaupts wirdi nunmehr auch der Kasten £
angehoben, ausgeschwenkt und nach" Lösung des Selbstschnappers 18 gewendet. Bei einer
Wendung um i8o° hält der Selbstschnapper den Kasten wiederum in planparalleler Lage
fest und kann nun zentrisch abgesetzt werden. Hierauf werden Keil 17 und Zentrierbolzen 7
gelöst. Der Oberkasten wird mit der in Abb. ι und 2 dargestellten Vorrichtung gegriffen
und zentrisch aufgesetzt.
Das beliebige einzelne, zwei- oder auch mehrfache Gießen von Formen auf einmal
wird dadurch ermöglicht, daß im gleichen senkrechten Stapel doppelseitig gepreßter
Formen jeweils der obere der zusammen zu gießenden Formkasten seitlich schwalbennestförmige
Eingußtüllen a, b erhält, die nach Abb. 6 und 6a abwechselnd links und rechts
sitzen. Die Abb. 5 stellt das Gießen je zweier Formen im senkrechten Stapel dar. Abgesehen
von der untersten Form wird die nächste mit dem Trichter bei b im gewöhnlichen
Kasten ohne Eingußtülle aufgesetzt und dann eine Form mit der seitlichen Eingußtülle
b. Darauf kommt eine Form im gewohnlichen Kasten ohne seitliche Eingußtülle,
aber bei α sitzendem Trichter und hierauf eine Form im Kasten mit seitlicher Eingußtülle
a. Beim einzelnen Gießen wechselt die Trichterstellung von Form zu Form von a
nach b, beim dreifachen alle drei Formen.
Die Abb. 7 zeigt aus Unter- und Oberkasten gefertigte, senkrecht übereinandergestapelte
Formen, die zu zweien auf einmal gegossen werden. Hierbei bekommt jeweils der obere der zusammen zu vergießenden Formkästen
eine seitliche Eingußtülle α bzw. b.
Claims (3)
1. Hilfsgerät für Formmaschinen gemaß Patent 540019 zum zentrischen und
senkrechten Stapeln von Formen, gekennzeichnet durch für verschiedene Kastengrößen angepaßte Zentrierbolzen (7) mit
unter Federwirkung stehenden Riegeln (12), die in einem Kloben (4) geführt
und in einem an einem Schwenkarm (2) der Formmaschine gemäß Hauptpatent angelenkten Querhaupt (1) einstellbar
festgeklemmt werden können.
2. Hilfsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Tragstangen (14) mit um
i8o° dreh- und feststellbaren Wendezapfen (15), welche die Formkasten mittels
der losen Zentrierbolzen (7) zentrisch übereinander aufnehmen, wobei die Verriegelung
durch einen Keil (17) erfolgt.
3. Stapelformkasten mit seitlichen Eingußtrichtern für das Hilfsgerät gemäß
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingußtrichter und die entsprechend
nach außen herausragenden Tüllen versetzt gegeneinander an den Formkasten angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Berlin, gedruckt in der
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG79307D DE554495C (de) | 1931-04-01 | 1931-04-01 | Hilfsgeraet fuer Formmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG79307D DE554495C (de) | 1931-04-01 | 1931-04-01 | Hilfsgeraet fuer Formmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE554495C true DE554495C (de) | 1932-07-09 |
Family
ID=7136856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG79307D Expired DE554495C (de) | 1931-04-01 | 1931-04-01 | Hilfsgeraet fuer Formmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE554495C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2397247A1 (fr) * | 1977-07-14 | 1979-02-09 | Hunter Automated Mach Corp | Machine de fonderie et moule de fonderie fabrique par cette machine |
-
1931
- 1931-04-01 DE DEG79307D patent/DE554495C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2397247A1 (fr) * | 1977-07-14 | 1979-02-09 | Hunter Automated Mach Corp | Machine de fonderie et moule de fonderie fabrique par cette machine |
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