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Verfahren zur Herstellung von photographischen Zweifarbenbildern Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von photographischen Zweifarbenbildern.
' Gemäß der Erfindung werden auf einem Film, der auf jeder Seite eine lichtempfindliche
Schicht und vor der einen Schicht sowie zwischen den Schichten Farbfilter enthält,
durch eine Aufnahme die beiden Teilbilder hergestellt und entwickelt, worauf die
Gelatine an den Silberstellen gehärtet wird und die Bilder dann fixiert und mit
komplementären Farben eingefärbt und in der Druckpresse auf zwei Positivfilme abgedruckt
werden, die schließlich im Register übereinandergeklebt werden.
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Als Träger für die lichtempfindlichen Schichten, die die negativen
Bilder aufnehmen sollen, kann ein beliebiger durchsichtiger Film verwendet werden.
Es empfiehlt sich aber, einen sehr dünnen Film zu verwenden, damit die beiden lichtempfindlichen
Emulsionen so dicht aneinander wie möglich zu liegen kommen. Für Filme in der Form
von Filmrollen oder Filmpaketen kann Celluloid in einer Stärke von 2/00o Zoll verwendet
werden. In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, einen etwas steiferen Träger
zu verwenden, beispielsweise Celluloid, welches eine Stärke von etwa @lo"o Zoll
hat. Wenn die Erfindung in Verbindung mit den sogenannten Photomatonapparaten o.
dgl. verwendet wird, wird vorzugsweise ein Träger von 2/00o Zoll Stärke benutzt.
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Der durchsichtige Träger wird zuerst auf beiden Seiten mit einer klebrigen
Unterschickt versehen, an der die Emulsionen haften können.
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Die eine Seite des mit der Unterschicht versehenen Trägers wird mit
einer Gelatinesilberbromidemulsion überzogen, die derart farbernpfindlich gemacht
wird, daß sie von Lichtstrahlen einer bestimmten Komplementärfarbe beeinflußt werden
kann. Die andere Seite des Trägers wird mit einer Schicht aus Gelatinesilberbromidemulsion
oder Gelatinesilberchloridemulsion überzogen, die gegen Lichtstrahlen der anderen
Konrplementärfarbe des Farbenpaares empfindlich gemacht wird.
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Die Emulsionen müssen ohne Zusatz eines Härtemittels zur Gelatine
hergestellt werden, da die Gelatine farbstoffabsorbierend sein muß.
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Der Silberinhalt, der die Arbeitsgeschwindigkeit und die Kennzeichen
der beiden Emulsionen bestimmt, wird in bekannter Weise derart geregelt, daß dieselbe
Exponierung und Entwicklung eine gleichmäßige Dichte beim Kopieren ergeben. Die
langsam arbeitende Emulsion kann beispielsweise Silberchlorid enthalten und die
schnell arbeitende muß notwendigerweise Silberbromid, mit oder ohne Jod, enthalten.
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Der Film wird zweckmäßig auf beiden Seiten mit Buchstaben oder anderen
Zeichen versehen, damit während der folgenden Behandlungsstufen festgestellt «-erden
kann, für welchen Farbstoff eine bestimmte Seite verwendet «-erden soll und welche
Seite die Vorderseite bildet.
Die empfindlichen Schichten gemäß
der Erfindung können in verschiedener Weise gestaltet werden. Es ist nicht notwendig,
die empfindlichen Schichten in einer bestimmten Weise zu gruppieren oder farbempfindlich
zu machen. Es ist ebenfalls nicht erforderlich, daß die Arbeitsgeschwindigkeiten
der empfindlichen Schichten in dem obengenannten Verhältnis zueinander stehen. Voraussetzung
ist nur, daß die Farbempfindlichkeit und die Arbeitsgeschwindigkeit einer empfindlich
gemachten Schicht zur Farbempfindlichkeit und Geschwindigkeit der anderen Schicht
komplementär sind und daß sowohl das Farbgleichgewicht als die relative Kopierdichte
beider Bilder beibehalten werden.
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Durch die Anordnung der beiden Filter wird gesichert, daß die beiden
bei einer ieinzigen Belichtung hergestellten Teilbilder desselben Gegenstandes sich
so stark voneinander unterscheiden, daß das eine Teilbild beispielsweise den orangerotgelben
Teil des Bildes und das andere den blaugrünen Teil des Bildes repräsentieren kann.
Das Vorderfilter, d. h. das der Linse zugewandte Filter, kann beispielsweise aus
einer besonderen Schicht aus gefärbtein Kolloid, die von der Oberfläche der vorderen
lichtempfindlichen Schicht getragen wird, bestehen. Das Vorderfilter kann jedoch
auch durch zweckmäßige Färbung der lichtempfindlichen Schicht hergestellt werden.
Auch das rückwärtige Filter kann dadurch hergestellt werden, daß man die lichtempfindliche
rückwärtige Schicht färbt; aber vorzugsweise wird das rückwärtige Filter durch Färben
der Rückseite des Celluloidträgers .erzeugt. Es ist ebenfalls möglich, als rückwärtiges
Filter eine besondere Zwischenschicht zu verwenden, die zwischen dem Träger und
der lichtempfindlichen rückwärtigen Schicht angeordnet wird. Die Farbe und die Anordnung
dieser Filterschichten sind von der Beschaffenheit der jeweils gewählten lichtempfindlichen
Schichten abhängig, indem die Farbe und die Anordnung der Filterschichten beispielsweise
davon abhängig sind, ob die orangerote lichtempfindliche Schicht auf der Vorderseite
oder auf der Rückseite des Films angeordnet ist. Bei jedem anderen Farbenpaar ist
ebenfalls die gegenseitige Lage der Farben bzw. die Unterbringung auf dem Film für
die Farbe und Anordnung der Filterschichten maßgebend.
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Um zu verhindern, daß die intensiven blauen oder blauvioletten Lichtstrahlen
die lichtempfindlichen Schichten erreichen, muß ein gelbes oder orangefarbiges Filter
verwendet werden. Dieses Filter kann die Form einer dünnen, gefärbten Kolloidschicht
haben, die .auf der Vorderseite des Films aufgetragen wird und einen Teil des Films
bildet, aber es ist ebenfalls möglich, das Filter durch tiefes Färben der Vorderschicht
herzustellen. Auch kann ein Filter aus gefärbtem Glas, Celluloid oder Gelatine benutzt
werden, welches vor oder hinter der Linse oder unmittelbar vor dem Film angeordnet
wird.
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Bei dem vorzugsweise zur Verwendung kommenden Filmmaterial wird die
Vorderschicht derart empfindlich gemacht, daß sie nur von Lichtstrahlen von grüner
oder blaugrüner Farbe beeinflußt wird. Die rückwärtige Schicht wird dagegen derart
behandelt, daß sie gegen rote und orangerote Lichtstrahlen empfindlich wird.
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Die Vorderschicht ist bei dieser Ausführungsforin der Erfindung verhältnismäßig
langsam wirkend und wird so durchsichtig als möglich gemacht, damit so viel Licht
wie möglich an die verhältnismäßig schnell arbeitende rückwärtige Schicht gelangen
kann.
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Wenn ein derartiger Film in einer Kamera zur Herstellung von Aufnahmen
verwendet wird, werden die von dem aufgenommenen Gegenstand ausgesandten Lichtstrahlen
zuerst auf die auf blaugrünes Licht ansprechende Schicht auf der Vorderfläche auftreffen
und diese .Schicht beeinflussen, worauf die Lichtstrahlen die auf orangerote Strahlen
ansprechende rückwärtige Schicht beeinflussen.
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Bei einer anderen Ausführungsform des Filmmaterials werden die relativen
Stellungen der beiden Emulsionen umgekehrt, indem eine schnell arbeitende, auf orangerote
Lichtstrahlen ansprechende Vorderschicht verwendet wird, während die rückwärtige
Schicht nur von blaugrünen Lichtstrahlen beeinflußt wird. Die Geschwindigkeit, mit
welcher die rückwärtige Schicht auf optische Einwirkungen anspricht, braucht hierbei
nicht höher zu sein als bei der zuerst beschriebenen Anordnung, weil die blaugrünen
Strahlen zuerst die rote Emulsion passieren müssen.
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Die Farbstoffe, welche verwendet werden, um die Emulsion farbempfindlich
zu machen oder um die Filter zu färben, können beliebiger bekannter Art sein.
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Durch Verwendung zweier Schattierungen oder Töne einer und derselben
Farbe können einfarbige Photographien oder Bilder hergestellt werden..
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Das lichtempfindliche Filmmaterial wird in einer gewöhnlichen Kamera
einmal durch die Linse belichtet, wodurch das Bild einer Farbe auf der vorderen
empfindlichen Schicht und das Bild der anderen Farbe auf der rückwärtigen lichtempfindlichen
Schicht entsteht.
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Der exponierte Film wird in einer Dunkelkammer entwickelt und hierbei
wie gewöhnliche panchromatische Filme behandelt, wodurch zwei komplementäre negative
Bilder in
reduziertem Silber auf entgegengesetzten Seiten des Films
entstehen. Jedes Bild stellt eine Aufzeichnung bestimmter Farben des photographischen
Gegenstandes dar.
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Der verwendete Entwickler darf, wie erwähnt, keine Stoffe enthalten,
die auf die Gelatine eine Gerbwirkung ausüben. Pvrcgallussäure, Brenzcatechin oder
andere ähnlich wirkende Stoffe dürfen deshalb nicht benutzt werden. Eisenoxalat,
Amidol, Glycin und Rodinal sind aber Stoffe, die mit Vorteil verwendet werden können.
Wenn Metol, Hydrochinon und ähnliche Entwickler benutzt werden, ist es notwendig,
so viel N atriuinsulfit hinzuzufügen, daß keine Gerbwirkung eintritt.
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fach der Entwicklung wird das Doppelnegativ in eine farbselektive
Platte umgewandelt, indem es in einer cxvdierenden 1#liissigkeit behandelt wird,
die die Gelatine der Bildteile entsprechend den darin vorliandenen Mengen metallischen
Silbers härtet oder unlöslich macht, aber die silberfreien Teile ungehärtet und
aufsaugefähig läßt. Die Halbtöne werden zum Teil gehärtet und zum Teil aufsaugefähig
gemacht.
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Ein zweckmäßiges Oxydationsbad kann beispielsweise aus folgenden Stoffen
zusaminengestellt werden:
Beim Gebrauch werden gleiche Mengen von A und B miteinander gemischt. Ein einiacheres
Bad kann beispielsweise die folgende Zusammensetzung haben
| Chromsäure ............. 5 g. |
| Kaliumbromid .......... 20 g, |
| Wasser ................ i ooo cctn. |
Das Doppelnegativ muß in der gewöhnlichen Weise fixiert werden, aber hierbei muß
beachtet werden, daß das Bad kein Alaun oder andere Stoffe enthalten darf, die auf
der Oberfläche der Gelatine gerbend einwirken.
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Ein zweckmäßiges Fixierbad kann aus folgenden Lösungen hergestellt
«-erden:
| A. N atriumhvpostilfit ....... 25o g, |
| Wasser ................. 1000 ccin, |
| B. -Natriunibisulfit .......... doo g, |
| Wasser ................. i ooo ccm. |
Beim Gebrauch wird ein Teil der Lösung A mit einem Teil der Lösung B vermischt.
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Das Fixieren und Auswaschen kann unmittelbar nach der Entwicklung
und vor oder nach der Oxydation erfolgen. Das Doppelnegativ wird nunmehr getrocknet
und stellt von jetzt ab eine Doppelfarbplatte dar.
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Mittels der Doppelfarbplatte können zwei Farbbilder positiver Art
auf ein beliebiges Positivmaterial bzw. auf einen beliebigen Träger übertragen werden,
der eine aufsaugfähige Fläche besitzt.
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Das positive Material besteht aus einem äußerst dünnen Häutchen oder
Film aus sehr klarer und durchsichtiger Gelatine, Leim, Eiweiß oder einem anderen
absorptionsfähigen Kolloid, welche von einer Unterlage aus Papier, Celluloid oder
einem anderen Material getragen wird und mit doppelten Perforationen für Einstellzwecke
versehen ist. Jeder Teil des Positivfilms für ein Bild besteht aus zwei Blättern
bzw. aus einem Blatt, welches derart zusammengelegt ist, daß zwei Teilblätter entstehen.
Jedes Blätterpaar ist mit einer Reihe von Perforationen versehen, und bei dem zusammengelegten
Blatt überdecken sich diese Perforationen, so daß sie benutzt werden können, um
die beiden Bilder genau im Verhältnis zueinander einzustellen, wenn sie bedruckt,
mit Klebstoff überzogen und miteinander vereinigt werden. Die beiden Teilbilder
oder Teilblätter werden schließlich nach Auftragung der Farben in einer Druckpresse
miteinander vereinigt, die mit Paß- oder Registrierstiften versehen ist, welche
in die Perforationen eingreifen und die Teilbilder während der Verklebung genau
im Register halten.
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Eine Presse zur Einführung der beiden negativen Teilbilder kann z.
B. dadurch hergestellt werden, daß zwei Kissen o. dgl., die Farbstoff aufnehmen
können, derart miteinander vereinigt werden, daß sie in zusammengeklapptem Zustande
die Form eines Buches annehmen. Um die Kissen oder Platten in geschlossenem Zustande
zusammenzuhalten, muß eine zweckmäßige Haltevorrichtung vorgesehen sein. Die Farbkissen
können beispielsweise aus Gewebe und einer hinter dem Gewebe angebrachten Polsterung
aus Wolle, Baumwolle, Seide, Schwamm, Gelatine oder einem anderen aufsaugefähigen
Material bestehen. Die Kissen werden von starren Platten aus Metall oder ähnlichem
Material getragen, die durch Scharniere miteinander verbunden sind. Der obere Teil
ist doppelt, d. 11. besteht aus zwei Elementen, zwischen denen Federn angeordnet
sind. Gegebenenfalls können die Federn weggelassen werden. In diesem Falle wird
der nötige Druckkontakt durch das Gewicht des oberen Teiles hergestellt, der verhältnismäßig
schwer gemacht wird.
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Die zwei verschiedenen Farben können beispielsweise in folgender Weise
auf die entgegengesetzten
Seiten der Doppelfarbplatte aufgetragen
werden.
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Mittels Bürsten, Tuben, Pipetten o. dgl. wird ein orangeroter Farbstoff
auf das eine und ein blaugrüner Farbstoff auf das andere Kissen aufgetragen. Jedes
Kissen wird mit einem besonderen Kennzeichen versehen, damit die Kissen bzw. die
Farben nicht miteinander verwechselt werden.
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Die Farbplatte wird in die Farbpresse derart eingesetzt, daß sie zwischen
den beiden Farbkissen zu liegen kommt, worauf die obere Deckplatte niedergeklappt
und festgemacht wird. Die Farbplatte wird so lange in der Presse gelassen, bis sie
genügende Mengen der Farbstoffe absorbiert hat. Die richtige Tränkungszeit muß zuerst
durch einen Versuch festgestellt werden. Später kann für das Färben der Platte ein
zweckmäßiger ;Vormalzeitraum festgestellt werden. In der Praxis wird manchmal eine
Behandlungsdauer von etwa 5 Minuten genügen.
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Die beiden Farben, die gleichzeitig auf entgegengesetzte Seiten der
Farbplatte den beiden Bildern aufgetragen werden, werden von den weißen (oder positiven)
Teilen der Bilder absorbiert, bis diese Teile vollständig gesättigt sind. Die gehärteten
Teile nehmen jedoch die Farbe nicht an. Nach dem Einfärben der aus dem negativen
Film hergestellten Farbplatte können die Farbstoffe von der Farbplatte auf die positiven
Filme übertragen werden. Diese Übertragung wird mittels einer Druckpresse herbeigeführt,
die aus zwei durch Scharniere miteinander verbundene Metallplatten besteht, von
denen eine oder beide mit einem Kissen versehen sind. Jede Platte weist außerdem
Registrierstifte auf, die mit Registrierlöchern in der anderen Platte zusammenwirken.
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Wenn in photographischen Ateliers, graphischen Anstalten o. dgl. Bilder
in größeren Mengen hergestellt werden sollen, ist es von Vorteil, eine Farbmaschine
zu verwenden, die mit Farbwalzen oder Rollen versehen ist, zwischen denen die Duplexplatte
geführt wird und gleichzeitig auf beiden Seiten mit Farbe getränkt wird.
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Die positiven Zweifarbendrucke werden in der folgenden Weise hergestellt:
Der eine Teil eines zur Aufnahme der positiven Bilder bestimmten Films oder Registrierblattes
wird auf die Stifte der Bodenplatte und der andere Teil auf die Stifte der oberen
Platte der Presse aufgesetzt, worauf die eingefärbte Farbplatte zwischen die Teile
des Positivfilms eingelegt und die Presse geschlossen wird.
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Die Farbplatte und die beiden Teile des Positivfilms werden in der
Presse zusaminengehalten, bis genügend Farbe von der Farbplatte auf die aufsaugefähigen
Flächen des Positivfilms übertragen ist. Die übertragung der Farbe erfolgt einfach
durch Tränkung. Die Dauer dieser Behandlung schwankt meistens zwischen 5 bis 15
Minuten und hängt hauptsächlich von den benutzten Farbstoffen und von der Absorptionsfähigkeit
der zu färbenden Flächen ab. Um die Übertragung zu beschleunigen, können stärkere
Farben und härtere, für diesen Zweck gebeizte Oberflächen verwendet werden.
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Wenn das Bedrucken des Blattes beendet ist, wird dasselbe entfernt,
und die Bilder werden getrocknet.
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Die beiden Teile eines Positivbildes werden mittels einer Presse miteinander
verbunden, die genau dieselbe Bauart wie die Druckpresse hat.
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Die Film- oder Blatteile, die die positiven Bilder tragen, werden
nach Auftragung einer äußerst dünnen Klebstoffschicht in der Klebpresse zusammengepreßt,
bis ihre klebenden Flächen vollständig vereinigt sind, worauf das Blatt entfernt
und getrocknet wird. Nach der Trocknung kann die Papierunterlage abgestreift werden,
und man erhält dann ein Gelatineblatt bzw. einen Gelatinefilm, der von den beiden
zusammengeklebten Schichten gebildet wird, die auf ihrer Innenseite die beiden farbigen
Bilder tragen. Wenn das Blatt gegen das Licht gehalten wird, erscheint das fertige
Bild in der Form eines in Gelatine lagernden Transparents von schönen Farben.
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Das fertige Bild kann auch in beliebiger Weise auf Papier, Pappe,
Elfenbein, weißes oder gefärbtes Celluloid, Metallplatten o. dgl. aufgeklebt werden,
so daß es bei reflektiertem Licht betrachtet werden kann.
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Mittels des Registrierblattes, der Farbpresse, der Druckpresse und
der Klebpresse können zwei positive Teilfarbenbilder in Orangerot bzw. Blaugrün
hergestellt und derart miteinander kombiniert werden, daß ein komplettes Mehrfarbenpositiv
entsteht. Mittlere Farbtöne bzw. Mischfarben entstehen an den Stellen, wo zwei Primärfarben
einander überdecken. Das fertige Druckbild enthält weder Silbersalze noch andere
metallische Salze, sondern besteht aus Farbstoffen, die von einem durchsichtigen
Kolloidkörper absorbiert und in diesem verteilt sind. Der Kolloidkörper bildet ein
vollständiges Blatt oder Häutchen, welches gegebenenfalls mittels einer dünnen Celluloidschicht
verstärkt werden kann.
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Die Erfindung ist im Vergleich mit den bisher bekannten Verfahren
zur Herstellung von farbigen Bildern mittels Druckoperationen äußerst einfach. Die
Vorteile der Erfindung
treten insbesondere stark zu Tage beim Vergleich
mit dein Dreifarbenverfalnen, zii dessen Ausführung drei Negative, drei Farbplatten,
drei Farbdruckoperationen und langwierige Einstellungen notwendig waren. Gemäß vorliegender
Erfindung wird nur eine einzige negative Doppelfarbplatte benötigt, und die Übertragung
der Farben erfolgt in einem einzigen Arbeitsgang. Das Einrichten oder Einstellen
erfolgt gemäß der Erfindung fast selbsttätig in einfachster Weise.
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Die Herstellung der farbigen Negative ist nicht schwieriger als die
gewöhnlichen Operationen, die bei der Herstellung von Photographien notwendig sind,
und kann deshalb ohne besondere Fachkenntnisse durchgeführt «-erden. Die einzige
Behandlungsstufe, die gewöhnlich bei der Herstellung von Bildern nicht verwendet
wird, besteht in dem 5rtlichen Härten der Bilder mittels eines besonderen Bades.
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Die Herstellung der Drucke ist äußerst einfach, da das Druckfärben
das billigste sämtlicher bekannter photographischen Druckverfahren darstellt.