DE548674C - Verfahren zur Fernuebertragung solcher Zeichen, die durch den gegenseitigen zeitlichen Abstand zweier (oder mehrerer) Impulse charakterisiert sind - Google Patents

Verfahren zur Fernuebertragung solcher Zeichen, die durch den gegenseitigen zeitlichen Abstand zweier (oder mehrerer) Impulse charakterisiert sind

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DE548674C
DE548674C DEM108692D DEM0108692D DE548674C DE 548674 C DE548674 C DE 548674C DE M108692 D DEM108692 D DE M108692D DE M0108692 D DEM0108692 D DE M0108692D DE 548674 C DE548674 C DE 548674C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
    • H04L25/4902Pulse width modulation; Pulse position modulation

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Description

In der Fernmeldetechnik, besonders in der Telegraphic, ist es bekannt, die einzelnen Zeichen durch den Zeitpunkt ihres Eintreffens zu charakterisieren. Dieser Zeitpunkt wird von einem einmal gewählten Bezugspunkt an gerechnet. Man kann den Bezugspunkt bei jedem zu sendenden Zeichen geben und erhält so für jedes Zeichen eine charakteristische Zeitspanne (Intervall), gegeben durch Bezugspunkt und Zeichenpunkt. Statt eines einzelnen Zeichenpunktes kann man auch mehrere, z. B. fünf Zeichenpunkte senden, deren Abstände vom Bezugspunkt das Zeichen charakterisieren. Hat man es mit nur einem Zeichenpunkt zu tun, so kann man ■ auch ein Zeichen bestimmter Länge senden, dessen Anfang dem Bezugspunkt und dessen Ende dem Zeichenpunkt entspricht.
Die Apparate zum ' Empfang derartiger Zeichen waren bisher so beschaffen, daß durch den ersten Impuls ein rotierender oder sonstwie in bestimmter Weise bewegter Teil in Bewegung gesetzt wurde, der dann beim Eintreffen eines weiteren Impulses eine dem Intervalle entsprechende Stellung hatte und demnach eine dem (dieser Stellung entsprechenden) Zeichen zugeordnete Empfangseinrichtung betätigte. Derartige Apparate sind als Start-stop-Apparate bekannt. Sie wurden aus den bekannten synchron laufenden Apparaten heraus entwickelt, um deren Nachteil, nämlich die Notwendigkeit des dauernden genauen Synchronismus, zu vermeiden. Demgegenüber erschien der Nachteil, den das ständige Neuanlaufenlassen mit sich brachte, gering.
Die vorliegende Erfindung vermeidet sowohl den letztgenannten Nachteil wie auch die Notwendigkeit der Einhaltung des genauen Synchronismus zwischen Sender und Empfänger. Dies wird dadurch erreicht, daß im Empfänger nicht mehr irgendein Teil durch den ankommenden ersten Impuls in Bewegung gesetzt wird, sondern vielmehr auf einem dauernd sich gleichförmig bewegenden Speicherorgan der erste Impuls markiert \vird, so daß beim Eintreffen eines weiteren Impulses die Stellung der Markierung, nicht die des sich bewegenden Teiles, für das Zeichen charakteristisch ist. Wie bei den Start-stop-Apparaten ist dabei die Geschwindigkeit nur so weit konstant zu halten, daß auch die größtmögliche Abweichung während der längsten vorkommenden Zeichendauer keinen Fehl- oder Falschdruck ergeben kann.
Als Speichereinrichtung können z.B. Kondensatoren verwendet werden, die durch die ankommenden Impulse geladen werden und im geeigneten Augenblick, der durch einen weiteren Impuls bestimmt ist, ihre Ladung an eine Empfangseinrichtung abgeben. Als erstes Ausführungsbeispiel zeigt Abb. 1 einen nach diesem Prinzip gebauten Apparat, und zwar links den Sender, rechts den Empfänger, in der Stellung nach Beendigung eines vollständigen Zeichens. Der Einfachheit
halber ist die Zahl der zu sendenden Zeichen auf drei beschränkt.
Der Motor α dreht den Arm b mit nahezu konstanter Geschwindigkeit, und dieser be-S rührt dabei nacheinander die vier Kontakte c, d, e, f. Jedes der drei Zeichen ist charakterisiert durch den zeitlichen Abstand zweier Impulse, die durch den Kontakt des umlaufenden Armes mit dem Anfangskontakt c ίο einerseits, mit einem der Kontakte d, e oder / anderseits in die Leitung geschickt werden. Hierbei ist die Stromrichtung der beiden Impulse beispielsweise verschieden. Den Kontakten d, e und / sind drei Tasten g, h und i zugeordnet, deren jede zwei Kontakte betätigt. Die oberen Kontakte sind parallel geschaltet. Von einer in der Mitte unterteilten Batterie/ liegt der Nullpunkt dauernd an einer Leitungsklemme Lb. Die andere Leitungsklemme La liegt an dem mit dem Arm b verbundenen Schleifkontakt k. Wird nun eine Taste.-z. B. U1 gedrückt, so wird der Pol der Batterie über den oberen Tastenkontakt mit La verbunden, sobald b den Kontakt c berührt. Dadurch wird in die Leitung ein negativer Stromstoß geschickt. Kommt nun b im Verlauf der Weiterdrehung an den Kontakt e, so wird La über den unteren Tastenkontakt an den +-Pol der Batterie gelegt, so daß ein positiver Stromstoß in die 'Leitung geschickt wird.
Durch besondere, hier nicht dargestellte Anordnungen muß es zwangsläufig erreicht werden, daß nach Drücken der Taste h der Arm b zuerst c, dann e berührt und daß die nächste Taste erst gedruckt werden kann, wenn b mindestens eine volle Umdrehung ausgeführt hat.
Im Empfänger treibt ein Motor m eine rotierende Kondensatorengruppe an. Diese besteht aus mindestens ebenso vielen Einzelkondensatoren, wie Schleifkontakte vorhanden sind. Besser ist es, ein Mehrfaches dieser Zahl zu wählen. Im vorliegenden Beispiel sind acht Kondensatoren η vorhanden. Die eine Belegung, dieser Kondensatoren ist zu einem gemeinsamen Schleifring 0 geführt, die andere jeweils zu einem Kontaktsegment/; bzw. q, r, s, t. Entsprechend den Schleifkontakten des Senders sind hier vier Schleifkontakte q, r, s, t vorhanden. Mit r, s und t ist je ein Empfangsorgan U1 v, und νυ, ζ. B. ein Druckmagnet, verbunden. Die ankommenden Impulse werden in einem polarisierten Relais ζ empfangen, dessen Anker so . eingestellt ist, daß er nach jedem Impuls in die Mittellage zurückgeht. Kommt nun der erste Impuls an, so geht der Relaisanker kurzseitig nach rechts. Von der Batterie y aus wird dann über den Kontakt q einer der Kondensatoren η aufgeladen. Erfolgt nun der zweite Impuls in umgekehrter Richtung, so wird durch den linken Relaiskontakt das Relais χ eingeschaltet. Dieses Relais hat so viel Kontakte, als Empfangsorgane (.«, v, w) vorhanden sind, und schaltet gleichzeitig die freien Pole dieser Empfangsorgane mit dem Schleifring ο zusammen. Dabei entlädt sich der vorher geladene Kondensator über eine der Bürsten r, t oder s und betätigt dabei das zugehörige Empfangsorgan. Hat nun der Kondensatorstern annähernd die gleiche Drehrichtung wie der Arm b des Senders, so hat der geladene Kondensator im Moment des zweiten Stromimpulses diejenige Stellung, die der beim Sender angeschalteten Kontaktbürste entspricht, und es wird somit auch die entsprechende Empfangseinrichtung betätigt.
Man kann mit der beschriebenen Einrichtung auch Zeichen übertragen, die aus mehr als zwei Impulsen bestehen. Es müssen dann im Empfänger mehrere Kondensatoren aufgeladen werden, und bei Betätigung des Relais χ sprechen dann mehrere Empfangsorgane an. Damit mehrere Kondensatoren aufgeladen werden können, müssen mehrere dementsprechende Stromstöße gesandt werden. Es ist dann das Sendeverfahren so zu variieren, daß der Sendearm b zuerst die Kontakte d, e und / überstreicht. Entsprechend den gedrückten Tasten sendet er dann gleichartige Stromstöße von solcher Richtung in die Leitung, daß im Empfänger das Relais ζ nach rechts Kontakt gibt. Am Schlüsse macht der Sendearm b mit c Kontakt, wodurch im Empfänger das Relais χ anspricht und die Betätigung der entsprechenden Empfangsorgane erfolgt. Die Änderung des Senders kommt also darauf hinaus, daß die Batterie / umgepolt wird und die Tasten gedrückt werden, bevor der Arm b den Kontakt d berührt. Um dies zu erreichen, sind Hilfsvorrichtungen nötig, die jedoch mit dem hier geschilderten Prinzip nichts zu tun iOg haben.
Die Notwendigkeit, solche Hilfsvorrichtungen anzubringen, ist jedoch ein Nachteil der beschriebenen Sendeeinrichtung. Außerdem hat sie den Nachteil, daß ein neues no Zeichen immer erst gesendet werden kann, wenn der Arm b eine volle Umdrehung gemacht hat.
Im weiteren Ausbau des. Erfindungsgedankens wird daher in Abb. 2 ein Beispiel dafür angegeben, wie die Speichereinrichtung auch als Sendeeinrichtung verwendet werden kann, wobei dann die obengenannten Nachteile wegfallen. Den Schleifbürsten r, s, t sind die Tasten ic, ν, ζυ zugeordnet, die jede drei Kontakte haben. Hiervon sind zwei bei allen drei Tasten gemeinsam und parallel ge-
schaltet, während der dritte zu den drei Schleifbürsten führt. Durch letzteren Kontakt werden von der Batteriey aus diejenigen Kondensatoren aufgeladen, die im Moment des Miederdrückens einer oder mehrerer Tasten unter den zugehörigen Schleifbürsten stehen. Es ist also notwendig, die Batterie nur für einen kurzen Augenblick an die betreffenden Schleifbürsten zu legen, weil ja Ίο sonst nach und nach alle Kondensatoren aufgeladen wurden. Der Ladeweg führt vom positiven Batteriepole über den unteren Kontakt des Relais x, den Transformator a, den Schleifring ο zum Kondensator, von dort zu der betreffenden Schleifbürste, dem gedrückten Tastenkontakt, zurück zur Batterie. Das Relais wird dadurch kurz angezogen, daß über einen der gemeinsamen Tastenkontakte ein Kondensator b durch die Relaiswicklung entladen wird. Die Ladung erfolgt durch einen hochohmigen Widerstand c. Durch den Stromstoß, der die Kondensatoren η ladet, wird im Transformator α ein Induktionsstoß erzeugt, der in die Leitung La-Lb geht. Wenn nun die geladenen Kondensatoren η an die Schleifbürste q kommen, so entladen sie sich über die gedrückten Tasten, den oberen Kontakt (Ruhekontakt) von Relais χ und wiederum über den Transformator a, wobei ein Induktionsstoß umgekehrter Richtung entsteht, in Abb. 3 ist als weiteres Ausführungsbeispiel ein Empfänger gezeichnet, bei welchem als Speichervorrichtung ein Papierstreifen verwendet wird, der als Markierung ein Loch erhält und somit das Zeichen »speichert«. Auch bei diesem Beispiel sind der Einfachheit halber nur drei zu sendende Zeichen A, B, C angenommen. Jedes Zeichen mag durch zwei Stromstöße verschiedener. Richtung gegeben werden, die als Anfangsund Schlußimpuls bezeichnet seien und deren gegenseitiger zeitlicher Abstand für das Zeichen charakteristisch ist. Die Impulse werden von einem polarisierten Empfangsrelais i aufgenommen, dessen Anker durch den Anfangsimpuls an den linken, durch den Schlußimpuls an den rechten Kontakt gelegt wird. Beim Anfangsimpuls wird ein Kondensator y von einer Gleichstromquelle I aus über den Stanzmagneten e aufgeladen. Auf dem Papierstreifen d, der mit annähernd konstanter Geschwindigkeit von rechts nach links bewegt wird und unter dem eine Kontaktplatte m angeordnet ist, schleifen drei Kontaktfinger /, g und h, die mit m Kontakt machen, wenn eine gelochte Stelle unter ihnen hindurchgleitet. Mit den drei Kontaktfingern sind drei Empfangsorgane verbunden, beispielsweise drei Druckmagnete a, b und c, welche die drei Zeichen A, B, C abdrucken können. Wird nun durch den Schlußimpuls der Anker von i nach rechts gelegt, so entlädt sich der Kondensator / über den rechten Relaiskontakt, die Plattem und jeweils-über denjenigen Kontaktfinger, der gerade über einem Loch liegt, und damit über den zugehörigen Druckmagneten. Die Geschwindigkeit des Streifens und die Abstände e-f, e-g und e-h sind so bemessen, daß die Zeiten, die ein Punkt des Streifens für diese Wege braucht, gleich den zu den Zeichen A, B und C gehörenden Zeitspannen ist. Daher spricht jeweils derjenige Druckmagnet an, der dem betreffenden Zeichen zugeordnet ist. Um die Ungenauigkeiten im Gang des Streifens unwirksam zu machen, müssen die Spitzen der Kontaktfinger kleiner als die Löcher sein. Man kann z. B. die Löcher, um größere Gangdifferenzen in Kauf nehmen zu können, länglich stanzen.
An Stelle des Papierstreifens lassen sich natürlich alle zur Aufnahme einer Markierung geeigneten Vorrichtungen verwenden, z.B. ein Stahlband (oder -draht), das durch den Anfangsimpuls quer magnetisiert wird. Die magnetisierte Stelle streicht- an einer Reihe Elektromagneten vorbei, in welchen durch das Vorbeigleiten Induktionsstöße entstehen. Den Elektromagneten ist je ein Empfangsorgan zugeordnet. Der Schlußimpuls go schaltet gleichzeitig alle Elektromagnete an die Empfangsorgane, und es spricht somit dasjenige Empfangsorgan an, an dessen zugehörigem Elektromagneten gerade die magnetisierte Stelle vorbeistreift. Da die magnetisierten Stellen wieder entmagnetisiert werden können, so kann man das Stahlband immer wieder benutzen, und man kann daher auch ein endloses Band oder eine rotierende Scheibe benutzen.
In Abb. 4 ist ein auf mechanischer Speichereinrichtung beruhender Empfänger gezeichnet. Hierin ist d ein rotierender Hohlzylinder, in dessen Wandung Stifte e verschiebbar mit Reibung befestigt sind. Durch einen elektromagnetisch betätigten Stempel / können die Stifte so verschoben werden, daß sie über die Außenseite des Hohlzylinders hinausragen und mit den Kontaktstücken g, h und i bei der Weiterdrehung der Trommel in Berührung kommen. Durch eine Gleitfläche j werden sie wieder in die Ruhelage zurückgeführt. Der Zeichenstrom sei diesmal ein Strom (Gleich- oder Wechselstrom) bestimmter Dauer, der während seiner Dauer das Relais k angezogen hält. Hierdurch wird der Kondensator von der Stromquelle m über die Wicklung von / aufgeladen, durch welchen Stromstoß ein oder mehrere Stifte e in die Arbeitslage gebracht werden. Bei Beendigung des Zeichenstromes geht das Relais k in die Ruhelage zurück, und in diesem
Moment wird der Kondensator über denjenigen Kontakt g, h oder i entladen, der gerade mit den in Arbeitslage befindlichen Stiften Berührung hat. Die Entladung betätigt dann wie in Abb. ι das zugehörige Empfaugsorgan a, b oder c, wobei die Stifte in ihre Ruhelage zurückgestellt werden.
An Stelle des rotierenden Hohlzylinders kann auch eine Scheibe oder ein endloses to Band verwendet werden, an Stelle der Stifte irgendwelche bewegliche Körper, die durch die Zeichen in eine andere Lage gebracht werden können.
Bei allen diesen Ausführungsbeispielen ist davon ausgegangen, daß derjenige Impuls, der die Abtastung der Speichermarkierungen bewirkt, die betreffende Vorrichtung (z. B. Relais χ in Abb. 1) unmittelbar betätigt. Man kann aber auch diesen Impuls auf dem Speicher markieren und hat dann eine weitere Abnahmeeinrichtung anzuordnen, die auf diesen Impuls anspricht und die übrigen Abnahmeeinrichtungen betätigt.
In Abb. 5 ist diese \~ariation des Erfindungsgedankens erläutert. Die ankommenden Impulse erregen den Stanzmagneten a, der in den sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegenden Papierstreifen b Löcher stanzt, deren Abstand voneinander das Zeichen charakterisiert. Bei seiner weiteren Bewegung kommt der gestanzte Streifen über die Metallplatte c und unter die Kontaktfinger d bis g. An die Kontaktfinger e, f und g sind die Empfangsorgane (Druckmagneten) h, i und / angeschlossen. Wenn nun gleichzeitig der Kontaktfinger d und einer der übrigen Kontaktfinger, z. B. /, in ein gestanztes Loch einfällt, so fließt der Strom aus der Batterie k über <2, c, f und i. Das Empfangsorgan i spricht also an.
Bei dieser Art der Abtastung, wo alle Impulse in gleicher Weise markiert sind, ist zu beachten, daß der Abstand zwischen den benachbarten Löchern, die zu zwei aufeinanderfolgenden Zeichen gehören, mit keinem der Abstände d-e, d-f oder d-g übereinstimmen darf. Wenn ferner das Zeichen aus mehr als zwei Impulsen besteht, so darf die Abtasteinrichtung nur ansprechen, wenn das erste Loch unter d steht. Es ist dies leicht zu erreichen, wenn man z.B.d um ungerade Zahlen von Längeneinheiten gegen e, f und g versetzt, dagegen die Abstände e-f und f-g sowie die Abstände von Zeichen zu Zeichen geradzahlig macht.
Vorteilhafter ist es jedoch, wenn man die Markierung, die die Abtasteinrichtung auslösen soll, von den übrigen unterscheidet, λ^η kann z. B. nach Abb. 6 verfahren. Hier ist α ein polarisiertes Relais, dessen Anker im stromlosen Zustande in der Mittellage liegenbleibt. Die Impulse sollen in diesem Falle aus kurzen Gleichstromstößen verschiedener Richtung bestehen. Die Kontakte schalten die beiden Stanzmagnete c und d ein, die die Löcher zu beiden Seiten der Mittellinie des Papierstreifens stanzen. Dementsprechend sind auch die Abtastörgane gegen die Mittellinie versetzt. Der Stanzmagnet d stanzt dasjenige Zeichen, das die Auslösung der Empfangsorgane bewirkt, und der Tastkontakt e greift dieses Zeichen ab. Die Tastkontakte /, g und h sind mit den Empfangsorganen i, j und k verbunden, die, wie in Abb. 5, über die Metallplatte / eingeschaltet werden, wenn einer der Kontakte f, g oder // gleichzeitig mit e in ein Loch trifft.
Entsprechend der verschiedenen Markierung der Löcher kann man bei den in den übrigen Ausführungsbeispielen gebrauchten Speichern ebenfalls eine Unterscheidung der Markierung herbeiführen. Bei den Kondensatoren kann man die Ladungen durch das Vorzeichen unterscheiden, bei dem quermagnetisierten Stahlband die Magnetisierungen nach der Polarität, bei den mechanisch verstellbaren Speichergliedern kann man diese nach verschiedenen Richtungen verschieben. Auch sind die in den Ausführungsbeispielen genannten Speichereinrichtungen mit sinngemäßen Abänderungen, ebenso wie der Kondensatorspeicher, zum Empfang von Zeichen zu verwenden, die aus mehr als zwei Impulsen bestehen. Bei der Übermittlung derartiger Zeichen kann selbstverständlich vorteilhaft von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, das zum Auslösen der Abtasteinrichtung benutzte Zeichen in besonderer Weise zu markieren.

Claims (9)

100 Patentansprüche:
i. Verfahren zur Fernübertragung solcher Zeichen, die durch den gegenseitigen zeitlichen Abstand zweier (oder mehrerer) Impulse charakterisiert sind (oder in solche Impulse umgesetzt werden können), unter Verwendung einer sich dauernd mit annähernd konstanter Geschwindigkeit bewegenden Speichereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens - im Empfänger auf dem sich bewegenden Speicher mindestens der erste Impuls markiert wird und daß die markierten Stellen von Abnahmeeinrichtungen abgetastet werden, die im Empfänger mit je einem Empfangsorgan (z. B. Druckmagnet) verbunden sind, und die in dem Augenblick zur Zusammenwirkung mit dem Speicher kommen, in welchem die Speichermarkierungen die gewünschte Stellung zu den Abtasteinrichtungen einnehmen, wobei die Auslösung der Abtast-
einrichtungen entweder direkt durch den letzten Impuls des betreffenden Zeichens oder indirekt durch eine Speichermarkierung in Zusammenwirkung mit einem hierzu bestimmten Abtastorgan erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherelemente aus Kondensatoren bestehen, die durch die Impulse geladen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher aus einem Papierstreifen besteht, in welchen durch die Impulse Löcher gestanzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherelemente aus mechanisch verstellbaren Teilen bestehen, die durch die Impulse in eine andere Lage gebracht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher aus ferromagnetischem Material besteht, das durch die Impulse in geeigneter Weise magnetisiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtungen gleichzeitig die Aufhebung der Speichermarkierungen bewirken.
7. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß besondere Vorrichtungen \*orgesehen sind, die die Speichermarkierung aufheben, bevor die betreffende Speicherstelle in den Bereich der Markierungseinrichtung kommt.
8. \*erfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auslösung der Abtasteinrichtungen durch eine Speichermarkierung der Abstand derselben von den übrigen zu demselben Zeichen gehörenden Markierungen anders bemessen ist als die Abstände der letzteren untereinander und die Abstände der zu benachbarten Zeichen gehörenden Markierungen.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auslösung der Abtasteinrichtungen durch eine Speichermarkierung diese von den übrigen Markierungen unterschieden ist, z. B. durch verschiedene Polarität der Kondensatorladung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnunpen
DEM108692D 1929-02-09 1929-02-09 Verfahren zur Fernuebertragung solcher Zeichen, die durch den gegenseitigen zeitlichen Abstand zweier (oder mehrerer) Impulse charakterisiert sind Expired DE548674C (de)

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