DE548221C - Einrichtung zur Ingangsetzung einer selbsttaetigen elektrischen Stromversorgungsanlage, bestehend aus Generator, Verbrennungskraftmaschine, Anlasser und Anlassbatterie - Google Patents
Einrichtung zur Ingangsetzung einer selbsttaetigen elektrischen Stromversorgungsanlage, bestehend aus Generator, Verbrennungskraftmaschine, Anlasser und AnlassbatterieInfo
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Description
- Einrichtung zur Ingangsetzung einer selbsttätigen elektrischen Stromversorgungsanlage, bestehend aus Generator, Verbrennungskraftmaschine, Anlasser und Anlaßbatterie Zur Stromversorgung kleinerer Elektrizitätsverbraucher benutzt man vorteilhaft selbsttätig arbeitende Aggregate, die aus einem Verbrennungsmotor sowie einem durch diesen angetriebenen Generator bestehen. Das Anlassen des Generators erfolgt über eine Steuerleitung unter Verwendung der Anlaßbatterie, aus der der Motor zum Anlassen der Verbrennungskraftmaschine gespeist wird. Die Stillsetzung des Aggregats wird durch Zündungskurzschluß erreicht.
- In der Nähe der Verbraucherschalter kann man besondere Schaltdruckknöpfe anordnen, bei deren Betätigung die Verbrennungsmaschine in Gang gebracht wird. Es besteht nun die Gefahr, daß diese Ingangsetzung bei unbelastetem Netz versucht und die Maschine nutzlos in Betrieb gehalten wird. Erfindungsgemäß -wird ein derartiger fehlerhafter Betriebszustand dadurch vermieden, daß eine Betätigung der Anlaßdruckknöpfe durch eine geeignete Verriegelung mit ihnen zugeordneten Verbraucherschaltern nur in deren Einschaltstellung zugelassen wird.
- In Fig. i ist die Schaltung einer elektrischen Zentrale, wie sie Gegenstand der Erfindung bildet, dargestellt.
- Die Verbraucher i werden durch die Schalter 2 an die Zuleitungen 3 und q., die vom Generator 5 kommen, gelegt. Neben den Verbraucherschaltern 2 sind Schaltdruckknöpfe 6 angeordnet, die über die Steuerleitung 7 das Relais 8 an die Anlaßbatterie 9 anschließen. Das Relais 8 zieht an und schließt über die Kontakte i o den Stromkreis für die Relais i i und 12.- Das Relais i i hebt den Zündungskurzschluß auf, während Relais i 2 den zum Anlassen des aus dem Verbrennungsmotor i7 und dem Generator bestehenden Aggregats dienenden Motor i3 an die Batterie g legt. Der Motor i3 treibt das Aggregat, aus- der Batterie gespeist, an. Infolge der nach der Erfindung vorgesehenen zwangsläufigen Verbindung zwischen den Anlaßdruckknöpfen 6 mit den Verbraucherschaltern 2, in deren Einschaltstellung allein sie betätigt werden können, wird ein Anlassen des Aggregats, ohne daß ein Verbraucherstrom fließt, verhindert.
- Das in der Schaltung vorgesehene Relais i ¢ dient zur Abschaltung der Anlaßbatterie 9 vom Motor 13 und ihrem Anschluß an den Generator 5, nachdem dessen Spannung den normalen Betriebswert erreicht hat. Das Relais i i wird von dem Belastungsstrom in der Betriebslage gehalten.
- Fig.2 zeigt einen Schalter, der den nach der Erfindung beabsichtigten Betrieb einer selbsttätigen Zentrale ermöglicht.
- Auf der Grundplatte 2 1 ist eine Kipphebelkonstruktion 22 an sich bekannter Bauart anbracht, die durch Bedienung des Handgriffs 23 die Bewegung des Schaltstückes 2¢ zur Unterbrechung des Verbraucherstromkreises bewirkt. Mit dem Schaltstück 2q., das sich bei der Ein- und Ausschaltung geradlinig hin und her bewegt, ist eine Gabel 25 verbunden, die um die Welle 26 des Druckknopfes 27 greift und in der rechten Stellung des Schaltstückes 24 ein Herabdrücken - des Druckknopfes verhindert. Befindet sich das Schaltstück 24 in der linken Endstellung, in der der Verbraucher eingeschaltet ist, so ist der Druckknopf 27 freigegeben. Durch Betätigung des Druckknopfes, der durch eine Feder 28 in der oberen Lage gehalten wird, werden die Kontakte 29 und 30 verbunden; damit wird der Steuerstromkreis zur Einschaltung der Zentrale hergestellt. Druckknopfschalter und Kipphebelschalter sind durch ein gemeinsames Gehäuse 3i abgedeckt, das nur wenig mehr Raum als das Gehäuse eines normalen Kipphebelschalters benötigt.
- Um zu verhindern, daß der Druckknopf 27 allzu lange Zeit herabgedrückt werden muß, bis die Zündung am Verbrennungsmotor eingesetzt hat, wird man vorteilhaft bekannte Einrichtungen anwenden, die die Anlaufzeit des Verbrennungsmotors abkürzen. Man kann zu diesem Zweck durch den Steuerstromkreis für die Ingangsetzung der Zentrale gleichzeitig eine Drosselklappe am Vergaser derart verstellen, daß die Luftzufuhr im Anlauf verringert und die Sättigung des Brennstoffgemisches erhöht wird. In dem Schaltbild der Fig. t wird dies durch die Kontakte 15 des Relais 8 und das Hilfsrelais 16 veranlaßt. Der Verbrennungsmotor läuft dann in erheblich kürzerer Zeit an; das gleiche Verfahren wird bekanntlich bei Automobilen zur schnelleren Ingangsetzung verwendet.
- Durch die Verriegelung zwischen Verbraucherschalter und Anlaßdruckknopf wird eine versuchsweise Ingangsetzung des Verbrennungsmotors ohne Einschaltung der Verbraucher verhindert. Um jedoch zu Prüfzwecken eine Ingangsetzung zu ermöglichen, kann man am Verbrennungsmotor einen besonderen Anlaßdruckknopf anbringen, der unabhängig von dem Verbraucherstrom bedient werden kann, und neben diesem einen Hilfsschalter anordnen, der den Zündungskurzschluß, ebenfalls unabhängig von dem auf den Verbraucherstrom ansprechenden Zündungsrelais, unterbricht.
- Bei der oben beschriebenen Anordnung ist nach Betätigung des Verbraucherschalters noch ein besonderer Schaltbefehl über die Steuerleitung erforderlich. Man kann diesen dadurch ersparen, daß man den Verbraucherschalter und den Schaltdruckknopf derart miteinander kuppelt, daß durch den Verbraucherschalter beim Einschalten kurzzeitig ein Steuerbefehl in die Steuerleitung gegeben wird. An die Steuerleitung ist dann ein Zwischenrelais angeschlossen, das bereits bei kurzzeitiger Bedienung ein vollkommenes Anlassen der Maschine bewirkt. Läuft die Maschine aus irgendwelchen Gründen nicht an, so wird in bekannter Weise, etwa durch eine thermische überwachungseinrichtung, die Anlaßbatterie wieder vom Anlaßmotor getrennt.
- Faßt man die Vorteile der neuen Steuerungseinrichtung zusammen, so ergibt sich zunächst als wertvollste Eigenschaft die Vermeidung einer Zerstörung von Anlassermotor und Anlaßbatterie beim Nichtanlauf des Verbrennungsmotors. Die zu diesem Zweck vorgesehene besondere Steuerleitung bedeutet jedoch gegenüber bekannten Anlagen, bei denen die Ingangsetzung ohne besondere Steuerleitung erzielt wird, keine Komplikation. Durch die Zuordnung der zum Anlassen benutzten Schaltdruckknöpfe zu den Verbraucherschaltern ist das Anlassen von jedem beliebigen Punkt der Anlage aus möglich. Ist die Anlage bereits im Betrieb, so braucht nur der Verbraucherschalter bedient zu werden.
- Verriegelungen zwischen einzelnen Schalteinrichtungen, ähnlich der bei der neuen Einrichtung verwendeten Verriegelung zwischen Schaltdruckknopf und Verbraucherschaltern, hat man bereits vielfach benutzt. Die für diesen Zweck bekannten Ausgestaltungen der Verriegelung können im vorliegenden Fall An-,vendung finden. Bei der Steuerungseinrichtung nach der Erfindung bewirkt die mechanisch einfache Verriegelung zwischen Verbraucherschalter und Steuerdruckknopf die Vermeidung von Fehlschaltungen. Der Schaltdruckknopf kann nur dann gedrückt werden, wenn auch der Verbraucherschalter eingelegt ist; der die Anlage Bedienende braucht also nur abzuwarten, bis der Generator der Anlage Spannung gibt. Läßt er den Schaltdruckknopf dann los, so bleibt infolge der Schließung des zugehörigen Verbraucherschalters die Anlage von selbst in Betrieb.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Einrichtung zur Ingangsetzung einer selbsttätigen elektrischen Stromversorgungsanlage, bestehend aus Generator, Verbrennungskraftmaschine, Anlasser und Anlaßbatterie, die bei Abschaltung an eine zur Inbetriebsetzung der Anlage dienende Steuerleitung gelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß den Verbraucherschaltern besondere, zur Ingangsetzung der Anlage erforderliche Schaltdruckknöpfe zugeordnet sind, die in eine derartige Abhängigkeit von den Verbraucherschaltern gegebracht sind, daß sie nur in der Einschaltstellung der Verbraucherschalter bedient werden können.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbraucherschalter mit den zugehörigen Schaltdruckknöpfen auf gemeinsamer Grundplatte oder auch in gemeinsamem Gehäuse vereinigt sind.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhängigkeit der Schaltdruckknöpfe von den als Isipphebelschalter ausgebildeten Verbraucherschaltern. dadurch bewirkt wird, daß die Schaltdruckknöpfe in der Bewegungsrichtung der Isipphebelschalter angeordnet sind und ihre Betätigung in der Aus-Schaltstellung der Kipphebelschalter durch eine an deren Schaltstück befestigte, unter die Schaltdruckknöpfe greifende Gabel verhindert wird. q..
- Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Prüfung der Anlage unabhängig von den Verbraucherschaltern am Verbrennungsmotor ein Anlaßdruckknopf, der unabhängig vom Verbraucherstrom arbeitet, sowie ein Hilfsschalter angebracht sind, die den normalerweise vom Verbraucherstrom gesteuerten Zündungskurzschluß aufheben.
- 5. Einrichtung nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch einen Verbraucherschalter, der beim Einschalten kurzzeitig einen Schaltbefehl über die Steuerleitung gibt und über ein Zwischenrelais die Ingangsetzung der Anlage bewirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1930548221D Expired DE548221C (de) | 1930-08-02 | 1930-08-02 | Einrichtung zur Ingangsetzung einer selbsttaetigen elektrischen Stromversorgungsanlage, bestehend aus Generator, Verbrennungskraftmaschine, Anlasser und Anlassbatterie |
Country Status (2)
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1930
- 1930-08-02 DE DE1930548221D patent/DE548221C/de not_active Expired
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- 1931-08-03 AT AT131505D patent/AT131505B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT131505B (de) | 1933-01-25 |
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