DE548202C - Reservierungsmittel - Google Patents

Reservierungsmittel

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DE548202C
DE548202C DE1930548202D DE548202DD DE548202C DE 548202 C DE548202 C DE 548202C DE 1930548202 D DE1930548202 D DE 1930548202D DE 548202D D DE548202D D DE 548202DD DE 548202 C DE548202 C DE 548202C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vat
reserve
white
salts
goods
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Expired
Application number
DE1930548202D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Krzikalla
Alwin Schneevoigt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
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Publication of DE548202C publication Critical patent/DE548202C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Reservierungsmittel Schon seit Jahren verwendet man neben den sogenannten Papps, die als reservierende Substanzen in der Hauptsache Blei- und Kupfersalze enthalten, leicht lösliche N atriumsalze von nitrierten aromatischen Sulfonsäuren als Reserven unter Färbungen und Drucken von Küpenfarbstoffen.
  • Diese Reserve hat aber Nachteile: die Druckfarbe setzt sich leicht ein in die Gravur; das Weiß der Reserve ist schwach gelblich angetönt; beim Liegenlassen von bedruckter Ware nach dem Färben klatscht die Reserve leicht ab auf die Färbung und verursacht mißfarbige Stellen, die nur durch ein Reduktionsbad wieder beseitigt werden können; bei Durchgang von größeren Warenpartien wird die Küpe durch die herausgelöste Nitroverbindung oxydiert und teilweise zerstört. Bei Anwendung eines geringen überschusses dieser Reserve erhält man Höfe und Bildung von sogenannten Bärten.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Verwendung der schwerlöslichen Erdalkalisalze oder der Magnesiumsalze von Sulfonsäuren aromatischer Nitrokörper an Stelle der leichtlöslichen Alkalisalze die erwähnten Nachteile nicht mehr oder in viel geringerem Maße auftreten. Diese Verbindungen lassen sich für Weiß- und Buntreserven verwenden. Es ist zwar bekannt, daß die nitrobenzolsulfonsauren Salze des Kupfers, Bleis, Zinns und Mangans für diese Zwecke verwendbar sind, doch sind diese Salze zum Teil leichter löslich und in ihren Wirkungen deutlich geringer als z. B. das Bariumsalz; sie klatschen deshalb beim Liegemassen der gefärbten Ware mehr auf die Färbung ab. Das Kupfersalz dieser Verbindung schlägt noch dazu Kupfer auf der Rakel ab und macht diese stumpf.
  • Beispiel r Man teigt 18o g Kaolin und 5o g des Bariumsalzes der m-Nitrobenzolsulfonsäure (oder des entsprechenden Toluol- oder Xvlolderivates) mit 28o g Wasser an, gibt dann 29o g Verdickung zu und löst darin noch Zoo g Manganchlorür. Diese Paste druckt man auf weiße Ware auf und färbt mit einem beliebigen Küpenfarbstoff auf der Hydrosulfitglukoseküpe aus, wie üblich. Nach dem Säuern und Waschen erhält man eine blendende Weißreserve.
  • Beispiel e Man teigt r8o g Kaolin und 5o g des Calciumsalzes der m-Nitrobenzolsulfonsäure mit 28o g Wasser an, gibt dann 29o g Verdickung zu und löst darin noch Zoo g Manganchlorür auf. Diese Paste druckt man auf weiße Ware auf, färbt auf der Hydrosulfit- i glukoseküpe mit Dichlorisoviolanthron aus, wie üblich. Nach dem Säuern und Waschen erhält man eine blendende Weißreserve unter violetter Färbung. In ähnlicher Weise kann man z. B. auch das t # 5-dinitronaphtalininonosulfonsaure Calcium verwenden.
  • Beispiel 3 Man teigt 6o g Dimethoxydibenzanthron Tg. 2o °/o, erhältfich z. B. nach Patent 417 o68. Beispiel i, mit ioo g Kaolin und 75g des Bariumsalzes der m-Nitrobenzolsulfonsäure und ioo g Wasser an, gibt dann 515 g Verdickung zu und löst darin 1509 Pottasche und ioo g 1Vatriumsulfoxylatformaldehyd. Diese Paste druckt man auf weiße Ware, dämpft 5 Minuten im Schnelldämpfer und färbt, wie üblich, in der Hydrosulfitglukoseküpe aus. Man erhält lebhafte Grünreserveeffekte.
  • Beispiel q.
  • 75 g 2 # 6-dinitrochlorbenzol-4-sulfonsaures Barium (oder auch 2, q-dinitrochlorbenzol-6-sulfonsaures Barium) werden mit ioo g Kaolin und ioo g Wasser angeteigt und mit 575 g Verdickung verrührt, und darin werden i5o g Manganchlorür gelöst. Diese Druckfarbe wird auf weiße Ware aufgedruckt und dann, wie üblich, auf der Hydrosulfitglukoseküpe mit einem beliebigen Küpenfarbstoff gefärbt. Man erhält blendende Weißreserven. Beispiel s Man grundiert Baumwollstückware mit einer Lösung von 20 g 2 # 3-Oxynaphtoesäureanilid, 2o g Natronlauge 3q.° Be und 5o g Türkischrotöl, die auf 1 1 eingestellt ist, und überdruckt mit einer Druckfarbe von 5o g Kaolin, Zoo g Gummiarabicum, i : i, 5o g des Bariumsalzes der m-Nitrobenzolsulfonsäure, 350 g Industriegummi, ein unter Druck löslich gemachtes Pflanzengummi, vgl. Handbuch des Zeugdrucks, Seite 407, i : i, ioo g Manganchlorür, Sog des Natriumsalzes des Nitrosamines von m-Nitroo-anisidin und 45 g Wasser, färbt dann aus, wie üblich, in der Hydrosulfitglukoseküpe. Man färbt mit Indanthrenblau R S dopp. Teig (s. S c h u 1 t z, Farbstofftabellen I. Band, 1923, Nr. 838) 3o g pro Liter aus, säuert ab, wäscht und erhält eine lebhafte Rotreserve unter blauer Färbuilg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von schwerlöslichen Erdalkalisalzen sowie der Magnesiumsalze von Sulfonsäuren der aromatischen Nitroverbindungen für die Zwecke des Reservierens in der Textildruckerei.
DE1930548202D 1930-10-30 1930-10-30 Reservierungsmittel Expired DE548202C (de)

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