DE54817C - Maschine zur Herstellung von Pillen - Google Patents
Maschine zur Herstellung von PillenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/02—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
- B30B11/04—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with a fixed mould
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
OBERLIN SMITH in BRIDGETON
(Grafsch. Cumberland, Staat New-Jersey)
Maschine zur Herstellung von Pillen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung hat eine Maschine zum Gegenstande, bei welcher pulverformige,
körnige oder plastische Materialien zu festen Körpern durch zwei einander gegenüberliegende
,Stempel zusammengeprefst werden. Diese Stempel bewegen sich in einer Hülse mit einer
Höhlung von entsprechender Gestalt. Wenn der untere Stempel sich in seiner tiefsten Stellung
befindet und die Höhlung oben offen ist, wobei der obere Stempel zurückgezogen worden
ist, so stellt sich eine Füllvorrichtung vor die Höhlung in der Hülse und das zusammenzupressende
Material läuft aus der Füllvorrichtung in die Höhlung, welche hierdurch gefüllt wird.
Die Füllvorrichtung geht dann zurück, der Oberstempel geht herab und bringt das Material
in die erforderliche Form. Es gehen nunmehr beide Stempel aufwärts und nehmen die
Pille zwischen sich mit, bis sie auf die obere Fläche der Hülse gelangt; der Oberstempel
geht dann zurück (indem er höher steigt), während die Füllvorrichtung vorgeht, die Pille
wegschiebt und nachher, wenn der Unterstempel in die tiefste Stellung zurückgegangen ist, die
Höhlung der Hülse wieder füllt.
Eine nach gegenwärtiger Erfindung construirte Maschine ist in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt; hierbei ist:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht derselben,
Fig. 2 eine Vorderansicht derselben; der in Fig. ι gezeichnete Leittrog ist indessen der
gröfseren Klarheit wegen ausgelassen.
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt der Maschine bei etwas veränderter Stellung der Theile,
Fig. 4 eine Draufsicht der Maschine mit abgenommenem Leittrog und Trichter,
Fig. 5 ein Schnitt der Hülse mit beiden Stempeln in der Stellung, welche sie beim
Pressen einnehmen,
Fig. 6 ein Horizontalschnitt der Maschine nach den punktirten Linieny-y, Fig. 2, .
Fig. 7 eine Vorderansicht der Schaukelvorrichtung für den Bügel G,
Fig. 8 im vergföfserten Mafsstabe ein Detail des oberen 'Kolbens und der denselben bethätigenden
Stange,
Fig. 9 eine . perspectivische Ansicht des Daumens, welcher den Rumpfhebel L bethätigt,
dieses Rumpf hebels, der Welle und der Schaukelvorrichtung.
Fig. 10 und 11 zeigen zwei Stellungen der
Füll- und Ausstofsvorrichtung.
In den Zeichnungen ist A das Gestell der Maschine. Dasselbe besitzt an der Vorderfläche
zwei Ansätze a a' und am oberen Ende zwei quer gebohrte Naben, von denen eine a2 das
Lager für die Schaukelwelle und die untere a3 das Lager für die Triehwelle bildet.
B ist die Trieb welle der Maschine, welche, wie bereits bemerkt, in die Nabe α3 eingelagert
ist; am hinteren Ende trägt die Welle das Schwungrad C. Am vorderen Ende trägt die
Triebwelle ein Kurbelrad b, an dessen Kurbelzapfen b1 eine Stange D befestigt ist, deren
unteres Ende mit dem oberen Kolben E dreh-
bar verbunden ist. Der letztere kann sich in der oberen Nabe α, in deren Bohrungen er
hineinpafst, in verticaler Richtung bewegen und trägt den oberen Druckstempel e. Der Druckstempel
kann mit dem oberen Kolben in einem Stück hergestellt oder wie in Fig. 3 gezeigt, mit
dem Kolben durch eine Schraube e! verbunden sein, welche bei der Bewegung des oberen
Kolbens sich in einem Schlitz α4 der Vorderfläche
der Nabe α bewegt.
Die Stange £>, welche den Kurbelzapfen des
Kurbelrades auf der Hauptwelle mit dem oberen Kolben verbindet, ist, wie in Fig. 8 dargestellt,
construirt und besitzt ein Excenter d auf dem Kurbelzapfen, des Kurbelrades, welches in einem
Bügel άλ festgestellt werden kann, der mittelst
der Schraube cC2 um das Excenter gespannt werden kann. Das untere Ende der Stange
wird . mit dem oberen Kolben dadurch verbunden , dafs es mit einem quer gestellten
cylindrischen 'Ansatz ds versehen ist, der in einen cylindrischen Sitz e2 im oberen Ende
des oberen Kolbens hineintritt. Der Hub kann so durch Einstellung des Excenters auf das
Genaueste regulirt werden. F ist der untere Kolben mit dem unteren oder Ausstofsstempel/,
der in der verticalen Bohrung in der Nabe α1
sitzt.
Der untere oder Ausstofsstempel kann ebenso wie der obere entweder in einem Stück mit
seinem Kolben hergestellt oder mittelst einer Schraube/1 daran befestigt sein, welche durch
einen verticalen Schlitz α5 in der Vorderfläche
der Nabe α λ hindurchgeht. Z ist eine Oeffnung
in der hinteren Fläche der unteren Nabe a ', welche das Innere des Ständers A mit dem
Inneren der Nabe verbindet und durch welche die über den Ausstofsstempel hinausgehenden
Theilchen des Materials entweichen. Dem unteren Kolben wird durch einen Bügel G eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt.
Das obere Ende des letzteren ist mit einem Arm H am vorderen Ende einer Schaukelwelle I
verbunden und das unlere, nach ein- und aufwärts gebogene Ende ist durch einen in eine
cylindrische Ausnehmung/2 im unteren Kolben eingepafsten Ansatz g mit diesem Kolben verbunden.
Die hin- und hergehende.Bewegung der Schaukelwelle wird durch einen Arm i hervorgebracht,
welcher eine in einer Curvenführung c (Fig. 3 und 9) einer Scheibe C* laufende
Rolle z* trägt..
Das Material wird zusammengeprefst, wenn der untere Kolben die tiefste Stellung einnimmt.
Der Ausstofsstempel befindet sich dann im unteren Theile der Hülse und der Bügel G
ruht auf dem Anschlag ae am Fufs der Maschine.
Bei dieser Stellung der Theile geht der obere Kolben herab, bis sein Druckstempel in die
Hülse eintritt und die erforderliche Zusammenpressung
hervorbringt. Unmittelbar nachher gehen beide Stempel hinauf, bis der Ausstofsstempel
mit der oberen Begrenzungsfläche der Hülse in einer Ebene liegt und dann stehen bleibt. Der obere Druckstempel setzt aber seine
Bewegung nach aufwärts bis zur höchsten Stellung fort. Der Ausstofsstempel geht dagegen
nach dem ' Vorschieben der Füllvorrichtung, wovon später die Rede sein wird, in die erste
Stellung herab. Die Bewegung des unteren. Kolbens ist an der oberen und unteren Grenze
des Hubes von einem Stillstand begleitet. Um die Gröfse des Hubes des unteren Kolbens zu
reguliren, wodurch auch die Menge des bei einem Hube zugeführten Materiales verändert
wird, ist die Verbindung zwischen dem Bügel und der Schaukelvorrichtung stellbar. Der den
Bügel bewegende Arm besitzt an der vorderen Fläche eine Nuth h, in welche der Kopf des
Bolzens h3 eintritt, auf dessen mit Gewinde versehenem Theil das Excenter h l sitzt. Dieses
letztere bildet den ■ Zapfen, auf welchem der den Bügel bewegende Arm sitzt. Die Einstellung
des Excenters auf dem Bolzen erfolgt durch Anziehen der. Mutter h2.
Die Vorrichtungen zum Zuführen des Materiales zu den Stempeln und zum Ausstofsen
der geprefsten Pillen sind folgende: Ueber der unteren Nabe a' ist ein Tisch a 7 angebracht.
Auf diesem Tisch ist ein ■ Einfüllrohr K angebracht, welches das Material in die Hülse as
einführt und die fertige Pille von der Oberfläche der Hülse wegschiebt. Die Hülse as
wird durch eine cylindrische Oeffnung im Tisch gebildet. Der Ausstofsstempel befindet sich
immer in der Hülse und bildet den Boden derselben. Die Tiefe, bis zu welcher der Ausstofsstempel
in der Hülse herabgeht, bestimmt die Menge des zu comprimirenden Materiales. Das Füllrohr K ist- am besten schuhförmig, wie
in Fig. ι und 2 gezeigt, und besitzt einen ebenen Boden, welcher auf der ebenen Oberfläche
der Hülse gleitet. In diesem Boden befindet sich ein Loch k, welches bei der vorderen
Stellung des Rohres in die Richtung der Hülse fällt, so dafs das Material aus dem Rohre in
die Hülse gelangen kann.
In der vorderen Stellung wird das FUllrohr durch eine Feder J festgehalten, während, die
Rückbewegung durch einen Hebel L erfolgt. Dieser Hebel ist am freien Ende mit einem
seitlich vorspringenden Zapfen Is versehen, der in ein Loch k x im Rohre eintritt. Der Hebel L
sitzt auf einer Schaukelwelle /, die in einem Lager Z1 im Gestell ruht und mit einem
Arm Z2 versehen ist, welcher mittelst einer Rolle Z* mit dem Umfang der vorerwähnten
Scheibe Cx in Berührung steht. Die Feder J
dient nicht nur dazu, die Vorwärtsbewegung des Füllrohres zu veranlassen, sondern hält
auch die Rolle Z4 des Armes Z2 am Umfang der Scheibe.
M ist ein Trichter, der an einer Stange m aufgehängt ist, welche durch einen Haken ml
mit dem Arm H verbunden ist. Die Mündung dieses Trichters befindet sich im oberen Theil
des Füllrohres K. An dem Trichter M befindet sich ein Sieb.
Die Wirkungsweise der Füll- und Ausstofsvorrichtung ist folgende:
Das schuhförmige Füllfohr K, welches mit seinem Fufs auf dem Tisch α 7 gleitet und in
dessen oberem Ende der Trichter M zum Nachfüllen des zu Pillen zu verarbeitenden
Materiales steckt, wird behufs Füllens der Hülse a8 über die obere Mündung derselben
gestellt (s. Fig. ii), und zwar vermittelst der Feder J. Durch den Zapfen I3, der in den
Schlitz kx im Schuh K eingreift und von dem
Arm L der Welle / ausgeht, welche durch Vermittelung des zweiten Armes Z2 mit Rolle /4
von der Curvenscheibe Cx aus bethätigt wird,
wird in dieser Stellung dem Füllrohr eine Reihe kurzer Stöfse ertheilt, indem die Rolle /4
unter die Einwirkung der Wellen auf der Curvenscheibe Cx gelegt und somit die Hülse α8
mit dem zu pressenden Material gefüllt wird. Bevor der obere-Stempel herunterkommt, wird
das Einfüllrohr K zurückgezogen, bis die Mündung der Hülse α8 ganz freigelegt ist (Fig. io).
Zu dem Zweck ist die Curvenscheibe Cx entsprechend
gestaltet. Der obere Stempel geht dann herab, die Pille wird geprefst, und hierauf
geht der obere Stempel sammt dem unteren hinauf. Der untere Stempel bleibt, sobald seine
obere Fläche in die obere Fläche des Tisches a 7
zu liegen kommt, stehen, während der obere Stempel seine Aufwä'rtsbewegung fortsetzt.
Wenn nun das Einfüllrohr K, welches bisher in seiner zweiten Stellung festgehalten wurde,
vorgeht, so schiebt es die vom Stempel / gehobene, eben geprefste Pille vor sich hin
und diese läuft über den Tisch zu einem mit diesem verbundenen Kanal N, während das
Füllrohr K in die Stellung Fig. 11 zurückgeht und das eben beschriebene Spiel sich
wiederholt. Unter dem Kanal ist ein Leittrog O so angeordnet, dafs er sich um verticale
Drähte Ox drehen kann, deren untere Enden
an einer Staubpfanne O1 befestigt sind; den
Boden O 2 des Troges bildet ein Sieb, und
unter dem unteren Ende desselben befindet sich eine Pfanne zur Aufnahme der fertigen
Pillen. Es empfiehlt sich, den Trog dadurch in schwingende Bewegung zu versetzen, dafs
man einen Arm O3 an ihm anbringt, der bei
der Hin- und Herbewegung des Bügels gegen denselben stöfst.
Claims (2)
- Pa tent-Ansprüche:ι. Eine Maschine zur Herstellung von Pillen, bestehend aus einem verticalen Ständer A, einem oberen und unteren Stempel e bezw.f einer Triebwelle B im oberen Theil des Ständers, einer Kurbel b bλ auf dieser Welle, welche den oberen Theil e hin- und herbewegt, einem in der Nuth c geführten Arm i, welcher eine Schaukelwelle in schwingende Bewegung versetzt, die mit einem Arm H und Bügel G versehen ist, welcher von dem Arm herunterreicht, der den unteren Kolben bethätigt.
- 2. Bei der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Maschine ein Füllrohr K, das auf dem Tisch a1 beweglich ist, und eine Curvenscheibe Cx nebst Hebelübersetzung (P IL Is) und Feder J, um die Bewegung und 'das Schütteln des Füllrohres hervorzurufen (Fig. 9).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54817C true DE54817C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54817D Expired - Lifetime DE54817C (de) | Maschine zur Herstellung von Pillen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54817C (de) |
-
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- DE DENDAT54817D patent/DE54817C/de not_active Expired - Lifetime
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