DE544785C - Anlage zum Betrieb von Hochspannungsroentgenroehren - Google Patents

Anlage zum Betrieb von Hochspannungsroentgenroehren

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DE544785C
DE544785C DEM104066D DEM0104066D DE544785C DE 544785 C DE544785 C DE 544785C DE M104066 D DEM104066 D DE M104066D DE M0104066 D DEM0104066 D DE M0104066D DE 544785 C DE544785 C DE 544785C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J35/00X-ray tubes
    • H01J35/02Details
    • H01J35/16Vessels; Containers; Shields associated therewith
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
    • H05G1/02Constructional details

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  • X-Ray Techniques (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Betriebe von Hochspanhungsröntgenröihren mit geerdeter Anode. Bei derartigen Anlagen ist der Versuch gemacht, den Patienten im Bestrahlungsraum dadurch möglichst vor Hochspannung zu schützen, daß die Anode und die Kathode der Röntgenröhre in einem metallischen Auslegerrohr angeordnet sind, das in dem Behandlungsraum aufgestellt und geerdet ist. Die Anode ist bei den bekannten Anlagen mit dem Auslegerrohr leitend verbunden, während die an die Hochspannungsquelle angeschlossene Kathode mit Hilfe eines Isolators in dem Auslegerrohr angeordnet ist. Bei dieser Anordnung ist zwar dadurch, daß die Anode und die mit ihr leitend verbundenen Metallteile geerdet sind, eine gewisse Hochspannungssicherheit erreicht, jedoch hat die
ao bekannte Einrichtung den Nachteil, daß bei einem Bruch von Teilen der Anlage, z. B. bei einem Bruch der Röntgenröhre, Hochspannung auf den Patienten und auf die übrige Umgebung übertragen werden kann.
Um den geschilderten Mangel zu beseitigen, ist nach der Erfindung der die Glühkathode enthaltende, an die einpolig geerdete Hochspannungsquelle angeschlossene Teil der Röntgenröhre in dem Hochspannungsraum angeordnet, der gegen den Behandlungsraum durch eine Wand abgeschlossen ist, die ein in diesen Raum hineinragendes Auslegerrohr hat, das nur die geerdete Anode enthält. Durch diese Anordnung ist eine völlige Hochspannungssicherheit geschaffen, da bei einer etwaigen Beschädigung der Röntgenröhre die Entladung nicht auf den Patienten überspringen kann.
Da die Glühkathode, die die volle Hochspannung enthält, möglichst weit vom Be-Strahlungsraum entfernt sein soll, erhält die Anode zweckmäßig die Form eines nach der Kathode zu offenen, langen Hohlzylinders, auf dessen nach außen gerichteten, zweckmäßig winklig zur Achse stehenden Boden der Brennfteck erzeugt wird.
In der Abbildung ist eine nach der Erfindung hergestellte Anlage in einer Ausführungsform veranschaulicht.
In dem rechtsseitigen Teil der Röntgenröhre 1 sitzt auf dem Stiel 2 die Glühkathode 3, die ihre Stromzuführung durch den Schraubsockel 4 erhält, der zugleich die Stromzuführung für die Hochspannung bildet und unmittelbar mit dem nicht geerdeten Pol der Röntgenanlage verbunden ist. Der Kathode 3 gegenüber befindet sich die Öffnung 10 des rohrförmigen Ansatzes 5 der Anode 6, die z. B. aus einem Chromeisenmantel besteht, in dem ein Kupferblock 7 liegt. In diesen ist in üblicher Weise der Wolframspiegel 8 eingelegt. Der Chromeisenmantel ist mit dem Glaskörper der Röhre 1 vakuumdicht verschmolzen. An der Strahlenaustrittsseite ist der Chromeisenmantel an der Stelle 9 zweckmäßig derartig dünn, z.B. auf 0,5mm, abgedreht, daß er als Filter für die unerwünschten weichen Strahlen dient. Die ganze
Anode 6 kann von einem Kühlgefäß 12 umschlossen sein, das von Wasser o. dgl. durchflossen wird.
Wird die Röhre in Betrieb gesetzt, so treten an der Glühkathode 3 die Elektronen aus, die durch eine Sammelvorrichtung zu einem schmalen Kathodenstrahlenbündel vereinigt und auf die Öffnung 10 des Anodenrohres 5 gerichtet werden. Auf dem kurzen Wege
ίο zwischen 3 und 10 erhalten sie bereits ihre volle Geschwindigkeit, die sie während ihres Fluges durch das Rohr 5 beibehalten, bis sie auf den Anodenspiegel 8 aufprallen.
Durch diese Anordnung ist erreicht, daß die Glasteile der Röhre überhaupt von keinen Elektronen getroffen werden können, denn die Primärelektronen treten sämtlich in den Hohlraum des sehr langen Anodenrohres 5 ein, das die auf dem Spiegel 8 entstehenden Sekundärelektronen am Austritt in den Glasteil der Röhre hindert. Die Glasteile der Röhre werden also weder durch Aufladungen gefährdet, noch können sie die Bahn der Kathodenstrahlen störend beeinflussen. Diese treten vielmehr in einem scharf begrenzten, schmalen Bündel in das Anodenrohr ein, erhalten auf ihrem Wege zur Aufprallfläche eine geringe Streuung, die verhindert, daß der Brennfleck auf der Anode zu scharf wird. Man kann auf diese Weise als Anodenspiegel auch z. B. verhältnismäßig leicht schmelzende Stoffe, wie Gold, verwenden, das durch seine hohe Atomnummer eine vorzügliche Strahlenausbeute ergibt.
Der die Glühkathode 3 enthaltende, an die einpolig geerdete Hochspannungsquelle angeschlossene Teil der Röntgenröhre 1 ist in dem schrankartig ausgebildeten, den nicht dargestellten Hochspannungstransformator aufnehmenden Hochspannungsraum 25 angeordnet, der gegen den Behandlungsraum 26 durch eine Scheidewand 13 abgeschlossen ist. Mit der Wand 13 ist ein metallisches oder zum mindesten metallisch ummanteltes und auf Erdpotential gehaltenes Auslegerrohr 14 verbunden, das den in den Behandlungsraum 26 hineinragenden, die Anode 6 enthaltenden Teil der Röhre mit Luftabstand umgibt und vor Beschädigungen durch Schlag oder Stoß schützt. Die Anode 6 ist mit dem Auslegerrohr 14 durch eine Metallwand 15 verbunden. Das Auslegerrohr 14 kann in der Scheidewand 13 gehoben, gesenkt oder gedreht werden. Die Verstellung des Auslegerrohres 14 in der Höhenrichtung kann mit Hilfe an sich bekannter Schlittenführungen erfolgen. Ebenso kann die Drehung des Auslegerrohres 14 mit Hilfe eines an sich bekannten, an diesem Rohr vorgesehenen Flansches o. dgl. bewirkt werden, der an einem in Sdilittenführungen der Wand 13 senkrecht einstellbaren Schieber drehbar ist. Durch die Anordnung eines heb- und senkbaren sowie drehbaren Auslegerrohres ist der Vorteil erzielt, daß dem Röntgenstrahlenbündel jede beliebige Lage erteilt werden kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Anlage zum Betrieb von Hochspannungsröntgenröhren mit geerdeter Anode, dadurch gekennzeichnet, daß der die Glühkathode (3) enthaltende, an die einpolig geerdete Hochspannungsquelle angeschlossene Teil der Röntgenröhre (1) in dem Hochspannungsraum (25) liegt, der gegen den Behandlungsraum (26) durch eine Wand (13) abgeschlossen ist, die ein in diesen Raum hineinragendes Auslegerrohr (14) hat, das nur die geerdete Anode (6) enthält.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Auslegerrohr (14) einnehmende, die Anode (6) enthaltende Teil der Röntgenröhre (1) ein seine ganze oder nahezu ganze Länge einnehmendes Anodenrohr (5) enthält, das das Kat'hodenstrahlenbündel geschlossen dem an seinem Boden befindlichen, einem Fenster (9) gegenüber angeordneten Anodenspiegel (8) zuführt.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslegerrohr (14) in der Scheidewand (13) gehoben, gesenkt oder gedreht werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEM104066D 1928-03-24 1928-03-24 Anlage zum Betrieb von Hochspannungsroentgenroehren Expired DE544785C (de)

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