DE568306C - Gasgefuellte Roentgenroehre mit Gluehkathode - Google Patents
Gasgefuellte Roentgenroehre mit GluehkathodeInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/02—Details
- H01J35/20—Selection of substances for gas fillings; Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the tube, e.g. by gettering
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. JANUAR 193a
17. JANUAR 193a
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 17 o*
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1924 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Röntgenröhren mit Glühkathode. Zu den bekannten Röhren
dieser Art gehören u. a. die von Wehnelt und Trenkle sowie die von Coolidge gebauten.
Während bei der Röntgenröhre von Wehnelt und Trenkle das Vakuum nicht sehr hoch war, wird von Coolidge vorgeschrieben, die von ihm angegebenen Röntgenröhren möglichst scharf zu evakuieren, um Gasionisation vorzu-
Während bei der Röntgenröhre von Wehnelt und Trenkle das Vakuum nicht sehr hoch war, wird von Coolidge vorgeschrieben, die von ihm angegebenen Röntgenröhren möglichst scharf zu evakuieren, um Gasionisation vorzu-
«o beugen. Zu diesem Zwecke ist der Gasdruck in
Coolidges Röntgenröhren annähernd 0,00005 mm Quecksilbersäule, die äußerste Grenze ist
0,0006 mm, somit weit niedriger als der Gasdruck in Röntgenröhren, bei denen die Wirkungsweise
auf Gasionisation beruht und bei denen der Gasdruck zwischen 0,001 und ο,οΐ mm Quecksilbersäule
liegt. Man hat sogar, um sicher zu sein, daß die allerletzten Gasreste möglichst entfernt
werden, vorgeschlagen, in die Röntgen-
ao röhre geeignete Stoffe (z. B. Thorium, Zirkonium)
einzuführen, die beim Erhitzen zur Bindung der Gasreste fähig sein sollen.
Es wurde nun gefunden, daß die Nachteile der Gasionisation auch auf andere Weise als durch
hohe Entlüftung der Röntgenröhre behoben werden können und daß es möglich ist, eine
Röntgenröhre mit Glühkathode auch dann gut wirken zu lassen, wenn in ihr eine geeignet gewählte
Gasfüllung vorhanden ist.
Röntgenröhren mit Glühkathode nach der Erfindung enthalten eine Gasfüllung von Wasserstoff,
Helium oder von einem Gemenge dieser Gase unter einem solchen Drucke, daß bei Verwendung
von Luft als Restgas eine störende Gasionisation eintreten würde.
In der Regel wird der Gasdruck über 0,0006 mm Quecksilbersäule gewählt.
Sehr gute Ergebnisse wurden mit Röntgenröhren erzielt, bei denen während des Betriebes
das Feld an der Antikathode sehr intensiv war. Je kräftiger bei solchen Röntgenröhren das Feld
an der Antikathode ist, desto höher liegt der Gasdruck, bei dem Gasionisation eine Rolle zu
spielen anfängt.
Die Erfindung erstreckt sich somit im besonderen auf Röntgenröhren, bei denen infolge Bauart
und geometrischer Abmessungen das Feld in der Nähe des Brennflecks beim Anlegen der
Hochspannung sehr kräftig ist.
Wahrscheinlich findet das Auftreten der Ionisation seinen Grund in dem Auftreten sekundärer
Elektronen, die an der Antikathode ausgelöst werden. Dadurch, daß man das Feld nahe
dem Brennfleck kräftig macht, dürften diese sekundären Elektronen nach der Antikathode
zurückgezogen werden, ehe sie Gelegenheit gehabt haben, Moleküle der Gasfüllung zu ionisieren.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Albert Bouwers und Dr. Willem Hendrik van de Sande Bakhuysen
in Eindhoven, Holland.
Zwecks Erzielung eines kräftigen Feldes an der
Antikathode kann man z. B. der Röntgenröhre solche Abmessungen geben, daß der Abstand
zwischen Kathode und Antikathode sehr klein ist. Auch kann man die Röntgenröhre derart
bauen, daß beim Anlegen der Hochspannung das Feld sehr stark vor der Antikathode konzentriert
wird und der ganze Spannungsunterschied zwischen Kathode und Antikathode praktisch
ίο nur in unmittelbarer Nähe vor der Antikathode liegt.
Im allgemeinen werden Röntgenröhren nach der Erfindung die Bedingung erfüllen, daß beim
Anlegen der Hochspannung zwischen der. kalten "Kathode und der Antikathode kein Strom durch
die Röhre geht. Tritt solch ein Strom dennoch auf, so ist es möglich, daß während des Betriebes
der Röhre mit glühender Kathode Ionisationserscheinungen vor sich gehen, die die
ao Wirkung der Röntgenröhre beeinträchtigen. Man wird solche Ionisationserscheinungen dadurch
verhüten können, daß man die Abstände zwischen allen Teilen, zwischen denen Hochspannung
liegt, sehr klein hält und die Bauart der Röhre am liebsten derart wählt, daß alle
Kraftlinien über einen möglichst kleinen Abstand im Inneren der Röhre laufen. Zu diesem
Zwecke wird man diejenigen Teile der Röntgenröhre, die durch Wände aus Isoliermaterial umgeben
sind, derart bauen und ihnen solche Abmessungen geben, daß die Kraftlinien die Wände
möglichst senkrecht treffen und der Abstand zwischen diesen Wänden klein ist.
Die Erfindung kann auch bei einer Röntgenröhre mit Glühkathode angewendet werden, bei
der die Kathode innerhalb eines Metallgefäßes angebracht ist, dessen Wandung ganz oder teilweise
einen Teil der Röhrenhülle bildet und von dem die Antikathode durch eine Isolierung getrennt
ist, die der Betriebsspannung zwischen der Glühkathode und der Antikathode Widerstand
bieten kann, wobei das Metallgefäß und die Antikathode derart gestaltet und in bezug
aufeinander angeordnet sind, daß die Kathodenstrahlen
die Antikathode nur auf einer kleinen Fläche treffen können.
Ein Vorteil der Röntgenröhren gemäß der Erfindung liegt in dem Umstände, daß man sie
besser als Röntgenröhren mit Hochvakuum mit Wechselstrom betreiben kann, ohne Gefahr zu
laufen, daß die Antikathode durch Elektronenanprall auf eine derartige Temperatur gebracht
wird, daß ein Gegenstrom in der Röhre entsteht. Ferner wird in Röntgenröhren nach der Erfindung
die Kühlung der Antikathode durch die Wärmeleitung der Gasfüllung befördert; zumal wenn man Wasserstoff als Gasfüllung
benutzt, wird die Antikathode während des Betriebes der Röhre eine weniger hohe Temperatur
erreichen, als es bei Röntgenröhren mit Glühkathode der bisher üblichen Art der Fall
war, und hierdurch wird die Gefahr des Anstechens der Antikathode durch das scharf konzentrierte
Kathodenstrahlenbündel verringert.
In den Abb. 1 und 2 sind Ausführungsbeispiele von Röntgenröhren nach der Erfindung
veranschaulicht.
Bei der in Abb. 1 gezeigten Röntgenröhre sind in einem Glaskörper 1 eine Glühkathode 2
und eine Antikathode 3 angebracht. Die Glühkathode, die aus Wolfram bestehen kann, ist mit
in den Glaskörper eingeschmolzenen Stromzuführungsdrähten 4 und 4' verbunden. Die
Kathode ist in bekannter Weise durch eine Sammelvorrichtung 5, die elektrisch leitend mit
der Kathode verbunden ist und von Stützdrähten 6 und 6' getragen wird, zur Herbeiführung
einer Konvergenz der Kathodenstrahlen umgeben. Diese Sammelvorrichtung besteht aus
einem Metallzylinder, an dem ein Metallkeil in der Form einer Halbkugel befestigt ist. Die
Antikathode 3 kann aus Wolfram bestehen, das in einem Kupferklotz befestigt ist; dieses Kupfer
kann mittels eines Platinrings in den Glaskörper eingeschmolzen werden. Sie ist derart angeordnet,
daß die Kathodenstrahlen sie nur auf einem Teil ihrer Oberfläche treffen können. Da
der Gasdruck in einer Röntgenröhre nach der Erfindung verhältnismäßig hoch sein darf, ist es
nicht nötig, die Entfernung der in der Röhre enthaltenen Luft mit Hilfe einer Hochvakuumpumpe
vorzunehmen; eine gut wirkende Ölpumpe genügt vollkommen für die Zwecke der Erfindung. Man muß in diesem Falle die Röhre
während des Auspumpens der Luft fortwährend mit dem Gase spülen, mit dem man die Röntgenröhre
schließlich füllen will.
Notwendig ist es jedoch, den Glaskörper und
auch die Antikathode durch Erhitzen zu entgasen, da sie im allgemeinen Gase enthalten, die
infolge ihrer Abgabe während des Betriebes der Röntgenröhre eine schädliche Wirkung ausüben
können. Sind diese störenden Gase mittels des stetig durchströmenden Gases, das man als Gasfüllung
wünscht, möglichst entfernt, so wird die Gasfüllung auf den gewünschten Druck gebracht.
Betreibt man darauf die Röntgenröhre einige Zeit, so wird in vielen Fällen infolge des
Betriebs Gas aus der Röhre verschwinden und. der Gasdruck abnehmen. Dadurch, daß man
wiederholt Gas in die Röhre fließen läßt und auf diese Weise den gewünschten Gasdruck
wiederherstellt, ist es möglich, einen Zustand hervorzurufen, in dem während des Betriebes
der Gasdruck sich nicht mehr in störender Weise ändert. Ist dieser Zustand erreicht, so wird die
Röntgenröhre von der Pumpe abgeschmolzen. Mit einer Röhre der beschriebene Bauart, bei
der der Abstand zwischen der Kathode und der Antikathode nur 0,8 cm beträgt, bei der somit iao
bei einer Spannung von roo 000 Volt das Feld vor der Antikathode sehr intensiv ist, und die
eine Wasserstoffüllung von 0,01 mm Quecksilbersäule enthält, können vorzügliche Ergebnisse
erzielt werden. Der Röhrenstrom bleibt während einer photographischen Aufnahme von
einigen Minuten vollkommen konstant, und es ist nicht möglich, nach einigen Hunderten von
Aufnahmen eine Verringerung der guten Eigenschaften der Röntgenröhre festzustellen. Der
hier verwendete Gasdruck von 0,01 mm ist sogar
το größer, als bei Röntgenröhren üblich ist, deren
Wirkungsweise auf Gasionisation beruht; es ist jedoch auch möglich, Röntgenröhren nach der
Erfindung mit einer Gasfüllung von einem wesentlich höheren Druck als ο,οΐ mm zu bauen.
In Abb. 2 ist eine Röntgenröhre mit Metallhülle veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform ist die Glühkathode 9 innerhalb eines
Metallgefäßes 7 angebracht. An der Wandung des Metallgefäßes ist ein Metalldeckel 8 befestigt,
der eine öffnung besitzt, vor der die Antikathode 10 mit einem Teil ihrer Oberfläche
angeordnet ist. Dieser Antikathode gegenüber befindet sich im Metallgefäß ein Fenster zum
Durchlassen der ausgelösten Röntgenstrahlen.
Dieses Fenster besteht aus einer luftdicht mit der Metallwandung verschmolzenen Glaskappe
11, während eine ringförmige Metallplatte 12,
z.B. aus Eisen, an der die Zuführungsdrähte der Glühkathode befestigt sind, die Röntgenstrahlen
abschirmt. Der Zuführungsdraht 13 für die Glühkathode ist isoliert durch den Metallring 12
hindruchgeführt und ist in die Glaskappe 11 eingeschmolzen. Der andere Zuführungsdraht
wird von der leitenden Verbindung des Poles 14 mit dem Metallring 12 und von der Metallhülle
7 gebildet. Die Glühkathode wird von einer Batterie 17 gespeist, mit der ein Regelwiderstand
18 in Reihe geschaltet ist. Vor der Einschmelzstelle 15 ist ein mit der Metallhülle
7 verschmolzener Metallzylinder 16 angebracht, der dazu dient, die Einschmelzstelle 15
vor aufprallenden Elektronen und auf diese Weise vor elektrostatischen Ladungen zu schützen.
Der Abstand zwischen der Antikathode und der Metallhülle 7, der Metallplatte 8 und
dem Metallzylinder 16 ist überall so klein, daß bei dem verwendeten Gasdruck eine Entladung
zwischen diesen Metallteilen beim Anlegen der Hochspannung nicht zu befürchten ist. Die
Röntgenröhre ist mit Wasserstoff oder Helium unter einem zwischen 0,01 und 1 mm Quecksilbersäule
liegenden Drucke gefüllt.
Die von der Glühkathode ausgesandten Kathodenstrahlen können die Antikathode infolge
der besonderen Form der Wandung und des Deckels 8 des Metallgefäßes und der Anordnung
der Antikathode in bezug auf diesen Deckel nur auf einer kleinen Fläche treffen. Tatsächlich
ergibt sich bei einer Deckelöffnung von 20 mm Durchmesser ein Brennfleckdurchmesser
von nur annähernd 2 mm.
Wird nun zwischen der Kathode und der Antikathode Hochspannung angelegt, so wird,
da das Metallgefäß 7 ein Potential hat, das dem der Kathode nahezu gleich kommt oder niedriger
ist, das ganze Feld zwischen Kathode und Antikathode in einen kleinen Raum vor der Antikathode konzentriert, und es hat sich
gezeigt, daß eine Röntgenröhre der beschriebenen Ausführungsform in vorzüglicher Weise
wirkt.
Man kann, falls die Abmessungen der Röntgenröhre derart gewählt sind, daß das Feld vor
der Antikathode noch stärker konzentriert wird, als es bei der in Abb. 2 dargestellten Röhre der
Fall ist, zu höheren Drücken als 1 mm übergehen.
In vielen Fällen kann es erwünscht sein, ein Trocknungsmittel in den Glaskörper der Röntgenröhre
einzuführen.
Claims (2)
1. Gasgefüllte Röntgenröhre mit Glühkathode, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Verhinderung der Ionisation die Gasfüllung aus Wasserstoff oder Helium oder einem
Gemenge dieser Gase besteht.
2. Röntgenröhre nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Bauart g0
und derartige geometrische Abmessungen, daß das beim Anlegen der Hochspannung auftretende Feld in der Nähe des Brennflecks
sehr kräftig ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
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| US2836747A (en) * | 1955-03-28 | 1958-05-27 | Dunlee Corp | X-ray tube cathode |
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1924
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