DE544288C - Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Derivate von zweibasischen organischen Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Derivate von zweibasischen organischen Saeuren

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DE544288C
DE544288C DEI33293D DEI0033293D DE544288C DE 544288 C DE544288 C DE 544288C DE I33293 D DEI33293 D DE I33293D DE I0033293 D DEI0033293 D DE I0033293D DE 544288 C DE544288 C DE 544288C
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DE
Germany
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acid
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organic acids
preparation
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Expired
Application number
DEI33293D
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English (en)
Inventor
Dr Franz Webel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/24Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or derivatives thereof with a carbon-to-oxygen ether bond, e.g. acetal, tetrahydrofuran
    • C07C67/26Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or derivatives thereof with a carbon-to-oxygen ether bond, e.g. acetal, tetrahydrofuran with an oxirane ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/34Esters of acyclic saturated polycarboxylic acids having an esterified carboxyl group bound to an acyclic carbon atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Derivate von zweibasischen organischen Säuren Zusatz zum Patent 54.2 6,7 In -dem Hauptpatent 542 617 ist ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Derivate der Phthalsäure beschrieben, das darin besteht, daß man auf Phthalsäure Äthylenoxyd oder homologe OXyde im Überschuß mit oder ohne Benutzung eines Lösungsmittels und gegebenenfalls unter Zusatz von katalytisch wirkenden Substanzen bei Temperaturen unterhalb ioo° einwirken läßt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man auch zu wasserlöslichen Produkten gelangt, wenn man statt der Phthalsäure andere zweibasische organische Säuren, z. B. Bernsteinsäure oder Weinsäure, zur Anwendung bringt. Die hierbei erhaltenen Produkte besitzen ebenso wie die aus Phthalsäure hergestellten Ester die wertvolle Eigenschaft, für Gelatine, Kunststoffe und andere organische Substanzen in vorzüglicher Weise als Lösungs- und Weichmachungsmittel zu wirken.
  • Es ist zwar bekannt, Adipinsäure mit Äthylenoxyd zu verestern. Während bei den bekannten Verfahren aber die Reaktionskomponenten so zur Einwirkung gebracht werden, daß auf i Mol Äthylenoxyd i Mol Säure kommt, wird bei vorliegendem Verfahren in der Weise gearbeitet, daß .mindestens :2 Mol Äthylenoxyd mit i Mol Säure in Reaktion treten. Der Unterschied der beiden Arbeitsweisen zeigt sich darin, daß man nach dem vorliegenden Verfahren wasserlösliche Ester erhält, die vorzügliche Lösungs- und Weichmachungsmittel sind, während das bekannte Verfahren wasserunlösliche Ester von wachsartiger Beschaffenheit liefert.
  • Die Verwendung von sauren anorganischen Katalysatoren wird hier nicht beansprucht. Beispiel i Man erwärmt im Autoklaven unter Rühren i Teil Bernsteinsäure und i bis 1,5 Teile Äthylenoxyd auf 8o bis 9o° und sorgt durch Abstellen der Heizung, erforderlichenfalls durch Kühlung, daß die angegebene Temperatur nicht überschritten wird. Sobald das Reaktionsprodukt neutrale Reaktion zeigt, verdünnt man es mit Wasser, schüttelt die Lösung nötigenfalls mit etwas Entfärbungskohle, filtriert und gewinnt aus der klaren Flüssigkeit den Ester, indem das Wasser und überschüssiges Äthylenoxyd im Vakuum abdestilliert werden. Der Ester ist eine farblose, viskose, mit Wasser in jedem Verhältnis mischbare, nicht unzersetzt destillierbare Flüssigkeit; die Ausbeute beträgt ungefähr die doppelte Menge der angewandten Säure.
  • In analoger Weise kann ein ähnliches Produkt aus Weinsäure erhalten werden. Beispiele Man suspendiert in 2 Teilen eines wasserlöslichen Weinsäureesters, der z. B. nach der in Beispiel i beschriebenen Arbeitsweise hergestellt wurde, etwa i Teil fein pulverisierter Weinsäure, erwärmt auf 6o° und leitet Äthylenoxyd ein. Da die Reaktion sehr lebhaft und unter Wärmeentwicklung verläuft, ist zur Einhaltung der angegebenen Temperatur Kühlung erforderlich. In dem Maße, wie die Weinsäure verbraucht wird, füllt man stets frische Säure nach, was so lange geschehen kann, als der Rauminhalt des Reaktionsgefäßes dies gestattet. Ist das Eintragen der Weinsäure beendet, so gibt man, um die Veresterung rasch zu Ende zu führen, noch o,2 bis 0,5 °/o Kochsalz, bezogen auf das Gewicht der angewandten Säure, als Katalysator zu. Sobald das Reaktionsprodukt neutrale Reaktion zeigt, destilliert man das überschüssige, im entstandenen Ester gelöste Äthylenoxyd durch Erwärmen und Evakuieren ab. Der als Rückstand verbleibende Ester ist eine farblose, Sirupöse, mit Wasser in jedem Verhältnis mischbare, nicht unzersetzt destillierbare Flüssigkeit, in der das als Katalysator benutzte Kochsalz gelöst bleibt; die Ausbeute beträgt ungefähr die doppelte Menge der angewandten Säure. Beispiel 3 Man suspendiert in i Teil wasserlöslichen Esters aus Äthy lenoxyd und Weinsäure oder Äthylenoxyd und Bernsteinsäure, die nach Beispiel i und 2 hergestellt sind, i Teil Diglykolsäure und leitet unter Rühren bei etwa 6o° Propylenoxyd ein, das unter mäßiger Wärmeentwicklung leicht absorbiert wird; sobald die Lösung homogen geworden ist, werden weitere Mengen Diglykolsäure eingetragen und mit Propylenbxyd verestert. Die Reaktion wird fortgesetzt, nötigenfalls unter Übertragung des Absatzes in größere Gefäße oder nach Teilung desselben, bis der Anteil des im Reaktionsprodukt noch enthaltenen `'=einsäure- oder Bernsteinsäureesters praktisch verschwindend gering ist. Man leitet dann, evtl. unter Zugabe von Kochsalz als Katalysator, weiter Propylenoxyd ein, bis alle Säure verestert und neutrale Reaktion erreicht ist. Darauf verdünnt man mit Wasser, entfernt etwa vorhandene Trübungen durch Filtration und trocknet den Ester im Vakuum durch Erwärmen auf 5o bis 6o°. Dieser bildet eine farblose, viskose Flüssigkeit von Sirupkonsistenz, ist nicht unzersetzt destillierbar und mischt sich mit Wasser in jedem Verhältnis. Die Ausbeute beträgt auf i Teil Diglykolsäure 3 bis 3,2 Teile Ester. In der gleichen Weise erhält man aus Diglykolsäure mit Äthylenoxyd an Stelle des Propylenoxyds den entsprechenden Ester.
  • Beispiel q.
  • Man übergießt i Teil Weinsäure mit i Teil Butylenoxyd und gibt ein indifferentes Verdünnungsmittel, z. B. i Teil Chloroform, zu. Die Mischung erwärmt sich langsam zum Sieden. Unter Zugabe weiterer Mengen von Butylenoxyd wird schließlich unter äußerer Wärmezufuhr so lange am Rückflußkühler gekocht, bis neutrale Reaktion erreicht ist. Chloroform und überschüssiges Butylenoxyd werden im Vakuum abdestilliert. Der zurückbleibende Ester, der in einer Ausbeute von 3,1 bis 3,3 Teilen auf i Teil Weinsäure gebildet wird, ist eine viskose, nicht unzersetzt destillierbare, mit Wasser in jedem Verhältnis mischbare Flüssigkeit. Beispiels Man suspendiert in dem aus Bernsteinsäure oder Weinsäure und Äthylenoxyd nach Beispiel i und 2 erhaltenen wasserlöslichen Ester etwa die Hälfte seines Gewichtes Maleinsäure, erwärmt unter Rühren auf 6o bis 65°, sobald die Säure größtenteils in Lösung geht, und leitet in das GemischÄthylenoxyd ein, welches leicht unter Erwärmung absorbiert wird.
  • In dem Maße, wie sich die Säure verestert, verlangsamt sich die Absorption von Äthylenoxyd; wird sie zu träge, so gibt man von neuem Maleinsäure in das Reaktionsgemisch und leitet weiter Äthylenoxyd ein. Diese Arbeitsweise wird fortgesetzt, bis der Anteil des ursprünglich vorgelegten Bernsteinsäure-und Weinsäureesters im Reaktionsprodukt gegenüber dem entstandenen Kondensationsprodukt aus Maleinsäue und Äthylenoxyd verschwindend gering ist. Schließlich wird das Produkt durch Äthylenoxyd völlig neutralisiert, zweckmäßig nach Zugabe von wenig Kochsalz (o,2 bis o,5 °/a der angewandten Maleinsäure) zur katalytischen Beschleunigung der gegen Schluß sehr träge verlaufenden Reaktion.
  • Aus dem neutralen Produkt kann gelöstes Äthylenoxyd durch Erwärmung im Vakuum entfernt werden. Ist das Produkt nicht völlig klar oder gefärbt, so verdünnt man zweckmäßig mit etwas Wasser, filtriert, nötigenfalls nach Behandlung mit Entfärbungskohle, und verdampft aus dem Filtrat das Wasser und gelöstes Äthylenoxyd im Vakuum.
  • Man erhält so eine neutrale, farblose oder gelbliche, ziemlich viskose Flüssigkeit, die sich mit Wasser in jedem Verhältnis mischt und nicht ohne Zersetzung destillierbar ist. Die Ausbeute beträgt ungefähr das Zweifache der angewandten Maleinsäure.
  • Beispiel d In einem der nach Beispiel i bis 5 hergestellten Ester wird Tetrahydrophthalsäure suspendiert. In die Suspension wird bei 8o bis 85° Äthylenoxyd gemäß der in den vorhergehenden Beispielen ausführlich beschriebenen Arbeitsweise eingeleitet. Man erhält den entsprechenden wasserlöslichen Ester der Tetrahydrophthalsäure als viskose, nicht destillierbare Flüssigkeit. Die Ausbeute beträgt etwa i8o "t" der angewandten Säure.

Claims (1)

  1. PATENT ANSYRUCli: Weiterbildung des Verfahrens gemäß Patent 542 617, dadurch gekennzeichnet, daß man hier statt der Phthalsäure andere zweibasische organische Säuren zur Anwendung bringt, wobei die Verwendung saurer anorganischer Katalysatoren ausgenommen wird.
DEI33293D 1928-01-24 1928-01-24 Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Derivate von zweibasischen organischen Saeuren Expired DE544288C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE905736C (de) * 1947-05-09 1954-03-04 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von AEthylenglykolestern der Terephthalsaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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