DE575660C - Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Praeparate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Praeparate

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DE575660C
DE575660C DEB128411D DEB0128411D DE575660C DE 575660 C DE575660 C DE 575660C DE B128411 D DEB128411 D DE B128411D DE B0128411 D DEB0128411 D DE B0128411D DE 575660 C DE575660 C DE 575660C
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DE
Germany
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water
preparations
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acid
anhydride
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DEB128411D
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Dr Heinrich Bertsch
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H Th Boehme A G
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H Th Boehme A G
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

  • Verfahren zur Herstellung türkischrotölartiger Präparate Es ist seit langer Zeit bekannt, daß man mit Hilfe von Schwefelsäure eine große Anzahl pflanzlicher und tierischer Öle und Fette in wasserlösliche Form überführen kann. Bei der Vermischung eines Öles mit konzentrierter Schwefelsäure können bei Anwesenheit von Hydroxylgruppen oder Doppelbindungen im Molekül bekanntlich Ester der Schwefelsäureentstehen, die in freier Form oder in Form ihrer Alkalisalze leicht wasserlöslich sind und für die Textil-, Lederindustrie und auf vielen anderen Verwendungsgebieten als Netz-, Dispergierungs- und Reinigungsmittel wertvoll sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich analog diesen Schwefelsäureestern ebensolche Ester der Orthophosphorsäure herstellen lassen, die sowohl im freien Zustande als auch in Form ihrer Alkalisalze wasserlöslich sind und demgemäß in der Textil- und Lederindustrie sowie in vielen anderen Industrien sich mit Vorteil verwenden lassen. Diese Ester, die ihrem physikalischen Zustande nach Öle darstellen, lösen außerdem sehr leicht Alkohole, Kohlenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe und heterocyclische Basen und führen diese zum Teil wasserunlöslichen Körper in wasserlösliche Form über. Die mit den eben angeführten Lösungsmitteln durch Verwendung der phosphorvierten Öle hergestellten wäßrigen Dispersionen stellen wichtige und vorteilhaft zu verwendende Waschmittel dar. Außerdem können die phosphorvierten Öle auf Grund ihres Phosphorsäuregehaltes zur Herstellung wichtiger pharmazeutischer Präparate verwendet bzw. als solche benutzt werden. Vor den mit Schwefelsäure hergestellten Präparaten haben sie den Vorzug voraus, daß sie, ebenso wie die mit ihnen hergestellten technischen und pharmazeutischen Präparate eine viel größere Reinheit besitzen, so daß sie in vielen Fällen benutzt werden, können, wo man z. B. Türlkischrotöle wegen ihrer dunkleren Farbe nicht verwenden kann. Es scheint, daß die Phosphorsäure bei ihrer Einwirkung auf die Fettkörper weniger als die Schwefelsäure zur Bildung dunkler Schmveren durch Verkohlung neigt.
  • Das Verfahren wird analog der Türkischrotölherstellung durchgeführt. Das zu verarbeitende Öl oder Fett wird mit über 5o % der angewandten Fettsubstanz an Phosphorsäureanhydrid vermischt und alsdann mit Wasser versetzt. Man trennt dann das in der verdünnten Säure unlösliche - phosphorvierte Öl ab. Das Öl ist in saurem Zustande wasserlöslich, kann aber, wenn es nicht in sauren Flotten verwendet werden soll, auch in ein Alkalisalz übergeführt werden. Die Reaktion wird beschleunigt und gefördert, wenn man dem Phosphorsäureanhydrid Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid zusetzt oder an Stelle von Phosphorsäureanhydrid Acetylphosphorsäure verwendet.
  • Das Verfahren soll an einigen Beispielen erläutert werden: Beispiel i 3ookg Ricinolsäure werden unter Rühren und guter Kühlung mit i 5o kg Phosphorsäureanhydrid vermischt und das entstandene Einwirkungsprodukt zur Entfernung von überschüssigem Anhydrid mit Wasser gewaschen. Nach dem Absetzen und Abziehen des sauren Waschwassers wird der entstandene wasserlösliche Ester gegebenenfalls zur Bildung des Natronsalzes mit Natronlauge neutralisiert. Auch dieses Produkt ist sehr leicht wasserlöslich.
  • Beispiel z 3ookg des unter Beispiel i gewonnenen neutralisierten Präparates werden in 700 kg Trichloräthylen gelöst und ergeben somit i ooo kg eines vorzüglichen, leicht emulgierbaren Waschmittels.
  • Beispiel 3 3ookg Ölsäure werden mit 3ookg acetylierter Phosphorsäure langsam unter Kühlung vermischt, das Reaktionsprodukt anschließend mit Wasser verdünnt und der in der verdünnten Phosphorsäure unlösliche Ester von dieser getrennt.
  • In analoger Weise können Fettsä.ureglyceizde in phosphonierte Öle übergeführt werden.
  • Es ist an sich bereits bekannt, Oxyfettsäuren bzw. öle, die solche enthalten, mit Phosphorsäureanhydrid zu behandeln, indem man sie in der Kälte oder bei mäßigen Temperaturen mit Mengen von 5 bzw. 2o % Phosphorsäureanhydrid, auf das Rohfett berechnet, in Berührung brachte. Die bei dieser Reaktion entstandenen Körper sind ölartige Produkte, die im sauren Zustande schwerer als Wasser und darin unlöslich sind. Durch Erhitzen mit Alkalien werden sie zwar wasserlöslich, was darauf zurückzuführen sein dürfte, daß dabei die -Carboxylgruppe verseift wird.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren durch intensive Behandlung mit mindestens 5o % Phosphorpentoxyd bzw. acetylierten Phosphorsäuren entstehenden sauren Phosphorsäureester sind von diesen bskannteii Präparaten durch ihren Türkischrotölcharakter völlig verschieden. Sie sind schon im sauren Zustand im Wasser löslich bzw. mit Wasser völlig mischbar und werden auf Zugabe von Alkali schon in der Kälte zu ebenfalls neutralen wasserlöslichen Produkten umgesetzt; sie lösen im Gegensatz zu den bekannten Präparaten leicht Alkohole, Kohlenwasserstoffe und andere organische Lösungsmittel.
  • Ferner ist auch schon bekanntgeworden, Ricinolsäure mit über 5o % P205 zu behandeln. Dabei wird jedoch im Gegensatz zu dem vorliegenden Verfahren nicht anschließend mit Wasser verdünnt, sondern die Reaktionsmasse zwecks Polymerisation der Ricinolsäure längere Zeit, evtl. unter Zuführung von Wärme, sich selbst überlassen.

Claims (2)

  1. PATrNTANSPRÜCt3L: i. Verfahren zur Herstellung von Netz-, Dispergier- und Reinigungsmitteln durch Behandlung von pflanzlichen und. tierischen Fetten oder Ölen, die Doppelbindungen oder Hydroxylgruppen enthalten, sowie deren Fettsäuren mit Phosphorsäureanhydrid, dadurch gekennzeichnet, daß diese Öle mit über 5o % Phosphorsäureanhydrid vermischt werden und das Reaktionsprodukt zur Entfernung überschüssigen Anhydiids anschließend mit Wasser verdünnt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Phosphorsäureanhydrid Acetylphosphorsäure oder deren Bildungskomponenten benutzt werden.
DEB128411D 1926-11-25 1926-11-26 Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Praeparate Expired DE575660C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2651829A (en) * 1949-01-12 1953-09-15 Metallgesellschaft Ag Surface active media

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US2651829A (en) * 1949-01-12 1953-09-15 Metallgesellschaft Ag Surface active media

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