DE544284C - Verfahren zur Herstellung von AEthern aus Alkylschwefelsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AEthern aus AlkylschwefelsaeurenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellunglvon Äthern aus Alkylschwefelsäuren Es wurde schon vielfach versucht, Alkylschwefelsäuren, insbesondere Äthylschwefelsäure, direkt in Äther überzuführen. Beim Erhitzen von unverdünnter oder mäßig verdünnter Äthylschwefelsäure werden aber infolge unvollständiger Umsetzung der Äthylschwefelsäure nur Spuren bzw. nur geringe Mengen Äther erhalten, beim Erhitzen mit größeren Wassermengen überwiegt dagegen die Bildung von Alkohol. Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen, zwecks Gewinnung eines möglichst alkoholfreien Äthers die alkoholhaltigen Ätherdämpfe, welche beim Kochen von Äthylschwefelsäure mit Wasser entstehen, durch ein oder mehrere Gefäße hindurchzuleiten, in welchen sich Äthy I-schwefelsäure oder Schwefelsäure oder ein Gemisch beider, entweder in konzentriertem Zustand oder von abnehmendem Wassergehalt, befindet. Auch dieses Verfahren konnte jedoch keinen Eingang in die Technik finden, da bei den hierbei angewandten geringen Mengen Wassers eine vollständige Verseifung selbst bei hohen Temperaturen auch bei sehr langer Reaktionszeit nicht zu erreichen ist, während auch hier bei größerer Verdünnung mit Wasser, die eine rasche und vollständige Umsetzung der Äthylschwefelsäure bewirken könnte, der abdestillierende Äther wieder mehr oder weniger große Mengen Alkohol enthält. Es wurde nun gefunden, daß man Äther in einfacher und kontinuierlicher Weise aus Alkylschwefelsäuren herstellen kann, wenn man die durch praktisch vollständige Verseifung von bereits teilweise zerlegter Alkylschwefelsäure entstehenden Dämpfe in einer anschließenden Kolonne rektifiziert und- die hierbei entstehenden, im wesentlichen aus hochprozentigem Alkohol bestehenden Dämpfe mit frischer, -auf Temperaturen von über ioo° erhitzter Alkylscb-#vefelsäure in Berührung bringt.
- Das Verfahren kann in verschiedenster Weise ausgeführt werden. In der beiliegenden Skizze ist eine Ausführungsform des Verfahrens an Hand einer hierzu geeigneten Apparatur beispielsweise beschrieben. In einen z. B. mit Füllkörpern gefüllten Turm A wird durch die Rohrleitung F teilweise zerlegte Alkylschwefelsäure, z.B. Äthylschwefelsäure, eingeführt und durch den durch die Leitung G im Gegenstrom eingeblasenen Wasserdampf vollständig verseift. Die hierbei entstehende verdünnte Säure, die keine oder nur noch eine unbedeutende Menge Äthylschwefelsäure enthält, fließt bei H kontinuierlich ab. Die bei der Verseifung gebildeten flüchtigen Produkte, Alkohol, Wasserdampf und evtl. Äther, destillieren durch die Leitung T ab und gelangen in eine Kolonne B, die auf solcher Temperatur, z. B. 8o bis 88° bei der Gewinnung von Diäthyläther, gehalten ist, daß hochprozentiger Alkoholdampf durch die Leitung K entweicht. Das aus der Kolonne B abfließende Kondensat, in der Hauptsache Wasser, kann durch Leitungen L und G erneut dem Verseifungsprozeß zugeführt werden. Die Zuführung kann auch gesondert von dem bei G eingeblasenen Wasserdampf in den mittleren oder oberen Teil des Turmes A erfolgen. Der durch die Leitung K aus der Kolonne B abdestillierende, hochprozentige Alkoholdampf gelangt in das Gefäß C, in dem er mit frischer, zweckmäßig etwas verdfnnter Alkylschwefelsäure, die kontinuierlich aus dem Vorratsgefäß D zu- und durch Leitung F abfließt, bei Temperaturen von über i oo ° in Berührung gebracht wird. Auch das Gefäß C wird zweckmäßig als Turm ausgebildet, der mit Füllkörpern, wie Raschigringen, Bimsstein usw., gefüllt ist und in dem die durch K im unteren Teil des Turmes eintretenden wasserhaltigen Alkoholdämpfe der herabfließenden Äthylschwefelsäure entgegenstreichen. Der Abfluß der Äthylschwefelsäure kann hierbei über einen Flüssigkeitsverschluß, der einen direkten Übergang von Dämpfen vonAnachCverhindert, automatisch erfolgen. Der gebildete Äther destilliert durch die Leitung M ab und wird in einer anschließenden Kolonne E rektifiziert. Der gereinigte Äther destilliert aus der Kolonne E durch die Leitung N ab. Das aus der Kolonne E zurückfließende Kondensat, in der Hauptsache Alkohol, wird erneut durch die Leitung 0 dem Gefäß C oder auch der Kolonne B oder auch dem oberen Teil des Turmes A zugeführt.
- Das Verfahren kann in verschiedenster Weise variiert werden. So kann z. B. die Verseifung im Turm A statt mit Wasser allein auch unter gleichzeitiger Zufuhr von Ammoniak: erfolgen, so daß mit dem Verfahren direkt eine Amrnonsulfaterzeugung verbunden werden kann. Um unliebsame Nebenreaktionen auszuschalten, ist ;es meist zweckmäßig, die aus D zugeführte Alkylschzwefelsäure vor dem Erhitzen zu verdünnen, insbesondere wenn - z. B. bei Verwendung von Äthylschwefelsäure - bei Temperaturen über i2o° gearbeitet wird. Als Verdünnungsmittel können in diesem Falle Wasser oder auch die bei der Verseifung der Alkylschw-efelsäure in A anfallenden Dämpfe oder Anteile davon dienen. Die Verdünnung kann also beispielsweise in der Weise erfolgen, daß der Abfluß des Gefäßes D mit der Leitung K verbunden wird. Die Verdünnung darf jedoch nur so weit erfolgen, daß die Ätherbildung nicht ungünstig beeinflußt wird.
- Um den gebildeten Äther - insbesondere von geringen Mengen mitgeführter schwefliger Säure - zu reinigen, kann zwischen C und E eine Reinigung, z. B. in einem Waschturm, eingeschaltet werden, bei der die Ätherdämpfe in bekannter Weise mit Kalkmilch, Soda oder -!Natronlauge, die zweckmäßig auf 6o bis 8o° gehalten ist, gewaschen werden.
- Als Ausgangsmaterialien können Alkylschwefelsäuren dienen, wie sie nach den verschiedenstenVerfahren, z.B. durchAbsorption von Äthylen oder von anderen Olefinen oder von Gemischen solcher mittels Schwefelsäure, erhalten werden. Ein Gehalt an Dialkvlsulfat stört bei dem Verfahren nicht, auch wenn dieser groß ist, da auch Diaikylsulfat praktisch vollständig bei -dem Verfahren umgesetzt wird.
Claims (1)
- PATENT ANSPBUCII: Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Äthern aus Alkvlschwefelsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Praktisch vollständige Verseifung von bereits teilweise zerlegter Aikylschwefelsäure entstehenden Dämpfe in einer anschließenden Kolonne rektifiziert und die hierbei erhaltenen, im wesentlichen aus hochprozentigem Alkohol bestehenden Dämpfe mit frischer, auf Temperaturen über ioo° erhitzter Alkylschwefelsäure in Berührung bringt,
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