DE543263C - Selbstkassierende Anschliessvorrichtung fuer Garderobestuecke, Fahrraeder u. dgl. - Google Patents
Selbstkassierende Anschliessvorrichtung fuer Garderobestuecke, Fahrraeder u. dgl.Info
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B73/00—Devices for locking portable objects against unauthorised removal; Miscellaneous locking devices
Landscapes
- Transmission Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine selbstkassierende Anschließvorrichtung für Garderobestücke,
Fahrräder u. dgl. mit Ausgabe einer Öffnungsmarke und kennzeichnet sich der
Hauptsache nach dadurch, daß diese aus einem vom Schlüssel abnehmbaren Bart besteht,
dessen die Bewegung des Riegels in die Offenlage bewirkende Drehung durch einen fest am Gehäuse sitzenden Anschlag begrenzt
wird, während die Drehung des Schlüssels in umgekehrter Richtung im Sinne der Schließbewegung
des Riegels durch ein bei der vorangegangenen Drehung desselben in der Aufschließrichtung
bewegtes Zahnrad so lange gesperrt wird, bis dieses durch das eingewor- · fene Geldstück zu einer die Zähne des Rades
aus dem wirksamen Bereich des Schlüsselbartes bringenden, vom Benutzer vorzunehmenden
Verschiebung freigegeben ist, worauf
ao der Riegel in die Schließlage bewegt wird und der Schlüssel bzw. Schlüsselbart abgezogen
werden kann.
Gegenüber bekannten Anschließvorrichtungen, die ebenfalls mit einer Öffnungsmarke
arbeiten, zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß sie nicht an Öffnungsmarken
von bestimmter Größe gebunden ist, also für den Fall eines Diebstahls einer Öffnungsmarke nicht in grundlegenden Teilen geän-
dert zu werden braucht, sondern nur in der an sich üblichen Schloßbesatzung, die jeweils
mit dem Schlüsselbart übereinstimmen muß, um das Drehen des Schlüssels zu ermöglichen.
Die Erfindung arbeitet im wesentlichen mit einem Zahnrade, das durch die eingeworfene
Münze in axialer Richtung verschoben werden kann und in den jeweiligen Lagen durch
Sperrklinken gesichert wird, und zwar dient die eine vorzugsweise obere Sperrklinke
dazu, das Sperrad immer so zu halten, daß ein Zahn desselben innerhalb des Bereichs des
Schlüsselbartes liegt, während die zweite, tunlich weiter unten befindliche Sperrklinke
dazu dient, die Einstellung jenes axial verschiebbaren Sperrades zum Schlüsselbart so
vorzunehmen, daß der innerhalb des Bereichs des Schlüsselbartes liegende Zahn des Zahnrades
gerade in eine Aussparung zwischen zwei Bartteilen zu liegen kommt, so daß der Schlüssel an dem sonst als Anschlag wirkenden
Zahn des Sperrades seitlich sich vorbeibewegen und sodann aus dem Gehäuse herausgezogen
werden kann.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht.
Es sind
Abb. ι und 2 Vorder- und Seitenansicht
des Schloßunterbaues,
Abb. 3 und 4 gleiche Ansichten des Schloßoberbaues,
Abb. 5 eine Wiedergabe des zweckmäßig aus zwei Teilen bestehenden Schlüssels.
α ist der Geldeinwurf für das Geldstück s,
das, wenn es den Kanal α verläßt, in einen Führungskasten b (Abb. 3, 4) fällt und sich
mit seinem unteren Rande auf die Schale c auflegt. Der Rahmen b ist auf den Führungsbolzen ι und 2 gelagert und kann, wie aus
Abb. 4 ersichtlich, mittels der durch die Gehäuseplatte ο hindurchtretenden Stange p auf
den Bolzen 1 und 2, entgegen der Kraft der P'eder x, querverschoben werden. Geschieht
dies, so wird auch das im Rahmen b befindliche Geldstück mitgenommen. Der Rahmen b
ist unmittelbar hinter einem federnden Hebel d angeordnet, der am freien Ende in eine
Gabel d1 ausläuft, mit der er die Welle bzw. den Zapfen m des Sperrades e umgreift. Auf
der Welle ni sitzt jenes Sperrade, das durch die Sperrklinke/ in seiner jeweils eingenommenen
Lage erhalten wird. Die Sperrklinke f ist so ausgebildet, daß sie eine Bewegung des
Sperrades e in der Richtung des Pfeiles der Abb. 3 zuläßt, in der entgegengesetzten Richtung
dagegen nicht. Der sperrende Ansatz f1 der Klinke / ist verbreitert, um das Sperrad e,
auch wenn es auf dem Bolzen m verschoben wird, in seiner eingenommenen Stellung zu
erhalten, so daß stets ein Zahn jenes Sperrrades e innerhalb des Bereichs des Schlüsselbartes
liegt.
Eine weitere Sperrklinke g greift mit ihrem Ansatz g1 seitlich der Zahnwandungen
des Rades e an, wobei ihre Abwärtsbewegung unter der Wirkung der Feder y durch den
Anschlags begrenzt wird. Jene Klinkeg wird gehoben, sobald der Schlüsselbart bei
entsprechender Drehbewegung gegen den Hebel h stößt; sie dient dazu, das Sperrad in
seiner verschobenen Lage festzuhalten.
Um zu vermeiden, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung, wenn ein Schlüssel verlorengeht,
unbrauchbar wird oder aber durch einen Schlüssel mit etwas anderem Barte bewegt werden kann, ist in bekannter Weise
dem Hebel Ji bzw. dem Rade e eine der jeweils
verwendeten Bartform entsprechende Besatzung i vorgeschaltet, die, wie aus der
Zeichnung ersichtlich, ausgewechselt werden kann.
Der Schlüssel / selbst ist zweiteilig ausgebildet und hat z. B. eine abziehbare Barthülse
zu, in die der mit einer Schnappfeder versehene Bolzen κ des Schlüsselkopfes eingeführt
werden kann. Sind, wie erwähnt, drei Barte q, q1, qz vorhanden, so kann der
Bart q1 zum Schließen eines bekannten Schlosses, also beispielsweise zum Vor- und
Zurückschieben des Schubriegels j in den Schließhaken j1, dienen, der die Kette o. dgl.
j2 aufnimmt, der zweite Bart q (Abb. 5) zum Bewegen des Zahnrades e und der dritte q2
eine weitere Sicherung darstellen, z. B. zum Betätigen des Hebels Ji verwendet werden.
Die Wirkungsweise des Gegenstandes der Erfindung ist folgende:
Der Schlüssel wird in das übliche Schlüsselloch η der Abdeckplatte 0 eingeführt und
in der Richtung des Pfeiles der Abb. 3, im Uhrzeigersinne, herumgedreht. Er passiert
zunächst die Besatzung i, stößt gegen den Hebel Ji, der bei seiner Schwingung unwirksam
bleibt, da er nur die Feder h1 in Richtung des Pfeiles h~ herabdrückt. Bei dieser
Schwingbewegung des Hebels hl wird also eine Wirkung auf das Zwischenstück Ji bzw.
die Sperrklinke g nicht ausgeübt. Nachdem der Schlüsselbart den Hebel h passiert hat,
stößt er gegen einen Zahn des Sperrades e und dreht das Rad e um einen Zahn weiter. So
Gleichzeitig erfolgt das Aufschließen der Vorrichtung. Der Schlüsselbart kann dann
nicht mehr durch das Schlüsselloch η herausgezogen werden, da er auf der einen Seite
gegen den festen Anschlag k stößt, auf der anderen Seite gegen den Zahn des Rades e,
welches nach dieser Richtung hin gesperrt ist und nunmehr als fester Anschlag wirkt.
Das Schloß kann jetzt erst zugeschlossen werden, nachdem der Zahnradanschlag entfernt
ist. Dies kann nur nach Einwurf eines Geldstückes s in den Kanal α erfolgen, und
zwar durch Herausziehen jenes Geldstückes 5 mittels des Knopfes p und demzufolge auch
des Sperrades e soweit, bis die Sperrklinke g selbsttätig hinter dem vorgeschobenen Zahn
des Rades e niederfällt und es in dieser Lage
feststellt, wo es zwar mit seinem vorgeschobenen Zahn innerhalb des Bereichs des
Schlüsselbartes liegt, jedoch seitlich vom Schlüsselbart, so daß letzterer durch das
Sperrad e beim Drehen, nämlich bei der Schließbewegung, nicht mehr behindert wird.
Das Geldstück fällt also in den Rahmen b und legt sich mit seinem freien Teile hinter
den Führungshebel d für das Sperrad e. Wird der Knopf p herausgezogen, so wird damit,
wie bereits angedeutet, durch das Geldstück s der Hebel d abgebogen, hierdurch das Zahnrad
e auf der Weilern querverschoben. Wird es um mehr als eine Zahnbreite verschoben,
so legt sich die Klinke g mit ihrem Ansatz g1
hinter das Sperrad und hält es, wie schon gesagt, in dieser Lage fest. Das Sperrad ist
hierbei (vgl. Abb. 5) in den freien Zwischenraum zwischen den Barten q und q2 gelangt,
so daß der Schlüssel, entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne, über den Bereich des Sperrrades
e hinaus weitergedreht werden kann. Der Schlüsselbart stößt dann, z. B. mit
seinem Teile q", gegen den Hebel Ji, wodurch
die Sperrklinke g gehoben wird und das
54S268
Sperradc unter der Wirkung der Feder?· in
seine Ursprungslage zurückgehen kann.
Die Breite der Schale c kann so gehalten sein, daß das Geldstück bei vorgeschobenem
Sperrad e von selbst in einen Sammelbehälter herabfällt.
Das Schloß ist jetzt zugeschlossen. Der Benutzer kann den Schlüssel durch das
Schlüsselloch η herausziehen und den Schlüsselbart vj an sich nehmen, während der
Schlüsselschaft I mit Zapfen u selbst irgendwie
am Gehäuse verbleiben kann.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Selbstkassierende Anschließvorrichtung für Garderobestücke, Fahrräder u. dgl. mit Ausgabe einer Öffnungsmarke, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einem vom Schlüssel abnehmbaren Bart (q, q1, qz) besteht, dessen die Bewegung des Riegels (J) in die Offenlage bewirkende Drehung durch einen fest am Gehäuse (o) sitzenden Anschlag (Ji) be-B5 grenzt wird, während die Drehung des Schlüssels (7, q) in umgekehrter Richtung im Sinne der Schließbewegung des Riegels (/) durch ein bei der vorangegangenen Drehung desselben in der Aufschließrichtung bewegtes Sperrad (c) so lange gesperrt wird, bis dieses durch das eingeworfene Geldstück (s) zu einer die Zähne des Rades (e) aus dem wirksamen Bereich des Schlüsselbartes (q, q1, q") bringenden, vom Benutzer vorzunehmenden Querverschiebung freigegeben ist, worauf der Riegel (J) in die Schließlage bewegt wird und der Schlüssel bzw. Schlüsselbart abgezogen werden kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit seinen Zähnen in einer Richtung als Anschlag dienende Sperrad (e) auf einem Gehäusebolzen dn) federnd und axial bzw. querbeweglich sitzt und von einer unmittelbar seitlich vom Einwurfkanal (a) für die Geldmünze (.?) federnd gelagerten Stange (d) entgegen der Kraft einer Feder (r) auf dem Bolzen (ni) querverschoben werden kann und das Sperrad (e) in der eingenommenen Lage dadurch gesichert wird, daß der sperrende Teil (Z1) einer Sperrklinke (/) entsprechend der Querverschiebung des Sperrades (e) auf dem Bolzen (m) verbreitert ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Querverschieben des Sperrades (e) dadurch erfolgt, daß das in einen Führungskasten (J)) fallende Geldstück (s) mit einem Teile hinter der federnden Stange (d) zu liegen kommt, so daß bei Herausziehen des mit jenem Führungskasten (b) verbundenen Stangengriffes (p) auch das Geldstück (s) die gleiche Bewegung zwangsläufig vollführt, den Hebel (d) nach auswärts drückt und damit das Sperrrad (V) auf seinem Bolzen (m) verschiebt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrrad (e) in seiner mittels des Griffes (/>) verschobenen Lage durch eine Klinke (g) erhalten wird, welche sich mit ihrem Ansatz (g·1) gegen die Zahnseitenwandung des Sperrades (e) legt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (g) bei der Schließbewegung des Schlüssels (I) dadurch gehoben wird, daß der Schlüsselbart gegen einen Hebel (Ji) stößt, der über ein Zwischenstück (i) den Hebel (§·) zu solcher Höhe emporhebt, daß er außerhalb des Bereichs der Zähne des Sperrades (e) zu liegen kommt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüssel (/) selbst derart ausgebildet ist, daß der vorzugsweise als Hülse ausgebildete Bartteil (w) vom Benutzer an sich ge- go nommen werden kann, während der Schlüsselkopf mit in jenen Bartteil (w) einsteckbarem Schnappzapfen (u) am Gehäuse (v) verbleiben kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE543263T | 1930-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE543263C true DE543263C (de) | 1932-02-04 |
Family
ID=6559974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930543263D Expired DE543263C (de) | 1930-01-14 | 1930-01-14 | Selbstkassierende Anschliessvorrichtung fuer Garderobestuecke, Fahrraeder u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE543263C (de) |
-
1930
- 1930-01-14 DE DE1930543263D patent/DE543263C/de not_active Expired
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