DE543014C - Verfahren zur Reinigung von Waessern, insbesondere von Abwaessern - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Waessern, insbesondere von AbwaessernInfo
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Description
- Verfahren zur Reinigung von Wässern, insbesondere von Abwässern In der Patentschrift 534 20q. ist ein Verfahren zur Reinigung und Verwertung von wäßrigen Flüssigkeiten, insbesondere von Abwässern, -beschrieben, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man den zu reinigenden Flüssigkeiten die darin gelösten Stoffe, wie z. B. Phenole, durch Behandlung mit festen Adsorptionsmitteln entzieht, die Adsorptionsmittel sodann durch Behandlung mit geeigneten Lösungsmitteln oder Gemischen von solchen von den adsorbierten Stoffen wieder befreit, und schließlich die Reste der in den Adsorptionsmitteln zurückgehaltenen Lösungsmittel aus diesen auf geeigneteWeise, insbesondere durch Erhitzen, z. B. durch Einleiten von Dampf, entfernt. Bei der praktischen Ausübung dieses Verfahrens hat es sich gezeigt. daß in wäßrigen Flüssigkeiten der genannten Art häufig in Form von Suspensionen enthaltene feste oder flüssige Verunreinigungen, wie z. B. feine Teertröpfchen, einen schädlichen Einfluß auf die angewendeten Adsorptionsinittel ausüben bzw. deren eigentlich erstrebte @@'irkung in ungünstiger \Veise beeinträchtigen, so daß es sich erwünscht gezeigt hat, die Verunreinigungen der gekennzeichneten Art vor der Behandlung der wäßrigen Flüssigkeiten aus den Flüssigkeiten zu entfernen.
- Nach vorliegendem Verfahren wird dies in cinwailclfreier und vollkommener \Weise dadurch erreicht, daß die zu reinigenden Flüssigkeiten einer Vorbehandlung mit pulverigen oder feinkörnigen Stoffen unterzogen werden, z. B. derart, daß man die genannten Stoffe in genügender Menge in die zu reinigenden Flüssigkeiten einträgt, wobei vorzugsweise durch Umrühren dafür zu sorgen ist, daß eine gründliche Durchmischung stattfindet und alle Teile der Flüssigkeit mit den festen Stoffen in innige Berührung kommen, oder auch derart, daß die Flüssigkeit durch die in einem geeigneten Behälter untergebrachten Stoffe in geeigneter Weise hindurchgeleitet werden.
- Hierbei nehmen die genannten Stoffe, als, welche sich feinkörniger Koks, Kohle, Sägeinehl, geringwertige Adsorptionsmaterialien u. dgl. brauchbar erwiesen haben. die in den behandelten Flüssigkeiten enthaltenen festen oder flüssigen Schwebestoffe auf. Die mit den Verunreinigungen beladenen Stoffe werden alsdann in Scheidevorrichtungen bekannter Art, wie Filtern, Zentrifugen, Nutschen o. dgl., von den Flüssigkeiten abgetrennt.
- Auf diese Weise gelingt es, die -%väßrigen Flüssigkeiten so weitgehend von den darin enthaltenen störenden Verunreinigungen zu befreien, daß sie alsdann in einwandfreier Weise, nach (lern Verfahren des Hauptpatentes, weiterverarbeitet werden können.
- Das beschriebene Verfahren eignet sich sowohl für die Behandlung von phenollialtigen Abwässern jeder Art, wie insbesondere auch für die Behandlung phenollialtiger Ainmoniakrohwässer von Kokereien u. dgl. Es eignet sich ferner für die Behandlung der bei der Herstellung von Aceton aus essigsaurem Kalk anfallenden, nach der Gewinnung des Acetons verbleibenden teerige Bestandteile sowie Phenol enthaltenden Abwässer, wie auch für die Reinigung der bei der Holzverkohlung anfallenden Abwässer, die neben teerigen und phenolartigen Bestandteilen auch andersartige Stoffe, z. B. höher siedende Acetonöle u. dgl., enthalten. Entzieht man solchen Abwässern von Holzverkohlungsanlagen zunächst nach dem beschriebenen Ver-, fahren die teerigen Bestandteile, so ist es alsdann leicht, aus den verbleibenden, von Schwebestoffen befreiten Lösungen die darin noch vorhandenen Phenole und Acetonöle nach dem Verfahren des Hauptpatents zu gewinnen.
- Durch die Verwendung der Stoffe, die keine oder nur geringe Adsorptionsfähigkeit besitzen, lediglich zur Vorabscheidung der in den Abwässern suspendierten Verunreinigungen unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung grundsätzlich von einem anderen bekannt gewordenen Vorschlag, nach welchem Kokereiammoniakwässer mit adsorbierenden Substanzen anorganischer oder auch organischer Natur unter Verrühren oder unter Durchströmen einer Schicht solcher Stoffe zusammengebracht werden sollen, um hierdurch dem Wasser die darin suspendierten teerigen Verunreinigungen und zugleich zum größten Teile die gelöste Phenole zu entziehen. Bei dieser Arbeitsweige wird indessen den Abwässern das Phenol nur in unvollkommenem Maße entzogen, und die in dem Wasser enthaltenen Bestandteile, also die teerigen Verunreinigungen und das gelöste Phenol, bleiben gemischt auf dem Adsorptionsmittel zurück. Wollte man diese Stoffe aus den Adsorptionsmitteln wiedergewinnen, worauf dieses Verfahren aber nicht hinzielt, so würde man ein Gemisch von teerigen und plieiiolartigen Bestandteilen erhalten. Nach der Erfindung findet in der ersten Verfahrensstufe lediglich die Abscheidung der in den Abwässern suspendierten Stoffe und hierauf in der zweiten Verfahrensstufe die Entziehung der wertvollen Phenole in reiner Form durch Behandlung des vorgereinigten Abwassers mit Adsorptionsmitteln statt. aus denen sie vermittels nachfolgender Extraktion mit organischen Lösungsmitteln praktisch frei von teerigen Bestandteilen zurückgewonnen werden. Die Behandlung von Kokereiammoniakwasser mit geringen Mengen adsorbierender Stoffe vor der Extraktion des Phenols mittels organischer Lösungsmittel ist bekannt. Gegenstand der Erfindung ist lediglich die tbertragung dieser Torbehandlungsweise. auf Abwässer, die einer Reinigung nach dem Verfahren des Hauptpatents 543 Zoo unterzogen werden sollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUcfI: Verfahren zur Reinigung von Wässern, insbesondere Abwässern, zumal von bei der trockenen Destillation von Brennstoffen anfallenden Abwässern. unter Abscheidung von in ihnen enthaltenen Bestandteilen, z. B. von Phenolen, gegebenenfalls auch von kolloidal gelösten Stoffen, durch Behandlung des Wassers mit festen Adsorptionsmitteln, Befreiung der Alsorptionsmittel von den aufgenömmenen Stoffen durch Behandeln mit Lösungsmitteln für diese Stoffe oder mit Lösungsinittelgemischen, Entfernung der in den Adsorptionsmitteln verbliebenen Reste der Lösungsmittel auf geeignete Weise. z. B. durch Spülen mit Wasserdampf, gemäß Patent 534 2o4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wässer vor der Behandlung mit den Adsorptionsmitteln zwecks Abscheidung von in den Wässern suspendierten festen oder flüssigen Bestandteilen einer an sich bekannten Behandlung; mit pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen unterzogen «-erden.
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