DE540622C - Verfahren zur Trennung von fluessigen und festen Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Trennung von fluessigen und festen Fettsaeuren

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DE540622C
DE540622C DEB147089D DEB0147089D DE540622C DE 540622 C DE540622 C DE 540622C DE B147089 D DEB147089 D DE B147089D DE B0147089 D DEB0147089 D DE B0147089D DE 540622 C DE540622 C DE 540622C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/007Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids using organic solvents

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Description

  • Verfahren zur Trennung von. flüssigen und festen Fettsäuren Die natürlichen Fette sind Gemische verschiedener Fettsäuren bzw. deren Glyoeride. Eine Trennung kommt für technische Zwecke häufig in Betracht, beispielsweise dann, wenn in einem vorliegenden Fett ein Teil der vorhandenen Fettsäuren bei gewöhnlicher Temperatur fest, der andere Teil flüssig ist. So werden Knochenfett, Talg,- Palmöl usw. in festes Stearin -und flüssiges Olein zerlegt. Die übliche Arbeitsweise besteht im wesentlichen in hydraulischer Pressung des in Kuchenform gebrachten Fettsäuregemisehes; sie ist umständlich und kostspielig und bedarf, da allgemein bekannt, keiner weiteren Beschreibung.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in einfacher Weise die Trennung bewerkstelligen kann, wenn man in Alkohol oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel Neutralfette oder deren Fettsäuren mit den Hydroxyden oder Oxyden eines Metalls oder Erdalkalimetalls und eines Alkalimetalls gleichzeitig oder hintereinander derartig behandelt, daß nebeneinander lösliche und unlösliche Seifen der Fettsäuren entstehen, die dann durch Filtration getrennt werden. Dabei hat sich gezeigt, daß die festen Fettsäuren in erster Linie die schwerlöslichen Metallseifen, die flüssigen dagegen die löslichen Alkaliseifen bilden.
  • Die Zusammensetzung des Verseifungsmittels richtet sich selbstverständlich nach der Zusammensetzung des zu trennenden Fettgemisches, nämlich nach dem vorher zu bestimmenden Verhältnis, in dem sich feste und flüssige Fettsäuren in ihm befinden. So müßte, wenn man auf eine-vollkommene Trennung Wert legt, die im nachfolgenden Ausführungsbeispiel angegebene Kalkmenge .erhöht und im gleichen Verhältnis die Natronlauge vermindert werden, wenn an Stelle des Knochenfettes Talg gewählt würde, da Talg erfahrungsgemäß eine größere Menge fester Fettsäuren enthält als Knochenfett.
  • Durch nachfolgende Behandlung der getrennten Salze mit Mineralsäuren werden die Fettsäuren wieder in Freiheit gesetzt.
  • Ausführungsbeispiel Es werden z. B. 250 g Knochenfett mit 238 ccm Alkohol, 22,75 g Marmorkalkhydrat von 7 4 % Kalkgehalt, 31,5 ccm 40 % ige Natronlauge, 47 ccm Wasser in einem Rundkolben 3 Stunden am Rückflußkühler erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 55 bis 50° C wird die Lösung auf einer Rutsche von den ausgeschiedenen Salzen der festen Säuren abfiltriert. Der Rückstand wird noch einmal mit Alkohol ausgekocht und in der gleichen Weise filtriert. Das klare Filtrat wird mit einem Drittel seines Volumens mit Wasser versetzt und mit so viel Schwefelsäure angesäuert, daß die Unterlauge sauer reagiert. Das Olein und die Unterlauge werden voneinander getrennt und das Olein mit Wasser ausgekocht und in bekannter Weise vom Wasser abgetrennt.
  • Das vorliegende Verfahren ist nicht mit analytischen Verfahren zur Trennung niederer von höheren Fettsäuren, die darauf beruhen, daß- die in einem vorliegenden Gemisch vorhandenen Fettsäuren quantitativ in Metallsalze übergeführt werden und die Trennung dann in einem von der Art der gebildeten Metallsalze abhängigen Lösungsmittel vorgenommen wird, zu verwechseln. Man macht beispielsweise bei der Methode von Farnsteiner (vgl. z. B. H o 1 d e, Kohlenwasserstofföle und Fett, 1924, Seite 52¢ bis 528) von der Tatsache Gebrauch, daß Bleiseifen gesättigter Fettsäuren (z. B. Stearinsäure) in Äther unlöslich, ölsaures Blei dagegen löslich ist; die Thalliumsalzmethode (S.527) stützt sich zu dem gleichen Zweck auf die Löslichkeit bzw. Unlöglichkeit der Thalliumsalze in Alkohol bestimmter Konzentration usw. Charakteristisch für alle diese Methoden, für die sich noch zahlreiche Beispiele anführen ließen, ist der Umstand, daß die vorliegenden Fettsäuren in ein einziges Salz verwahdelt werden, also beispielsweise in das Bleisalz, das Thalliumsalz usf. Die Herstellung dieses Salzes erfolgt in üblicher Weise, so daß man aus Neutralfetten oder ihren Fettsäuren zunächst die leichtlöslichen Alkalisalze erzeugt und dann mit geeigneten Metallverbindungen im" Überschuß oder mindestens mit äquivalenten Mengen die Metallsalze der Fettsäuren gewinnt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung arbeitet jedoch so, daß in dem gewählten Lösungsmittel zwei verschiedene Salze nebeneinander entstehen und bewirkt das, wie bereits einleitend bemerkt, dadurch, daß von jeder salz-(seifen-)bildenden Metallverbindung nur solche Mengen angewendet werden, daß jede von ihnen für sich zur vollgtändigen Verseifung unzureichend -wäre.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung fester von flüssigen Fettsäuren aus einem in Lösung befindlichen Gemisch durch-Verseifung und Ausfällung der festen Fettsäuren als schwerlösliche Metallseifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren nacheinander oder gleichzeitig mit einer nur zur völligen Verseifung ausreichenden Menge zweier Verseifungsmittel, von welchen das eine in dem verwendeten Lösungsmittel unlösliche, das andere lösliche Seifen liefert, behandelt werden:
DEB147089D 1929-12-05 1929-12-05 Verfahren zur Trennung von fluessigen und festen Fettsaeuren Expired DE540622C (de)

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