DE559833C - Verfahren zur Trennung hoehermolekularer aliphatischer Mono- und Dicarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Trennung hoehermolekularer aliphatischer Mono- und Dicarbonsaeuren

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DE559833C
DE559833C DE1930I0085630 DEI0085630D DE559833C DE 559833 C DE559833 C DE 559833C DE 1930I0085630 DE1930I0085630 DE 1930I0085630 DE I0085630 D DEI0085630 D DE I0085630D DE 559833 C DE559833 C DE 559833C
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DE
Germany
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dicarboxylic acids
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acids
higher molecular
weight aliphatic
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DE1930I0085630
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Dr Christoph Beck
Dr Heinrich Diekmann
Dr Franz Kremp
Dr Helmut Weissbach
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung höhermolekularer aliphatischer Mono- und Dicarbonsäuren Es wurde gefunden, daß man Gemische, die höhermolekulare aliphatische Mono- und Dicarbonsäuren enthalten, dadurch in einfacher Weise trennen kann, .daß man sie mit niedrigsicdenden aliph:atischen Kohlenwasserstoffen, z. B. Erdölfraktionen oder Fraktionen von Kohlenwasserstoffen, wie sie bei der Hydrierung von Kohle oder Teeren erhältlich sind oder bzw. und mit Gemischen aus Wasser und wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln, z. B. niedrigmoleku.laren aliphatischen Alkoholen. Ketone n oder Carbonsäuren usw. derart behandelt, .daß letztere ausschließlich oder vorwiegend die Dicarbonsäuren lösen. Für das vorliegende Verfahren kominen beliebige Gemische, die höhermolekulare aliphatische Mono- und Dicarbonsäuren enthalten, in Betracht, insbesondere solche, wie sie bekanntlich bei der Behandlung von Fetten, Fettsäuren, ölen, Tranen, Wachsen u. dgl. m.it energisch wirkenden Oxyd:ationsinitteln, insbesondere Salpetersäure und Stickoxyden, erhalten werden, oder auch aus Kohlenwasserstoffen, z. B. Paraffin, durch eine analoge, entsprechend weit geführte Oxydationsbehandlung gewonnen werden können. Die mit Salpetersäure oder Stickoxyden hergestellten Produkte werden vor der Behandlung gemäß vorliegendem Verfahren zunächst zweckmäßig von etwa vorhandenen Stickstoffverbin:dungen befreit. Durch das beschriebene Verfahren werden den Säuren enthaltenden Gemischen vorwiegend entweder nur die Monocarbonsäuren oder die Dicarbonsäuren oder beide nacheinander entzogen, so daß je nach den Bedingungen leicht eine weitgehende oder vollkommene Trennung in Mono- und Dicarbonsäuren erzielt werden kann.
  • Verwendet man niedrigsiedende Koh.lenwasserstoffe, wie Petroläther, Benzin oder ähnliche Kohlenwasserstoffe anderer Herkunft, so werden im wesentlichen nur die Monocarbonsäuren gelöst, während die Dicarhonsäuren, namentlich in .der Kälte, ungelöst bleiben. Die Trennung ist im allgemeinen eine um so vollkommenere, je mehr Lösungsmittel angewendet wird. Die optimalen Bedingungen in bezug auf Menge des Lösungsmittels und Temperatur richten sich jeweils nach dem Ausgangsprodukt und dem verlangten Reinheitsgrad der Säuren; sie werden zweckmäßig durch einfache Vorversuchei ermittelt. Die in. den niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen nicht gelösten Dicarbonsäuren werden durch Filtration oder Dekantieren von der Lösung der Monocarbonsäuren getrennt, die :ihrerseits aus dem Filtrat durch Verdampfung des Lösungsmittels gewonnen werden.
  • Wasserlösliche organische Lösungsmittel, z. B. Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Methyl- oder Äthylalkohol, Aceton, Pyridin u. dgl., lassen sich durch Zusatz von Wasser in ihrem Lösungsvermögen so beeinflussen, daß sie höh.ermolekulare aliphatische Monocarbonsäuren nur wenig, Dicarbonsäuren jedoch reichlich lösen. Der erforderliche Wassergehalt hängt hierbei ebenfalls von der Art des Säuregemisches, dem verlangten Reinheitsgrad der Säuren und der Temperatur ab. Beim Arbeiten bei niedriger Temperatur genügt im allgemeinen schon ein verhältnismäßig geringer Wasserzusatz, um das Lösungsvermögen für die höhenmolekularen aliphatischen Monocarbonsäuren genügend weit herabzusetzen, so daß sie abgetrennt werden können. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, bei erhöhter Temperatur in Gegenwart einer solchen Menge Wassers zu arbeiten, daß sich die Monocarbonsäuren in flüssiger Form abscheiden, die so in einfachster Weise von :der Lösung der Dicarbonsäuren zu trennen sind. Man extrahiert zu diesem Zweck das Ausgangsprodukt entweder mit einem Lösungsmittelgemisch, dessen Wassergehalt durch Vorversuche bestimmt wurde, oder man löst das Säuregemisch zunächst in. dem reinen organischen Lösungsmittel und verdünnt die Lösung dann mit entsprechenden Mengen Wasser.
  • Auf die beschriebene Weise ,gelingt es, nötigenfalls unter mehrmaliger Ausführung des Arbeitsvorganges sowohl die Monocarbonsäuren als auch die Dicarbonsäuren praktisch rein zu erhalten. Zur Gewinnung der höhenmolekularen Diearbonsäuren genügt es gegebenenfalls, ihre Lösung in dem wasserhaltigen Lösungsmittelgemisch durch Ver-,dampfen ganz oder zum Teil von den organischen Lösungsmitteln zu befreien, worauf sich die Dicarbonsäuren aus dem Verdampfungsrückstand, gegebenenfalls nach dem Abkühlen, ausscheiden und abgetrennt werden können; die verbleibende wäßrige Lösung wird zusammen mit dem abdestillierten Lösungsmittel zweckmäßig zu einem neuen Arbeitsgang benutzt.
  • Enthält das Ausgangsmaterial auch niedrigmolekulare aliphatische Monocarbonsäuren, so entfernt man diese zweckmäßig durch Destillation vor oder nach der Behandlung mit den Lösungsmitteln.
  • In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die beiden oben angegebenen Arten von Lösungsmitteln gleichzeitig oder nacheinander anzuwenden, wobei man,die Bedingungen so wählen muß, daß man einerseits eine Lösung der Monocarbo:nsäuren in Benzin o. dgl., andererseits eine wäßrig-alkoholische Lösung der Dicarbonsäuren erhält, aus denen die Einzelbestandteile für sich in bekannter Weise gewonnen werden.
  • Es ist bereits bekannt, durch Oxydation von Petroleumkohlenwasserstoffen mit Luft oder Sauerstoff oder Salpetersäure Gemische aus Carbonsäuren herzustellen, die Seifen bilden. Diese Gemische hat man schon .durch Behandlung mittels Benzin oder Petroleum oder durch Destillation im Vakuum in flüchtige flüssige Säuren einerseits und nichtflüchtige feste Säuren andererseits zerlegt. Eine Abtrennung höhenmolekularer Dicarbonsäuren erfolgte indessen bei dem bekannten Verfahren nicht. In :den :dort benutzten Säuregemischen waren zudem auch keine Dicarbonsäuren enthalten. Dies ergibt .sich daraus, daß die dort gewonnenen. festen Säuren, in denen sich die Dicarbonsäuren hätten vorfinden müssen, mit Alkalien Seifen bild.'eten, während Dicarbonsäuren bekanntlich mit Alkalien Produkte liefern, .die nicht als Seifen angesprochen werden können. Ferner bilden die Dicarbonsäuren mit Kalk und Magnesia nicht wie die bei dem bekannten Verfahren erhaltenen festen Säuren asphaltartige Massen, sondern kristallisierte Salze, die zum Teil merklich wasserlöslich sind: Es ist ferner schon vorgeschlagen worden, Oxydationsprodukte von festen Paraffinkohlenwasserstoffen u. dgl. dadurch von den unverseifbaren Bestandteilen abzutrennen, daß man das Gemisch mit Eisessig in der Wärme behandelt. Auf diese Weise ist eine Trennung von Mono- und Dicarbonsäuren nicht möglich; sie wird. bei jenem bekannten Verfahren auch nicht beabsichtigt. Beispiel i ro kg eines Gemisches aus höhenmolekularen aliphatischen Mono- und: Dicarbonsäuren mit der Verseifungszahl 333 und einem Gehalt von 5,9 °/o an Unverseifbarem, das bei 2zo bis 22o° unter to mm Hg durch fraktionierte Destillation eines mittels Stickstoffdioxyds hergestellten Paraffinoxydationsprod'uktes erhalten wurde, werden unter Erwärmen in roo 1 Petroläther gelöst. Die Lösung wird auf etwa 2o° abgekühlt, wobei sich die Dicarbonsäuren ausscheiden. Zur Vervollständigung der Fällung wird das Gemisch einige Stunden lang bei :dieser Temperatur stehengelassen. Hierauf werden die ausgeschiedenen Dicarbonsäuren durch Dekantieren und Filtrieren von der Lösung getrennt und vom anhaftenden Lösungsmittel durch Verdampfen befreit. Es werden 3,9 kg Dicarbonsäuren mit der Verseifungszahl 5o2 erhalten. Aus dem Filtrat werden nach dem Verdampfen des Lösungsmittels 6,1 kg Monocarbonsäuren mit der Verseifungszuhl 225 und einem Gehalt von 9,607, an Unverseifbarem gewonnen.
  • Beispiel e Io l:- des in Beispiel i genannten Ausgangsprodukts werden durch Erwärmen auf etwa 6o° verflüssigt und bei dieser Temperatur dreimal mit je 2o 1 eines Gemisches aus 5o Volumteilen Methanol und 5o Volumteilen Wasser extrahiert. Nach Vereinigung der Extrakte werden diese durch Destillation vom Methanol befreit und die abgeschiedenen Dicarbonsäuren von .der wäßrigen Lösung getrennt. Nach dein Trocknen erhält man 4., I kg eines hauptsächlich aus Dicarbonsäuren bestehenden Produkts mit der Verseifungszahl 47o und einem Gehalt von 0,I5 °1o an Unverseifbarem. Die bei der Extraktion ungelösten Anteile werden durch Verdampfen vom aufgenommenen Methanol befreit. Es verbleiben 5,6 kg Monocarbonsäuren, die bei 9,5 °f, Unverseifbarem die Verseifungszahl 2Io aufweisen. Beispiel 3 Io kg eines Gemisches aus höhermolekularen aliphatischen Mono- und Dicarbonsäuren mit der Verseifungszahl 337, das durch Oxvdation von Rückständen der Fett-s. uredestillation mit Salpetersäure und nachfolgende Verseifung des Oxydationsproduktes hergestellt ist, werden der fraktionierten Destillation unter vermindertem Druck (5 .mm Hg ) unterworfen. Hierbei werden bis etwa I8o° 3 kg bei normaler Temperatur flüssige, vorwiegend niedrigmolekulare Monocarbonsäuren mit der Verseifungszahl 350 erhalten, während innerhalb des Temperaturintervalls von I8o bis 24o'" 4,2 kg eines bei normaler Temperatur festen Gemisches aus höhermolekularen Mono- und Dicarbonsäuren mit der Verseifungszahl 343 übergehen. Dieses Gemisch wird in 6,72 kg Eisessig bei 7o° gelöst, worauf man die Lösung nach Zusatz von I,681 Wasser auf 55' abkühlt. Die sich hierbei bildenden flüssigen Schichten, von denen die obere aus Monocarbonsäuren und die untere aus einer Lösung der Dicarbonsäuren in wasserhaltiger Essigsäure besteht, werden .getrennt. Das Lösungsmittel wird aus der unteren Schicht abdestilliert. Man erhält I,76 kg Monocarbonsäuren mit der Verseifungszahl 22I und 2,4q_ kg Dicarbonsäuren mit der Verseifungszah.l 423. Beispiel 4 3o kg eines Gemisches von Carbonsäuren, das in ähnlicher Weise wie das in Beispiel I angewandte Säuregemisch erhalten wurde und ,das die Säurezahl 29I aufweist, werden in der Wärme dreimal mit einem Gemisch aus je 301 Aceton und 301 Wasser extrahiert und anschließend mit io 1 Wasser nachgewaschen. Die vereinigten Extrakte werden durch Verdampfen von Aceton und Wasser befreit, und man erhält als Rückstand 3,5 kg Dicarbonsäuren mit der Säurezahl 515. Das extrahierte Säuregemisch besteht im wesentlichen aus Monocarbonsäuren und zeigt die Säurezahl 163.
  • Verwendet man an Stelle ,des Acetons etwa gleiche Mengen Pyridin und arbeitet in gleicher Weise, so erhält man 6,o kg eines in der Hauptsache aus Dicarbonsäuren bestehenden Gemisches mit der Säurezahl 46o. Die als Rückstand erhaltenen Monocarbonsäuren besitzen die Säurezahl 247.

Claims (1)

  1. PATEN TA NS PRUCFI: Verfahren zur Trennung von Gemischen, die höhermolekulare aliphatische Carbonsäuren enthalten, durch Behandlung mit niedrigsiedenden organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, d.aß man Gemische, die höhermolekulare Monocarbonsäuren und daneben. Dicarbonsäuren enthalten, mit niedrigsiedenden aliphatischen Isohlenwasserstoffen oder mit wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln, wie niedrigmolekularen aliphatischen Carbonsäuren, Alkoholen, Ketonen oder Pyridin, von solchem Wassergehalt behandelt, daß von diesen Lösungsmitteln praktisch ausschließlich oder vorwiegend Dicarbonsäuren gelöst werden, oder daß man die Ausgangsgemische mit beiden Arten von Lösungsmitteln gleichzeitig oder nacheinander behandelt.
DE1930I0085630 1930-09-09 1930-09-09 Verfahren zur Trennung hoehermolekularer aliphatischer Mono- und Dicarbonsaeuren Expired DE559833C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2486455A (en) * 1946-05-08 1949-11-01 Tide Water Associated Oil Comp Treatment of acidic compositions

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2486455A (en) * 1946-05-08 1949-11-01 Tide Water Associated Oil Comp Treatment of acidic compositions

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