DE53774C - Neuerung an Spanngeräthen zur Herstellung schmaler paralleler Gräben in Wiesen - Google Patents
Neuerung an Spanngeräthen zur Herstellung schmaler paralleler Gräben in WiesenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B45/00—Machines for treating meadows or lawns, e.g. for sports grounds
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvesting Machines For Root Crops (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen an dem durch Patent No. 40937 geschützten
Spanngeräth zur Herstellung schmaler paralleler Gräben in Wiesen. Die Verbesserungen
beziehen sich auf Mittel, welche es ermöglicheiij
die Grabwerkzeuge in den Höhenlagen beliebig fein einstellen zu können, wie auch
dieselben und das ganze Geräth bequemer als bisher heben und ausheben zu können.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellten Abänderungen des Spanngeräthes bestehen im Folgenden:
Um die Grabwerkzeuge A in beliebigen Höhen und gleichzeitig das Spanngeräth leicht
derartig einstellen zu können, dafs beim Benutzen des Apparates auf schrägem Terrain ein
genau verticales Eingreifen der Grabwerkzeuge in den zu grabenden Boden eintritt, ist erstens
ein an einer Querstange x1 befestigter Pfiugbaum
Pf, Fig. 3, welcher vorn auf einer ein- oder zweiräderigen Vorderkarre K in der
Höhenrichtung einstellbar ist, angeordnet, und ferner sind an Stelle der früheren Räder zu
beiden Seiten der Wangen X zwei um die Zapfen x, Fig. 1, drehbare Hebestangen Y
vorgesehen, welche mittelst Stifte in Löchern y oder ähnlichen Vorrichtungen an den Wangen
X eingestellt werden, und deren unteres Ende so. lang ist, dafs bei Verticalstellung der
Hebestangen Y die Grabwerkzeuge vollkommen aus dem Boden gehoben sind.
Durch entsprechendes Hoch- oder Tiefstellen des Pflugbaumes Pf auf der Vorderkarre K,
sowie durch Einstellen der seitlichen Hebestangen Y in die Löcher y können die Grabwerkzeuge
A bequem auf beliebige Höhe und ebenso auf stark geneigtem Terrain durch die
Hebestangen in die Verticalrichtung gebracht werden.
Arbeitet das Spanngeräth auf solchem Terrain, so kann die eine, tiefer liegende Seite desselben
mittelst verschiedenartigen Einsteilens der Hebestangen Y unschwer mehr als die andere Seite
gehoben und dadurch das Spanngeräth selbst in eine solche Lage gebracht werden, dafs die
Grabwerkzeuge A stets vertical in den Boden schneiden. Durch das verticale Einschneiden
werden Furchen hergestellt, die weit gröfseren Halt haben, mehr Dünger aufnehmen und gut
übersehbar sind. .
Die Grabwerkzeuge A sind1 mittelst ihrer
Schäfte oder Stiele an einem horizontalen Träger D befestigt, der analog der Einrichtung
nach dem Haupt-Patent mittelst Zapfens s in den Wangen X drehbar angeordnet ist, so
dafs mittelst des Stellhebels E sämmfliche Grabwerkzeuge in eine horizontale Lage und
aufser Berührung mit dem Boden gebracht werden können, wenn das Instrument nicht
functioniren soll.
Um die Einstellung der Grabwerkzeuge A in' parallele Lage zu ermöglichen, ohne die
Hebel JE zu stark auf Biegung in Anspruch zu nehmen oder die Verbindung zwischen
Hebel E und Stellbügel E1 zu sehr zu beanspruchen,
sind die Stellmuttern a1 für die Verbindung
der Scharstiele α für die Grabwerkzeuge A durch den Träger D mit Kurbeln a?
versehen, welche ein festes Anpressen der Scharstiele α an den Träger D ermöglichen.
Weiterhin ist der Stellhebel E mit einem Schlitz e und einem Schraubenzapfen e1 versehen,
welcher durch eine Kurbelmutter e" das Festziehen des Stellhebels E an der oberen,
die beiden Wangen XX verbindenden Querstange X1 ermöglicht.
Um den Druck, welchen die Grabwerkzeuge auf die Kuppelstange B ausüben, zu verringern,
ist an dem Querbalken D ein mit Kreisschlitz versehenes, segmentartig gebogenes
Eisen C angeordnet, gegen welches sich die Kuppelstange B mit dem Stellhebel E legt,
und in den kreisförmigen Schlitz greift ein Schraubenzapfen C x, der mittelst Kurbelmutter
c2 fest angezogen werden kann, so dafs eine Selbstlösung der Grabwerkzeuge und
eine Veränderung der Stellung derselben verhindert ist.
Bei der Construction nach Fig. 4 bis 8 sind beispielsweise die Hebestangen Y Y durch
kleine Tragräder Y1 ersetzt, welche mittelst in Höhenlage verstellbarer Vorrichtungen auf- und
abbewegbar an den Wangen XX angeordnet sind, so dafs sie höher oder tiefer gestellt und
auf beiden Seiten verschieden hoch eingestellt werden können bezw. die Geräthseiten gehoben
oder gesenkt werden.
In Fig. 4, 5 und 6 erfolgt die Führung der kleinen Tragräder (bezw. Gleitkufen) F1 an den
Wangen X mittelst Stellstangen F2, welche oben bei F3 mit Verzahnungen versehen sind,
in die ein Zahnrad F4 eingreift. Zahnrad F4 wird mittelst Kurbel F5 gedreht und dadurch
die Lage des Tragrades F1 verändert. Durch die Löcher F2 in der Zahnstange F3 und mittelst
durch die Wange X durchgreifenden Bolzens wird die Lage des Tragrades F1 festgestellt.
Die Stellvorrichtung kann jedoch auch nach Fig. 7, 8 und 8 a dahin abgeändert werden,
dafs die Stellstange F2 mittelst einer Schraubenspindel Z, welche durch Handkurbel Zx drehbar
in der Höhenrichtung verstellt wird.
Um ein selbstthätiges Verdrehen der Schraubenspindel Z zu verhindern, kann dieselbe der
Länge nach genuthet sein und in diese Nuth ein Daumen Z^ eingreifen, der vor dem
Drehen der Schraubenspindel Z aus der Nuth herausklappt oder herausgezogen wird.
In dem Ausführungsbeispiel (Fig. 4 bis 6 und 7 bis 8 a) können die Zahnräder F4 auf
beiden Seiten der Wangen XX auch durch eine getheilte Welle R1R* verbunden sein, an
deren einem Theil R1 eine Kupplungshülse i?2
befestigt ist, welche über den gegenüberliegenden anderen Wellentheil i?4 greift;, beide
Wellentheile werden durch einen durch die Kupplung hindurchgesteckten Stift R3 mit einander
verbunden, und in diesem Falle können beide Geräthseiten gleichzeitig von einer Seite
aus gehoben werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 6 bezw. 7 bis 8 a ist ferner die Anordnung
getroffen, dafs der nach Patent No. 40937 umlegbare Grabwerkzeugträger D durch einen
Träger D1 ersetzt wird, welcher mit einer
Zahnstange J?2 bezw. Spindel fest verbunden ist, in welche oberhalb der Trieb Es eingreift.
Durch Drehen des letzteren mittelst einer anzusteckenden Kurbel werden die Grabwerkzeuge
A, welche nach Fig. 4 bis 6 an dem Träger D1 angeordnet sind, vertical gehoben
und so aufser Berührung mit dem zu bearbeitenden Boden gebracht.
Der Träger D1 ist nicht, wie Träger D nach
Patent No. 40937 oder nach Fig. 1 bis 3, mittelst Zapfens in den Wangen drehbar, sondern
wird mittelst Zapfens s1 in dem Schlitz i2
an den Wangen XX vertical auf- und abgeführt.
Diese Einrichtung des Geräthes ist besonders in dem. Falle angezeigt, wo das Umlegen der
Grabwerkzeuge schwierig erscheint.
Die Wangen XX sind durch eine Stange X1,
welche, wie in Fig. 1 bis 3, mit dem Pflugbaum
Pf fest verbunden ist, zusammengehalten.
Nach dem Ausführungsbeispiel Fig. 9 bis 11
kann das Heben und Senken der Grabwerkzeuge und des Geräthes wiederum wie nach Fig. 4 bis 8a. (ebensowohl mittelst des Pflugbaumes
Pf als der Hebestangen F oder auch mittelst der Zahnstangen oder Spindeln, an
denen Tragräder oder Gleitkufen sitzen) erfolgen.
Die Grabwerkzeuge A können hier entweder analog der Einrichtung des Haupt - Patentes
No. 40937 an dem unteren Träger D oder aber an dem oberen Träger D1 befestigt werden;
ersterenfalls erfolgt das Ausheben der Grabwerkzeuge aus dem Boden, wie nach Patent No. 40937, durch Umlegen des Trägers
D mittelst Hebels E, indem letzterer zurückgeschlagen und durch das aufklappbare,
an den Handgriffen sitzende Querstück W1 in horizontaler Lage festgehalten wird; letzterenfalls,
sofern sie am Träger D1 sitzen, wird dagegen das Ausheben, wie bei Fig. 4 bis 6
bezw. 7 bis 8a, durch Verticalhebung des Trägers D1 mittelst der daran sitzenden Zahnstange
(bezw. Spindel) Έ'1 und des Triebes E3
besorgt.
V V1 ist der aus mehreren Scharbrettchen V
bestehende Einführer, welcher von dem Spanngeräth auch abgenommen und für sich gebraucht
werden kann; er hat den Zweck, die
Furchen, welche durch die Grabwerkzeuge geschaffen sind, sofort mit dem für dieselben
bestimmten Dung- oder Füllmaterial auszufüllen. Hierbei ist die Verbindung der Scharrplatten
F mit ihrem zugehörigen Gestell F1 derartig elastisch, dafs ein Abspringen der senkrechten,
ca. 20 cm hohen Verbindungsstäbchen, an welchen die Scharrplatten sitzen, nicht eintreten
kann (Fig. 13a und 13I).
Die Grabwerkzeuge A sind von der in Fig. 12a bis I2e angegebenen Gestalt und
werden ebenso wie die Streichflächen ν mit dem Scharstiel verbunden, welcher dazu dient,
die Furchen zu glätten und durch Andrücken der Streichflächen an die Wandungen die
Festigkeit derselben zu erhöhen.
Claims (7)
1. Der Ersatz des umlegbaren Trägers D durch einen vermittelst Zahnstange E^ oder
Spindel und Trieb E3, Fig. 4 bis 6, vertical stellbaren Träger D1, so dafs die Grabwerkzeuge
in der Verticalrichtung aus dem Boden ausgehoben werden können.
2. Als Hinzufügung zu dem umlegbaren Träger D ein zweiter Träger D1, Fig. 9 bis 11,
welcher noch neben dem ersteren behufs Aushebung der Grabwerkzeuge angebracht und mittelst Zahnstange (oder Spindel) E2
und Trieb E3, Fig. 9 bis 11, in der Verticalrichtung verschiebbar ist.
3. Die Hinzufügung des auf einer Vorderkarre K, Fig. 3, einstellbaren Pflugbaumes Pf
behufs Erzielung eines genaueren Tiefganges der Grabwerkzeuge, während an Stelle der nach Patent No. 40937 angesetzten
gewöhnlichen Fahrräder an den Geräthseiten Hebevorrichtungen treten, welche in mit kleinen Tragrädern oder Gleitkufen
versehenen Hebeln Y, Fig. 1 bis 3, Zahnstangen F3, Fig. 4 bis 6, Spindeln Z, Fig. 7
bis 8 a, oder dergleichen bestehen können.
4. Um gleichzeitig beide Geräthseiten heben zu können, die Hinzufügung einer Verbindung
der in die seitlichen Zahnstangen Y3, Fig. 4 bis 6 und 9 bis 11, oder Spindeln
Z, Fig. 7 und 8, eingreifenden Triebe Yi, Fig. 4 bis 6 und 9 bis 11, durch Kupplung
ihrer getheilten WeIIeJR1T?4, erforderlichenfalls
eine entsprechende Verbindung der beiderseitigen Hebel Y, Fig. 1 bis 3 und
9 bis 11, durch Ausbildung der Zapfen χ zu getheilten kuppelbaren Wellen.
5. Der Ersatz der unter 4. bezeichneten zweitheiligen kuppelbaren Wellen zum Zwecke
gleichzeitiger Hebung beider Geräthseiten erforderlichenfalls durch gewöhnliche, d. i.
aus nur einem Stück gebildeten Wellen.
6. Um zu ermöglichen, dafs die Grabwerkzeuge A durch Vorwärtsschlagen des Hebels
E nach rückwärts, mithin in entgegen-
. gesetzter Richtung als nach Fig. 7, Patent No. 40937, und als nach der gegenwärtigen
Fig. ι und 3, aus dem Boden gedrückt werden können, der Ersatz des unterhalb der
Querstange X\ Fig. 1 bis 3, gelagerten drehbaren
Grabwerkzeugträgers D erforderlichenfalls durch einen ebensolchen, welcher entweder
über der Querstange X1 oder seitlich derselben in ihrer Horizontalebene gelagert
ist.
7. Der Ersatz des umlegbaren Trägers D des Patentes No. 40937 durch einen solchen,
dessen Enden, gleich der Querstange X\ Fig. ι bis 3, fest mit den Seitenwangen
verbunden sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE40937T | 1887-02-08 | ||
| DE53774T | 1889-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53774C true DE53774C (de) | 1890-10-07 |
Family
ID=33553263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188953774D Expired DE53774C (de) | 1887-02-08 | 1889-06-01 | Neuerung an Spanngeräthen zur Herstellung schmaler paralleler Gräben in Wiesen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53774C (de) |
-
1889
- 1889-06-01 DE DE188953774D patent/DE53774C/de not_active Expired
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