DE79689C - - Google Patents

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DE79689C
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Germany
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seed
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/18Machines for depositing quantities of seed at intervals

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT/Vt
Säemaschine für Rübensamen.
Die vorliegende Säemaschine für Rübensamen gehört zu derjenigen Art von Säemaschinen, bei welcher die Samen in Häufchen innerhalb bestimmter Abstände durch ein sogenanntes Zellenrad in die Furche gelegt werden.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Maschine in Fig. 1 in einer Seitenansicht mit theilweisem Schnitt. Fig. 2 bis 5 sind im Laufe der Beschreibung näher zu erklärende Einzelheiten der Construction.
Die Maschine besteht aus einem Rahmen 1, an dessen hinterem Ende die Laufräder 2 angeordnet sind, während das vordere Ende dieses Rahmens durch die Streben 3 mit den um die senkrechte Spindel 4 lenkbaren Vorderrädern 5' in Verbindung steht. Das Lenken der Vorderräder bezw. die Laufrichtung der ganzen Maschine geschieht mit Hülfe eines in Fig. 1 nur im Schnitt ersichtlichen Querbaumes 6, der so gedreht wird, dafs ein an ihm befestigter Zeiger 7 stets auf die vorher gezogene Furche weist. Die von der Maschine gezogene Furche läuft dann stets der vorher gezogenen genau parallel.
Die Zugkraft greift am Haken 8 an.
Am Rahmen 1 ist, um den Bolzen 9 schwingend, der Rahmen 10 befestigt, dessen hinteres Ende mittelst einer Kette 11 und eines an dem Bogen 12 feststellbaren Hebels 13 beliebig hoch über den Boden gehoben werden kann. In dem Rahmen 10 ist ein schiffartiger Schlitten 14 durch Bolzen 15 befestigt. Die Spitze dieses Schlittens ist sanft nach oben gekrümmt, so dafs der Schlitten mit möglichst geringem Widerstände auf der Erdoberfläche gleitet. Unmittelbar auf dem Schlitten sitzt der Samenbehälter 16; dieser ist, wie aus Fig. 2, einem in gröfserem Mafsstabe gezeichneten senkrechten Längsschnitt durch den Schlitten und den! Samenbehälter, ersichtlich, auf dem Schlitten mittelst der Scharniere 17, deren Bolzen herausziehbar sind, abnehmbar befestigt, so dafs in den Schlitten und den Samenbehälter in der aus Fig. 3 (Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 2) erkennbaren Weise das Saatrad 18 eingelegt werden kann. Ist das Saatrad in den Schlitten und den Samenbehälter eingesetzt, so ragt es zu beiden Seiten des Schlittens mit seiner mit ihm fest verbundenen Welle 19 hervor. Die Welle trägt auf ihren beiden Enden mit Beifseisen 21 besetzte Räder 20, so dafs beim Fahren der Maschine in Richtung des Pfeiles a, Fig. 1, das Saatrad 18 in Umdrehung versetzt wird. Das Saatrad nimmt dann in bekannter Weise mittelst ihrer Einkerbungen 18' eine bestimmte Anzahl Körner mit, um sie durch die im Boden des Schlittens 14 befindliche Oeffnung 14', Fig. 2 und 3, innerhalb genau gleicher Abstände in die von der Maschine in später zu beschreibender Weise selbst gebildete Furche fallen zu lassen.
Um nun das eingangs erwähnte nachtheilige Zerquetschen des Samens auf dem Wege von dem Behälter 16 nach der Ausfallöffnung 14' bei unmittelbarer Anordnung des Samenbehälters über dem Saatrade zu vermeiden, trägt das Saatrad 18 auf seiner Umfläche zwei mit einander parallel laufende Rippen 18", Fig. 3, und lagert aufserdem in einer an dem Schlitten befestigten Trommel 22, in deren Rillen 23 es sich ganz genau passend führt. Nach dem Samenbehälter 16, sowie nach der Ausfall-
Öffnung 14' zu hat die Trommel 22 Schlitze 22' und 22", deren Breite von einer Rippe 18" des Saatrades bis zur anderen reicht. Da nun, wie eben bemerkt, das Saatrad genau in die Trommel 22 hineinpafst, so liegen die Endkanten der Schlitze 22' und 22" scharf zwischen den Rippen 18" auf der Umfläche des Saatrades an, so dafs durch letzteres kein Samenkorn zwischen die Trommel mitgerissen und daselbst oder bereits an den Endkanten der Schlitze zerquetscht werden kann. Auch seitlich zwischen die Seitenflächen des Saatrades und die Seitenflächen des Samenbehälters bezw. des Schlittens kann kein Samenkorn fallen, da dies die die Rippen 18" dicht umfassenden Rillen der Trommel 22, Fig. 2, verhindern.
Die Trommel 22 ist über der Decke des Schlittens 14 getheilt, so dafs die in den Samenbehälter 16 hineinragende Trommelhälfte in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise aufgeklappt und nach Abnahme des Samenbehälters auch das Saatrad aus dem Schlitten herausgenommen werden kann.
■ Um mit der Maschine die für die Samen nöthige Furche herzustellen und nach Einlegen der Samen wieder zu schliefsen, sind auf der Unterseite ' des Schlittens drei ebenfalls schiffförmig gestaltete Schare, ein Vorschar 24 und zwei Zustreichschare 25, 25 vorgesehen. Das Vorschar 24 steht genau in der Mitte der Unterseite des Schlittens, genau vor der Ausfallöffnung 14', so dafs sich letztere beim Arbeiten der Maschine stets in der vom Vorschar gezogenen Furche bewegt.
Die Zustreichschare 25 hingegen sind zu einander schräg gerichtet und stehen hinter der Ausfallöffnung 14', so dafs sie die vom Vorschar 24 zu beiden Seiten der Furche aufgeworfene Erde wieder in die Furche hineinstreichen , nachdem in dieselbe der Samen hineingefallen ist.
An dem den Schlitten 14 tragenden Rahmen 10 ist ferner, um den Bolzen 26 schwingend , eine Gabel 27 mit einer Walze 28 angelenkt, so dafs die Walze genau hinter dem Vorschar 24 bezw. in der Mitte zwischen den Zustreichscharen 25 läuft und daher die von letzteren in die Furche gestrichene Erde festdrückt. Will man alle oben beschriebenen, das Säen des Samens bewirkenden Theile beim Wenden oder während des Transports der Maschine in Ruhe versetzen, so hat man nichts weiter nöthig, als durch Hochschlagen des Hebels 13 alle diese Theile vom Erdboden abzuheben. Es sind also bei der beschriebenen Maschine ,· zum Unterschiede von bisher bekannten Maschinen, keine besonderen Vorrichtungen zum Ausschalten der Vor- und Zustreichschare', zum Inrühesetzen des Saatrades und zum Abschliefsen des Samenbehälters bezw. zum Ausschalten einer im Samenbehälter befindlichen Fördervorrichtung nöthig.
An dem Hauptrahmen 10 können natürlich mehrere Schlitten 14 mit Zubehör angeordnet sein, je nach der Anzahl der Furchen, die man gleichzeitig herzustellen wünscht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Säemaschine für Rübensamen, bestehend aus einem durch einen Rahmen (10) mit dem Hauptgestell (1) der Maschine gelenkig verbundenen schiffartigen Schlitten (14), auf dessen Unterseite ebenfalls schiffartige Furchenzieher (24) und Zustreicher (25) sitzen und auf dessen Oberseite ein Samenbehälter (16) mit einem Rippen (18") tragenden Saatrade (18) befestigt ist, derart, dafs das Saatrad unmittelbar zwischen dem Schlitten und dem Samenbehälter in einer das Saatrad mit den Rippen dicht umschliefsenden Trommel (22) lagert, zum Zwecke, den Schlitten mit dem Samenbehälter und dem Saatrade durch einfaches Anheben des Rahmens (10) ausschalten, dv h. die ganze Maschine in Ruhe versetzen zu können, und einem Zerquetschen der Saatkörner beim Entnehmen durch das Saatrad vorzubeugen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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