DE535147C - Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureanhydridverbindungen der Pyridin- oder Chinolinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureanhydridverbindungen der Pyridin- oder Chinolinreihe

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DE535147C
DE535147C DES89380D DES0089380D DE535147C DE 535147 C DE535147 C DE 535147C DE S89380 D DES89380 D DE S89380D DE S0089380 D DES0089380 D DE S0089380D DE 535147 C DE535147 C DE 535147C
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DE
Germany
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pyridine
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sulfuric anhydride
sulfur trioxide
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DES89380D
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    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/89Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms directly attached to the ring nitrogen atom
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    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäureanhydridverbindungen -der Pyridin- oder Chinölinreihe -Es wurde gefunden, däß man durch Einwirkung von Alkälipyrosulfat auf Pyridin oder Chinolin oder deren Alkylderivate Schwefelsäureanhydridverbindungen in leicht duich= führbarer Weise erhält.
  • Ein besonderer Vorteil, den das neue gegenüber den bekannten Verfahren hat, bei denen Schwefeltrioxyd oder Chlorsülfonsäüre unmittelbar mit Pyridin umgesetzt -werden, ergibt sich daraus, daß die Umsetzung beim neuen Verfahren viel sanfter erfolgt als bei den bekannten, bei denen sie mit großer Heftigkeit verläuft. Abgesehen- davon, daß man- umständliche Vorsichtsmaßnahmen treffen muß, um infolge der frei werdenden Wärme Verluste zu vermeiden, sind die bekannten Verfahren auch nicht wirtschaftlich genug, wenn sie nicht in einer besonderen Apparatur ausgeführt werden. Demgegenüber verläuft die geaktion bei dem vorliegenden Verfahren sehr mäßig. -Es kann gegebenenfalls an Ort und Stelle ohne Verwendung einer besonderen Aparatur durchgeführt werden.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß man mit Alkalipyrosulfaten viel einfacher umgehen kann als mit Schwefel- oder Chlorsulfonsäure.
  • In reinem Zustande erhält man die Verbindung des Schwefelsäureanhydrids mit der tertiären Base aus der Reaktionsmasse durch Filtration und Kristallisation. `Die= -hergestellte Schwefelsäureanhydridverbindung kann man in reinem Zustande öder -in Form der filtrierten Lösung- zur Erzeugung von Farbstoffschwefelsäureestern durch Behandlung von -Küpenfarbstoffen oder ihren Leukoverbindungen dann weiter verarbeiten. --Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Ausführung der Erfindung. Die Mengen sind in Gewichtsteilen angegeben.
  • Beispiel i Zur Herstellung von Pyridinschwefeltrioxyd werden gleiche Teile fein zermahlenes Kaliumpyrosulfat und Pyridin - zweckmäßig unter dem - Rückflußkühler bis in die- Nähe -'des Kochpunktes erhitzt, und zwar etwa 15 Minuten lang auf izo°@` Dir- Lösung wird heiß fil= triert und das zurückbleibende Kaliumsulfat mit Pyridin nachgewaschen. Aus dem Filtrat bilden sich beim Abkühlen Kristalle, die aus Pyridiaischwefeltrioxyd bestehen. Wenn man von 3 5 Teilen Pyridin ausgeht, enthält das Filtrat ungefähr io Teile Pyridinschwefeltrioxyd und 3o Teile Pyridin'.
  • Das in theoretischer Ausbeute erhaltene Pyridinschwefeltrioxyd ist ein weißer kristallirischer Körper, der in kaltem Pyridin wenig, in heißem stark löslich ist. Er zersetzt sich in kaltem Wasser langsam und in heißem schnell, sehr schnell in Gegenwart von Alkalien.
  • Es wurde gefunden, daß die vor denn Filtrieren vorliegende Suspension, die noch das Kaliumsulfat enthält, zur Veresterung z. B. für die in den britischen Patentschriften 202 632 und 251 491 beschriebenen Zwecke verwendet werden kann. Andererseits kann das Pyridinschwefeltrioxyd durch Filtration von den anorganischen Salzen getrennt und dann zur Herstellung von Schwefelsäureestern verwendet werden. Beispiel 2 33 Teile trockenen technischen oder handelsüblichen Chinolins und io Teile fein zerstoßenen Kaliumpyrosulfats werden ungefähr 15 Minuten lang auf 12o bis i 5 o° erhitzt. Die so hergestellte Mischung von 8 Teilen Chinolinschwefeltrioxyd und 28 Teilen Chinolin (zusammen mit Kaliumsulfat) kann unmittelbar zur Veresterung von Küpenfarbstoffen in bekannter Weise verwendet werden. Man kann auch das Schwefeltrioxyd der tertiären Base nach Filtration und Umkristallisierung frei von Kaliumsulfat .erhalten. Ferner kann eine weitere Menge aus dem Rückstand dadurch herausgelöst werden, daß man mit Chinolin auswäscht. Das Chinolinschwefeltrioxyd wird in fast theoretischer Ausbeute erhalten und "gleicht in seinen Eigenschaften dem Pyridinschwefeltrioxyd. B-eispi@el 3 Dieses Beispiel bezieht sich auf die !Verwendung von 2, ¢, 6-Trimethylpyridin (Kollidin).
  • io Teile fein zerstoßenen Kaliumpyrosulfats und 21 Teile Kollidin werden unter gutem Umrühren 15 Minuten lang auf i 2 o° erhitzt. Die sich ergebende Mischung besteht aus 8 Teilen Kollidinschwefeltrioxyd und 16 Teilen Kollidin. Dieses Mengenverhältnis ist zur Veresterung von Küpenfarbstoffen nach den bekannten Verfahren geeignet. Das Kaliumsulfat ist ebenfalls nichtentfernt.
  • Wenn es erforderlich ist, die Verbindung der tertiären Basen von Kaliumsulfat zu trennen, werden weitere 84 Teile Kollidin bei i2o° zugegeben und die Mischung filtriert. Der Rückstand ist Kaliumsulfat. Das Filtrat scheidet beim Abkühlen kleine weiße Kristalle von Kollidinschwefeltrioxyd ab. Man kann eine weitere Menge dadurch erhalten, daß man stark mit Tetrachlorkohlenstoff verdünnt. Die Mischung muß jedoch itn .Vakuum destilliert werden, um die ganze Menge an Kollidinschwefeltrioxyd zu erhalten.
  • Kollidinschwefeltrioxyd ist ein weißer, fester Körper, der sich zu i Teil in io Teilen Kollidin bei i2o° löst. Durch heißes Wasser wird er zersetzt, schneller durch Alkalilauge, wobei in bekannter Weise Kollidin und Schwefelsäure oder ein Sulfat entsteht. . Beispiel q. Natriumpyrosulfat kann an Stelle des nach Beispiel i erhaltenen Kaliumpyrosulfats treten. Es werden genau die gleichen Ergebnisse erzielt. Der Rückstand ist in diesem Falle Natriumsulfat. Beispiel 5 Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von Chinaldinschwefeltrioxyd.
  • 27 Teile Chinaldin (2-Methylchinolin) und c2 Teile fein zerkleinertes Natriumpyrosulfat werden zusammen unter Umrühren auf 16o bis 17o° erhitzt. Auf dieser Temperatur wird die Schmelze i55 Minuten lang erhalten. Die Mischung kann dann so, wie sie ist, zur Veresterung Verwendung -finden, oder man kann filtrieren und den Rückstand mit heißem Chinaldin auswaschen. Die Filtrate und Waschwässer enthalten 12 Teile Chinaldinschwefeltrioxyd.
  • Die Erfindung betrifft nicht die Verwendung von Dimethylanilin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schwefelsänreanhydridverbi_ndungen der Pyridin-oder Chitiolinreihe,- dadurch gekennzeichnet, daß man Alkalipyrosulfate auf Pyridin oder Chinolin oder deren Alkylderi--vate zur Einwirkung bringt.
DES89380D 1928-02-16 1929-01-17 Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureanhydridverbindungen der Pyridin- oder Chinolinreihe Expired DE535147C (de)

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GB535147X 1928-02-16

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DE535147C true DE535147C (de) 1931-10-05

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DES89380D Expired DE535147C (de) 1928-02-16 1929-01-17 Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureanhydridverbindungen der Pyridin- oder Chinolinreihe

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DE (1) DE535147C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2739150A (en) * 1951-06-19 1956-03-20 Gen Aniline & Film Corp Process for preparing addition compounds of sulfur trioxide and tertiary organic bases

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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