DE529976C - Schaltungsanordnung fuer Telegraphen-Vermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungen mittels Klinke und Stoepsel hergestellt werden - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Telegraphen-Vermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungen mittels Klinke und Stoepsel hergestellt werdenInfo
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- DE529976C DE529976C DE1930529976D DE529976DD DE529976C DE 529976 C DE529976 C DE 529976C DE 1930529976 D DE1930529976 D DE 1930529976D DE 529976D D DE529976D D DE 529976DD DE 529976 C DE529976 C DE 529976C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L12/00—Data switching networks
- H04L12/02—Details
- H04L12/04—Switchboards
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Telegraphen-Vermittlungsanlagen,
bei welcher die Verbindungen mittels Klinke und Stöpsel hergestellt werden. Es sind Anlagen bekannt,
bei denen die Speisung der Teilnehmerstationen aus dem Schnurpaar erfolgt und die
mittels des Schnurpaares direkt ohne jede Relaisübertragung miteinander verbunden
ίο werden können. Es kann nun der Fall eintreten,
daß an eine solche Telegraphenzentrale eine oder mehrere Leitungen (z. B.
Fernleitungen mit Doppelstrombetrieb) angeschlossen werden sollen, bei denen eine
Speisung der angeschlossenen Telegraphenstationen über das Schnurpaar nicht möglich
ist. Diese Leitungen müssen deshalb in der Zentrale mit besonderen Relaisübertragungen
abgeschlossen werden. Trotzdem muß mit dem normalen Schnurpaar eine Verbindung dieser Leitungen untereinander und mit
anderen Teilnehmern möglich sein. In dem Schnurpaar der Zentrale ist nun zum Beispiel
die α-Ader des Abfragestöpsels mit der δ-Ader des Verbindungsstöpsels verbunden,
so daß, je nachdem ob der Abfrage- oder Vierbindungsstöpsel in die der Leitung zugeordnete
Klinke eingeführt wird, die α-Feder oder &-Feder der Klinke mit dem Gegenteilnehmer
direkt verbunden ist. Dabei ergibt sich die Schwierigkeit, daß unabhängig von der Verkehrsrichtung
der Kontakt des in der Relaisübertragung befindlichen Empfangsrelais immer in die zum Gegenteilnehmer durchgeschaltete
Leitung umgeschaltet werden muß.
Gemäß vorliegender Erfindung ist zu diesem
Zweck den Relaisübertragungen ein besonderes Umschälterelais zugeordnet, das bei
Herstellung einer Verbindung zwischen einem gewöhnlichen Teilnehmer und einer mit
Relaisübertragung abgeschlossenen Leitung oder beim Verbinden zweier solcher Leitungen
nur über den einen Stöpsel des Schnurpaares erregt wird und die Umschaltung des Empfangsrelaiskontaktes unabhängig von der
Verkehrsrichtung in die zum Gegenteilnehmer durchgeschaltete Leitung bewirkt.
Beiliegende Abbildung zeigt eine Ausfuhrungsform des Erfindungsgedankens. Derselbe
ist aber auf die in der Abbildung dargestellte Ausführungsform nicht beschränkt.
In der Abbildung ist eine Teilnehmerstelle Tn dargestellt. Diese ist mit den an sich bekannten
Einrichtungen ausgerüstet, von welchen in der Abbildung der Sendekontakt Sk
und der Empfangsmagnet M dargestellt sind. Weiter sind von einer Fernschreiber zentrale
die Klinken Kl1 mit einem veränderlichen
Widerstand Wi bzw. Kl2 und Wi1 gezeigt.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Georg Chod\iesner in Berlm-Zehlendorf.
Die Widerstände Wi und Wi1 sind zum Ausgleich
der Leitung vorgesehen. Zwecks .Herstellung'der
Verbindung vom rufenden Teilnehmer zum- angerufenen Teilnehmer ist ein Schnürpaar mit einem Abfragestöpsel AS und
Verbindungsstöpsel VS dargestellt. Die Relaisschaltung der Fernschreiberzentrale ist
nicht näher dargestellt und beschrieben, da
• diese für den Erfindungsgedanken nicht ίο Wesentlich ist. Als Vermittlungsstelle ist
eine Zweidraht-Vier draht-S chaltung unter Verwendung
von Relaisübertragung gezeigt, die zur Herstellung der Verbindung dient. Dieselbe
besteht im Ausführungsbeispiel aus dem Empfangsrelais ER1 Umschalterelais UR und
dem Senderelais SR. Das Empfangsrelais ER besitzt einen Wechselkontakt e. Das
Umschalterelais UR ist mit vier Schleppkontakten U1, U21 U31U41 ausgerüstet. Das Senderelais
SR hat zwei Wicklungen I und II. Die Wicklung I des Senderelais J>7? liegt an dem
Wechselkontakt U1 und dem Umschalterelais UR3 während die andere Zuleitung nach dem
Wechselkontakt us führt. Die Wicklung II des Senderelais Si? liegt mit der einen Zuleitung
direkt an Erde, während die andere Zuleitung über einen Widerstand Wie an den
N Minuspol der Batterie führt. An dem Wechselkontakt M2 des Umschalterelais UR liegt ein
Widerstand Wi1, der ebenfalls an den Minuspol der Batterie führt. In der Arbeitsstellung
des Wechselkontaktes U2 des Umschalterelais UR liegt derselbe über einen Widerstand Wi5
an Erde.
Im folgenden wird die Herstellung einer Verbindung von einer Fernleitung zum Teilnehmer
Tn beschrieben:
Ist eine Nachricht über die Fernleitung an-
* gekommen, so wird hierdurch in der Zweidraht-Vierdraht-Schaltung
das Empfangsrelais ER betätigt, und es muß der dazugehörige Kontakt e immer in der zum angerufenen
Teilnehmer durchgehenden Leitung liegen, gleichgültig, ob der Abfragestöpsel AS
oder der Verbindungsstöpsel VS in der einen oder anderen Klinke steckt. Wird der Abfragestöpsel
AS in die Klinke Kl1 und der Verbindungsstöpsel VS in die Klinke Kl2 gesteckt
(s. Abb. 1), so wird der Minuspol der Batterie über die Teilnehmerstelle Tn herangeführt,
und es wird folgender Stromkreis gebildet:
Erde, Klinkenhülse Kl1, Ader C1 Ader b
des Abfragestöpsels AS, Feder bt der Klinkenhülse
Kl1, Ruhekontakt m3j Wicklung I
des Senderelais SR, Ruhekontakt U1, Wechselkontakt
e, Ruhekontakt U1, Widerstand Wi, Feder O1 der Klinkenhülse Kl1, Ader a des
Abfragestöpsels AS} Ader b2 des Verbindungsstöpsels
VS1 Feder hz der Klinkenhülse
Kl2, Sendekontakt SK, Empfangsmagnet M
der Teilnehmerstelle Tn1 Widerstand Wi1,
.Feder a3 der Klinkenhülse Kl2, Ader a2 des
Verbindungsstöpsels VS1 Minuspol der Batterie, Erde. Das Umschalterelais UR kann
hierbei nicht zum Ansprechen kommen, da der an der Wicklung I des Senderelais SR auftretende
Spannungsabfall zu klein ist. In diesem Stromlireis kommt der Wechselkontakt e in Reihe mit Schnur und Station
Tn. Wird eine Nachricht auf die Fernleitung gegeben, so wird das Empfangsrelais ER erregt
und betätigt somit seinen Wechselkontakt e. Durch das Arbeiten des Wechselkontaktes
e erhält der Empfangsmagnet M über die Leitung d der Teilnehmer stelle Tn
Stromimpulse, welche der zu übermittelnden Nachricht entsprechen.
Wird dagegen der" Verbindungsstöpsel VS
in die Klinke Kl1 und der Abfragestöpsel AS
in die Klinke Kl2 gesteckt (s. Abb. 2), so liegt Erde an der Teilnehmerstelle Tn und das
Minuspotential an der Relaisschaltung. Hierdurch wird folgender Stromkreis gebildet:
Erde, Klinkenhülse Kl2, Ader c, Ader b
des Abfragestöpsels AS, Feder b3 der Klinkenhülse
Kl2, - Sendekontakt SK1 Empfangsmagnet M der Teilnehmerstelle Tn1 Widerstand
Wi1, Feder a3 der Klinkenhülse Kl2,
Ader to'des Abfrägestöpsels AS1 Ader b2 des
Verbindungsstöpsels VS, Feder bx der Klinkenhülse
Kl1, Ruhekontakt us, Wicklung I
des Senderelais SR, RühekontaktU1, Wechselkontakt
e, Ruhekontakt U1, Widerstand Wi, \
Feder ax der -Klinkenhülse Kl1, Ader a2 des
Verbittdungsstöpsels VS, Minuspol der Batterie, Erde. In diesem Stromkreis erhält das
Umschaltrelais UR die um den Spannungsabfall am Widerstand Wi verkleinerte Linienspannung
und spricht an über Erde, Wicklung des Umschalterelais UR1 Ruhekontakt U1,
Wechselkontakt e, Ruhekontakt uit Widerstand
Wi1 Feder ax der Klinkenhülse Kl1,
Ader a2 des Verbindungsstöpsels VS1 Minuspol
der Batterie, Erde. Die Kontakte U1, U21
u3, M4 des Umschalterelais UR sind in der
Abbildung in " Ruhestellung dargestellt, so daß sich dieselben jetzt in die Arbeitsstellung
umlegen und folgender Haltestromkreis für das Umschalterelais UR gebildet wird: Erde, no
Wicklung des Umschalterelais UR, Arbeitskontakt M1, Widerstand Wi,- Feder ax der
Klinkenhülse Kl1, Ader a2 des Verbindungsstöpsels VS1 Minuspol der Batterie, Erde.
Durch das Ansprechen des Umschälterelais UR wird bewirkt, daß auch jetzt die Stromstöße
durch den Kontakt e zu der Teilnehmerstelle Tn übertragen werden. Beim Umlegen
des Wechselkontaktes e wird das Senderelais SR gehalten über Erde, Minuspol der Batterie,
Ader α2 des Verbindungsstöpsels VS,
Feder U1 der Klinkenhülse Kl1, Widerstand
Wi, Arbeitskontakt U1, Wicklung I des Senderelais
67?., Arbeitskontakt U3, Arbeitskontakt e,
Arbeitskontakt U2, Widerstand Wi5, Erde. In
diesem Stromkreis kommt der Wechselkontakt e in Reihe mit Schnur und Station
Tn. Durch die Betätigung des Wechselkontaktes e erhält der Empfangsmagnet M
über die Leitung f der Teilnehmerstelle Tn Stromimpulse, welche die zu übermittelnde
ίο Nachricht kennzeichnen.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι . Schaltungsanordnung für Telegraphen-Vermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungen mittels Klinke und Stöpsel hergestellt werden und bei denen nur besondere Leitungen (z. B. Fernleitungen) mit Relaisübertragungen abgeschlossen sind, die untereinander und mit gewöhnlichen Teilnehmern verbunden werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß diesen Relaisübertragungen besondere Umschalterelais (Ui?) zugeordnet sind, die nur über den einen Stöpsel des Schnurpääfes erregt werden und dadurch die Umschaltung des Kontaktes (e) des Empfangsrelais (ER) dieser Übertragungen unabhängig von der Verkehrsrichtung in die zum Gegenteilnehmer durchgeschaltete Leitung bewirken.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Stecken des Verbindungsstöpsels (VS) in die Klinke (Kl1) an dieselbe ein. Minuspotential angelegt wird, wodurch das Umschalterelais (UR) erregt wird und somit die Einschaltung des Kontaktes (e) in die Leitung (/) zum Teilnehmer (Tn) bewirkt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Stecken des Abfragestöpsels (AS) in die Klinke (Kl1) an dieselbe ein Pluspotential angelegt wird, wodurch das Umschalterelais (UR) nicht, ziim Ansprechen kommt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE529976T | 1930-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE529976C true DE529976C (de) | 1931-07-20 |
Family
ID=6554303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930529976D Expired DE529976C (de) | 1930-01-09 | 1930-01-09 | Schaltungsanordnung fuer Telegraphen-Vermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungen mittels Klinke und Stoepsel hergestellt werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE529976C (de) |
-
1930
- 1930-01-09 DE DE1930529976D patent/DE529976C/de not_active Expired
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