DE428940C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen

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DE428940C
DE428940C DEA36198D DEA0036198D DE428940C DE 428940 C DE428940 C DE 428940C DE A36198 D DEA36198 D DE A36198D DE A0036198 D DEA0036198 D DE A0036198D DE 428940 C DE428940 C DE 428940C
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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Telephonic Communication Services (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 18. MAI 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JKi 428940 KLASSE 21 a3 GRUPPE 34
(A 36ig8 F
Automatic Electric Company in Chicago.
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. September 1921 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 27. Dezember 1919 beansprucht.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf | Richtungswähler eingeschaltet sind, welche Fernsprechanlagen mit mehreren Vermin- '■ selbsttätig bei Belegen einer von der Vermittlungsstellen. Zur Herstellung von Verbin- lungsstelle des Anrufenden abgehende Verbindüngen über mehrere in Reihe liegende Ver- dungsleitung auf eine in der gewünschten Vermittlungsstellen sind bereits Anordnungen kehrsrichtung führende Verbindungsleitung vorgeschlagen, bei denen zwischen den Ver- eingestellt werden, bindungsleitungen der Vermittlungsstellen Die vorliegende Erfindung bezweckt nun,
diese bekannte Anordnung weiter auszubilden und dadurch u. a. die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu erhöhen.
Bei Herstellung von Verbindungen über mehrere in Reihe liegende Vermittlungsstellen wird der Fall eintreten, daß die zu einer entfernten Vermittlungsstelle führenden Verbindungsleitungen besetzt sind, die gewünschte Verbindung also nicht hergestellt werden ίο kann, während über andere Vermittlungstellen noch freie Verbindungswege verfügbar sind. Gemäß der Erfindung wird auch in solchen Fällen die Herstellung einer Verbindung ermöglicht, indem die Richtungswähler bei Besetztsein aller zu einer gewünschten Vermittlungsstelle abgehenden Verbindungsleitungen selbsttätig eine freie zu einer anderen Vermittlungsstelle führende Verbindungsleitung belegen, über welche die verlangte Vermittlungsstelle ebenfalls erreichbar ist.
Bei Verbindungen über mehrere in Reihe liegende Vermittlungsstellen und Besetztsein aller zu einer bestimmten Zwischenvermittlungsstelle, über die für gewöhnlich der Veras kehr geht, führenden Leitungen, suchen die Richtungswähler gemäß der Erfindung selbsttätig eine freie Leitung zu einer anderen Zwischenvermittlungsstelle, über die die verlangte Endvermittlungsstelle ebenfalls erreicht werden kann.
Die Erfindung besteht des weiteren auch in einer zweckmäßigen Ausgestaltung der zur selbsttätigen Einstellung der Richtungswähler dienenden Stromstoßsendeeinrichtung, Diese ist jeder Verbindungsleitung zugeordnet und als Wähler ausgebildet, dessen ßankkontakte mit Schalteinrichtungen (Kontakten) verbunden sind, welche über die der Verbindungsleitung in der anrufenden Vermittlungsstelle zugeordneten Klinken beeinflußt werden können.
Die Einstellung mehrerer in Reihe liegender Richtungswähler, welche bei einer Verbindung über mehrere Vermittlungsstellen erforderlich wird, erfolgt gemäß der Erfindung zweckmäßig dadurch, daß jedem Richtungswähler eine zum Einstellen des folgenden Richtungswählers dienende Schalteinrichtung zugeordnet ist. deren Kontakte unter dem Einfluß eines beim Einstellen des erstgenannten Richtungswählers bewegten Schalters stehen.
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbei-
i-piel eine Anordnung dargestellt, bei welcher als anrufende Vermittlungsstelle ein Fernamt angenommen ist. Die Erfindung ist jedoch hierauf nicht beschränkt; sie kann in allen Fernsprechanlagen mit Vermittlungsstellen verschiedener Betriebsart angewandt werden.
Die Abb. J zeigt in der Übersicht die Lage der einzelnen Vermittlungsstellen-eines Fernsprechnetzes. Abb. 2 zeigt einen Sclinurstronikreis 0 einer für Handbetrieb ausgerüsteten Vermittlungsstelle sowie Klinken, welche jeder abgehenden Verbindungsleitung (30, 31, 32) zugeordnet sind, und einen Stromstoßbender zur Einstellung des Richtungswählers an der Verbindungsleitung. In Abb. 3 ist der Richtungswähler E einer in der Vermittlungsstelle I endenden Verbindungsleitung (30, 31, 32) dargestellt. Es sei hierbei erwähnt, daß in jeder weiteren Vermittlungsstelle des ! Netzes die Verbindungsleitungen in Wählern enden, welche in gleicher Weise geschaltet sind wie der Wähler E in Abb. 3. Die in Abb. 2 und 3 mit S bzw. .S1 bezeichneten Schalter sind Schrittschaltwerke mit einem einzigen Schaltarm. Diese Schrittschaltwerke sind ; jeder Verbindungsleitung fest zugeordnet. ; Die Anzahl der Kontakte an diesen Schritt-' Schaltwerken richtet sich nach der Art der ! verwendeten Richtungswähler, im besonderen nach der Anzahl der Kontaktgruppen an diesen Wählern. An jedem Richtungswähler sind ferner zwei Reihen von Kontakten vorgesehen, welche durch zwei beim Einstellen der Richtungswähler auf eine Kontaktgruppe bewegte Schaltarme 84 und 85 bestrichen werden. Während des Aufsuchens einer freien Leitung in einer gewählten Kontaktgruppe werden die letztgenannten Schaltarme nicht bewegt.
Der Betrieb gestaltet, sich wie folgt: Wird von einem Fernamt FA (Abb. 2) ein an die Vermittlungsstelle I angeschlossener Teilnehmer verlangt, so wird der Verbindungsstöpsel P des Schnurstromkreises 0 in die Klinke J1 einer freien Verbindungsleitung gesteckt. Freie Verbindungsleitungen sind dadurch gekennzeichnet, daß die Besetztlampe L1 nicht leuchtet. Jeder Verbindungsleitung ist eine Anzahl Klinken zugeordnet, deren Anzahl sich nach der Zahl der über die Verbindungsleitung erreichbaren Vermittlungsstellen richtet. Im vorliegenden Beispiel sind sechs Vermittlungsstellen angenommen worden, so daß demnach jeder Verbindungsleitung sechs Klinken Z1 bis /0 zugeordnet sind. Nach Einführen des Stöpsels P in die Klinke J1 ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde bei G1 in Abb. 3, Relais43, Ruhekontakt 67, Leitung 31, Ruhekontakt 10 (Abb. 2), Kontakts der Klinke J1, Relais 3, Klinkenbuchse, Stöpselhals, Kontakt am umgelegten Schalter K1, Stromstoßkontakt C, Batterie, Erde. Das Relais 43 spricht an und schließt an seinem Kontakt 69 einen Stromkreis für das Verzögerungsauslöserelais45, welches seinerseits einen Stromkreis für den Hubmagnet 48 in der bekannten Weise vorbereitet. Am abgehenden Ende der Verbindungsleitung spricht das Relais 3 an und schaltet an seinem Kontakt 21
Erde an den ersten Kontakt des Schrittschalters S an. Gleichzeitig wird die Besetztlampe L1 eingeschaltet und hierdurch die belegte Verbindungsleitung (30, 31, 32) an allen Arbeitsplätzen, über welche diese Verbindungsleitung erreichbar ist, als besetzt ge-■ kennzeichnet. Zusammen mit der Lampe L1 wird ein Relais 12 eingeschaltet, welches den Stromkreis für den Antriebsmagneten 14 des Schrittschaltwsrkes S schließt: Erde, Arbeitskontakt 17, Ruhekontakt 18, Selbstunterbrecherkontakt ig, Drehmagnet 14, Batterie, Erde.
Das Schaltwerk S wird durch den Drehmagneten 14 so lange weitergeschaltet, bis der der gestöpselten Klinke J1 entsprechende Kontakt aufgefunden wird. In diesem Falle spricht das Prüf relais 13 an, welches den Stromkreis des Antriebsmagneten 14 unterbricht und sich selbst über seine untere Wicklung in einen Haltestromkreis einschaltet. Bei jeder Erregung des Magneten 14 wird am Kontakt 20 ein Stromkreis für das Stromstoßrelais 11 geschlossen. Dieses unterbricht an seinem Kontakt 10 vorübergehend den Stromkreis des Relais 43 im Richtungswähler £ (Abb. 3). Bei jeder Unterbrechung fällt rlas Relais 43 ab und schließt an seinem Ruhekontakt 69 einen Stromkreis über das Steuerrelais 46 und den Hubmagneten 48. Hierdurch werden die Schaltarme 80, 81, 82 und 83 auf eine Kontaktreihe gehoben, welche der benutzten Klinke entspricht. Im vorliegenden Fall war der Stöpsel P in die Klinke J1 gesteckt, infolgedessen stellte sich das Schrittschaltwerk 5" auf den ersten Kontakt ein, und es wurde demnach der Stromkreis des Relais 43 im Richtungswähler E einmal unterbrochen. Die Schaltarme des Richtungswählers wurden demnach auf die erste Kontaktreihe eingestellt. Der Richtungswähler sucht jetzt in bekannter Weise eine freie Verbindungsleitung. Es sei angenommen, daß der Wähler die an die Kontakte 86, 87, 88 und 89 angeschlossene Verbindungsleitung belegt. Hierauf wird in bekannter Weise das Durchschalterelais 44 erregt. Hierdurch erfolgt eine Verbindung der rechts dargestellten Wicklung des Übertragers R über die Kontakte 70, y2 sowie die Schaltarme 80, 83 und die Kontakte86,89 mit den Sprechadern 94,95. Die Verbindungsleitung 94, 95 führt zu einem ersten Gruppenwähler in der Vermittlungsstelle I und endet in Leitungsrelais in diesem Wähler. Durch das Relais 43 wird am Kontakt 68 ein Gleichstromweg über die rechts dargestellten Wicklungen des Übertragers R hergestellt, so daß die Leitungs- und Auslöserelais im ersten Gruppenwähler erregt werden. Die Einstellung des ersten Gruppenwählers kann nunmehr mit Hilfe des Stromstoßsenders C im Schnurkreis 0 CAbb. 2) .erfolgen.
Bei Einstellung des Richtungswählers E in der Vermittlungsstelle I entsprechend der Einführung des Stöpsels P in die Klinke J1 in der anrufenden Vermittlungsstelle FA wurden die Schaltarme 84, 85 mit den ersten Kontakten des Hilfsschalters ^1 in Verbindung gebracht. Die ersten Kontakte sind jedoch tote Kontakte, so daß über diese Kontakte irgendwelche Schaltvorgänge nicht eingeleitet werden können. Die Beamtin in der anrufenden Vermittlungsstelle FA betätigt jetzt den Stromstoßsender C entsprechend der Nummer des in der Vermittlungsstelle I angeschlossenen Teilnehmers. Bei jeder Stromstoßreihe wird in dem Stromkreis des Leitungsrelais 43 des Richtungswählers E eine Reihe von Unterbrechungen hervorgerufen, welche auf den über die Sprechadern 94, 95 bestehenden Stromkreis übertragen werden. Nach Einstellung sämtlicher Wähler in der Vermittlungsstelle I schaltet die Beamtin den Stromstoßsender C durch Zurücklegen ihres Schalters K1 ab, worauf das Relais 2 im Schnurstromkreis in Reihe mit dem Leitungsrelais 43 erregt wird und die Überwachungslampe L2 einschaltet. Wenn sich der gerufene Teilnehmer meldet, wird in bekannter Weise die go Richtung des über die Sprechadern 94, 95 fließenden Stromes geändert. Diese Stromumkehr dient für Überwachung der Verbindung am Arbeitsplatz der Beamtin in der anrufenden Vermittlungsstelle. In der Brücke, welche am Richtungswähler E zwischen den Leitungsadern 94, 95 Hegt, ist die untere Wicklung des polarisierten Relais 41 eingeschaltet, dessen obere Wicklung am Kontakt 120 durch das Auslöserelais 45 während der Dauer der Belegung des Richtungswählers E eingeschaltet ist. Bis sich der gerufene Teilnehmer meldet, hat der durch die untere Wicklung des Relais 41 fließende Strom eine solche Richtung, daß beide Wicklungen dieses Relais gegeneinander geschaltet sind. Durch die Stromumkehr beim Melden des gewünschten Teilnehmers unterstützen sich beide Wicklungen des Relais 41, so daß dieses seinen Anker anziehen und das Relais 42 einschalten kann, welches seinerseits in den Stromkreis der Relais 43 (Abb. 3) und 2 (Abb. 2) den Widerstand 66 einschaltet. Das Relais 43 bleibt erregt; das Relais 2 kann jedoch infolge der Stromschwächung seinen Anker nicht angezogen halten, sondern fällt ab und bringt dadurch die Lampe L2 im Schnurstromkreis zum Erlöschen. Die Beamtin erkennt hieran, daß sich der gewünschte Teilnehmer gemeldet hat.
Nach Gesprächsschluß wird die Richtung des durch die untere Wicklung des Relais 41 fließenden Stromes wieder geändert, so daß
42894Ö
sich die Wirkungen der beiden Wicklungen dieses Relais aufheben. Es fällt ab und unterbricht den Stromkreis des Relais 42, welches seinerseits den Widerstand 66 aus dem Stromkreis der Relais 2 und 43 ausschaltet. Im Schnurstromkreis der Beamtin leuchtet dadurch die Lampe L2 wieder auf, wodurch die Beamtin von der Gesprächsbeendigung benachrichtigt wird. Die Trennung der Verbindung und Auslösung der Wähler erfolgt durch Ziehen des Stöpsels P aus der Klinke J1, wodurch der Stromkreis für das Relais 43 unterbrochen wird, welches seinerseits durch öffnen des Kontaktes 68 den Stromkreis über die Sprechadern 94, 95 sowie auch durch Öffnen des Kontaktes 69 den Stromkreis für das Auslöserelais 45 unterbricht. Infolge Abfallens des Relais 45 wird der Richtungswähler E in bekannter Weise j
durch den Auslösemagneten 50 ausgelöst. Das Schaltwerk S wird ausgelöst, sobald beim j Ziehen des Stöpsels P aus der Klinke J1 das Relais 12 stromlos wird und über seinen Kontakt 17 und den Kopf kontakt 16 des Schalters den Auslösemagneten 15 einschaltet.
Es sei jetzt der Fall betrachtet, daß eine Verbindung mit einem in der Vermittlungsstelle II angeschlossenen Teilnehmer gewünscht wird. In diesem Falle wird der Verbindungsstöpsel P des Schnurstromkreises in die Klinke J., eingeführt. In dem Stromkreis des Leitungsrelais 43 des Richtungswählers E liegt jetzt das der Klinke /„ zugeordnete Relais 4, welches die Besetztlampe L1 einschaltet und Erde an den zweiten Kontakt des Schrittschalters 6" anlegt. Der Schalter 5" wird auf den zweiten Kontakt eingestellt und bewirkt hierdurch auch die Einstellung des Richtungswählers E auf die zweite Kontaktreihe.
Die Schaltarme 84, 85 des Hilfsschalters S' am j Richtungswähler E sind hierdurch ebenfalls auf den zweiten Kontakt eingestellt, wodurch nach Erregung des Durchschalterelais 44 Erde \ über den Anker 71 und den Schaltarm 85 an [ dem zweiten Kontakt angelegt wird, während j über den Schaltarm 84 ein Stromkreis für das j Relais 105 geschlossen ist. Die Verbindungs- ' leitungen 96, 97, 98 führen zu einem Richtungs- j wähler in der Vermittlungsstelle II, welcher !
in gleicher Weise geschaltet ist wie der Rich- j tungswähler E der Vermittlungsstelle I. Durch Erregen des Relais 105 wird ein Stromkreis für das Leitungsrelais des Richtungswählers in der Vermittlungsstelle II geschlossen: Erde, Batterie, Relais 101, Kontakt 117, Kontakt 112, Schaltarm 82, Kontakt 92, Ader 97 zum Leitungsrelais im Richtungswähler der Vermittlungsstelle II, Erde. Das Relais 101 spricht zusammen mit dem Leitungsrelais des Richtungswählers in der Vermittlungsstelle II an. Das letztgenannte Relais bereitet in vorher beschriebener Weise die Stromkreise zum Einstellen des Richtungswählers vor. Am Kontakt 116 des Relais 105 wird ferner der Stromkreis des Relais 40 im Richtungswähler E geschlossen, welches über seine Kontakte 62 und 65 Stromkreise schließt, die später beschrieben werden. An den Kontakten 60, 61 und 63, 64 werden die ankommenden Sprechadern 30, 32 unmittelbar mit den Schaltarmen 80, 83 verbunden und der Übertrager R ausgeschaltet. Am Kontakt 118 schließt das Relais 105 den Stromkreis für den Antriebsmagneten 103 des Schaltwerkes S1: Erde, 118, 115, Unterbrecherkontakt 114, Magnet 103, Batterie, Erde. Das Schaltwerk S1 wird auf denjenigen Kontakt eingestellt, an dem über den Schaltarm 85 des Hilfsschalters Erde angelegt ist. Erreicht der Schaltarm 107 diesen Kontakt, so spricht das Relais 104 an und unterbricht den Stromkreis des Antriebsmagneten 103 am Kontakt 115. . Bei jeder Erregung des Drehmagneten 103 wird am Kontakt 113 ein Stromkreis für das Relais 102 geschlossen, welches am Kontakt 112 den Stromkreis des Leitungsrelais im Richtungswähler der Vermittlungsstelle II unterbricht, wodurch dieser Richtungswähler eingestellt wird. Da infolge Einsteilens des Schalters S1 auf den zweiten Kontakt der Stromkreis für das Leitungsrelais zweimal unterbrochen wird, wird auch der Richtungswähler der Vermittlungsstelle II auf die zweite Dekade eingestellt, worauf in dieser Kontaktgruppe eine freie Verbindungsleitung aufgesucht und die Verbindung in bekannter Weise vollendet wird.
Das Relais 102 am Richtungswähler £ dient auch als Stromstoßübertragungsrelais zum Einstellen der Wähler in der Vermittlungs- too stelle II durch die Beamtin der Vermittlungsstelle FA. Es wird vom Stromstoßübertragungsrelais 43 über den Kontakt 69 bei jeder .Stromstoßsendung erregt und aberregt.
Wenn sich der gewünschte Teilnehmer meldet, wird am Leitungswähler in der Vermittlungsstelle II die Richtung des Stromes geändert und hierdurch ein hoher Widerstand in den Stromkreis des Verzögerungsrelais 101 eingeschaltet. Dieses Relais 101 fällt infolgedessen ab und schließt an seinem Kontakt ι τ ι einen Stromkreis für das Relais 42, Erde, Kontakte 116, in, 65, Relais 42, Batterie, Erde, welches in der bereits beschriebenen Weise durch Einschalten des Widerstandes 66 in Reihe mit dem Leitungsrelais 43 und dem Überwachungsrelais 2 im Schnurstromkreis O der Beamtin das letzte zum Abfallen bringt.
Die Auslösung der Verbindung erfolgt wieder in der beschriebenen Weise durch Ziehen des Stöpsels P aus der Klinke /„. Beim Abfallen des Relais 43 wird das Relais 102 er-
regt, welches an seinem Kontakt 112 den Stromkreis für das Leitungsrelais des Richtungswählers in der Vermittlungsstelle II und das Relais 101 dauernd öffnet. Nach Stromloswerden des Relais 44 erfolgt auch durch Öffnen des Kontaktes 71 die Aberregung des Relais 105, welches über seinen Ruhekontakt 118 den Auslösemagneten 106 des Schalters S1 einschaltet.
Im nachstehenden sei jetzt der allgemeine Verbiudungsaufbau an Hand der.Abb. 1 beschrieben: In dieser Abbildung sind schematisch sechs Vermittlungsstellen I bis VI angegeben, sowie ein Fernamt FA. Von diesem Fernamt führen Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle I, von hier Verbindungsleitungen zu den Vermittlungsstellen II und III und von jeder der letztgenannten Vermittlungsstellen Verbindungsleitungen zu der nächstfolgenden Vermittlungsstelle IV. Diese Vermittlungsstelle ist wieder durch Verbindungsleitungen mit der Vermittlungsstelle V und diese mit der Vermittlungsstelle VI verbunden. In jeder Vermittlungsstelle sind die zu Verbindungseinrichtungen, z. B. zu Gruppen- und Leitungswählern führenden Leitungen, in einer ganz bestimmten Kontaktgruppe der Richtungswähler angeschlossen, und zwar in derjenigen, welche der eigenen Nummer entspricht. Die Verbindungsleitungen, welche von einer Vermittlungsstelle zu den entfernter liegenden Vermittlungsstellen führen, sind in mehreren Kontaktgruppen der Richtungswähler vielfach geschaltet. Beispielsweise sind im Richtungswähler der Vermittlungsstelle III die Verbindungsleitungen, welche zur Vermittlungsstelle IV führen, über welche auch die nachfolgenden Vermittlungsstellen V, VI usw. erreichbar sind, in allen Kontaktgruppen 4 bis 10 angeschlossen. Diejenigen Kontaktgruppen, welche Vermittlungsstellen entsprechen, die näher zur anrufenden Vermittlungsstelle liegen, z. B. in der Vermittlungsstelle IV die Kontaktgruppen 1 bis 3, sind frei gelassen.
Die von der Vermittlungsstelle I ausgehenden Verbindungsleitungen sind in zwei Gruppen unterteilt, welche zu den Vermittlungsstellen II und III führen. Die Anordnung kann derart getroffen werden, daß jeder Richtungswähler E in der Vermittlungsstelle I sowohl Zugang zu Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle II als auch zur Vermittlungsstelle III hat, indem die Kontaktgruppen dieser Richtungswähler unterteilt sind und an dem einen Teil (beispielsweise an die Kontakte ι bis 5 bei zehn Kontakten in jeder Gruppe) Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle II und an dem anderen Teil (beispielsweise an die Kontakte 6 bis 10 bei zehn Kontakten in jeder Gruppe} Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle III angeschlossen sind. Zweckmäßig wird man alsdann in der zweiten Kontaktgruppe, über welche der Verkehr in die Vermittlungsstelle II fließt, die Verbindungsleitungen zu dieser Vermittlungsstelle an die Kontakte 1 bis 5 bei ioteiligen Wählern anschließen und Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle III, welche als Aushilfsleitungen für den Verkehr in die Vermittlungsstelle II zu benutzen sind, an die Kontakte 6 bis 10. In der dritten Kontaktgruppe, über welche der Verkehr in die Vermittlungsstelle III geleitet wird, werden alsdann die Verbindungsleitungen in anderer Reihenfolge angeschlossen, d. h. die Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle III werden an die Kontakte 1 bis 5 und die Verbindungsleitungen zur \^ermittlungsstelle II an die Kontakte 6 bis 10 angeschlossen.
Der Anschluß der Verbindungsleitungen zu den Vermittlungsstellen II und III in den übrigen für den Verkehr in die weiteren Vermittlungsstellen des Netzes zu benutzenden Kontaktgruppeii4 bis 10 richtet sich einerseits nach dem Verkehr mit den Endvermittlungsstellen. II und III sowie auch nach der örtlichen Lage der über die Zwischenvermittlungsstellen II und III erreichbaren weiteren Vermittlungsstellen.
Außer der Unterteilung der Kontaktgruppen an den einzelnen Richtungswählern kann man auch die Richtungswähler selbst in zwei Gruppen unterteilen. Über die Richtungswähler der einen Gruppe sind alsdann nur Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle II und über die Richtungswähler der zweiten Gruppe nur Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle III erreichbar. Die Klinken, welche den einzelnen Richtungswählern in der Vermittlungsstelle FA zugeordnet sind, wird man bei dieser Anordnung zweckmäßig in irgendeiner beliebigen Weise kennzeichnen, so daß die Beamtin bei Herstellung von Verbindungen beispielsweise mit der Vermittlungsstelle II in erster Linie eine Klinke benutzt, über welche sie mittels des Richtungswählers eine unmittelbare Verbindung zur gewünschten Vermittlungsstelle II erhält. Soll- no
. ten alle Leitungen, an welche Richtungswähler
: angeschlossen sind, über welche Verbindungen der eben genannten Art hergestellt werden, besetzt sein, so benutzt die Beamtin eine Klinke, in welcher in der Vermittlungsstelle I ein Richtungswähler angeschlossen ist, an welchem nur Verbindungen zu III hergestellt werden. Die Verbindung wird alsdann auf dem Umweg über die Vermittlungsstelle III hergestellt.
Es sei noch erwähnt, daß sich die Größe der zu Vermittlungsstellen II und III führen-
den Verbindungsleitungsgruppen nach der Größe des Verkehrs mit den Vermittlungs- ι stellen II und III selbst und ferner nach der Größe des über die Zwischenvermittlungsstellen II und III zu leitenden Verkehrs bestimmt. Es ist nicht erforderlich, daß, wie weiter oben erläutert wurde, beide Verbindungsleitungsbündel gleich groß sind. Die selbsttätige Durchschaltung einer Verbindung ίο zur Vermittlungsstelle VI möge jetzt noch kurz erläutert werden. Die Beamtin stöpselt die Klinke J11 einer freien abgehenden Verbindungsleitung, wodurch der dieser Leitung zugeordnete Schalter .S sechs Stromstöße über die Leitung zwecks Einstellung des Richtungswählers E in der Vermittlungsstelle I auf die sechste Kontaktgruppe aussendet. Der Richtungswähler E sucht hierauf selbsttätig eine freie, abgehende Verbindungsleitung. Es sei angenommen, daß die gefundene \rerbindungsleitung zur Vermittlungsstelle II führt, i Der dem Richtungswähler in der Vermitt- j lungsstelle I zugeordnete Schalter S1 sendet j sechs Stromstöße über die Leitung zum Richtungswähler in der Vermittlungsstelle II, worauf dieser selbsttätig eine freie zur Vermittlungsstelle IV führende Verbindungsleitung aufsucht. Der dem Schalter S' in Abb. 3 entsprechende Schalter am Richtungswähler in der Vermittlungsstelle II sendet jetzt sechs Stromstöße zwecks Einstellung des Richtungswählers in der Vermittlungsstelle IV auf die sechste Kontaktgruppe aus. Dieses Spiel wiederholt sich bis nach Einstellung des Richtungswählers in der Vermittlungsstelle VI auf die sechste Kontaktgruppe, in welcher Verbindungsleitungen zu Verbindungseinrichtungen der Vermittlungsstelle VI angeschlossen sind. Es sei noch erwähnt, daß an den ^o sechsten Kontakt der beiden senkrechten Kontaktreihen des am Richtungswähler der Vermittlungsstelle VI vorgesehenen Hilfsschalters keine Leitungen angeschlossen sind, wodurch die Einschaltung dieses Schalters zwecks Abgäbe von Stromstößen verhindert ist.
Es sei jetzt angenommen, daß eine Verbindung mit Vermittlungsstelle II gewünscht wird. Derartige Verbindungen können unmittelbar erledigt werden, jedoch kann es auch vorkommen, daß sie ihren Weg über die Vermittlungsstelle III nehmen müssen. In dieser Vermittlungsstelle sind an die zweite Kontaktgruppe Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle II angeschlossen. Wenn der Stöpsel P in die Klinke /„ am Arbeitsplatz der Beamtin in der anrufenden Vermittlungsstelle eingeführt wird, werden zwei Stromstöße ausgesandt. Belegt jetzt der Richtungswähler E in der Vermittlungsstelle I eine Verbindungsleitung zur Vermittlungsstelle III, so wird auch der Richtungswähler in dieser Vermittlungsstelle auf die zweite Kontaktgruppe eingestellt, in welcher Verbindungsleitungen zur Vermittlungsstelle II angeschlossen sind. Nach Belegung einer solchen wird der Richtungswähler in der Ver- · mittlungsstelle II auf die zweite Kontaktgruppe eingestellt, in welcher Verbindungsleitungen innerhalb der Vermittlungsstelle II angeschlossen sind.
Rufe zur Vermittlungsstelle III können in gleicher Weise über die Vermittlungsstelle II geführt werden.

Claims (12)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und unter dem Einfluß der anrufenden Vermittlungsstelle erfolgender selbsttätiger Einstellung von zwischen den die Vermittlungsstellen verbindenden Leitungen liegenden Richtungswählern, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungswähler (E) bei Besetztsein aller zu einer gewünschten Vermittlungsstelle (z. B. II) abgehenden Verbindungsleitungen selbsttätig eine freie, zu einer anderen Vermittlungsstelle (z. B. III) führende Verbindungsleitung belegen, über welche die verlangte Ver- g0 mittlungsstelle (z. B. II) ebenfalls erreichbar ist.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei welchen Verbindungen über mehrere in Reihe liegende Vermittlungsstellen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Besetztsein sämtlicher zu einer Zwischenvermittlungsstelle (z. B. II) führenden Verbindungsleitungen die Richtungswähler (E) selbsttätig eine freie, zu einer anderen Zwischen vermittlungsstelle (z. B. III) führende Leitung aufsuchen, über welche die verlangte Endvermittlungsstelle ebenfalls erreichbar ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und unter dem Einfluß der anrufenden Vermittlungsstelle erfolgender selbsttätiger Einstellung von zwischen den die Ver- no mittlungsstellen verbindenden Leitungen liegenden Richtungswählern, dadurch gekennzeichnet, daß eine jeder Verbindungsleitung zugeordnete, zum Einstellen des Richtungswählers (E) dienende Schalteinrichtung (S) als Wähler ausgebildet ist, dessen Bankkontakte mit Schalteinrichtungen (Kontakten 21, 22) verbunden sind, die über die der Verbindungsleitung in der anrufenden Vermittlungsstelle zugeordneten Klinken (J1 bis J0) beeinflußt werden (durch Anlegen eines Potentials).
  4. 4. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei welchen Verbindungen über mehrere in Reihe liegende Vermittlungsstellen hergestellt werden, und bei welchen zwischen die die einzelnen Vermittlungsstellen verbindenden Leitungen Richtungswähler eingeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Richtungswähler (E) eine zum Einstellen des folgenden Richtungswählers dienende Schalteinrichtung (S') zugeordnet ist, deren Kontakte unter dem Einfluß eines beim Einstellen des erstgenannten Richtungswählers bewegten Schalters (84, 85) stehen.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle zur Herstellung einer Verbindung mit einer über Zwischenvermittlungsstellen (z. B. II, IV, V) erreichbaren Vermittlungsstelle (z.B. VI) zu benutzenden Richtungswähler (E) auf die gleiche Kontaktgruppe (z. B. 6) eingestellt werden.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (S') eines Richtungswählers (E) nur dann in Wirkung gesetzt wird, wenn dieser Wähler auf eine Gruppe von Verbindungsleitungen eingestellt ist, an welche Richtungswähler zur Auswahl einer von mehreren weiteren Vermittlungsstellen angeschlossen sind.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Kontakte der Schalteinrichtung (S') beeinflussende Schalter (84, 85) der Richtungswähler (E) auch die Ingangsetzung der Schalteinrichtung (S') herbeiführt.
  8. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungswähler (E), über welche mehrere Vermittlungsstellen (z. B. II und III) unmittelbar erreicht werden, in Gruppen unterteilt sind und in jeder Wählergruppe an die gleichen Kontaktgruppen (z. B. 2) Verbindungsleitungen zu einer anderen Vermittlungsstelle (z. B. II oder III) angeschlossen sind.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktgruppen der Richtungswähler (E), über welche mehrere Vermittlungsstellen
    (z. B. II und III) unmittelbar erreicht werden, unterteilt sind und in jeder Teilgruppe der Kontaktgruppen Verbindungsleitungen zu einer anderen Vermittlungs- stelle (z. B. II oder III) angeschlossen sind.
  10. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von einer besondere Verbindungen (z. B. Fernverbindungen) herstellenden Vermittlungsstelle (FA) jede Vermittlungsstelle fz. B. IV) des Netzes über Kontaktgruppen (z.B. 4) der Ri chtungs wähler (E) erreicht wird, deren Bezifferung (z. B. 4) der örtlichen Lage dieser Vermittlungsstelle (z. B. die vierte) zu der anrufenden Vermittlungsstelle entspricht. *
  11. 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Richtungswähler (z. B. E in Vermittlungsstelle II) die zu der nächst erreichbaren Vermittlungsstelle (z. B. IV) führenden Verbindungsleitungen in sämtlichen Kontaktgruppen (z. B. 4 bis 6) vielfach geschaltet sind, über welche außer der nächst erreichbaren (IV) auch alle entfernteren Vermittlungsstellen '(z.B..V und VI) erreicht werden.
  12. 12. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an diejenigen Kontaktgruppen (z. B. 1 bis 3) der Richtungswähler (z. B. in der Vermittlungsstelle IV), welche Vermittlungsstellen (z. B. I bis III) entsprechen, die örtlich zur anrufenden Vermittlungsstelle (FA) näher liegen, keine Verbindungsleitungen angeschlossen sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEA36198D 1919-12-27 1921-09-03 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen Expired DE428940C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2484838A (en) * 1940-08-03 1949-10-18 Western Union Telegraph Co Telegraph exchange system

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