DE525911C - Halsrahmen fuer Stallvieh - Google Patents
Halsrahmen fuer StallviehInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K1/00—Housing animals; Equipment therefor
- A01K1/06—Devices for fastening animals, e.g. halters, toggles, neck-bars or chain fastenings
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Halsrahmen für Stallvieh, dessen einer Schenkel
um ein unteres Gelenk herausschwenkbar ist und in der Verschlußstellung mittels eines
von oben her aus dem festen Bügelteil einschiebbaren Verschlußkolbens gesichert wird.
Es ist bekannt geworden, von oben her einen Bolzen in den ausschwenkbaren Bügelteil
einzuschieben, um hierdurch den ausschwenkbaren Bügel in der Verschlußstellung festzuhalten. Gemäß der Erfindung soll jedoch
der ausschwenkbare Bügel über einen Zapfen geklappt werden, der an dem festen Bügel rohr angebracht ist, derart, daß dieser
Zapfen gleichzeitig als Anschlag bei der Senkung des Verschlußbolzens dienen kann.
Erst durch diese Kombination ist ein vollständig sicherer Verschluß, der allen Anforderungen
gerecht wird, geschaffen.
Hierdurch wird der Nachteil, der bisher immer auftrat, vermieden, nämlich daß sich
der \"erschluß deformierte, weil die Kühe sich mit dem Vorderfuß auf den unteren
Bogen des Bügels stellten und hierdurch mit ihrem Körpergewicht auf den Bügel einwirkten.
Dadurch nun, daß der ausschwenkbare Bügel nach der Erfindung an dem Zapfen am oberen Bügelteil hängt und gleichzeitig
an dem seitlichen Ausweichen durch den Kolben gehindert wird, ist die Verbiegungsgefahr
praktisch beseitigt.
Dadurch, daß der Stift als Anschlag und untere Begrenzung für den Kolben dient,
spart man an anderen Begrenzungen für die Bewegung desselben nach unten. Derartige
besondere Begrenzungen sind bei den Einrichtungen nach bekannten Einrichtungen notwendig und machen dadurch die Konstruktion
kompliziert. So muß man z. B. bei einer bekannten Einrichtung mittels eines Griffes den Kolben nicht nur heben und
senken, sondern auch seitlich drehen, weil am unteren Ende des Führungsschlitzes im
Rohr eine seitliche Ausbuchtung vorgesehen ist, in welche sich der Stiel des Griffes einlegt.
Beim Lösen sind also zwei Bewegungen nötig, zunächst eine seitliche und dann eine
senkrechte, was besonders bei plötzlich notwendig werdender Freigabe der Tiere, z. B.
bei Bränden, nachteilig ist, weil in der Eile und Aufregung diese doppelte Notwendigkeit
der Bewegungsrichtung vergessen oder nicht beachtet wird, wodurch Klemmungen, Verdrehungen
und Verbiegungen der Vorrichtung eintreten können, die unter Umständen die Befreiung des Tieres überhaupt ausschließen.
Ferner ist die Anwendung eines an dem Verschlußkolben unmittelbar angebrachten Fingers für die Verschiebung sehr
nachteilig, weil der bis in die Krümmung des oberen Bügelteiles hineinragende Kolben
bei der bekannten Einrichtung mit einer langen Fläche an dem Rohr anliegt und daher auf dieser langen Strecke sich
leicht durch Rost o. dgl. festsetzen kann. Diesen Widerstand dann mit einem kurzen
Fingerstück, wie bei der bekannten Einrichtung vorgesehen ist, zu überwinden, ist in
manchen Fällen schwierig. Der Finger kann aber nicht durch irgendein anderes Mittel
ersetzt werden, weil er in dem Führungsschlitz sitzen muß, dessen unteres Ende als
Anschlag für die Begrenzung der Bewegung dient. Man kann also in diesem Falle nicht
einen Hebel wie bei der Erfindung anwenden, durch dessen beliebige Verlängerung eine
jede gewünschte Verringerung der Kraft erzielt werden kann, welche auf den - Kolben
ausgeübt werden muß, um ihn hochzuheben oder zu senken. Es fällt also bei der Erfindung
die Notwendigkeit der doppelten Bewegungsrichtung beim Lösen und damit dde
angegebenen Nachteile fort. Dadurch ferner, daß bei der Erfindung als untere Begrenzung
für die Bewegung des Kolbens nicht das Ende eines Schlitzes im oberen Rohrkrümmer
dient, sondern der Zapfen am oberen Bügelteil, braucht bei der Anordnung der den
Kolben bewegenden Stangen und Hebel keine Rücksicht auf die Dimensionen eines derartigen
Schlitzes genommen zu werden.
Ähnlich liegt die Sache bei einer bekannten Einrichtung, wo ebenfalls ein Schlitz im
oberen Rohrkrümmer zur Führung und Begrenzung der Bewegung eines Stiftes oder Fingers dient, der entgegen der Wirkung
einer Feder den Kolben in den ausschwenkbaren Bügelteil hineinsenkt. Durch diese
Federanordnung werden die Schwierigkeiten der Lösung des Verschlusses im Falle, daß
der Kolben festrostet, noch erhöht, da man beim Heben des Kolbens außer dem durch
das Festrosten verursachten Widerstand noch denjenigen der Feder überwinden muß.
Dazu kommt noch der Nachteil, daß man bei beiden bekannten Einrichtungen den
Kolben nach oben hin sehr lang machen muß, damit er in der Verschlußstellung bis an den
Führungsschlitz reicht, wo der Finger in den Kolben eingesetzt ist. Der Kolben ragt daher
in der Verschlußstellung so weit in den oberen Bügel hinein, daß dieser Teil das
Drei- bis Vierfache des in dem Schenkelbügel sitzenden Teiles ausmacht.
Bei der Erfindung genügt im Gegensatz •dazu ungefähr gleiche Lange für die beiden
Teile in dem festen und dem beweglichen So Bügelrohr.
Andererseits ist ein Halsrahmen bekannt geworden, bei welchem der ausschwenkbare
Schenkel mit einer Öffnung über einen Zapfen des oberen Bügelteils geklappt werden
kann. Diese bekannte Einrichtung hat jedoch folgende Nachteile:
Zunächst handelt es sich hier um einen
umfangreichen Beschlag mit vielgestaltigen Teilen, die verhältnismäßig massiv sind und
stark auftragen, so daß sich hierdurch eine umständliche und kostspielige Konstruktion
.ergibt, während im Gegensatz dazu bei der Erfindung die Verschlußteile versteckt im
Rohr liegen, bestehend aus einem einfachen Stift, der in dem Rohransatz sitzt, und dem
verschiebbaren Kolben mit Griff.
Bei der bekannten Einrichtung hat ferner die Achse des Verschlußbügels einen Ansatz,
gegen welchen eine Blattfeder anliegt. Es ist eine ganz natürliche Erscheinung, daß die
Anwendung von Federn bei solchen Konstruktionen in Ställen, wo immer Feuchtigkeit
herrscht, sich als unpraktisch erweist, weil der ganze Mechanismus festrosten kann.
Unter Umständen wird daher die Öffnung des Verschlusses erschwert oder ganz unmöglich
sein, was in Fällen dringender Gefahr, z. B. bei Bränden, größtes Unheil zur Folge haben kann. Andererseits besteht auch
die Möglichkeit, daß die verrostete Feder ihre Spannkraft verliert, so daß sie den Vorsprung
nicht mehr festhält und die öffnung des Beschlages unabsichtlich durch Bewegungen
des Tieres erfolgen kann, indem durch allmählichen Druck oder plötzliche Bewe-'
gungen der Bügel zum Öffnen gebracht wird. Jedenfalls ist also diese bekannte Federanordnung
eine Quelle von Nachteilen und Gefahren. Bei der Erfindung ist dagegen eine Feder vollständig vermieden, so daß damit
auch deren Nachteile entfallen.
Damit ferner bei der bekannten Einrichtung der Verschlußbügel über das Ende des
Verschlußbalkens geklappt werden kann, muß etwas Luft zwischen der Vorderseite des genannten
Balkens und der Innenkante des Querstücks des Verschlußbügels vorhanden
sein. Dies hat naturgemäß zur Folge, daß die ganze Vorrichtung wacklig ist. Die ganze
Vorrichtung wird also klappern. Die wechselnden Stöße, welche sich aus diesem geschilderten
leeren Zwischenraum ergeben, werden allmählich lockernd auf den Beschlag und die
sonstigen Teile einwirken können, so daß man von der Vorrichtung keine lange Lebensdauer
erwarten kann. Auch dieser Nachteil ist bei der Erfindung vermieden, weil man naturgemäß den Kolben genau passend in die
Rohre einlassen kann, so daß der ganze Rahmen fest gefügt bleibt.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
Abb. ι zeigt den ganzen Bügel in Ansicht. Abb. 2 ist ein Schnitt durch die Verschlußstelle.
Abb. 3 ist eine Ansicht der Verschlußstelle. Abb. 4 ist ein Schnitt nach A-B der Abb. 2.
Abb. 5 zeigt die Einrichtung nach Abb. 2 in der Öffnungsstellung.
Abb. 6 zeigt schaubildlich die Anwendung der Vorrichtung.
Der Bügel α hat die Form einer länglichen
Ellipse mit parallelen Schenkeln b und c, von denen der letztere um das Gelenk e herausschwenkbar
ist nach Lösen des Verschlusses bei d. Der Bügel α ist mittels
Ketten / und g am Boden bzw. am oberen Querbalken h aufgehängt. Nach Aufklappen
des Schenkels c, d wird die Kuh mit ihrem Hals in den Bügel α eingeführt und der
Schenkel c, d zugeklappt. Die Yerschlußvorrichtung besteht gemäß Abb. 2 und 3 darin,
daß auf das oberhalb des Schenkels c abgeschnittene Bügelrohr α eine Muffe i aufgeschweißt
ist, welche unterhalb der Unterkante des Rohrkrümmers a in einen halbrunden
Lappen k ausläuft, der einen Zapfen / trägt, welcher in ein Loch I1 des Schenkelrohres c
paßt. Auf den Schenkel c ist ein halbrundes Rohrstück m aufgesetzt, welches sich mit dem
Stück k zu einem Vollkreis ergänzt. Auf dem Rohrkrümmer α ist ein Griff η bei 0 gelagert,
an welchem eine Stange p angreift, die in einem runden Kolben r endet, der genau in
die Rohre α bzw. c einpaßt.
Dae Anwendung ist folgende:
Dae Anwendung ist folgende:
Bei hochgezogenem Griff η tritt der Kolben
r aus dem Schenkelrohr c heraus, so daß man das Schenkelrohr c zur Seite klappen
kann und den Bügel über den Hals der Kuh bringen kann. Durch Wiederheranklappen des Schenkels c tritt der Zapfen / in das
Loch I1 ein und die beiden Rohrmündungen des Bügels α und des Rohres c überdecken
sich, so daß nunmehr durch Niederdrücken des Griffes η der Kolben r bis zur Auflage
auf den Zapfen / niedergedrückt werden kann, wodurch er im Ende des Rohres c sitzt und
dieses festhält. Die Muffenteile k und m schließen genau aufeinander. Ferner sind
die Schweißstellen s am oberen und unteren Rande der Muffen / und m abgeschrägt bzw.
abgerundet, so daß keine vorspringenden Stellen entstehen. Der untere Rand des
Lappens k ist zweckmäßig abgerundet.
Der Zapfen / kann natürlich auch statt angenietet angeschweißt sein.
Statt der Kettenaufhängung kann natürlich auch irgendeine beliebige andere Aufhängung
benutzt werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Halsrahmen für Stallvieh, dessen einer Schenkel um ein unteres Gelenk herausschwenkbar ist und in der Verschlußstellung mittels eines von oben her aus dem festen Bügelteil einschiebbaren Verschlußkolbens gesichert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der ausschwenkbare Schenkel (c) mit einer Öffnung (I1) über einen Zapfen (T) am oberen Bügelteil (a) Cc greift, der gleichzeitig als Auflage des Verschlußkolbens (r) dient.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA58436D DE525911C (de) | 1929-07-16 | 1929-07-16 | Halsrahmen fuer Stallvieh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA58436D DE525911C (de) | 1929-07-16 | 1929-07-16 | Halsrahmen fuer Stallvieh |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525911C true DE525911C (de) | 1931-05-30 |
Family
ID=6941626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA58436D Expired DE525911C (de) | 1929-07-16 | 1929-07-16 | Halsrahmen fuer Stallvieh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525911C (de) |
-
1929
- 1929-07-16 DE DEA58436D patent/DE525911C/de not_active Expired
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