DE525640C - Verfahren zur Entsaeuerung von Zellstoff und Cellulosederivaten, insbesondere von Pergamentpapier - Google Patents

Verfahren zur Entsaeuerung von Zellstoff und Cellulosederivaten, insbesondere von Pergamentpapier

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DE525640C
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KOENIGSBERGER ZELLSTOFF FABRIK
FRANZ SCHUETZ DR
CHEMISCHE WERKE KOHOLYT AKT GE
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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Description

  • Verfahren zur Entsäuerung von Zellstoff und Cellulosederivaten, insbesondere von Pergamentpapier Der Zellstoff sowie seine Derivate, deren Lösungen und die daraus durch Fällen, Koagulieren, Pergamentieren oder Eintrocknen erhältlichen Erzeugnisse kommen W *ilirend ihrer Gewinnung mit Säuren, wie z.'B. Schwefelsäure, schwefliger Säure, Salpetersäure, Essigsäure oder Chlorzinksalzsäure, in Berührung und müssen durch Auswaschen von diesen sauren Stoffen wieder vollständig befreit werden, ehe sie Verwendung finden können. Infolge der kolloidalen Natur dieser Stoffe, ihrer Ouellbarkeit und geringen Durchlässigkeit für das Wasser stößt dieses Auswaschen, vor allem, wenn es sich uln die Beseitigung der letzten kleinen Säurereste handelt, auf erhebliche Schwierigkeiten. -"Zur mit unverhältnismäßig großen Wassermengen und deren häufigem Wechsel oder durch Auskochen und unter erheblichem Zeitverlust wird die erforderliche Säurefreiheit erreicht. Die Zuhilfenahme alkalischer N eutralisationsmittel, welche die Entsäuerung zwar sehr beschleunigen würde, verbietet sich leider in vielen Fällen nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil sie auf die Erzeugnisse ungünstig einwirkt. Dies ist z. B. bei den Celluloseestern wie der Nitrocellulose der Fall, die verhältnismäßig leicht verseift werden, oder beim Pergament, dessen Farbe durch die geringste alkalische Reaktion des Waschwassers nach Gelb umschlägt. Auch ist die Verwendung alkalischer Neutralisationsmittel bei der Pergamentherstelhing in manchen Ländern gesetzlich verboten, wenn dasselbe zum Verpacken von Lebensmitteln dienen soll.
  • Es wurde nun gefunden, daß man auch ohne den Zusatz der üblichen N eutralisationsmittel den Verlauf der vollständigen Entsäuerung so beschleunigen kann, daß sich die Leistungsfähigkeit einer Waschanlage ohne nennenswerte Aufwendungen vervielfachen läßt. Das Wesen dieses neuen Waschverfahrens bestellt darin, daß man die Konzentration der in fast jedem natürlichen Quell- und Flußwasser in sehr schwankendem Maße vorkommenden Stoffe, insbesclidere den Kalk- und Kohlensäuregehalt, nicht dem Spiel des Zufalls überl.-ißt, sciidern bewußt einer dauernden und gleichmäßigen Regelung unterwirft. Durch Erhöhung der Carbonathärte innerhalb der Löslichkeitsgrenze des Calciumcarbonats und Calciumbicarbonats läßt sich die entsäuernde Wirkung des Waschwassers so außerordentlich steigern, daß die Leistung einer Anlage nahezu verdreifacht werden konnte, ohne daß die schädliche Wirkung alkalisch reagierender N eutralisationstnittel in Erscheinung trat. Infolge der Einstellung des Waschwassers auf einen-stets gleichbleibenden relativ hohen Härtegrad wird die Anlage von den Schwankungen befreit, die mit der Änderung des Wasserstandes, der Temperatur und der Jahreszeiten verknüpft sind und die besonders im Winter das Arbeiten sehr erschweren. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise genügt es im allgemeinen, wenn man nur das in den letzten Waschsystemen laufende Wasser auf den höheren Härtegrad einstellt, da gerade die letzten Säurespuren infolge der kolloidalen Form des Stoffes am schwierigsten zu entfernen sind. Auch ist während der meist unmittelbar anschließenden Trocknung genügend Zeit zur Entfaltung der günstigen Wirkung des dem Gut noch anhaftenden harten Wassers verfügbar.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen; beim Bleichen von Zellstoff zur Entfernung des überschüssigen Chlors und Säuregehaltes ", alkalisch reagierende lösliche oder neutrale unlösliche N'eutralisationsmittel zu verwenden, wie z. B. Soda, Pottasche; Ammoniak oder kohlensauren Kalk. Derartige Neutralisationsmittel kommen jedoch für höherwertige Stoffe, wie z. B. Ecbt-Pergament, nicht in Frage; da sie entweder die Farbe oder den Aschengehalt in unliebsamer Weise beeinflussen.
  • Die Bereitung des harten Wassers geschieht beispielsweise so, daß man das weiche Flußwasser, gegebenenfalls zusammen mit kohlensäurehaltigen Rauchgasen, über einen mit Kalksteinen gefüllten Rieselturm leitet; wobei sich das gebildete Calciumbicarbonät löst. In manchen Fällen, vor allem, wenn es sich um Wasser mit merklichem Gehalt an freier Kohlensäure handelt, kann es von Vorteil sein, dem Wasser kontinuierlich kleine Mengen von Calciumhydroxyd zuzusetzen. Zweckmäßigerweise bereitet man sich ein relativ sehr hartes Wasser, das man kontinuierlich dem zu weichen Waschwasser in bestimmtem Verhältnis zumischt und so den erforderlichen Härtegrad immer auf gleichbleibender Höhe erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entsäuerung von Zellstoff und Cellulosederivaten, insbesondere von Pergamentpapier, darin bestehend, daß man die Stoffe mit Wasser behandelt, dessen Härtegrad durch Zusatz von Härtebildnern gleichmäßig geregelt ist.
DEK109033D 1928-04-17 1928-04-17 Verfahren zur Entsaeuerung von Zellstoff und Cellulosederivaten, insbesondere von Pergamentpapier Expired DE525640C (de)

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