DE525540C - Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff - Google Patents

Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff

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DE525540C
DE525540C DEZ18629D DEZ0018629D DE525540C DE 525540 C DE525540 C DE 525540C DE Z18629 D DEZ18629 D DE Z18629D DE Z0018629 D DEZ0018629 D DE Z0018629D DE 525540 C DE525540 C DE 525540C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/70Compounds containing carbon and sulfur, e.g. thiophosgene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff In den letzten Jahren wurden mehrere Verfahren für die Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff vorgeschlagen. Bekanntlich enthalten die Rohlösungen als Verunreinigungen Schwefelwasserstoff, Merkaptane und Schwefel in gelöster Form. Die bisherigen Vorschläge für die Rektifikation von Schwefelkohlenstoff beruhen auf der Anwendung von Destillierblasen.
  • Ein neuer Weg zur Destillation ergibt sich aus der Anwendung eines neuartigen Verdampfapparates, bei welchem sämtliche zur Verdampfung dienenden Heizflächen trichterförmig ausgebildet sind.
  • Es wurde bereits früher vorgeschlagen, die Trennung eines hochgesättigten Schwefel-Schwefelkohlenstoff-Gemisches, welches bei Beendigung der Destillation des Roh-Schwefelkohlenstoffes in einer Blase sich bildet, auf Trichterheizflächen in der Weise zu verarbeiten, daß aus diesem Apparat die Schwefelkohlenstoffdämpfe und elementarer Schwefel entweichen.
  • Demgegenüber verzichtet der Apparat nach vorliegender Erfindung ganz auf blasenartige Teile in der Verdampfanlage und ermöglicht eine vollkommen kontinuierliche Arbeitsweise. Die sich im Inneren des neuen Apparates befindliche Flüssigkeit beträgt nur 2o bis 30 1, während bei der bisherigen Blasendestillation selbst bei günstigster Ausführung mit einer Füllung von 5oo 1 gerechnet «erden mußte. Die Feuersgefahr ist also bei der Anwendung von mehreren übereinander angeordneten Heiztrichterelementen gemäß vorliegender Erfindung auf das geringste Maß zurückgeführt.
  • Der Schwefelkohlenstoff wird z. B. durch einen Verteilungsteller in dünne Schicht gebracht, rieselt an den Beheizungsflächen Herunter und verdampft hierbei außergewöhnlich schnell.
  • Die besondere Bauart des in Rede stehenden Destillierapparates besteht darin, den Roh-Schwefelkohlenstoff auf heizbare Verteilungsteller gelangen zu lassen. Durch diese gelangt die Flüssigkeit auf indirekt beheizte Trichterflächen, wodurch der Schwefelkohlenstoff abdestilliert.
  • Baut man diesen trichterförmigen Verdampfer zu etwa q. bis to Elementen zusammen, so enthalten die aus den beiden oberen Heiztrichtern entweichenden Dämpfe außer Schwefelkohlenstoff praktisch allen Schwefelwasserstoff, da dieser am leichtesten flüchtig ist. Je weiter die Verdampfung schreitet, desto mehr reichert sich die Schwefelkohlenstofflösung an Schwefel an. Auf den untersten Trichter gelangt eine beinahe an Schwefel gesättigte Schwefelkohlenstofflösung. Die Trennung in Schwefelkohlenstoff und Schwefel erfolgt im Verdampfapparat. Für das Ausschmelzen des Schwefels kann der durch die Patentschrift 467 929, Abb. 2 und 3, bekannt gewordene Apparat benutzt werden, der dann als unterstes Heizelement dient. Man erhält den Schwefel in flüssiger Form.
  • Da die Dämpfe aus jedem Heizelement getrennt entweichen, so leitet man die größere Mengen Schwefelwasserstoff enthaltenden Dämpfe aus dem obersten Heiztrichter unmittelbar den Schwefelkohlenstoff-Apsorptionstürmen zu, während die übrigen Heiztrichter ihre Dämpfe in eine gemeinsame Ableitung schicken können.
  • Da die Durchlaufzeit nur 3 bis 5 Minuten beträgt, so ist der Apparat leicht in Betrieb zu setzen und wieder auszuschalten.
  • Entsprechend der Erhöhung der Siedetemperatur können die Heizflächen verschieden stark erwärmt werden, denn die besondere Bauart erlaubt die getrennte Zuführung des Heizdampfes zu jedem einzelnen Element.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist das Verfahren noch näher erläutert.
  • Der Schwefelkohlenstoff fließt durch den auf dem Deckel befindlichen Stutzen ein und gelangt auf den oberen Verteilungsteller b. Von diesem wird er auf die Trichterwand a des obersten Heizelementes geleitet und rieselt an dieser Beheizungsfläche in dünner Schicht herunter, wobei ein Teil des Schwefelkohlenstoffes verdampft. Der nicht verdampfte Teil des Schwefelkohlenstoffes sammelt sich in der Mitte des Trichters c und fließt von hier aus auf den nächsten Barunterliegenden Verteilungsteller, von dem er in der gleichen Weise wie oben auf die Wandungen des zweiten Heiztrichters gebracht wird, wieder in dünner Schicht. Der Vorgang wiederholt sich nach unten weiterschreitend, bis der unverdampft bleibende Rest vom untersten Verteilungsteller in den in dem Apparat eingebauten Schwefelausschmelzungsapparat d befördert wird, aus dem der Schwefel kontinuierlich ausfließt. Die Schwefelkohlenstoffdämpfe entweichen aus den einzelnen Heizelementen bei e bzw. aus dem obersten Trichter bei ei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff in einem Arbeitsgang unter Verwendung von Trichterheizflächen und Gewinnung des Schwefels in elementarer Form, dadurch gekennzeichnet, daß der Roh-Schwefelkohlenstoff ohne Vordestillation in mehrfacher Aufeinanderfolge von einem Verteilungsteller auf Trichterheizflächen gebracht und völlig abdestilliert wird.
DEZ18629D 1929-09-29 1929-09-29 Destillation und Rektifikation von Schwefelkohlenstoff Expired DE525540C (de)

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