DE524432C - Verfahren zur Erzeugung echter Drucke auf der pflanzlichen Faser - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung echter Drucke auf der pflanzlichen Faser

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DE524432C
DE524432C DEI38666D DEI0038666D DE524432C DE 524432 C DE524432 C DE 524432C DE I38666 D DEI38666 D DE I38666D DE I0038666 D DEI0038666 D DE I0038666D DE 524432 C DE524432 C DE 524432C
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DE
Germany
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vegetable fiber
hydrogen
dyes
prints
fiber
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Expired
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DEI38666D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Herz
Dr Norbert Steiger
Dr Wilhelm Hechtenberg
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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  • Verfahren zur Erzeugung echter Drucke auf der pflanzlichen Faser Es wurde gefunden, daß die in der Patentschrift 445 270 beschriebenen Chinonküpenfarbstoffe der allgemeinen Formel (worin R1 einen Arylkern, der weitere Substituenten enthalten kann, R =Wasserstoff oder eine Alkyl- oder Aralkylgruppe,X=Was. serstoff oder einen einwertigen Substituenten, Y=Wasserstoff oder einen einwertigen Sub,-stituenten, insbesondere Halogen, bedeuten), wenn nach den für Küpenfarbstoffe üblichen Methoden gedruckt, vollkommen echt auf der pflanzlichen Faser, insbesondeie auf Baumwolle, fixiert werden.
  • Es ist durchaus überraschend, daß Küpenfarbstofe der angegebenen Konstitution, die nur eine enolisierbare Carbonylgruppe im Molekül enthalten und deren Molekül andererseits durch den am Stickstoff angehängten, gegebenenfalls noch Substituenten und weitere Kohlenstoffketten tragenden Arylkern beträchtlich vergrößert ist, sich nach den für Küpenfarbstoffe üblichen Druckverfahren auf der pflanzlichen Faser fixieren lassen. Beim Druckprozeß nämlich, insbesondere bei Verwendung von Druckpasten, die den Farbstoff in nicht reduzierter Form enthalten (sogenanntes Rongalit-Pottasche-Verfahren), kann das Reduktionsmittel (Forrnaldehydsulfoxvlat-f- Pottasche) im Gegensatz zum Färbeprozeß nur während der wenigen Minuten Dämpfzeit im Mather-Platt wirksam sein. Hierbei muß .sowohl Reduktion des Farbstoffes zur Leukoverbsndung als auch Fixierung derselben auf der Faser erfolgen.
  • Die vorliegenden Farbstoffe lassen sich nun so leicht reduzieren und besitzen eine so ungewöhnliche Verwandtschaft zur pflanzlichen Faser, daß sie während der wenigen Minuten Dämpfzeit in voller Ausgiebigkeit und völliger Waschechtheit auf der Faser fixiert werden. Sie übertreffen hierin sogar noch die bekannten, zum Baumwolldruck verwendeten Farbstoffe der Indigo- und Thi@oindigoreihe.
  • Die Farbstoffe liefern, wenn nach den üblichen Methoden gedruckt, auf der vegetabilischen Faser, insbesondere auf Baumwolle, violette, marineblau bis grünblaue Drucke, welche durch Fülle und Schönheit, der Nuance und gute Wasch- und Lichtechtheit ausgezeichnet sind.
  • Einzelne Glieder dieser Farbstoffklasse besitzen auch eine für die Erfordernisse der Praxis völlig ausreichende Chlorechtheit. Wegen ihrer großen Farbstoffintensität sind sie ökonomisch in der Verwendung und erfüllen daher einen lang gehegten Wunsch der Textilindustrie nach echten blauen, insbesondere marineblauen Druckfarben, die billiger einstehen als die bisher für diese 'Zwecke benutzten blauen Anthrachinon- und indigoiden Küpenfarbstoffe. Da die Farbstoffe durch Ätzen nicht zerstört werden, können sie vorteilhaft auch zur Herstellung von Buntätzen verwendet werden.
  • Dieses Verhalten der vorliegenden Farbstoffe war aus ihrer Konstitution nicht vorauszusehen, da die Farbstoffe, wie aus dem Formelbild ersichtlich, Analoga des bekannten Ditnethylthionolins von B e r n t h s e n (Annalen 23o, S. 2oI) sind.
  • Das Dimethylthionolin besitzt überhaupt keine direkte Verwandschaft zur vegetabilischen Faser. Es läßt sich wohl in der Hydrosulfitküpe reduzieren, gibt aber, wenn man es nach Art der Küpenfarbstoffe auf Baumwolle zu drucken versucht, nur blaugraue Drucke, die beim Waschen wieder von der Faser abgezogen werden.
  • Beispiel
    ioo g Teig bzw. 15 g Pulver des Chinonküpen-
    farbstoffes aus 5-(3'-Chlorphenylamino-)
    3-methyl-2. i-aminothiophenol und
    Chloranil werden mit
    iio g bzw. 195 g Wasser und
    50 g Glycerin gut gemischt, mit
    450 g neutraler Stärketragantverdickung ver-
    dickt. Dazu kommen
    izo g Pottasche,
    2o g benzylsulfanilsaures Natrium und
    =5o g Formaldehydsulfoxyladösung i : i
    i kg
    Nach dem Drucken und Trocknen wird 2 bis 6 Minuten im Mather-Platt gedämpft, dann wird gewaschen oder zwecks Beschleunigung der Oxydation schwach sauer chromiert. Hierauf wird gespült und kochend heiß geseift. Man erhält auf diese Weise einen schönen rötlichen blauen Druck.
  • Der so auf der Faser fixierte Farbstoff entspricht der Formel Bei Verwendung des Küpenfarbstoffes, der durch Kondensation von Chloranil mit 5- (3'-Chlorphenylamino-) 3 -m!ethoxy- 2 -anvno-I-thiophenol erhalten wird, also der Formel entspricht, gelangt man zu mehr blaustichigen gedeckten Tönen.
  • Noch weniger rotstickige Nuancen erhält man, wenn man z. B. den Chinonküpenfarbstoff aus 5-(4'-Methylpheraylamino-)2-amino-I-thiophenol und Chloranil der Formel verwendet. Der vom 5-(p-Diphenyl-)arnino-3-methyl-2 # I-aminothiophenol abgeleiteteFarbstoff der Formel liefert ein rein grünstickiges Blau.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUC.II: Verfahren zur Herstellung von echten Drucken auf der pflanzlichen Faser, dadurchg ekennzeichnet, da.ß man die in der Patentschrift 445 27o beschriebenen Chinonküpenfarbstoffe der allgemeinen Formel (worin R1 einen Arylkern, der weitere Substituenten enthalten kann, R=Wasserstoff oder eine Alkyl- oder Aralkylgruppe, X =Wasserstoff oder einen einwertigen Substituenten, Y=Wasserstoff oder einen einwertigen Substituent.en, insbesondere Halogen, bedeuten) im direkten Druck nach den für Küpenfarbstoffe üblichen Methoden, insbesondere nach dem Formaldehyd-Sulfoxylat-Pottasche - Druckverfahren, auf der vegetabilischen Faser fixiert.
DEI38666D 1929-07-11 1929-07-11 Verfahren zur Erzeugung echter Drucke auf der pflanzlichen Faser Expired DE524432C (de)

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