DE524092C - Fingerschutzvorrichtung fuer Pressen und aehnliche Arbeitsmaschinen - Google Patents

Fingerschutzvorrichtung fuer Pressen und aehnliche Arbeitsmaschinen

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DE524092C
DE524092C DESCH91525D DESC091525D DE524092C DE 524092 C DE524092 C DE 524092C DE SCH91525 D DESCH91525 D DE SCH91525D DE SC091525 D DESC091525 D DE SC091525D DE 524092 C DE524092 C DE 524092C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/02Screens or other safety members moving in synchronism with members which move to and fro
    • F16P3/04Screens or other safety members moving in synchronism with members which move to and fro for machines with parts which approach one another during operation, e.g. for stamping presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Fingerschutzvorrichtung für Pressen und ähnliche Arbeitsmaschinen Gegenstand der Erfindung ist eine Fingerschutzvorrichtung an Pressen.
  • Die Bedienung von Pressen, die dazu dienen, Arbeitsstücke umzuformen, und ähnlichen Maschinen ist mit vielen Gefahren verbunden. Zur Verringerung und Beseitigung derselben sind bereits vielfach Vorschläge gemacht worden. Während beispielsweise bei den meisten Maschinen die Stillsetzung erst nach Freigabe des Bewegungshebels in der folgenden höchsten Hublage erfolgt, besitzt eine geringe Anzahl von Maschinen bereits eine Einrichtung, durch welche schon nach einer Hubperiode ein Stillstand auch dann erfolgt, wenn der Schaltmechanismus erst hinterher freigegeben wird. Hierdurch werden die sogenannten Nachschläge der Maschine beseitigt, die den mit dem Ein- und Auslegen von Arbeitsstücken beschäftigten Arbeiter gefährden. Nicht beseitigt wird durch die eben genannte Einrichtung die Gefahr, daß der Arbeiter die Presse schon vor Entfernung der Hände vom Werkzeug in Bewegung setzen kann. In jedem Fall ist die Bewegung des Schaltmechanismus, die gewöhnlich durch einen Fuß- oder Handhebel erfolgt, ermüdend für den Arbeiter.
  • Bei der Mehrzahl der bekannten Einrichtungen zur Verhütung von Handverletzungen besteht außerdem die Gefahr einer Verletzung durch Nachgreifen in das Werkzeug in der Zwischenzeit von der Betätigung des Schaltmechanismus bis zum Zurücklegen des Arbeitshubes.
  • Solche und ähnliche Nachteile sollen durch die Erfindung vermieden werden, indem eine Einrichtung geschaffen wird, die das Werkzeug während der Arbeitshubbewegung verdeckt, damit ein Hineinlangen nicht möglich ist, ein Nachschlagen auch bei Nichtvorhandensein einer entsprechenden Einrichtung vermeidet und die Betätigung der Schaltvorrichtung periodisch und selbsttätig ausführt.
  • Der Erfindungsgegenstand soll ferner auch nachträglich an alle in Frage kommende Arbeitsmaschinen angebaut werden können. Zweckmäßig erfolgt sein Antrieb durch Preßluft oder Dampf; durch konstruktive Umkehrung ist jedoch auch die Verwendung von Saugluft möglich.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
  • Abb. i und 2 stellen den Erfindungsgegenstand in zwei Ansichten an einer Exzenterpresse dar.
  • Abb. 3 zeigt einen Längsschnitt durch einen Schaltautomaten mit daranhängendem Schutzschirm in vergrößertem Maßstab, und Abb. q. stellt einen Querschnitt durch diesen nach der Linie A-B dar.
  • Ein Schutzschirm a wird zu beiden Seiten von starr mit ihm verbundenen Armen b und c getragen und ist so groß, daß er in hochgehobenem Zustand ein Zugreifen des Bedienungspersonals zum Arbeitstisch verhindert. Die Arme b und c sind drehbar niit dem Pressentisch verbunden. Der Arme ist über seinen Drehpunkt hinaus verlängert und an seiner Verlängerung durch eine Druckstange d tnit einem Kolben e verbunden, der sich im Zylinder f des Schaltautomaten führt. In letzteren gelangt durch eine feine öffnung b Preßluft aus einer Rohrleitung h. Aus der gleichen Rohrleitung gelangt Preßluft durch einen Kanal i in den Schieberraum h. In sämtlichen Abbildungen ist der Schutzschirm in tiefster, nicht schützender Lage dargestellt, während er in Abb. r und z außerdem in gestrichelten Linien in angehobener, das Werkzeug L verdeckender Lage eingezeichnet ist.
  • Nach Einlegen eines Arbeitsstückes in das Werkzeug und Entfernen der Hände vom Pressentisch hebt sich allmählich durch die dauernd langsam in den Schaltzylinder einströmende Preßluft der Schutzschirm. Gleichzeitig öffnet ein mit dem Arm c durch ,eine Stift- und Schlitzverbindung oder ähnliche Mittel verbundener Schieber hl einen Einlaßkanal m, der durch eine Leitung it mit einem Arbeitszylinder o zur Betätigung eines Fußtritthebels p oder des sonstigen Anlaßhebels für die Maschine verbunden ist. Durch einströmende Preßluft drückt der Kolben g auf den Tritthebel der Presse, wodurch diese in Bewegung gesetzt wird. Während der darauffolgenden Hubbewegung der Presse öffnet ein von dieser in beliebiger Weise mitbewegter Stift r ein Kugelventils am Schaltzylinder, so daß die darin befindliche Preßluft entweicht. Der Schutzschirm wird nun infolge seines Eigengewichtes, evtl. unterstützt durch die Kraft einer Federt, in seine untere, anfängliche Lage zurückfallen und dadurch auch den Schaltmechanismus in die Ausgangsstellung zurückführen. In dieser Lage ist der Lufteinlaß für den Arbeitszylinder o gesperrt, während die in diesem befindliche Preßluft durch den Schieber und den Ausströmungskanal u entweicht. Der durch Federkraft gehaltene Fußtritthebel der Presse wird wieder freigegeben, so daß die Presse nach Beendigung einer Hubperiode selbsttätig wieder zum Stillstand gelangt. Jetzt können Preßlinge aus-und eingelegt werden. Inzwischen hat sich wieder Preßluft im Schaltzylinder angesammelt, so daß der oben geschilderte Vorgang von neuem beginnen kann.
  • Erfolgt das Anheben des Schutzschirmes zu frühzeitig, während sich die Hände des Arbeiters noch auf dem Pressentisch befinden, so lehnt sich eine am oberen Rand des Schutzschirmes drehbar befestigte Leiste v gegen die Hände des Arbeiters. Die Leiste v wird hierdurch um ihre Schwenkachse abwärts gekippt und öffnet dabei mittels eines Stiftes tv ein Kugelventil x, das durch einen Schlauch y mit dem Raum des Schaltzylinders. verbunden ist. Die Luft wird infolgedessen aus dem Schaltzylinder entweichen und die Bewegung des Schutzschirmes so lange aufgehalten werden, bis der Arbeiter die Hände vom Pressentisch entfernt hat. Um die Zeitdauer der Tieflage des Schutzschirmes, während welcher das Auswechseln der Arbeitsstücke erfolgt, zu verlängern, kann der Raum des Schaltzylinders durch einen zusätzlichen Raum z vergrößert werden, der sich vor Anheben des Schutzschirmes erst mit Preßluft anfüllen muß.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, ist es wesentlich, daß der mit dem Schutzschirme verbundene Schaltautomat eine Bewegung des Anl.aßhebels für die Presse erst dann ermöglicht, wenn der Schutzschirm seine Schutzlage eingenommen hat. Hierbei braucht die Betätigung des Anlaßhebels nicht selbsttätig erfolgen, sondern es reicht bereits aus, wenn der Anlaßhebel nach Erreichen der oberen Lage des Schutzschirmes nur freigegeben wird, um dann von Hand oder Fuß betätigt zu werden. Dies wird besonders da der Fall sein, wo bereits eine Einrichtung vorhanden ist, die die Maschine ohnehin nach Ausführung einer Arbeitsperiode stillsetzt. Die Sperrung des Anlaßhebels kann dabei mechanisch durch eine Verriegelung o. dgl., aber beispielsweise auch dadurch erfolgen, daß der Anlaßhebel durch den Schutzschirm selbst verdeckt wird und unzugänglich ist, solange der Schutzschirm nicht seine obere Schutzstellung eingenommen hat.
  • Wird der Anlaßhebel gemäß der vorstehenden Beschreibung durch das den Schaltautomaten treibende Medium gleichzeitig betätigt, so kann die Stillsetzung der Maschine nach Ausführung einer Arbeitsperiode auch auf andere als die beschriebene Weise erfolgen. Beispielsweise braucht der Kolben g nicht direkt auf den Fußhebel p zu wirken, sondern kann dies unter Vermittlung eines Luftkissens und eines zweiten Kolbens tun. Bei Abwärtsbeitvegung des Kolbens g wird dieser dann durch Vermittlung des Luftkissens den Hebel p abwärts drücken. Bringt man nun eine Vorrichtung an, welche während der Ausführung der Hubbewegung der Maschine den Luftraum zwischen dem Kolben g und dem zweiten, mit dein Hebel p verbundenen Kolben in Verbindung mit der Außenluft bringt, wird die das Luftkissen bildende Luft entweichen und der Hebel p unter Stillsetzung der Maschine seine ursprüngliche Lage wieder einnehmen können, ohne daß der Xolben q bereits in seine Ausgangslage zurückgekehrt zu sein braucht. Beim Zurückgang des Kolbens g wird das Luftkissen neu hergestellt, damit der Vorgang sich wiederholen kann. In solcher oder ähnlicher Weise kann die im Arbeitszylinder o vorhandene Preßluft auch auf direktem Wege ins Freie gelassen werden, um eine unmittelbare Stillsetzung der Presse zu erreichen. Die Öffnung des hierfür erforderlichen Ventils kann beispielsweise durch einen zweiten Stift t^ erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fingerschutzvorrichtung für Pressen und ähnliche Arbeitsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß eine ununterbrochen arbeitende Schaltvorrichtung periodisch und selbsttätig zuerst den Schutzschirm in Schutzstellung bringt und dann die Presse in Bewegung setzt. z. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzschirm auf dem Wege in seine Arbeitsstellung das den Anlasser freigebende oder einschaltende Treibmittel steuert. 3. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schutzschirm und Anlasser von dem gleichen Triebmittel in ihre Arbeitsstellungen gebracht werden. ¢. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstempel oder der ihn bewegende Teil während oder am Ende seines Arbeitsganges das Triebmittel für Schutzschirm und Anlasser entlastet, welche letzteren dann selbsttätig in ihre Anfangsstellung zurückkehren. ,5. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch ¢, dadurch gekennzeichnet, daß diese Entlastung durch einen mit dem Preßstempel verbundenen Teil (r) erfolgt, der gegen das Kugelventil (s) des Triebmittelgebäus-es stößt und dieses öffnet. 6. Fingerschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberkante des Schutzschirmes (a) eine schwenkbare Leiste (v) angeordnet ist, durch deren Sch@venkung die Hubbewegung des Schllrmes (a) unterbrochen bzw. dieser in seine Anfangsstellung zurückgebracht wird. 7. Fingerschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzschirm sich in der Ruhestellung unter der Ebene des Arbeitstisches befindet und aufwärts in seine Schutzstellung geschwungen wird.
DESCH91525D 1929-09-12 1929-09-12 Fingerschutzvorrichtung fuer Pressen und aehnliche Arbeitsmaschinen Expired DE524092C (de)

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DE1930534297D DE534297C (de) 1929-09-12 1930-05-03 Fingerschutzvorrichtung an Pressen
CH150684D CH150684A (de) 1929-09-12 1930-06-07 Fingerschutzeinrichtung an Arbeitsmaschinen.
GB1935230A GB353207A (en) 1929-09-12 1930-06-25 Improvements in guards or protectors for preventing injury by presses and like machines
GB1946230A GB353210A (en) 1929-09-12 1930-06-26 Improvements in guards or protectors for preventing injury by presses and like machines

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