DE523261C - Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Kohlen und anderen Produkten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Kohlen und anderen ProduktenInfo
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Classifications
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- B03B5/447—Application of particular media therefor recovery of heavy media
-
- H—ELECTRICITY
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- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Trennverfahren nach dem Schwimmprinzip mit
Schwereflüssigkeiten. Das Verfahren weist Verbesserungen auf, die es dadurch so wirtschaftlich
wie möglich gestalten, daß die Verluste der angewandten Schwerelösung vermindert
werden.
Die Schwerelösung kann mittels löslicher oder geschmolzener Salze hergestellt werden.
Es ist bekannt, zahlreiche Verbindungen dazu zu benutzen, z. B. Calciumchlorid, Bromide
des Arsens oder Zinns, Tetrachlorkohlenstoff usw.
Um die Verluste dieser Stoffe zu vermindem,
sind verschiedene Methoden zur Wiedergewinnung bekannt:
1. Auswaschen der getrennten Produkte, welche mit der Trennflüssigkeit getränkt sind,
durch ein geeignetes Lösungsmittel und Wiedergewinnung des Salzes durch Eindampfen
der Waschwässer.
2. Verdrängen der Trennflüssigkeit durch ein Lösungsmittel, welches dann zur getrennten
Wiedergewinnung der angewandten Produkte, Flüssigkeit und Lösungsmittel, destilliert
wird.
3. Wiedergewinnung der Trennflüssigkeit durch eine Verdampfung, welche eine Destillation
bewirkt.
4. Vorhergehende Benetzung der Trennungsprodukte mittels weniger konzentrierter
Lösungen von Salzen geringerer spezifischer Gewichte als das Trennsalz, Waschen nach
der Trennung und Eindampfen der Waschwässer, um sie auf eine brauchbare Dichte in
einen neuen Kreislauf zu bringen.
5. Es ist endlich bekannt, das zu behandelnde Produkt durch Lösungen wachsender
Dichte derart hindurchzuschicken, daß durch jede Lösung die entsprechenden Bestandteile
geringerer Dichte ausgeschieden werden.
Diese Verfahren sind umständlich, weil sie Mischungen schwer trennbarer Salze erzeugen
und einen erheblichen Wärmeaufwand zur Verdampfung der Waschwässer sowie zur Trennung oder Destillation der wiederzugewinnenden
Produkte bedingen.
Die zur praktischen Ausführung dieser Verfahren bekannten Apparaturen bestehen
in Eimerketten, Abstreichmessern, Förderschnecken usw., welche komplizierte Apparate
darstellen und nicht in den vorgeschlagenen Lösungen ohne eine erhebliche Abnutzung
und Korrosion arbeiten können.
Außerdem rühren diese Apparate mehr oder weniger energisch die Flüssigkeit, in
welcher die Trennung vonstatten gehen soll, um, obwohl diese Trennung nur in einer möglichst
ruhigen Umgebung vor sich gehen kann.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung des Verlustes an
Scheideflüssigkeit bei Aufbereitungen unter Verwendung stufenweise im spezifischen Gewicht
zunehmender Schwerefmssigkeiten das Aufbereitungsgut mit in geschlossenem
Kreislauf fließenden Hilfslösungen der Trennflüssigkeit behandelt wird, und zwar wird es
vor der eigentlichen Scheidung in der Reihenfolge des steigenden spezifischen Gewichts der
Hilfslösungen, nach der Trennung in der ίο Reihenfolge ihres fallenden spezifischen Gewichts
damit benetzt.
Das Produkt wird nach einer vorhergehenden Schlämmung mit reinem Wasser nacheinander
mittels der Hilfslösungen behandelt, und zwar in der Reihenfolge ihrer steigenden
spezifischen Gewichte. Nach jeder Behandlung läßt man die Körner abtropfen, damit
möglichst nur ein Minimum der Lösung an den Körnern haftenbleibt. Indem sich die
Lösungen so gegenseitig verdrängen, gelangt das zu behandelnde Produkt zur Trennlösung
benetzt mit einer Lösung, deren Dichte der Trennlösung nahe kommt, und das zu trennende
Produkt wird durch die anhaftende Lösung bei der Mischung mit der Trennlösung
die Dichte derselben nur sehr wenig herabsetzen.
Da die Trennung bei einer durch den Grad der zu erlangenden Reinheit bestimmten
Dichte stattfinden muß, wird eine Richtigstellung der Dichte der Trennflüssigkeit leicht
durch eine schwache Zugabe konzentrierter Lösung zu bewerkstelligen sein.
Nachdem die Trennung in Ruhe vor sich gegangen ist, werden die getrennten Produkte
wieder durch dieselben Hilfslösungen hindurchgeschickt, von denen vor der Trennung
die Rede gewesen ist, jedoch in der Reihenfolge
ihrer fallenden spezifischen Gewichte, um auf den benetzten Körnern die dichteren
Lösungen durch die schwächer und schwächer werdenden zu ersetzen. Man beendigt das
Verfahren durch eine Waschung mit Wasser, welches die letzte sehr schwache Lösung beseitigt.
Jeder Behandlung mit den einzelnen Hilfslösungen folgt ein möglichst vollständiges
Abtropfen.
Die Hilfslösungen sind bei der Vorbehandlung des zu trennenden Produktes schwächer
geworden. Sie werden durch die Waschung der getrennten Produkte wieder angereichert
und erhalten so wieder ihre ursprüngliche Dichte. Sie sind dann bereit, wieder angewandt
zu werden und kreisen auch in den Apparaten in geschlossenem Kreislauf, nachdem
sie am Ende jedes Umlaufs ihre LTrsprungsdichte wieder angenommen haben.
Die zur Durchführung des Prozesses notwendige Apparatur besteht in einer Reihe von
an sich bekannten Abtropfgeräten (Schütteltischen, Lochfiltern, Zentrifugalseparatoren
oder ähnlichen Entwässerungsvorrichtungen), welche in ununterbrochener oder unterbrochener
Folge das zu behandelnde Produkt aufnehmen, welches bis zur völligen Benetzung
mit Hilfslösung behandelt wird. Der Benetzung folgt ein möglichst vollständiges Abtropfen.
Das Produkt tritt dann in einen ähnlichen
Apparat, welchen eine dichtere Lösung durchläuft usf., bis daß das Produkt beim Separator
anlangt.
Beim Verlassen desselben treten die getrennten Produkte in zwei Reihen identischer
Apparate (die eine für die reinen Produkte, die andere für die Rückstände) ein, wo sie
durch die Zwischenlösungen, welche von der Vorbereitung kommen, gewaschen werden, jedoch
in der Reihenfolge der fallenden Dichten. Die abgetropften Lösungen werden durch Pumpen aufgesogen und in die Behälter
zurückgepumpt, von wo sie ihren Umlauf wieder beginnen.
Auf der schematischen Zeichnung sind die notwendigen Einzelheiten angegeben. Der
beispielsweise gewählte Apparatetyp ist ein Schütteltisch.
4 ist ein kalibriertes Sieb.
5 ist ein Entschlammungstrichter.
6 ist ein Verteiler, der das zu behandelnde Produkt auf einen Tisch verteilt, welcher zuerst
mit klarem Wasser bespült wird, welches abtropft, sodann mit der ersten Lösung
(von geringer Dichte).
ja ist ein Schütteltisch zur Vorbehandlung,
auf welchem das Aufbereitungsgut der Reihe nach mit Lösungen von schwacher, mittlerer
und starker Dichte benetzt wird, und die dann in die getrennten Behälter i2t, I23 und 12,
abtropfen.
8 ist der Separator, bei dem S1 eine Walzenfördervorrichtung,
8„ eine Kratzerkette,
S3 eine Entleerungshebervorrichtung,
S1 die Überlaufschwelle der reinen Produkte
sind.
7& sind die Schütteltische, auf denen die
getrennten Produkte mit den Lösungen starker, mittlerer und schwacher Dichte aus den
Behältern i23 und 12., und I2X behandelt werden.
Am Ende des Tisches Jb beendigt eine
Waschung mit heißem Wasser die Behandlung, und die Produkte fallen in die Trich- 1 igten
1.
Die Lösungen werden durch die Pumpen 9 aus den Behältern 13.,, 13., und 13^ welche sie
aufgenommen haben, in die Zufuhrbassins für die Vorbereitungsbehandlung zurückgepumpt.
Die Trennlösung, d. h. die Normallösung, wird vom Behälter 13^ aufgenommen und von
ihm in einen Sonderbehälter gepumpt, von dem er in den Separator zurückgelangt.
Claims (2)
- Patentansprüche:
5I. Verfahren zur Trennung von Kohlen und Verringerung des Verlustes an Scheideflüssigkeit unter Verwendung stufenweis im spezifischen Gewicht zunehmender Schwereflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbereitungsgut vor der eigentlichen Scheidung mit in geschlossenem Kreislauf fließenden Hilfslösungen der Trennflüssigkeit in der Reihenfolge ihres steigenden spezifischen Gewichtes und daß die einzelnen Aufbereitungserzeugnisse nach der Trennung in der Reihenfolge ihres fallenden spezifischen Gewichtes damit benetzt werden. - 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Anordnung von an sich bekannten Abtropfschütteltischen, Vakuumfiltern, Zentrifugen o. dgl. Entwässerungsvorrichtungen für jede der einzelnen Be- netzungsflüssigkeiten verschiedener mittlerer Dichte vor und hinter der eigentlichen Trennvorrichtung zur Rückgewinnung der einzelnen Hilfslösungen, die von den Vorbehandlungsapparaten den Apparaten zur Nachbehandlung und von dort wieder zur Vorbehandlung fließen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR523261X | 1927-08-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE523261C true DE523261C (de) | 1931-04-22 |
Family
ID=8918470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES81541D Expired DE523261C (de) | 1927-08-09 | 1927-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Kohlen und anderen Produkten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE523261C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743647C (de) * | 1938-03-24 | 1944-08-28 | Paul Rzezacz Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Mineralien mittels Schwertruebe |
| DE743977C (de) * | 1938-08-20 | 1944-11-16 | Foerderanlagen Ernst Heckel M | Verfahren zum Aufbereiten von Kohle und anderen Gutgemischen in einer leicht entmischbaren Schwertruebe |
| DE763801C (de) * | 1935-12-15 | 1953-08-31 | Fried Krupp A G | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Kohlen, Erzen und sonstigen festen Stoffen verschiedener Wichte |
-
1927
- 1927-09-08 DE DES81541D patent/DE523261C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE763801C (de) * | 1935-12-15 | 1953-08-31 | Fried Krupp A G | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Kohlen, Erzen und sonstigen festen Stoffen verschiedener Wichte |
| DE743647C (de) * | 1938-03-24 | 1944-08-28 | Paul Rzezacz Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Mineralien mittels Schwertruebe |
| DE743977C (de) * | 1938-08-20 | 1944-11-16 | Foerderanlagen Ernst Heckel M | Verfahren zum Aufbereiten von Kohle und anderen Gutgemischen in einer leicht entmischbaren Schwertruebe |
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