AT35262B - Verfahren und Vorrichtung zum Entschweißen und Entfetten von Rohwolle auf elektrolytischem Wege. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entschweißen und Entfetten von Rohwolle auf elektrolytischem Wege.

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AT35262B
AT35262B AT35262DA AT35262B AT 35262 B AT35262 B AT 35262B AT 35262D A AT35262D A AT 35262DA AT 35262 B AT35262 B AT 35262B
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wool
tubs
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raw wool
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Joseph Marie Baudot
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Joseph Marie Baudot
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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description


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   Der beschriebene Apparat wirkt in folgender Weise :
Die beiden Bottiche   A   Al werden mit klarem Wasser gefüllt und die Wolle in rohem Zustande. d. h. mit ihren   löslichen   und unlöslichen Stossen, Salzen und   verschiedenen   Fettstoffen und allen Unreinigkeiten mittelst des Transportbandes G eingefüllt, welches am vorderen Ende des ersten Bottiche A angeordnet ist. Die Wolle fällt in den Raum zwischen der Rolle   E   und dem aufrecht   geklünunten Bord b   des perforierten Bodens B.

   Da dieser in den Trog   J   eintaucht, so würde die Wolle stets das Bestreben haben, an der Oberfläche des Wassers zu schwimmen.   Die Zähne/, welche   quer auf dem endlosen Bande F angeordnet sind, ergreifen jedoch die Wolle und nehmen sie an den Grund des Bodens B mit, längs dessen sie sich bis zum Ausfallen vorbeibewegen. Wenn die Wolle au dem Ausgangspunkt des perforierten Bodens B angekommen ist, fällt sie auf das Transportband J und wird zwischen die Presswalzen 7 gebracht, wo sie fast allemit dem   Schwind   gemischte Wasser verliert. Die Wolle gelangt darauf auf das Transportband K, 
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 ihre Reinigung auf elektrolytischem Wege wird   beendet, sodass sie   ihre letzte Spur von Schwind und Wollfett verliert, worauf sie hinter den Presswalzen I in einen geeigneten Spülbottich einfällt.

   Die mit dem Wollfett, gemischte zwischen den Presswalzen aus der Wolle ausgepresste   Flüssigkeit   wird durch die Auffangtrichter   i   auf die perforierten Filterplatten h abgeleitet, auf welchen die von der   Flüssigkeit     mitgerissenen     Wollfaserchen   sich absetzen. Aus dem Bottich   11,   welcher mit einem Wehr versehen ist, wird die Flüssigkeit durch die Pumpen M in die seitlichen 
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 geordnet (Fig. 1), während das   Ausflussrohr der Pumpe   an einer von den Schützen   N NI ab-   gewendeten Stelle der Tröge L oben   mündet.   



   Die Wolle wird also in einer mehr oder weniger starken Schicht zwischen dem endlosen Bande F und dem geneigten perforierten Boden vorbewegt. Diese Bewegung erfolgt in dem Bade, da die Bottiche angefüllt sind und zwar zwischen dem Boden B, welcher als negative Elektrode wirkt und einer Reihe von Platten D, die die positive Elektrode bilden. Die Wolle kann somit nicht der Einwirkung des elektrolytischen Stromes entgehen, welcher die flüssige Schicht durchzieht, in der die Wolle sich vorwärtsbewegt. Hiebei bildet das Band F infolge des dichten   He-   webes einen gewissen Widerstand. Die   Ströme,   welche von der durch die Platten D gebildeten positiven Elektrode ausgehen,   können von dem perforierten Boden   zur negativen Elektrode D nur unter Durchdringung der Wollschicht und des Diaphragmas gelangen.

   Die   Porosität   des Diaphragmas F wird durch die an demselben sich ansetzenden fetten Bestandteile des   Schwinds   verringert, welche in dem Bade frei werden und einen Widerstand für den Strom bilden. Die 
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 bei ihrem Durchgange unter den Elektroden B dem Einfluss des zersetzten Elektrolyten ausgesetzt, welcher sich aus der Wolle selbst bildet, die ja reich ist an verschiedenen Kalisalzen. Alle Fasern der Wolle werden somit in stärkster Weise der Einwirkung des elektrischen Stromes unterworfen.

   Es findet statt der Ausscheidung der Fettsäuren eine Zersetzung und Umwandlung 
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   l ös ! icher   und   unverseifbarpr Schwind bezeichnet werden.   Infolge dieser Verseifung, welche eine vollkommene momentane Entfettung darstellt, wird die Wolle gänzlich entfettet, wie gross auch die Menge der fetten Stoffe sein mag, die in der Wolle enthalten sind. Infolge des Diaphragmas   ergibt   sich jedoch eine doppelte Zersetzung der elektrolytisch gebildeten Seife.

   Die dabei ge- 
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 sich sofort in zwei Teile trennen, von denen der eine, der nur in geringer Masse vorhanden ist, im halb fetten Zustande an die Oberfläche des Bades steigt und der andere mit dem Wasser, mit welchem die   Wollfasern angefüllt sind, bis zu   den   Presswalzen   hinter dem Troge mit-   genommen   wird. 



   Wenn   nun   die Wolle durch die   Presswalzen   in den zweiten Trog Al gelangt, verliert sie unter der Wirkung der   Presswalzen   grösstenteils das den Schwind und die Fettstoffe enthaltende Wasser, welches durch den Auffangtrichter i und durch das Filter h hindurch in den Scheide-   bottich einfällt. Dort   verliert das Wasser seine erdigen Bestandteile, wie Z. B. den Sand,   etc.,   welcher leicht durch einen unteren Schützen abgeschieden werden kann.

   Das Wasser wird an der   Oberfläche durch die Rotationspumpe Af angesaugt   und in den seitlichen Trog L hinüber   gepumpt,   der mit dem Bottich   A   durch die untere Öffnung O und durch den Schützen N in Ver- 
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 geordnet ist, saugt sie zugleich mit dem Schwindwasser etwas Luft an. Da die Flüssigkeit in dem Pumpenkörper unter Vorhandensein von Luft stark geschlagen wird, so werden die gleichsam 

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 massen stattfindet. Die den Bottichen   A   Al entzogenen Wollfette bedürfen für ihre Verwendung nur einer einfachen   Verdampfung   ihres Feuchtigkeitsgehaltes.

   Die   Schwindwässer,   welche die Bottiche A Al anfüllen, werden durch die unteren   Abflussöffnungen   Q nur dann abgelassen, wenn infolge einer grossen Menge behandelter Wolle die Dichte des Wassers bis zu dem für die Ent-   fettung von Wolle üblichen   Salzgehalte, etwa   10-12"Be   gestiegen ist. Es ist dann nur nötig, die Salze durch ein bekanntes Mittel aus dem Abwasser auszuscheiden. 



   Bei dem beschriebenen Verfahren der Entfettung von Rohwolle auf elektrolytischem , Wege ist es nicht nötig, irgend ein chemisches Produkt, z. B. Kalisalze, Soda oder Seife zu ver- wenden. Die beiden Bottiche A   und A'enthalten nichts weiter   als Wasser. Sobald die ersten
Mengen von Rohwolle eingebracht sind, steigt die Dichte des Wassers im Bottich A auf die
Dichte von   2"Be,   welche für einen regelmässigen elektrolytischen Vorgang ausreicht. wodurch beim weiteren Verlauf des Verfahrens von selbst eine Steigerung der Dichte stattfindet. Wenn der zweite Bottich Al einfach mit reinem Wasser angefüllt wird, so wird sein Salzgehalt in wesentlich   schwächerem   Masse zunehmen. da die Wolle vollständig ausgepresst in diesen Bottich 
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 in den Sammelbottich abgelassen worden ist. 



   Der Vorgang bei dem Apparat geht so ohne Veränderung selbsttätig vor sich und es ist ganz leicht, die Inbetriebsetzung zu erreichen, wenn man eine geringe Menge   Schwindwasser   dafür zu Hilfe nimmt. Diese Entfernung des Schwindes und des   Wollfettes benötigt überdies   ein sehr geringe Temperatur und zwar nicht mehr als   25-30      C.   



   Die einzelnen Bestandteile des Apparates können ausserdem verschiedene   Ausführungs-   formen aufweisen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:   
1. Verfahren zum   Kntschweisscn und Entfetten   von Rohwolle auf elektrolvtischem Wege, dadurch   gekennzeichnet,   dass die aus der Rohwolle nach der   Elektrolyse ausgepresste Flüssigkeit   durch starke Schläge, zweckmässig mittelst des Pumpwerkes bei der   Überführung   in einen Behälter zu Schaum geschlagen wird, in welchem Behälter eine Abscheidung des die fetten Bestandteile   enthaltenden Schaumes stattnndet. wogegen   der die Alkalisalze enthaltende Elektrolyt in die Bottiche zurückfliesst, um nach Sättigung mit Alkalisalzen abgelassen zu werden. 
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Claims (1)

  1. zeichnet. dass für die Abscheidung der Fettstoffe aus den von den Auffangbottichen kommenden Elektrolyten an den Scheidebottichen Schützen zum Entfernen des die Fettstoffe enthaltenden Schaumes, sowie am unteren Teile Öffnungen zum Rückfluss des spezifisch schwersten Teiles des Elektrolyten zu den Waschbottichen vorgesehen sind.
    3. Für die Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein zwischen positiver Elektrode und der zwischen den Elektroden befindlichen Wollschicht befindliches Transportband ein Diaphragma gebildet wird.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der perforierte metallische Zwischenboden des Waschhottichs als negative Elektrode dient, welche mit der zu reinigenden Wolle in direkter sserührung steht.
AT35262D 1906-05-19 1906-05-19 Verfahren und Vorrichtung zum Entschweißen und Entfetten von Rohwolle auf elektrolytischem Wege. AT35262B (de)

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AT35262D AT35262B (de) 1906-05-19 1906-05-19 Verfahren und Vorrichtung zum Entschweißen und Entfetten von Rohwolle auf elektrolytischem Wege.

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