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Der beschriebene Apparat wirkt in folgender Weise :
Die beiden Bottiche A Al werden mit klarem Wasser gefüllt und die Wolle in rohem Zustande. d. h. mit ihren löslichen und unlöslichen Stossen, Salzen und verschiedenen Fettstoffen und allen Unreinigkeiten mittelst des Transportbandes G eingefüllt, welches am vorderen Ende des ersten Bottiche A angeordnet ist. Die Wolle fällt in den Raum zwischen der Rolle E und dem aufrecht geklünunten Bord b des perforierten Bodens B.
Da dieser in den Trog J eintaucht, so würde die Wolle stets das Bestreben haben, an der Oberfläche des Wassers zu schwimmen. Die Zähne/, welche quer auf dem endlosen Bande F angeordnet sind, ergreifen jedoch die Wolle und nehmen sie an den Grund des Bodens B mit, längs dessen sie sich bis zum Ausfallen vorbeibewegen. Wenn die Wolle au dem Ausgangspunkt des perforierten Bodens B angekommen ist, fällt sie auf das Transportband J und wird zwischen die Presswalzen 7 gebracht, wo sie fast allemit dem Schwind gemischte Wasser verliert. Die Wolle gelangt darauf auf das Transportband K,
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ihre Reinigung auf elektrolytischem Wege wird beendet, sodass sie ihre letzte Spur von Schwind und Wollfett verliert, worauf sie hinter den Presswalzen I in einen geeigneten Spülbottich einfällt.
Die mit dem Wollfett, gemischte zwischen den Presswalzen aus der Wolle ausgepresste Flüssigkeit wird durch die Auffangtrichter i auf die perforierten Filterplatten h abgeleitet, auf welchen die von der Flüssigkeit mitgerissenen Wollfaserchen sich absetzen. Aus dem Bottich 11, welcher mit einem Wehr versehen ist, wird die Flüssigkeit durch die Pumpen M in die seitlichen
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geordnet (Fig. 1), während das Ausflussrohr der Pumpe an einer von den Schützen N NI ab- gewendeten Stelle der Tröge L oben mündet.
Die Wolle wird also in einer mehr oder weniger starken Schicht zwischen dem endlosen Bande F und dem geneigten perforierten Boden vorbewegt. Diese Bewegung erfolgt in dem Bade, da die Bottiche angefüllt sind und zwar zwischen dem Boden B, welcher als negative Elektrode wirkt und einer Reihe von Platten D, die die positive Elektrode bilden. Die Wolle kann somit nicht der Einwirkung des elektrolytischen Stromes entgehen, welcher die flüssige Schicht durchzieht, in der die Wolle sich vorwärtsbewegt. Hiebei bildet das Band F infolge des dichten He- webes einen gewissen Widerstand. Die Ströme, welche von der durch die Platten D gebildeten positiven Elektrode ausgehen, können von dem perforierten Boden zur negativen Elektrode D nur unter Durchdringung der Wollschicht und des Diaphragmas gelangen.
Die Porosität des Diaphragmas F wird durch die an demselben sich ansetzenden fetten Bestandteile des Schwinds verringert, welche in dem Bade frei werden und einen Widerstand für den Strom bilden. Die
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bei ihrem Durchgange unter den Elektroden B dem Einfluss des zersetzten Elektrolyten ausgesetzt, welcher sich aus der Wolle selbst bildet, die ja reich ist an verschiedenen Kalisalzen. Alle Fasern der Wolle werden somit in stärkster Weise der Einwirkung des elektrischen Stromes unterworfen.
Es findet statt der Ausscheidung der Fettsäuren eine Zersetzung und Umwandlung
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l ös ! icher und unverseifbarpr Schwind bezeichnet werden. Infolge dieser Verseifung, welche eine vollkommene momentane Entfettung darstellt, wird die Wolle gänzlich entfettet, wie gross auch die Menge der fetten Stoffe sein mag, die in der Wolle enthalten sind. Infolge des Diaphragmas ergibt sich jedoch eine doppelte Zersetzung der elektrolytisch gebildeten Seife.
Die dabei ge-
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sich sofort in zwei Teile trennen, von denen der eine, der nur in geringer Masse vorhanden ist, im halb fetten Zustande an die Oberfläche des Bades steigt und der andere mit dem Wasser, mit welchem die Wollfasern angefüllt sind, bis zu den Presswalzen hinter dem Troge mit- genommen wird.
Wenn nun die Wolle durch die Presswalzen in den zweiten Trog Al gelangt, verliert sie unter der Wirkung der Presswalzen grösstenteils das den Schwind und die Fettstoffe enthaltende Wasser, welches durch den Auffangtrichter i und durch das Filter h hindurch in den Scheide- bottich einfällt. Dort verliert das Wasser seine erdigen Bestandteile, wie Z. B. den Sand, etc., welcher leicht durch einen unteren Schützen abgeschieden werden kann.
Das Wasser wird an der Oberfläche durch die Rotationspumpe Af angesaugt und in den seitlichen Trog L hinüber gepumpt, der mit dem Bottich A durch die untere Öffnung O und durch den Schützen N in Ver-
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geordnet ist, saugt sie zugleich mit dem Schwindwasser etwas Luft an. Da die Flüssigkeit in dem Pumpenkörper unter Vorhandensein von Luft stark geschlagen wird, so werden die gleichsam
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massen stattfindet. Die den Bottichen A Al entzogenen Wollfette bedürfen für ihre Verwendung nur einer einfachen Verdampfung ihres Feuchtigkeitsgehaltes.
Die Schwindwässer, welche die Bottiche A Al anfüllen, werden durch die unteren Abflussöffnungen Q nur dann abgelassen, wenn infolge einer grossen Menge behandelter Wolle die Dichte des Wassers bis zu dem für die Ent- fettung von Wolle üblichen Salzgehalte, etwa 10-12"Be gestiegen ist. Es ist dann nur nötig, die Salze durch ein bekanntes Mittel aus dem Abwasser auszuscheiden.
Bei dem beschriebenen Verfahren der Entfettung von Rohwolle auf elektrolytischem , Wege ist es nicht nötig, irgend ein chemisches Produkt, z. B. Kalisalze, Soda oder Seife zu ver- wenden. Die beiden Bottiche A und A'enthalten nichts weiter als Wasser. Sobald die ersten
Mengen von Rohwolle eingebracht sind, steigt die Dichte des Wassers im Bottich A auf die
Dichte von 2"Be, welche für einen regelmässigen elektrolytischen Vorgang ausreicht. wodurch beim weiteren Verlauf des Verfahrens von selbst eine Steigerung der Dichte stattfindet. Wenn der zweite Bottich Al einfach mit reinem Wasser angefüllt wird, so wird sein Salzgehalt in wesentlich schwächerem Masse zunehmen. da die Wolle vollständig ausgepresst in diesen Bottich
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in den Sammelbottich abgelassen worden ist.
Der Vorgang bei dem Apparat geht so ohne Veränderung selbsttätig vor sich und es ist ganz leicht, die Inbetriebsetzung zu erreichen, wenn man eine geringe Menge Schwindwasser dafür zu Hilfe nimmt. Diese Entfernung des Schwindes und des Wollfettes benötigt überdies ein sehr geringe Temperatur und zwar nicht mehr als 25-30 C.
Die einzelnen Bestandteile des Apparates können ausserdem verschiedene Ausführungs- formen aufweisen.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Kntschweisscn und Entfetten von Rohwolle auf elektrolvtischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Rohwolle nach der Elektrolyse ausgepresste Flüssigkeit durch starke Schläge, zweckmässig mittelst des Pumpwerkes bei der Überführung in einen Behälter zu Schaum geschlagen wird, in welchem Behälter eine Abscheidung des die fetten Bestandteile enthaltenden Schaumes stattnndet. wogegen der die Alkalisalze enthaltende Elektrolyt in die Bottiche zurückfliesst, um nach Sättigung mit Alkalisalzen abgelassen zu werden.
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