DE193258C - - Google Patents
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- DE193258C DE193258C DENDAT193258D DE193258DA DE193258C DE 193258 C DE193258 C DE 193258C DE NDAT193258 D DENDAT193258 D DE NDAT193258D DE 193258D A DE193258D A DE 193258DA DE 193258 C DE193258 C DE 193258C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B3/00—Mechanical removal of impurities from animal fibres
- D01B3/04—Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
193258 KLASSE 76«. GRUPPE
mit Hilfe des elektrischen Stromes.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom .20.
März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 13. Dezember 1904 anerkannt.
- die Priorität
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine diesem Verfahren dienende Vorrichtung
zum Entschweißen von Rohwolle im alkalischen Bade mit Hilfe des elektrischen Stromes.
Bisher verfuhr man bei dem Entschweißen von Rohwolle mit Hilfe des elektrischen Stromes in der Weise, daß man dem Wasserbade
vor dem Einbringen der Rohwolle besondere Alkalien zusetzte.
Gemäß vorliegender Erfindung soll nun das erste Ansetzen des Bades nur mit reinem
Wasser geschehen, so daß gerade die in der Rohwolle enthaltenen, in Wasser löslichen
Alkalien zum Alkalischmachen des Bades für die Leitendmachung für den elektrischen
Strom benutzt werden. Dies bietet dem bekannten Verfahren gegenüber die Vorteile,
daß man keine besonderen Zusätze zu geben braucht und nicht erst i'n die wieder zu verarbeitende
Lauge fremdartige Körper einführt, die bei der späteren Eindampfung usw. störend
wirken können, und daß weiter, wenn das Alkali aus der Wolle bei gleichzeitiger 1 Wirkung des elektrischen Stromes in Lösung
übergeht, es jedenfalls in der zu behandelnden Faser gleichmäßiger verteilt ist, als wenn
alkalifreie Wolle in ein alkalisches Bad eingeführt wird.
Eine dem neuen Verfahren zumEntschweißen von Rohwolle dienende Vorrichtung ist in
beiliegender Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt.
A ist ein aus Holz bestehender oder im Innern mit Schiefer bedeckter Längsbottich,
B .'ein durchlochter Doppelboden, C eine Dampfheizschlange, D D1 kleine und große
Rollen zur Führung endloser Tücher, E E Antriebszylinder für das endlose Metalltuch F,
welches aus Gelenkstangen zusammengesetzt ist. Die Zylinder E E stehen durch eine Leitung
mit einem der Pole einer Elektrizitätsquelle in Verbindung. G ist ein gespanntes
und widerstandsfähiges, aber doch durchdringliches Tuch ohne Ende. Es wird ebenfalls
von Rollen D1 gehalten und geführt und durch Antriebsrollen HH angetrieben.
/ ist eine gelochte Metallplatte, die mit dem anderen Pol der Elektrizitätsquelle durch eine
Leitung verbunden ist. J ist eine Walzenpresse, die mit einer Fördervorrichtung versehen
ist. " .
Die Vorrichtung besitzt außerdem noch eine Abführvorrichtung oben am Bottich,
eine Entleerungsvorrichtung unten am Bottich und einen Trog zum Abführen der Nebenprodukte.
Alle diese Teile sind in der Zeichnung nicht veranschaulicht.
Die Rohwolle wird nach vorhergehendem Sortieren allmählich in mittelmäßig dicker
Schicht auf den Teil X des endlosen Metall-
tuches F gelegt und in den Kanal befördert, der sich in der ganzen Länge des Bottichs
zwischen ; den beiden wandernden Tüchern F und G befindet. Diese Tücher bewegen sich
gleichmäßig langsam und befördern die Wolle von X nach Y.
Hat die Wolle diesen Kanal passiert, so fällt sie auf die kleine Fördervorrichtung der
Walzenpresse und wird durch diese zwischen
ίο die Trockenwalzen gebracht. Von hier gelangt
sie in einen Spülbottich.
Die gelochte Platte / reicht mit ihren Enden bis nahezu an die Oberfläche des im Bottich A
befindlichen Wassers. Sie und das Metalltuch F bilden die beiden Elektroden eines
Systems, welches durch Leitungsdrähte mit den Polen einer Elektrizitätsquelle verbunden
ist. Der eine Leitungsdraht greift an die Antriebszylinder EE an und leitet somit den
elektrischen Strom durch das Metalltuch F. Der zweite Leitungsdraht ist an der Platte /
befestigt.
Der Bottich A wird vorher bis zur Linie·χ
mit Wasser angefüllt, welches je nach seinem Verbrauch immer wieder erneuert werden
kann. Dieses Wasser ist zunächst sehr schwach alkalisch für die Einführung des elektrischen Stromes. Der von der Rohrschlange
C gelieferte Dampf erhitzt das Wasser im Bottich auf eine Temperatur von etwa
400C.
. Die Verbindung zwischen der Elektrizitätsquelle und dem beweglichen Metalltuch einerseits
und der festen Metallplatte andererseits ist hergestellt, während das aus einem widerstandsfähigen,
gespannten und den elektrischen Strom durchlassenden Gewebe bestehende endlose Tuch G ein bewegliches Diaphragma
bildet. ■ ■ ■ .
Infolge der geringen Höhe des breiten Kanals, den die Wolle passieren muß, und
infolge der getroffenen Einrichtung bleibt die Wolle in inniger Berührung mit dem Metalltuch.
Es dauert einige Minuten, bis die Wolle von X nach Y gelangt, aber diese
wenigen Minuten genügen, um ein vollständiges Entfetten zu erzielen und ein nachfolgendes
Entfetten oder Waschen überflüssig zu machen.
, Während des kurzen Durchgangs der Wolle durch die Vorrichtung ist auch die Zersetzung
des Schweißes und seiner Salze und die Trennung der Beimengungen durch die Ein-'
Wirkungen und Reaktionen der elektrischen Ströme in einem Bade erfolgt, welches durch
die Kalisalze des Schweißes immer wirksamer gemacht wird. Dies hat zur Folge, daß die
Operationen immer schneller vor sich gehen. Diejenigen Stoffe, welche eine größere
Dichtigkeit besitzen wie das Bad, fallen zwisehen den Stäben des Metalltuches hindurch
in den Doppelboden des Bottichs A. Sie werden bei jeder Reinigung entfernt, und
die mit verschiedenen Salzen angereicherten Wässer des Bades werden gesammelt, wenn
ihre Dichtigkeit hinreichend groß ist, um ihre Behandlung zwecks Wiedergewinnung der
Kalisalze zu rechtfertigen. Inzwischen haben sich auch durch das als Diaphragma dienende
endlose Tuch G hindurch elektrochemische Vorgänge abgespielt und das löslich gewordene
Fett hat sich auf der Seite des Tuches, welches der Metallplatte / zugekehrt ist,
niedergeschlagen. Die leichteren Fetteile, die durch die aufsteigende Bewegung, welche
durch die schwache Hitze der Rohrschlange bewirkt wird, mitgerissen worden sind, steigen
durch die gelochte Platte I und an den Enden derselben in Form einer Emulsion an die
Oberfläche des Bades, von wo man sie leicht entfernen kann. Die schweren Stoffe fallen
auf den Boden des Bottichs, wo sie gesammelt werden können.
Claims (2)
1. Verfahren zum Entschweißen von Rohwolle im alkalischen Bade mit Hilfe
des elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß zum Alkalischmachen des Bades vor Einleitung des elektrischen
Stromes die in der Rohwolle selbst enthaltenen Alkalien benutzt werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch ein in dem mit Wasser angefüllten und mit Doppelboden und Heizschlange versehenen Bottich (A) angeordnetes
wanderndes Metalltuch (F), welches mit dem einen Pol einer Elektrizitätsquelle
verbunden ist, eine oberhalb des Tuches angeordnete gelochte Metallplatte (I), welche mit dem anderen Pol
der Elektrizitätsquelle verbunden ist, und ein zwischen Tuch und Platte angeordnetes
gespanntes, widerstandsfähiges und als Diaphragma dienendes wanderndes Gewebe (G).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193258C true DE193258C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193258C (de) |
| FR (1) | FR349042A (de) |
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1904
- 1904-12-13 FR FR349042A patent/FR349042A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR349042A (fr) | 1905-05-08 |
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