DE314336C - - Google Patents

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DE314336C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/20Treatment of water, waste water, or sewage by degassing, i.e. liberation of dissolved gases

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 13. SEPTEMBER 1919
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung
an Luft- und Sauerstoffiltern für relativ kaltes Wasser und besteht darin, daß an sich be-.kanntes Filtermaterial (Eisenspäne, Tier- und Holzkohle) zusammen benutzt wird, und zwar in schichtweiser, lockerer Lagerung.
Wie später angeführte A7ersuche ergaben, wirken die Grannen der Eisenspäne physikalisch auf die Gase ein, indem Auslösepunkte ίο gebildet weiden, an denen die Gase bevorzugt sich ausscheiden, und zwar in- solcher Weise, als wie (ließ bisher durch Erwärmen bzw. Kochen des Wassers möglich war. Auch wirken die Eisenspäne chemisch auf die Gase ein, ine1 im ein Rostungsprozeß parallel läuft.
Zu dieser Wirkung soll die an sich bekannte chemische Wirkung von Holz- oder Tierkohle auf das Wasser hinzukommen, indem dieses Material ein großes Aufnahmevermögen für Gase besitzt.
Tn der Vereinigung wirkt danach der eine Stoff in. erster Linie auslösend und der andere vornehmlich absorbierend.
Als wichtigstes Merkmal kommt hinzu, daß das Filtermaterial schichtweise locker gelagert wird.
Beim Gebrauch wird das Filtermaterial in einen Behälter gefüllt, durch welchen das Wasser geleitet wird.
Bei einer ungeteilten Einfüllung von Eisenspänen würde ein großer Druckvcrlust entstehen beim Hindurchströmen des Wassers, da die Masse infolge ihrer spezifischen Schwere und der Feinheit der Späne sich zusammenquetscht. Bedenkt man noch, daß, wie vorerwähnt, ein Rostungsprozeß nebenher geht, so filzt das Material vollends zusammen und es kann nicht überraschen, daß in der Filtermasse sich Kanäle (Krater) für das Wasser bilden, ohne daß noch eine Verteilung und Berührung mit dem größeren Teil der Filtermasse stattfindet.
Die schichtweise Lagerung des Filtermaterials z. B. auf Rahmen verhütet aber diese Erscheinung und gewährleistet eine ■ dauernd gute Verteilung des zu reinigenden. Wassers. An den einzelnen Schichten kann sich aber auch eine Haut fortgeschwemmter Oxydflocken bilden, welche in gewissem Grade wiederum filtrierend wirkt. Wird diese Schicht zu dick, was man an der Widerstandssteigerung bzw. am Manometer bemerken kann, dann genügt eine Erhöhung der Wasserströmung, um diese Haut zu zerreißen und die Teile durch das locker geschichtete Material hindurch zu schwemmen.
Indem man einen am Behälter vorgesehenen Schmutzwasserablauf öffnet, wird dieses verunreinigte Wasser gleich entfernt und beim gegendrückfreien Abfluß wird auch ohne weiteres die Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit beim Spülen bewirkt. Werden die auf chemischem Wege ausgeschiedenen Bestandteile in der angegebenen Weise entfernt, so werden die ausgelösten Gase unter . dem Deckel des Filterbehälters abgefangen und hier abgelassen, und zwar durch ein mittels Schwimmer gesteuertes Ventil. Der Spülwasserverbrauch ist daher bei schichtweiser, lockerer Lagerung gering.
Endlich ist noch anzunehmen, daß durch
(2. Auflage, ausgegeben am 29. September 1919J
die Erfindung die Bildung einer galvanischen Kette stattfindet, indem Kohle und Eisen die Elektroden, und das Wasser den Elektrolyten des Elements abgeben. Daß elektrische Ströme aber dieGasausscheidung aus Flüssigkeiten fördern, ist bekannt.
Die angeführten Fortschritte finden in den Ergebhissen folgender Versuche ihre Bestätigung:
Benutzte man das gleiche Quantum von Metallspänen und Holzkohle, jedes für sich in abgewogener Masse, indem die ganze Spänemenge unten im Behälter und die Holzkohle darüber gelagert wurde, und zwar ohne Unterteilung, so durfte die Wassermenge nur etwa 60 Prozent derjenigen sein, welche das Filter durchfließen durfte in der verbesserten Form durch die schichtweise und abwechselnde Lagerung, um gleiche Endresultäte in bezug auf Luft- und Sauerstoffentziehung zu erreichen. Es kam hinzu, daß außerdem in der ersteren Form die Filterleistung in 10 Tagen ein solches Minimum erreicht hatte, daß ein Ausbau des Filtermaterials notwendig wurde. Die Metallspäne bildeten starke Klumpen und eine Spülung innerhalb des Filters war unmöglich, weil diese Metallklumpen einen Durchtritt des Spülwassers nur in ungenügender Menge und Verteilung zuließen. Es konnte deshalb auch nicht die Filterkohle in nennenswertem Maße regeneriert werden.
Die neue hier beanspruchte Form hatte erst in 14 Tagen den Grad der Erschöpfung erreicht, und außerdem ließ sich das Filtermaterial durch die schichtweise Lagerung ganz bequem, und mit geringem Wasserverbrauch spülen, ohne daß der Deckel von dem Behälter heruntergenommen zu werden brauchte oder überhaupt eine besondere Behandlung des Filtermaterials notwendig wurde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Abscheidung von Luft und anderen. Gasen aus Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser durch abwechselnde lockere Schichten von Eisenspänen und Holz- oder Tierkohle geleitet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE869042C (de) * 1950-04-15 1953-03-02 Bayer Ag Verfahren zur Absorption von Sauerstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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