DE522692C - Kippwerk fuer Schmelzoefen - Google Patents

Kippwerk fuer Schmelzoefen

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Publication number
DE522692C
DE522692C DES94864D DES0094864D DE522692C DE 522692 C DE522692 C DE 522692C DE S94864 D DES94864 D DE S94864D DE S0094864 D DES0094864 D DE S0094864D DE 522692 C DE522692 C DE 522692C
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DE
Germany
Prior art keywords
furnace
rope
tilting mechanism
platform
melting
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Expired
Application number
DES94864D
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Tostmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
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Priority to DES94864D priority Critical patent/DE522692C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE522692C publication Critical patent/DE522692C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/02Crucible or pot furnaces with tilting or rocking arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Kippwerk für Schmelzöfen Um einen Schmelzofen vollständig ausleeren zu können, muß er so gekippt werden, daß er über die waagerechte Lage hinausgelangt, .damit der Boden und die Seitenwände des Ofens ganz von dem flüssigen Schmelzgut leerlaufen. Im allgemeinen werden die Schmelzöfen um einen Drehpunkt gekippt, welcher in der Nähe der Ausgußmündung liegt, damit sich die Ausgußmündung während des Kippvorganges nicht wesentlich von ihrer Stelle verschiebt. Soll nun der Ofen beim Kippen ganz entleert werden, so muß der untere Teil des Ofens höher gehoben. werden als die Ausgußmündung. Der Kippvorgang wird meistens dadurch bewerkstelligt, daß man ein Seil an dem unteren Ende des Ofens angreifen läßt und dieses Seil über entsprechende Seilrollen mit einem Windwerk aufrollt. Es ergibt sich bei einer derartigen Seilführung der Nachteil, daß man die obere Seilrolle oberhalb der Ofenbühne anordnen muß, um das untere Ende des Ofens über die Ausgußmündung heben zu können.
  • Nach der Erfindung ist dieser Nachteil dadurch vermieden, daß eine Schlittenführung in die Seilbahn eingeschaltet ist, die sich beim Anzug des Seiles selbsttätig über die Ofenbühne hinausschiebt und dadurch die obere Seilrolle so hoch hebt, .daß der Ofen um mehr als 9o°, in den meisten Fällen bis zu i5o° gekippt werden kann. Beim Nachlassen des Seiles bewegt sich diese hochgezogene Seilrolle selbsttätig wieder so weit abwärts, daß sie unterhalb der Ofenbühne liegt. Auf .diese Weise hat man während der Beschickung und des Schmelzvorganges die Ofenbühne vollständig frei.
  • In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführung -der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Seitenansicht der Gesamtanordnung während des Schmelzens und Abb.2 die Seitenansicht der Gesamtanordnung während des Kippers.
  • Der Ofen a ragt mit seiner --#,usgußmündung etwas über die Ofenbühnie hinaus. Er ist um den Drehpunkt b drehbar gelagert, welcher sich ganz in der Nähe der Ausgußmündung befindet. Hierdurch fließt das ausströmende flüssige Material immer in, derselben Richtung, so daß man mit dem Ofen ohne weiteres in die Kokille gießen kann. Der Eisenkern des Ofens wird durch den Körper c dargestellt. Um diesen ist die nicht dargestellte Primärwicklung herumgelegt. Es ist also in diesem Falle ein Niederfrequenzofen dargestellt; die Einrichtung könnte ebensogut auch für andere Ofen, .insbesondere für Hochfrequenzöfen verwendet werden. Das zum Kippendes Ofens verwendete Seil d greift an dem unterhalb des Ofens. gelegenen Punkt e an und legt sich in eine Seilführung f. Das Seil läuft dann über die Rollen g, h, i zur Trommel k. Diese Trommel k wird durch einen Elektromotor o vermittels Schnecke und Schneckenrad gedreht.
  • Die Rollen g und h sitzen an einem Schlitten 1, der sich in einer Führung m senkrecht nach oben bewegen kann. Sobald das Seil angezogen wird, hebt die Rolle 1a. den Schlitten so hoch, daß sie fast -in gleicher Höhe mit der Rolle i liegt (s. Abb. 2). Dadurch tritt die Seilrolle g über die Ofenbühne hinaus. Wird das Seil weiter aufgewickelt, so wird der untere Punkt e des Ofens so hoch gehoben, daß er annähernd bis zur Höhe der Rolle g ansteigt. Der Kippwinkel des Ofens beträgt dann etwa 1o5°, und das Schmelzgut kann gänzlich aus dem Ofen auslaufen. Wenn der Ausguß beendet ist, läßt man das Seil d nach. Dadurch senkt sich der Schlitten 1, und der Ofen a. geht in die Anfangsstellung zurück.
  • Am Ofen ist eine Plattform n angebracht, die beim Kippen des Ofens mit in die Höhe geht und beim Nachlassen des Seiles die Ofengrube wieder vollständig verdeckt. Auf diese Weise ist beim Beschicken der Raum um den Ofen herum unbehindert zugänglich. Trotzdem wird der Ofen durch den Kippvorgang zur Zeit des Ausgusses so hoch gehoben, daß eine vollständige Entleerung des Ofens mit Sicherheit gewährleistet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kippwerk für Schmelzöfen mit an .der Ausgußmündung liegendem Drehpunkt, die durch ein am unteren Ofenende befestigtes Seil um mindestens 9o° kippbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seilzug ein mit zwei Seilrollen versehener beweglicher Teil eingeschaltet ist, der bei ruhendem Ofen unterhalb der Arbeitsbühne liegt und sich beim Anziehen des Seiles über die Bühne hebt.
DES94864D 1929-11-10 1929-11-10 Kippwerk fuer Schmelzoefen Expired DE522692C (de)

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