DE657168C - Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen - Google Patents
Kombinierter LichtbogeninduktionsofenInfo
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Classifications
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Description
- Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen Es sind Lichtbogenöfen bekannt, bei denen unterhalb des Beschickungsraumes Rinnen vorgesehen sind, in <denen das Gut induktiv erwärmt wird. Hierbei sind die Spulen auf einem Eisenkern angeordnet. Es sind ferifer Öfen bekannt, bei denen das Gut erst durch Induktionsheizung und dann durch Widerstandsheizung erhitzt wird. Die Induktionsheizung wird hierbei von einer kernlosen Induktionsspule durchgeführt.
- Die Erfindung befaßt sich mit einem kombinierten Lichtbogeninduktionso.fen und besteht darin, daß der lichtbogenbeheizte Schmelzrauen mit einem seitlich angeordneten Raum in Verbindung steht, der von einer kernlosen Induktionsspule umschlossen ist. Eine weitere vorteilhafte Einzelheit der Erfindung besteht darin, daß der Ofen kippbar ausgebildet ist und das zu schmelzende Gut sich entweder völlig in dem lichtbogenbeheizten Schmelzraum befindet oder nach Kippen des Ofens so weit den .von der kernlosen Induktionsspule umschlossenen Raum ausfüllt, daß ein Teil des Gutes stets in dem lichtbogenbeheizten Schmelzraum verbleibt.
- Die Erfindung hat den Vorteil, daß der Ofen eine baulich günstige Gestalt des Schmelzraumes erhält unter Vermeidung einer Zerklüftung des Ofenbodens, so daß der Ofen seltener reparaturbedürftig wird, also eine hohe Lebensdauer erhält. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß, wenn Schlackenreaktionen ausgeführt werden sollen, der Ofen gekippt wird, so daß ein Teil der Schmelze in den induktiv beheizten Nebenraum fließt. Bei Einschaltung der Induktionsspule ergibt sich dann eine intensive Strömung in der Metallschmelze vom Nebenraum her, die annähernd in Richtung der Metallbadoberfläche verläuft. Es bleiben daher die Schlackenreaktionsstoffe auf der Metallbadoberfläche nicht stehen, sondern sie werden an seiner Oberfläche entlang geführt und verursachen daher unter Vermeidung eines Luftzutritts zum flüssigen Metall eine erhebliche Verkürzung der Reaktionszeiten. Dabei ist es zweckmäßig, den induktiv beheizten Nebenraum seitlich neben dem Schmelzraum so hoch anzuordnen, daß er während des Einschmelzens, welches nur durch die Lichtbogenelektroden bewirkt wird, leer bleibt. Erst unmittelbar vor Beginn des Raffinierens, der Schlackenbehandlung o. dgl., während welcher eine hohe Badbewegung,-die der Lichtbogenofen nicht zu erzeugen vermag, erwünscht ist, wird durch Kippen des Ofens das flüssige Metall in einen seitlichen Nebenraum eingebracht und die Induktionsspule unter Strom gesetzt.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Der Tiegel i des Lichtbogenofens trägt auf der einen Seite eine Gießschnauze z. Durch den Deckel 3 ragen mehrere Elektroden q. hindurch. Mit 5 ist der Schmelzraum bezeichnet. Auf der der Gießschnauze gegenüberliegenden Seite des Ofens befindet sich ein Anbau 6 mit einem Hohlraum 7. Der Boden dieses Raumes liegt höher als der betriebsmäßig zulässige Badspiegel der Charge im Schmelzraum 5. Der Raum 7, welcher' mit dem Beschickungsraum in Verbindung steht, ist von einer Induktionsspule 8 umschlossen, die über Leitungen 9 mit einer Spannungsquelle geeigneter Frequenz in Verbindung steht.
- Der Ofen arbeitet wie folgt: ach der Beschickung des Ofens wird das Metall durch die Elektroden q. wie in einem gewöhnlichen Lichtbogenofen eingeschmolzen. Hierbei werden die Vorteile des Lichtbogenofens, nämlich rasches Einschmelzen durch Hochtemperaturheizquellen zweckmäßig ausgenutzt. Die Indulktionsspule e bleibt dabei außer Tätigkeit. Nach erfolgtem Einschmelzen des Metalls wird der Lichtbogenofen so weit gekippt, bis Metall aus dem Schmelzraum 5 in den seitlichen Raum 7 geflossen ist. Wenn mit der Durchführung von Schlackenreaktionen begonnen wird, schließt man die Spule 8 über die Leitungen 9 an eine nicht dargestellte Spannungsquelle, so daß die Spule 8 zusammen mit dem im Raum 7 verbliebenen Metall wie ein normaler kernloser Induktionsofen wirkt. Die bei einem solchen Ofen entstehende intensive Badbewegung überträgt sich auf das im Schmelzraum 5 befindliche Metall, so daß die Schmelze innig mit der Schlacke in Berührung kommt und die gewünschten Reaktionen mit erheblicher Beschleunigung durchführbar sind. Die Frequenz der Spannungsquelle der Spule 8 wird derart gewählt, daß die Wirbelung des Bades den jeweils gewünschten Grad an Intensität annimmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜ CHE i. Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtbogenbeheizte Schmelzraum (5) mit einem seitlich angeordneten Raum (7) in Verbindung steht, der von einer kernlosen Induktionsspule (8) umschlossen ist. y. Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen kippbar ausgebildet ist und das zu schmelzende Gut sich entweder völlig in dem lichtbogenbeheizten Schmelzraüin '(5) befindet oder nach Kippen des Ofens so weit den von der kernlosen Induktionsspule umschlossenen Raum ausfüllt, daß ein Teil des. Gutes stets in dem lichtbogenbeheizten Schmelzraum (5) verbleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75686D DE657168C (de) | 1935-03-30 | 1935-03-30 | Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75686D DE657168C (de) | 1935-03-30 | 1935-03-30 | Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657168C true DE657168C (de) | 1938-02-25 |
Family
ID=6946527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA75686D Expired DE657168C (de) | 1935-03-30 | 1935-03-30 | Kombinierter Lichtbogeninduktionsofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657168C (de) |
-
1935
- 1935-03-30 DE DEA75686D patent/DE657168C/de not_active Expired
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